mein verstorbener Opa in meinem Traum - und mein Sternenkind

    • (1) 14.02.12 - 16:54
      die traurige enkeltochter

      Vor einiger Zeit starb mein Opa. Er war ein zweiter Vater für mich. Meine Welt brach zusammen. Lange hatte ich daran zu knabbern,.............
      Ca 1-2 Jahre vor dem Tod verlor ich dramatisch mein kleines Sternchen in meinem Bauch, fast wäre ich selber verblutet, nur eine Not-OP mit Teilektomie konnte mich retten.

      Vor einigen Monaten (fast 1 Jahr) hatte ich eine ganz schlimme Phase. Psychisch.

      Ich träumte von meinem Sternenkind. In Gedanken nenne ich ihn immer Luca.

      Ich habe oft geträumt, wie es sein würde mit ihm. Aber dieses mal war es anders. Es war ein völlig leerer Raum, wobei es nicht einmal ein Raum in dem Sinne war. Alles war grau-blau. Und da stand er, mein Junge. Und er sprach zu mir, direkt!
      Er war inzwischen 2 Jahre alt geworden, hatte blonde Haare, trug eine blaue Jeans- Latzhose - und sagte zu mir: "Mama, du musst mich jetzt endlich gehen lassen!"

      Und ich sagte weinend zu ihm "Aber es tut so weh!"

      Dabei hatte ich tausend andere Fragen, z.B., ob es ihm im Himmel gut geht und wer sich so schön um ihn kümmert und dass es mir so leid tut, dass er nicht bei uns sein darf - und ich ihn jeden Tag so sehr vermisse.

      Er sagte "Mama, bitte lass mich gehen!"
      Und ich sagte weinend "Ok.... tschüss mein Junge, ich liebe dich!" - und dann ging er einen langen Gang entlang mit einem hellen Tor am Ende. Vorher drehte er sich noch einmal um, winkte und rief "Tschüss, Mama!"

      Ich wachte auf und konnte nur noch weinen.

      Zwei Tage später schlief ich grad ein, als jemand "Hallo Mama!" rief. Ich sah für einen Minimoment meinen kleinen Luca auf den Schultern von meinem Opa sitzen und beide winkten mir zu.

      Ein paar Monate später ging es mir psychisch wieder nicht so gut. Das hat Gründe, die mit meiner familiären Situation zusammen hängen.

      Ich schlief ein - und auf einmal war da eine Frau, die ich nicht kannte und ich solle mitkommen.

      Dann stand ich vor der Wohnzimmertür meiner Großeltern und ich sagte der Frau, dass ich das alles nicht verstehe. Aber ich solle eintreten, sagte sie mir.
      Ich trat ein.

      Meine Oma (sie lebt noch) saß auf ihrem Platz. Und vor ihr - auf seinem Platz - saß mein Opa und lächelte mich an. Ich war entsetzt, schockiert, alles auf einmal.

      "Oma, Opa ist doch tot, was ist hier los???" rief ich zu ihr.

      Sie nahm ihren Zeigefinger vor den Mund "Pssssssssst!" und wies mich an, mich hinzusetzten (mit Geesten)

      Ich setzte mich neben meinem Opa, er nahm meine Hand und drückte sie ganz fest.

      Ich konnte jedes Detail seiner Hand erkennen, jedes Blutgefäß, die Farbe, der Geruch ..... seine Fingernägel - und spürte seine warme Hand, es war so real, wie ich es nie erlebte.

      Er hielt lange meine Hand, dann schaute er mich an, lächelte noch einmal - und ich wachte auf.
      Ich nahm meine Hand, sie war immer noch viel wärmer als die andere. Seine Hand hatte ich noch so genau vor Augen und da wurde mir wieder bewusst, wie sehr er mir fehlt und das ich seine Hand niemals wieder so halten würde, wie ich es grad im Traum getan habe.

      Den Rest der Nacht habe ich durchgeweint.

      Vergangene Nacht habe ich nach Monaten wieder von meinem Opa geträumt.

      Aber ich sah ihn nur von hinten und bat ihn, an die Seite zu gehen, damit ich vorbei gehen kann.

      Seine Wärme zu spüren tat so gut, seinen Geruch, es war alles da. Mein lieber Opa!!

      Aber es gab keinen Körperkontakt, im Gegenteil. Ich bat ihn, zur Seite zu gehen.

      Und das tut mir schon die ganze Zeit so weh :-(

      Das war ein SiLoPo. Tut mir leid. Danke fürs lesen. Es hat gut getan, mal alles nieder zu schreiben.

      • Nein, das war kein sinnloser Post.

        Diese beiden Situationen, in denen Du gebeten wirst Dein Kind und Deinen Opa gehen zu lassen - es geht nicht darum, dass sie weg von Dir wollen oder Du sie vergessen sollst.

        Du sollst Frieden finden, Dein Leben weiterleben. Aber natürlich sollst Du beide in Erinnerung halten. Da ist nichts schlimmes, wenn Du sie im Traum bittest, Platz zu machen.

        (3) 14.02.12 - 18:15

        Daddy hat absolut recht, das ist in keinster Weise sinnlos.

        Es tut in vielen Situationen gut, mal die Gedanken zu ordnen, und es aufzuschreiben ist meiner Meinung nach eine sehr sehr gute Möglichkeit dazu.

        Träume sind sehr symbolbehaftet, und oftmals wird in Dinge etwas hineininterpretiert wo es eigentlich offensichtlich ist, oder umgekehrt etwas als selbstverständlich angesehen wo viel mehr dahinter steckt.

        Ich will nicht analysieren und nicht deuten.....Dir nur alles Gute wünschen.

        Mit etwas abzuschliessen ist nie einfach.....oftmals gelingt es niemals völlig, aber manchmal gelingt es, dass man unter Tränen lächeln kann, und das ist etwas, dass ich gar nicht als so verkehrt ansehe, wenn es um geliebte Menschen geht, die von uns gegangen sind....wenn Trauer und liebevolle Erinnerungen sich die Waage halten, und man so an sie denken kann und sie sein Leben lang im Herzen trägt.

        Ein lieber Gruss
        Heute mal in schwarz

        (((Hugs))).

        Ich glaube, du weist selbst, dass es Zeit ist, beide loszulassen. Loslassen befreit, aber es tut auch weh.

        Hab die Gewissheit, dass es beiden gut geht. Du hast eine sehr schwere Zeit hinter dir, die beiden haben dir gesagt, dass es besser werden kann, wenn du sie gehen lässt.

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