Ein Unfall der alles verändert...

    • (1) 19.01.12 - 11:22
      Chaos1

      Hallo Ihr Lieben.

      Ich schreibe anonym, da mich hier doch einige kennen.

      Mein Mann hatte vor einiger Zeit einen Arbeitsunfall. Mich hat dieser Unfall so aus der Bahn geworfen, dass ich seitdem eine Psychotherapie mache. Ich dachte bisher, dass mein Mann damit besser klar kommt. Aber dem ist nicht so.

      Gestern kam es zum Streit bei uns. Dabei kam dann so einiges raus. Mein Mann macht sich total die Vorwürfe, wegen des Unfalls. Dabei ist das schwachsinn. Ich weiß auch, dass ich ihm da auf keinen Fall helfen kann. Ich sehe das er ganz viele Dinge hat, wie bei mir am Anfang der Depressionen. Ich hatte es damals wohl nur schneller erkannt. Er hat dafür nun doch sehr lange gebraucht.

      Ich weiß, dass nun noch ein langer Weg vor uns liegt. Mir geht es noch nicht super. Mir geht es nur deutlich besser als am Anfang. Mein Mann steht nun erst am Anfang. Er muss nun zum Arzt um sich überweisen zu lassen. Das möchte er auch tun. Ich hoffe nur, dass er es auch durchzieht. Ich selber hatte auch 3 Anläufe gebraucht, bis ich es durch gezogen hatte.

      Ich würde meinen Mann so gern helfen und kann es nicht. Er kann mit mir noch nicht mal richtig reden, wobei ich das auch verstehen kann. mir ging es ja genauso.

      Eigentlich war der Post hier nun total sinnlos. Aber ich musste es mal los werden.

      Viele Grüße
      Chaos

      • (2) 19.01.12 - 11:32

        Was ist passiert, das es dich und jetzt auch öffentlich ihn, so sehr belastet?

        • (3) 19.01.12 - 11:39

          Mein Mann ist Anfang Oktober vom Gerüst gefallen. Er hat sich dabei den Fuß zertrümmert. Im Kh sagte man uns, dass es eine Schwerstverletztung des Fußes ist. Wir hatten noch Glück, dass der Fuß nicht amputiert wurde.

          Das ganze ist nun 3,5 Monate her. Er läuft seit Anfang Januar wieder ohne Krücken (schreibt man das so?). Aber bis er wieder arbeiten kann, dauert noch. Mit viel Glück beginnt Anfang Februar die Wiedereingliederung. Wobei das nun auch noch in den Sternen steht, da doch noch einiges fehlt. Es fehlt die Kraft. Schnell laufen kann er auch noch nicht. Er kann im Tempo unseres fast 3 Jährigen gerade so mit laufen.

          Mich hatte es total aus der Bahn geworfen. Ich stand Tagelang total neber mir. Was aber auch an dem Chaos am Anfang lag. Ich hatte auch total die finanziellen Sorgen, die sich aber erledigt haben.

          LG

          • (4) 19.01.12 - 12:05
            ihr schafft das

            er kann wieder LAUFEN und ihr habt keine finanziellen Sorgen. Ist das nicht Grund genug, positiv nach vorne zu schauen?

            • (5) 19.01.12 - 12:11

              Ich schaue wieder positiv nach vorne. Natürlich gelingt das nicht immer, aber ich bin auf einem sehr guten Weg.

              Nur leider sieht mein Mann einiges anders. Er hat Angst um seinen Job und ich verstehe nicht warum. Sein Chef hat ihn sogar gefragt, ob er ins Büro kommen könnte, um bei Rechnungen etc zu helfen. Er will ihn auch mehr mit einbeziehen, in die Kundengespräche. Ich glaube nicht, dass sein Chef das machen würde, wenn er ihn kündigen will.

              Er macht sich eben auch Vorwürfe, da sein Chef ja nun wegen ihm mehr kosten hat, sprich die Zahlung an die BG steigt ja. Ich verstehe das nicht. Er ist ja nicht freiwillig gefallen. Das Gerüst ist gekippt.

              Die BG befürwortet es sogar, wenn er was im Büro macht. Er darf eben nur keine schwere körperliche Arbeit machen. Und das geht sowieso noch nicht.

              Er hängt im Moment in einem totalen Tief. Und ich hoffe, dass er da wieder raus kommt. Er wohl auch Anfang Dezember sich darüber schon Gedanken gemacht, ob er sich nicht auch hilfe suchen soll. Aber da der Gips dann abkam und die Stäbe gezogen wurde, ging es ihm ja besser und es ging aufwärts. Aber nun hängt er wieder da.

              • (6) 19.01.12 - 12:23
                ihr schafft das

                Wegen seines Chefs macht sich dein Mann Sorgen? Sag ihm, dass er das nicht braucht. Es ist ganz normales Unternehmerrisiko, Leute einzustellen, die eben auch mal krank werden, Arbeitsunfall inbegriffen. Es kann natürlich sein, dass deinem Mann die käufmännischen Arbeiten, die er nun übergangsweise verrichten kann, nicht liegen. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist es doch wirklich nur übergangsweise. Solange bis er wieder komplett hergestellt und einsatzfähig ist. Bleib dran und baue ihn auf. Für dich ist er doch am Schreibtisch genausoviel wert, wie auf dem Baugerüst.

                • (7) 19.01.12 - 12:27

                  Das habe ich ihm auch schon gesagt, dass das eben Risiko ist. Und wie du auch sagst, mir ist es egal was er macht. Hauptsache es macht ihm Spaß. Und ihm tut es im Moment ja sogar gut, dass er mal raus kommt, ausser zur Reha. Er soll dadurch ja mehr eingearbeitet werden um dadurch dann auch Kundengespräche zu führen. Es ist also sogar für seine Zukunft.

                  • Vielleicht würde es ihm helfen, mal das Gespräch mit seinem Chef zu suchen (sorry, dass ich mich einmische :-) )?! Vielleicht ist er die einzige Person, die ihm diese Schuldgefühle nehmen kann und verdeutlichen kann, dass er im Büro gebraucht wird!

                    LG
                    sniksnak

          (9) 19.01.12 - 12:23

          Ich hatte erwartet es sei etwas wirklich schlimmes passiert #schwitz

          • (10) 19.01.12 - 12:26

            Naja, wenn das für dich nicht schlimm ist, ist es ok. Für uns ist es schlimm. Zumal auch noch nicht klar ist, ob noch Folgeschäden zurück bleiben.

            • klar ist ein Unfall immer schlimm egal was passiert ist.

              aber er sollte sich auch vor Augen halten das was schlimmeres passieren konnte, das er noch viel Glück gehabt hat.

              Meine MUtter zum beispiel, das wird Euch vielleicht nicht helfen.

              hatte 1995 einen Arbeitsunfall, ihr ist ein Gitter Container in den rücken gefallen, bei einer Getränke Firma.

              Sie sitzt seitdem im Rollstuhl, musste drei mal wiederbelebt werden.
              Sie hatte auch damals den mut aufgegeben und wollte nicht mehr Leben, weil sie sich ein Leben im Rollstuhl nicht vorstellen konnte, sie hatte Glück gehabt das ich da war ( war damals 14 Jahre alt) so das ich ihr halt gegeben habe, für mich war zwar die Kindheit im arsch weil ich mich um meine Mutter alleine kümmern musste, aber wir haben es gemeistert.

              Sie hat ihren Führeschein im Rollstuhl gemacht...Lebt alleine, da ich meine eigene Familie aufgebaut habe.

              Macht alles im Hauhalt alleine, bis auf Gardinen und mal die regale abwaschen macht sie alles selber, hat drei Hunde die sie fit halten, damit sie auch raus kommt, hat einen riesen Teich mit einigen Kois wo sie sich auch alleine drum kümmert.

              Was ich damit schreiben möchte, es ist hart für dein Mann aber es gibt Leute die es schlechter getroffen hat und die nicht den Kopf hängen lassen, im gegenteil die versuchen das beste noch aus ihren Leben zu machen...es dauert zwar seine zeit , aber man bekommt das auch wieder hin...

              Ich wünschen Deinen Mann viel Kraft und das er mit der Situation zu recht kommt...vielleicht gibts du ihn mal den Hinweis von mir und erzählst ihm mal meine Geschichte...

              P.S ich habe mit 14 das selber mit bekommen als sie wiederbelebt wurde weil ich neben ihr stand und die Leute sich nicht um mich gekümmert haben...und es war sicherlich nicht einfach die Zeit, aber Wir haben es geschafft dann schafft Ihr das auch

          das ist schlimm genug.

          blödes posting von dir.

          • (13) 19.01.12 - 21:45

            Sicherlich ist es schlimm, aber dafür was die sich selber für einen Rattenschwanz dranhängen, dafür ist es nicht schlimm genug!

            Ich finde es schade, dass du allgemein immer so antwortest was der Mehrheit gefällt und das beziehe ich jetzt nicht auf diesem Posting, du machst das immer so.
            Wäre schön wenn du mal eine eigene Meinung entwickeln würdest #aha

            Lass mein schwarz schreiben stecken, dieses Argument ist ausgelutscht :-p

        Keine Worte

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