putzfimmel

    • (1) 02.02.12 - 14:13

      seit einiger zeit bin ich nun mit meinem freund zusammen. er hat ein haus und wir sind öfters bei ihm an den wochenenden. leider ist das nicht immer sehr gemütlich,da er einen extremen sauberkeitsfimmel hat.

      auch ich mag es ordentlich und sauber, habe aber zwei teenies und arbeite, da muss ich kleinere abstriche machen. ich möchte nicht die wenige freizeit nur mit putzen verbringen. mein freund arbeitet von zuhause aus und wenn wir zum beispiel zusammen kochen, putzt er mir dauernd hinter her, ohne zu murren oder klönen aber irgendwie fühle ich mich echt blöd dabei.

      geht er duschen,dann dauerts stunden bis er fertig ist, weil auch dort alles sofort nachgerieben wird. ich gehe meist vor ihm, denn das ist mir echt zu blöd. benutzt er den staubsauger, dann geht er in jede ritze und der sauger selbst wird zum schluss noch eingehend geputzt. das alles ginge ja noch,wenn er nicht immer jammern würde,dass ihm die zeit davonrenne und er zu nichts mehr komme..wen wunderts?

      wir haben auch schon vom zusammenziehen gesprochen aber irgendwie habe ich bammel davor, den meine zwei sind kleine chaoten und mein lebensinhalt ist das saubermachen wirklich nicht. übrigens arbeite ich als familienhilfe und weiss auch mit dem lappen umzugehen aber ich setzte prioritäten. alles im mass...

      weiss gar nicht wie das thema anzusprechen. habt ihr einen rat oder selbst einen partner der in der beziehung so extrem ist? dauernd muss ich auf ihn warten auch wenn ich natürlich mithelfe, es nervt mich und etwas mehr spass würde ihm auch guttun.

      bin gespannt auf eure meinung...lieben dank..

      • Extrem find ich sein Verhalten schon würde Ihn auch mal ansprechen darauf BEVOR Ihr zusammenzieht.

        Hallo,

        keine Ahnung, ob das schon ein Putzzwang / Kontrollzwang ist.

        Wenn das ein Zwang ist, dann kann sich das noch ins Unermässliche steigern.

        Es kann natürlich auch sein, dass es bei ihm nicht krankhaft ist. Dann könnte man eher beeinflussen, dass er da lockerer wird.

        Wenn er sich nicht helfen lassen will, dann würde ich mit ihm nicht zusammenziehen.

        Das gibt nur Ärger und gerade auch wenn man Kinder mitbringt.

        Ich denke dabei an meinen Vater. Das Zusammenleben ist total schwierig.

        LG lisatha

        Schwierig. Ich würde das Gespräch suchen...ich stelle mir ein Zusammenleben generell schwer vor, wenn Verhaltensweisen zu sehr auseinanderklaffen. Wenn er obendrein auch noch wenig Humor hat ----> "und etwas mehr spass würde ihm auch guttun.".....oder eben verkrampft durch die Gegend wandelt...

        Ich habe die Erfahrung schon gemachti n ähnlicher Form. Es war für mich, für mein Naturell auf Dauer nicht zu ertragen.

        Gruss
        agostea

      • (5) 02.02.12 - 15:12

        Huch, mein Mann hat auch einen Putzfimmel, aber Dein Fall scheint mir extrem. Bei uns flogen anfangs tatsächlich die Fetzen (im wahrsten Sinne, haha) aufgrund unterschiedlicher Putz-Vorstellungen.

        Auf jeden Fall thematisieren bevor Du den Schritt wagst. Ihr werdet ja beide Kompromisse eingehen müssen.

        Die Frage ist ob er dazu in der Lage ist.

        lg

        Du kannst das Thema schon ansprechen, ist ja nichts was peinlich wäre.
        Die richtige Fragestellung ist aber extrem wichtig. Frag ihn nicht "Sag mal, wieso putzt Du dauernd wie ein Irrer?" sondern frag ihn lieber sowas wie "Was passiert, wenn Du das jetzt nicht abwischst?". Frag ruhig auch mal, ob er das zu Hause schon so beigebracht bekommen hätte, ob also seine Mutter, sein Vater oder gar beide Eltern so sauber sind, wie er. Aber Vorsicht, das kann auch das Anpieken eines Kindheitstraumas bedeuten.
        Sammle also mal nach und nach Informationen über seine Putzerei, kommentiere das aber nicht wertend (also weder positiv und schon gar nicht negativ beurteilen).

        Dass die Putzerei über ein gesundes Normalmass hinaus geht hast Du schon richtig bemerkt. Sein Zwang besteht ja darin, dass er erstens die Reinigung nicht aufschieben kann, er MUSS es sofort machen. Und zweitens zeigt seine Jammerei, dass er schon darunter leidet.

        Die Frage ist, warum macht er das.

      • Hallo

        <<<wir haben auch schon vom zusammenziehen gesprochen aber irgendwie habe ich bammel davor, den meine zwei sind kleine chaoten und mein lebensinhalt ist das saubermachen wirklich nicht. <<<

        Ich denke du ahnst es bereits.
        Vor einem eventuellen Zusammen ziehen, würde ich die Beziehung lange prüfen ,mit Urlauben und viel gemeinsamer Zeit unter seinem Dach.
        Meist sind diese Zwangsputzer auch Spaßbremsen.
        Extreme Sauberkeitsansprüche, Kontrollzwänge und Hygienefimmel hat u.a. zum Scheitern meiner ersten Ehe geführt.
        Gemütlichkeit kommt da eher selten auf.
        Ich würde ihn offen auf die Sachen, die dir aufgefallen sind ansprechen.
        Vielleicht könnt ihr die Situation auch durch eine Putzhilfe entschärfen---wenn er dies zu lässt.

        L.G.

        Hilfe das klingt aber extrem anstrengend. Also ich gehöre ja auch zu denen, die gerne beim kochen alles direkt wieder sauber und an seinen Platz hat. Davon ist mein Mann (wir kochen oft und gerne zusammen) auch manchmal angenervt.
        Aber das Bad nach dem duschen stundenlang zu putzen, oder den Staubsauger nach jeder Benutzung zu reinigen, klingt sehr übertrieben.

        Mal eine intime Frage. Wie ist es denn beim Sex?? Kann er da mal aus sich raus gehen, Spaß haben ???? Oder rennt er sofort unter die Dusche und bezieht danach die Betten neu???

        Zusammen ziehen würde für mich (erst mal) nicht in Frage kommen!

        LG

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