Unser Kind muss zum IQ-Test - wie läuft das ab? Und Frage z Einschulung

    • (1) 17.02.12 - 15:42
      verunsicherte Mutter

      Ich schreibe in schwarz, weil man hier bei diesem Thema schnell angegriffen wird und ich keine Verbindung zu meinem Nick haben möchte.

      Wir waren gestern zur Erziehungsberatungsstelle.

      Unsere Tochter ist 5 1/4 und soll evtl. vorzeitig eingeschult werden, da sie schon sehr weit ist. Diese Idee kam übrigens definitiv nicht von mir.

      Mir reichen die ganzen Anfeindungen von den anderen Müttern so schon, wenn sie mitbekommen, das unsere Tochter schon lesen kann. Diese Blicke, als sei ich eine Rabenmutter, sind nicht ohne. Das sie sich das selbst beigebracht hat (schon mit 3...) interessiert niemanden....

      Heute hatten wir ein Gespräch mit der Psychologin. Diese hat sich die Beurteilungen vom KiGa durchgelesen, sich unsere Erzählungen angehört und auch meine mitgebrachten Aufgabenhefte durchgesehen (Vorschule, 1 + 2 Klasse) , welche meine Tochter eigenständig gelöst hat, es ging um Rechenaufgaben bis 20, Aufgaben zum Leseverständnis, kleine Rätsel etc.

      Das Gespräch dauerte über 1 Stunde.

      Die Psychologin möchte jetzt meine Tochter testen, die Tests dauern 2x je ca 3 Stunden, es soll auch ein "großer IQ-Test" gemacht werden?!

      Wieder zu Hause und die Gedanken sortiert kam mir der Gedanke, wie das alles abläuft und was passiert, wenn meine Tochter sich weigert, mitzumachen oder sonstetwas und wie ich ihr das auch alles erklären soll.

      Auf keinen Fall werde ich ihr sagen, dass es um die Einschulung geht. Aber wie verpacke ich das alles so, dass sie es Ernst nimmt, aber sich nicht unter Druck gesetzt fühlt?

      Ausserdem sollen wir alles auf Verdacht anlaiern, was die Einschulung betrifft. Die Anmeldung zurückziehen wenn die Tests nicht gut ausfallen könne man immer noch.

      Aber das ist alles so knapp, zumal ich nicht einmal weiß, welche Schule ich nehmen soll, da wir noch umziehen müssen und noch nicht einmal eine Wohnung gefunden haben.

      Zitat Psychologin: Wenn es das richtige ist, ihre Tochter einzuschulen, darf es nicht an organisatorischen Angelegenheiten scheitern.

      Also eine Schule in der Nähe zu meinem Arbeitsplatz?

      Ich bin so wirr im Kopf und weiß nicht, was ich denken soll.

      Ich dachte, wir gehen heute dahin, sprechen mit ihr und sie sagt uns, dass eine vorzeitige Einschulung nicht gut wäre.

      Ich würde sie weiterhin gerne noch 1 Jahr in den KiGa gehen lassen. Nach dem Gerspräch gestern ist mein Mann aber der Meinung, dass sie eingeschult werden MUSS.

      • Ich vernachlässige mal die Themenverfehlung... - obwohl ich schon 2 Ekelpickel mit rosa Streifen an meinem Knöchel feststellen durfte....

        interessant:

        " sich unsere Erzählungen angehört und auch meine mitgebrachten Aufgabenhefte durchgesehen (Vorschule, 1 + 2 Klasse) , welche meine Tochter eigenständig gelöst hat, es ging um Rechenaufgaben bis 20, Aufgaben zum Leseverständnis, kleine Rätsel etc."

        sind da evtl. die Eltern etwas über Gebühr ehrgeizig? (Provokation liegt in meiner Absicht)

        "und wie ich ihr das auch alles erklären soll."

        sollte Dein Kind tatsächlich weiter sein, als ihre Zeitgenossen, dann sollte dies Dein geringstes Problem darstellen... - meine hätte dies (trotz Regeleinschulung und wahrscheinlich durchschnittlichem IQ) bereits mit 3 Jahren gefressen.

        "Ich bin so wirr im Kopf und weiß nicht, was ich denken soll."

        unüberlesbar!

        ::::::::::

        bleib erst einmal gelassen. Gib Deiner Tochter eine Gelegenheit sie selbst zu sein.... - und alles wird gut.

        GzG
        Irmi

        • (3) 17.02.12 - 16:02
          verunsicherte Mutter

          Ehrgeizig Beziehungsweise Überehrgeizig sind wir absolut nicht!
          Sie hat sich das Lesen selbst beigebracht nachdem wir es anfangs konsequent ignorierten.
          Gelassen war ich genau bis gestern nach diesem Gespräch.
          Ab da steigt langsam aber unaufhaltsam Panik in mir hoch.
          Einschulen, in diesem Jahr. Das ist für mich etwas, was ich persönlich nicht für eine gute Lösung halte, jedoch scheinbar es für unsere Tochter ganz gut wäre.
          Mir geht das alles viel zu schnell.

        Frieda, du hast offensichtlich keine Ahnung, worum es hier geht, also solltest du dich auch mit Provokationen lieber zurückhalten, sonst kommt es wie ein Bumerang zurück.

        Ich denke, du kannst das nicht verstehen, WEIL deine Tochter wohl nicht über einen sehr hohen IQ verfügt bzw. auch nicht mit 3 Jahren lesen konnte. Du kannst aus einem lahmen Gaul kein Rennpferd machen und du kannst aus einem mittelbegabten Kind keins machen, was mit 3 Jahren lesen lernt. Wenn dein Kind das mit 3 Jahren gefressen hätte, dann liegt es auch daran, dass dein Kind wahrscheinlich nicht im Mindesten so kritisch ist, weil sie noch nicht über die entsprechende Reife bzw. Weitsicht verfügt (hat). Wenn du also meinst, die beiden Kinder vergleichen zu müssen, wirst du auf jeden Fall den Kürzeren ziehen. Lass es lieber!

        Vermutlich fehlt auch dir die geistige Vorstellungskraft, um zusammenzubringen, dass dieses Kind "sie selbst ist", wenn sie liest. Und nein, es ist keine gute Empfehlung, dabei gelassen zu bleiben, denn das, was die Mutter hier (und mit dir) erlebt, ist erst der Anfang. Sie wird immer angegriffen werden für das, was ihre Tochter nun mal ist.

        Du scheinst ja immer genau zu wissen, was du denken sollst, aber es würde dir auch nicht schaden, ab und zu noch mal in Betracht zu ziehen, dass du noch mehr Informationen bräuchtest, um dir wirklich eine Meinung zu bilden.

        Aus diesen Grund wurde die Frage gestellt und müsste ich aus dem Bauch heraus entscheiden, wer von euch beiden klüger ist, würde ich mich immer für die verwirrte Variante entscheiden. Da ist die Chance immer noch am größten, das am Ende was Vernünftiges dabei rauskommt. #sorry

        • (8) 19.02.12 - 02:35

          Absolut Top geschrieben, so sehe ich es auch und Provokationen sind wirklich fehl am Platze.
          Das Kind ist, wie Du schreibst, wie es ist, aber es gibt immer Menschen, die damit Probleme haben und die Eltern dann meinen, angreifen zu müssen.

          na, dann mal vielen Dank für den Bummerang, meine Gute.

          Auszug aus Deiner VK:

          "Wir hatten Glück, dass wir so einen großartigen Kinderarzt hatten, der uns riet, uns von diesen Vermutungen nicht verrückt machen zu lassen. "

          Nichts anderes wollte ich der TE damit sagen. Hat sie wohl verstanden - Du nicht - seufz(nächstes Mal einfach mal ein Studium abschließen, vielleicht hilft das ;-))

          Zu dem Rest Deines herzlichen Postings (gerade den IQ meiner Tochter betreffend) fiel mir eine Menge ein, ................ -

          wollte dieses Forum dann allerdings nicht zweckentfremden.

          Gott zum Gruße
          Irmi

          • Es kann eine sehr kluge Entscheidung zu sein, ein Studium nicht abzuschließen. Ich finde es ziemlich albern, nach solchen Äußerlichkeiten zu suchen, um jemanden degradieren zu können. Vor allem zeigt es, dass ich voll den wunden Punkt getroffen habe, weil du von der sachlichen Ebene auf die persönliche rüberswitcht bist.

            Und nein, das, was ich in meiner VK geschrieben habe, meint etwas ganz anderes. Das ist auch ganz gefährlich, die beiden Dinge in einen Topf zu werfen.

            Die TE hat sich zurückgehalten, weil sie gerade dieser Diskussion aus dem Weg gehen wollte, was du natürlich so gedeutet hast, als hätte sie dich verstanden. Du hast genau das geschrieben, was sie nicht gebrauchen kann.

            Ich kenne deine Tochter gar nicht und kann daher gar nicht beurteilen, wie hoch ihr IQ ist. Aber du hast eine andere Wahrnehmung der Dinge, du siehst die Dinge nicht aus der Perspektive einer Mutter, die mit einem hochbegabten Kind zusammen lebt. Allein, wenns so wäre, würdest du deine Tochter nicht verteidigen.

            In der Regel erkennt man kluge Mütter von hochbegabten Kinder daran, dass sie den Zweifel zulassen. Das tust du nicht.

            Ich weiß auch nicht, wie du Herzlichkeit erwarten kannst, wenn du selbst so provokant schreibst. Vielleicht wolltest du ja was Nettes sagen, aber dann ist es dir nicht gelungen.

            • #aha... - ich bin also diejenige, die auf die persönliche Ebene "switchte"?

              Die Sache mit der Wahrnehmung solltest Du noch mal kurz überdenken. Ich zumindest kann zugeben, daß es durchaus ein wunder Punkt für eine Mutter ist, ein Kind, welches man nicht kennt, wie auch deren Mutter Interlligenz einzuschätzen (soviel zu dem Thema Äußerlichkeiten #rofl). Dieses maße ich mir weder bei Dir und Deinem Nachwuchs, wie auch bei der TE und deren Nachwuchs an. Du hingegen, hast weder den Sinn meines ersten Beitrages erfasst, noch entbietest Du ein gewisses Maß an Höflichkeit oder Takt. So etwas muß natürlich im www auch nicht sein... - da kannst Du ja rumsauen, wie es Dir beliebt.

              Ob es eine gute Entscheidung war ein/zwei oder auch drei Studiengänge abzubrechen oder nicht, war Deine Entscheidung. Auch hier scheinen wir auf verschiedenen Ebenen zu kommunizieren, da Du mein ;-), scheinbar übersehen hast. O.k. es war ein kleiner Seitenhieb - unnötig an sich, genauso unnötig wie Deine Antwort auf meinen Beitrag ;-).

              Du willst hier austeilen,... - was immer ich Dir getan haben sollte - es tut mir zur Zeit nicht leid. Du kannst mich gerne über PN anschreiben, falls es was persönliches sein sollte. Wenn ich Dir "nur so" nicht in den Kram passe, dann werde ich - so schwer es mir fällt - versuchen damit zu leben.

              Mit der Dir gebührenden Hochachtung

              Irmi

    Hallo,

    die IQ-Testerei hilft dir vermutlich für die Einschulung nicht weiter.
    Dass deine Tochter intellektuell weit ist, weisst du schon. Ob bei den Tests ein IQ von 100, 120 oder 140 heraus kommt, bringt dich nicht weiter.

    Wenn sie schon längst lesen und bis 20 rechnen kann, hat sie den Stoff der 1. Klasse weitgehend schon drauf. Dafür brauchst du keinen Test. Somit würde aus diesem Blickwinkel eine Einschulung höchste Zeit.

    Für die Schule und das Bestehen des Schulalltags spielen allerdings auch andere Faktoren eine wichtige Rolle - und dabei kann dir ein IQ-Test nicht helfen:
    - Soziales Verhalten
    - Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein
    - Frustrationstoleranz (sie müsste in der Schule mit bis zu 2 Jahre älteren Kindern klar kommen und Hänseleien verkraten können)

    Hier können die Erzieherinnen und evtl. Schulpsychologe weiter helfen.

    Dabei solltest du auch beachten, dass es auch negative Verhaltensweisen (z.B. im Sozialverhalten) geben kann, die durch massive Unterforderung im Kindergarten kommen können und als fehlende Schulreife ausgelegt werden.

    Wenn deine Tochter jetzt 5 1/4 ist, ist sie bei Schulbeginn 5 3/4 und nur ca. 1/4 Jahr jünger als die jüngsten Muss-Kinder. Also sooo viel jünger auch nicht.

    Sollte der gesamte Entwicklungsstand eher gegen eine Einschulung sprechen, wäre 1 Jahr warten und ggf. ein Springen in die zweite Klasse noch eine Alternative - falls es bei deiner Tochter wegen zu großer Langeweile in der ersten Klasse zu Problemen kommt.

    Liebe Grüße

    • (13) 17.02.12 - 17:32
      verunsicherte Mutter

      Oh Danke für diese ausführliche Antwort. Dabei hatte ich schon Befürchtungen, es wird keine geben. Dem Thema wegen.

      Unsere Tochter hat laut Pädagogen und Erzieher ein gutes Selbstbewusstsein und emotional ist sie auch ihrem Alter entsprechend.
      Negativ ist in der Tat die Frustrationstoleranz, da sie bei geringen Fehlversuchen bereits ausrastet.
      Die Kinderpsychologin sagte, das sein kein Hindernis für eine Einschulung, da selbst viele 6 jährige dieses Verhalten aufweisen und die Lehrer entsprechend reagieren können.

Dir ist bis gestern nie der Gedanke gekommen, Dein Kind früher einzuschulen. Ach komm! Das kaufe ich Dir nicht ab! #augen

Wer hat ihr denn die Aufgabenhefte besorgt? Oder hat sie die heimlich von ihrem Taschengeld gekauft und unter der Matratze versteckt?

Und was dachtest Du dann die ganze Zeit worauf es hinausläuft, wenn Du Dein Kind mit Grundschulstoff versorgst und sie den dringlichen Wunsch äussert, in die Schule zu gehen? Habt Ihr in den letzten Jahren niemals ein Wort mit dem Kindergarten gewechselt?

Ich verstehe weder Deine Überraschung noch Deine Panik noch den Sinn eines IQ-Tests. Schick sie in die Schule und gut ists.

lg c

  • (15) 17.02.12 - 19:31
    verunsicherte Mutter

    Doch. Daran dachte ich. Aber ich habe gedacht, sie muss nicht in die Schule, fühlt sich im KindGar wohl, ich fördere sie, wie sie will und alles läuft nach Plan. In der Schule lernt sie noch andere Dinge als die, die sie kann und die Lehrerin oder Lehrer kann ja Extraaufgaben geben, wenn sie doch Langeweile hat.
    Ausserdem gibt es hier das Konzept, Klasse 1 + 2 in einem Schuljahr zu machen.
    Das letzte Kindergartenjahr wollte ich ihr gönnen. Sie geht so gerne hin.

    • Ich muss da mal reinhacken, weil erstens das mit den Extra-Aufgaben alles blanke Theorie ist. Das steht und fällt mit dem Lehrer, wenn der dafür nicht offen ist, gilt die Regel: Soll das Kind erstmal seine Aufgaben vernünftig machen, dann kriegt es auch Extra-Aufgaben. Wenn das Kind aber schon im Vorfeld abschaltet und sich beim besten Willen nicht mehr motivieren kann, Routine-Aufgaben zu machen, dann kommst du mit so einem Lehrer nicht weiter.

      Zweitens sagen Kinder oft nicht von selber, dass ihnen langweilig ist, weil sie das selbst auch oft gar nicht so reflektieren können. Was ist das für ein Gefühl, was mich so lähmt? Meine Tochter hat immer gesagt, sie ist müde oder hat Halsschmerzen. Bis ich irgendwann darauf gekommen bin, dass sie sich eigentlich langweilt, hat das ein halbes Jahr gedauert.

      Vor allem habe ich sie vorzeitig eingeschult und da rechnet man nicht wirklich damit, dass das Kind sich direkt langweilen könnte.

      Achso, dieses "ich fördere sie, wie sie will", das setzt ja auch erstmal voraus, dass ein Kind weiß, was es braucht. Das wird ja immer viel gesagt, aber ich glaube nach meiner Erfahrung, dass Eltern/Mütter immer ein bisschen betriebsblind sind und dazu neigen, das zu fördern, was sie selbst interessiert, oder was sie sich wünschen, dass das Kind besonders gut können soll. Insofern ist es meiner Meinung nach auch wichtig, das Kind von einem neutralen Dritten betreuuen zu lassen, der das Kind unvoreingenommen sieht und Förderungsmaßnahmen anbietet. Es sollten im Übrigen auch nicht immer nur die Sachen gefördert werden, die das Kind sowieso schon kann, sondern auch gerade die Sachen, um die es einen große Bogen macht, weil es für sie nicht so problemlos zu erlernen ist. Oft ist werden ja die kognitiven Fähigkeiten gefördert, zu Ungunsten der motorischen Fähigkeiten. Das rächt sich dann in der Schule, wenn die Anforderung breit gestellt werden.

      Insofern würde ich immer empfehlen, wenn das Kind noch im Kindergarten bleiben soll, vorher ein Begabungsprofil erstellen zu lassen.

      Meine Tochter hat eine Zahlenbegabung und ich habe es ehrlich gesagt nicht gewusst. Ich habe sie eher sprachlich gefördert. Mit der Einschulung hat sich dann die Rechenfähigkeit in ihrer ganzen Schönheit erst gezeigt und ich kann heute sagen, dass ich so gut wie nichts dazugetan habe. Seitdem ich nicht mehr arbeite, ist meine Fähigkeit zum Kopfrechnen nahezu verschwunden. :-( Ich brauchte das ja nie, ich habe einen Taschenrechner, der das für mich erledigt. #schein

      Ich habe sie auch aus dem Kindergarten rausgenommen, als sie noch Spaß hatte, aber es hat sich auch irgendwann angedeutet, dass es nicht so bleiben würde. Ich war auf einem Elternabend im Kindergarten, wo so erzählt wurde, was mit den Kindern im Vorschulprogramm so alles gemacht wird. #schock Da wusste ich sofort, wenn sie das jetzt ein Jahr lang machen soll, dann wird das kein gutes Ende nehmen. Ich habe ja noch ihre kleine Schwester im Kindergarten und beim Abholen besucht meine Große auch gerne nochmal ihre alte Gruppe. Man sieht es einfach auch, dass sie da einfach nicht mehr reinpasst. Die ganze Sprache, die Bewegungen, allein die Körpergröße... #schwitz Geht gar nicht!

Du bekommst ein Sternchen von mir.... -

(18) 17.02.12 - 18:48

Hallo,

ich bin mir nicht ganz sicher, wie aussagekräftig solche IQ Tests sind. Wir hatten das Problem anders herum - unsere Tochter war ein Musskind (kurz vor dem Stichtag geboren) und die Kooperationslehrerin und die Erzieherin haben gemeinsam eine gravierende Entwicklungsverzögerung diagnostiziert und eine Förderbeschulung, zumindest aber eine Förderklasse empfohlen.

Wir haben formal Widerspruch eingelegt und unsere Tochter wurde im SPZ getestet. Der Test ging auch 2x3 Stunden und es gab noch einen Termin, am Ende kam ein IQ mit 93 heraus. Ich war etwas irritiert, ich hatte mit 100 gerechnet, dachte aber bei manchen Testteilen "Mensch, das kann sie doch eigentlich". Diese Verwirrung habe ich offen geäußert und die Ärztin meinte, dass IQ Tests bei Kindern unter 7 oder 8 nicht verlässlich sind.

Inzwischen hat meine Tochter die GS mit sehr guten Noten fertig gemacht und eine Gymnasialempfehlung erhalten - ich habe nach dem damaligen Test nicht mal mit einer RS Empfehlung gerechnet. Ich war echt erleichtert, ich dachte damals, dass die Ärztin uns eher beruhigt.

(21) 17.02.12 - 19:55

Hallo,

also ich verstehe das es dir zu schnell geht, denke aber wenn deine Tochter noch länger im Kiga ist, tust du ihr keinen Gefallen. (Hört sich für mich schon nach einem begabten Kind an.) Sie wird sich langweilen und das kann langfristig schwerwiegende Konsequenzen haben(völlige Verweigerung in der Schule, Depressionen, etc). Wenn sie schon den Stoff der 1. Klasse beherrscht musst du schon aufpassen das sie sich nicht jetzt schon in der Schule langweilt. Du solltest ihren Wissensdurst, den du beschrieben hast, dann zusätzlich stillen mit Ag´s etc. Und ich würde mich nicht darauf verlassen, dass die Lehrer Zusatzaufgaben geben. Meistens haben sie so schon genug zu erledigen und zu bedenken.

lg

Was du schreibst, kenne ich sehr gut. Meine Tochter ist ebenfalls sehr weit und wäre "schulbereit". Auch das böse Wort Hochbegabung ist gefallen. Sie saugt alles auf wie ein Schwamm, da muss man nicht groß üben. "Mama was ist das?" "Ein E" Zack gespeichert und es wird angewendet. Fremdsprachen fallen ihr sehr leicht (mir aber auch)

Trotz allem werden wir NICHT früher einschulen! Sie käme mit der Psyche noch nicht klar, dass darf man nicht ungeachtet lassen! Kommt sie mit dem Druck klar?

Bei meiner Tochter kommt es übrigens vermutlich durch eine muskuläre Erkrankung. Da der Körper sich nicht so entwickeln konnte, hat halt der Kopf schon mal angefangen ;) (O. Ton Arzt und ergotherapeut) Wer sich mal mit ECHTER hochbegabung auseinander gesetzt hat, wird übrigens schnell merken, dass das ganz und gar nicht beneidenswert ist, eher im Gegenteil.

VG
Physa

  • "Wer sich mal mit ECHTER hochbegabung auseinander gesetzt hat, wird übrigens schnell merken, dass das ganz und gar nicht beneidenswert ist, eher im Gegenteil"

    mich würde ernsthaft interessieren, wer so einen schwachsinn in die welt setzt?!

    • Na überleg doch mal, wie das für ein Kind ist, wenn seine Schulkollegen 2 Jahre älter sind.z. B. schon in die Pubertät kommen, wärend du emotional noch im "Legozug" steckst.

      Wie es wäre, wenn du zweimal die Woche aus der Klasse in eine Hochbegabtenförderung gehst, um Chinesisch zu lernen wärend deine Kollegen Turnen/technisches Gestalten etc. haben.

      Überlege Mal, ob es deinen Eltern gelingen würde, dich anstatt als 10-Jährigen, - wie einen 12-jährigen zu behandeln; das heisst mit den Kollegen ins Schwimmbad gehen lasse, weil es für einhochbegabtes Kind doppelt schwierig ist, sich ein soziales Netz aufzubauen.

      So könnte ich noch viele Argumente anführen...

      LG cheeta

      • so ein blödsinn...

        niemand wird gezwungen während der schulzeit chinesisch zu lernen oder sich sonstwie auszugrenzen
        zudem gibt es eine menge Schulen, die dem wunderbar gerecht werden, vom Grundschulzweig bis hin zur Gymnasialklasse für hochbegabte

        ob ein überpsringen von klassenstufen immer besonders clever ist, ist ja eine ganz andere frage- die ist aber unabhängig von Hochbeagung zu klären.
        Alle reformpädagogischen schulen werden den entwicklungsunterschieden gerecht, indem sie altersheterogene klassen/ gruppen haben

        aber nur weil unser schulsystem nur auf ca 50% der schüler abgestimmt ist, ist es nicht so, daß die anderen 50% (die nicht in dieses genormte sysem passen) total schrecklich.
        Gerade hochbeagten gelingt es häufiger als minderbegaten dies in der freizeit auszugleichen

        hier wird ein mythos kolportiert, der nichts mit der realität zu tun hat

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