Warum suche ich immer einen "Beschützer"?

    • (1) 23.01.12 - 22:18
      schutzsuchende

      Hallo,

      woran liegt es, dass ich in den Männern immer eine Art Beschützer für mich suche? Ein Mann muss mir Sicherheit und Halt geben, er muss mir das Gefühl geben, dass ich bei ihm Schutz suchen und finden kann.
      Mit dem typischen Beschützer assoziiere ich meist einen größeren, älteren Mann.

      Das geht mir aber nicht nur mit meinem Partner so, sondern auch z.B. bei Ärzten vertraue ich auch nur auf ältere Männer. Ich mag Autoritätspersonen, Männer, zu denen ich aufschauen kann. Wenn sie mir (nicht nur körperlich, auch intellektuell oder in Bezug auf Lebenserfahrung) überlegen sind, habe ich das Gefühl, dass ich mich dort sicherfühlen kann.

      Warum ist das so? Warum brauche ich diese Sicherheit? Wegen was denn eigentlich? Kennt das jemand von euch?

      Und wie gelingt es, dieses Sicherheitsdenken auszuschalten und sich selbst Sicherheit zu vermitteln, ohne dabei von jemandem abhängig zu sein?

      Danke für eure Antworten.

      • (2) 23.01.12 - 22:25
        Hmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm

        seltsam#kratz

        Hallo,
        so selten ist diese Sehnsucht nach einem Beschützer nicht.
        Warum du dieses Bedürfnis hast kann nur vermutet werden--wie war denn das Verhältnis zu deinem Vater?

        L.G.

        • (4) 24.01.12 - 07:59

          Das beruhigt mich ja, wenn es das öfter zu geben scheint..

          Das Verhältnis zu meinem Vater ist weder gut noch schlecht. Meine Eltern sind geschieden, mein Vater hat sich nie wirklich für mich interessiert, tut er auch bis heute nicht. Er ruft nur einmal im Vierteljahr an, um mir was von sich zu erzählen oder mich um etwas zu bitten. Er fragt weder nach seinen beiden Enkeln, noch kommt er uns mal freiwillig (also ohne Einladung zu Geburtstag oder so) besuchen. Geburtstage meiner Kinder vergisst er.

          Das war aber auch schon so, als ich noch Kind war. Er hat gearbeitet, meine Mutter sich um mich gekümmert. Er selbst hat eigentlich nie etwas mit mir unternommen oder so.

          • Weil du "nie" einen Vater hattest, suchst du ihn jetzt in allen weiteren Männern, die deinen Weg kreuzen.

            Schlimm ist das aber nicht. Finde ich. Und ausserdem nur MEIN Erklärungsversuch für dein Anliegen.

            Alles Liebe,

            White

            • (6) 24.01.12 - 11:19

              Ja, vielleicht ist es das, ich leide heute noch unter dem Desinteresse meines Vaters. Aber wie stellt man das ab, dass man das bei anderen sucht, was man in der Familie vermisst hat?

          Vielleicht hast du irgendeine Möglichkeit heraus zu finden warum du Schutz suchst.
          Es könnte auch Bequemlichkeit sein.;-)
          Vielleicht findest du es mit fachlicher Hilfe heraus.Ich kann nicht beurteilen ob du einen Leidensdruck hast.

          • (8) 24.01.12 - 11:19

            Ja, vielleicht ist es die Angst davor, selbst Verantwortung für das eigene Leben tragen zu müssen, diese Last, die damit verbunden ist..

            Manchmal wäre ich einfach gerne noch Kind, ohne die ganzen Verpflichtungen und die Eigenverantwortung..

            Einen Leidensdruck hab ich explizit nicht, ich suche eigentlich nur nach Erklärungen dafür und nach Lösungen, wie ich mir selbst dieses Bedürfnis befriedigen kann, ohne diese Befriedigung bei anderen zu suchen. Ich will nicht abhängig sein ;-)

    Hallo,

    die Gründe wirst du nur herausfinden, wenn du eine tiefenpsychologische Therapie / Analyse absolvierst. Ich vermute, dass ein geringes Selbstwergefühl eng damit zusammenhängt, das aber wiederum auch Gründe hat.

    Was ich dir aber garantiert sagen kann: Beschützt sein wollen und unabhängig sein wollen geht nicht zusammen. Niemals. Wenn du frei sein willst, musst du lernen, emotional und innerlich auf eigenen Füßen zu stehen.

    LG und alles Gute, E.

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