wie zeigen eure Männer euch dass sie euch lieben?

    • (1) 19.02.12 - 21:54

      Frage steht ja schon oben.

      Meiner kann es einfach nicht. Er hat es nie gelernt. Er hat früh seine Eltern verloren, und wurde von Familie zu Familie geschoben. Daher hat er leider nie gelernt seine Gefühle zu zeigen. Ich leide sehr darunter. Nach 13 Jahren habe ich mich immernoch nicht damit abgefunden. Er arbeitet hart und viel. Das rechne ich ihm hoch an. Aber er legt einfach keinen Wert darauf, mit mir etwas alleine zu machen, oder mir in irgendeiner anderen Form zu zeigen, dass er mich liebt. Ich meine jetzt einfach mit Winzigkeiten. Ein kleiner Zettel oder sonstwas.......
      Ich mache sowas ständig, daher belastet es mich umso mehr. Wir haben schon einige harte Zeiten hinter uns. Standen auch schon 2 mal in 13 Jahren vor der Trennung. Auch schon genau wegen seiner unhaltsamen Gefühlskälte :-(

      Ich würde einfach gerne wissen, wie das bei euch so ist?
      Ich war gestern abend sehr aufgelöst. Gleich 3 unserer befreundeten Paare waren alleine aus und haben sich einen schönen Abend zusammen gemacht, Kinder bei Großeltern gelassen etc.. Wenn ich so etwas organisieren möchte oder es vorschlage, heißt es immer "neeeee....mag nicht...". Und ich möchte auch nach 13 Jahren einfach mal, dass so etwas auch einfach von ihm mal kommt. Ich stelle wirklich keine großen Ansprüche, daher quält es mich umso mehr.... #schmoll

      Danke für eure Statements.

      Hallo,

      das was Du beschreibst kenne ich zu einem großen Teil von meinem Mann. Er ist in einem sehr kalten Elternhaus aufgewachsen. Seine Eltern haben sich nie geküsst für den Kindern oder in den Arm genommen.

      Mein Mann wurde von seinem Vater dazu noch regelrecht verdroschen und seine Mutter hat es ignoriert/verdrängt oder was weis ich.....

      Er kannte es also überhaupt nicht das man sich zum Abscheid ein Küsschen gibt oder sowas.

      Ich bin die ersten Jahre fast daran kaputt gegangen bis ich verstanden habe das er mich sehr wohl liebt und es nur nie so zeigen kann. Er zeigt es mir auf seine Art. Ich kann es in seinen Augen sehen die strahlen wen wir uns ansehen.

      Wir haben unglaublich viel Spaß zusammen, können uns über Blödsinn kringelig lachen usw...
      Wir ziehen wunderbar an einem Strang wen wir ein gemeinsames Projekt haben und wen er mir etwas schenkt dann ist es immer ein Voll Treffer weil er sich viele Gedanken um die Geschenke macht.

      Mein Mann geht allerdings auch nicht besonders gern aus aber das liegt daran das er nur am WE zu Hause ist da ist er froh wen er seine Abende auf dem Sofa verbringen kann. Allerdings unternehmen wir sehr viel als Familie und tanken dabei auf.

      Mein Tipp nimm Deinen Mann an wie er ist. Meiner kann mit kleinen Zetteln so lieb ich sie auch meine auch nicht s anfangen.

      Ein schönes Steak würde ihm definitiv mehr bedeuten als die " Liebesbekundungen" die uns Frauen üblicherweise so einfallen.

      Achte im Alltag doch einfach mal drauf ob etwas von ihm kommt und Du es nur nicht siehst.

      LG und alles Gute Dore

    Ich finde nicht dass wie er aufgewachsen ist unbedingt eine Entschuldigung für sein Elternhaus ist.
    Mein Mann wurde von seiner Mutter dem Vater vor die Türe gesetzt als er 3 Monate alt war-gerührt hat sie sich erst wieder als er 21 war und er hat nach einem nervenaufreibenden Jahr entschlossen dass er ohne sie besser dran ist.
    Der Vater war, sagen wir mal, überfordert und hat ihn von klein auf geschlagen solange bis er abgehauen ist.
    Mein Mann wollte aber nie so sein und wollte lernen Gefühle zu zeigen und hat es gelernt.
    Mein Elternhaus war nicht viel besser, Mutter etwas überfordert, Vater Alkoholiker der geschlagen hat und gedemütigt hat.
    Trotzdem kann ich Liebe zeigen und Liebe geben, man muss es nur lernen wollen.
    Vielleicht auch, wenn es nicht anders geht, durch eine Therapie in welcher man die Vergangenheit aufarbeitet.

    • Aber nicht alle Menschen verarbeiten Erfahrungen gleich.

      >>>man muss es nur lernen wollen.<<<

      Diesen Satz halte ich für etwas ungerecht.

      • Ich glaube du magst mich heute etwas falsch verstehen:

        1. Bin ich der Meinung man kann alles lernen was man lernen will
        2. schrieb ich dazu: mit therapeutischer Hilfe, ohne lernen es die meisten nicht wenn sie derartige Schicksalschläge durchgemacht haben.

        Wenn man sich aber in keinster Weise bemüht ( und dass er dies tun würde davon schrieb die TE nichts ) wird man es auch nicht lernen.

        Ich hoffe ich hab mich jetzt verständlicher ausgedrückt;=)
        lg carrie

        • (10) 20.02.12 - 00:30

          Ich wollte dir ja gar nichts am Zeug flicken.:-)

          Aber gewisse Dinge aus der Kindheit/Jugend verarbeitet jeder anders.

          Man muss ich sich erst mal darüber klar werden, dass man ein "Defizit" hat und wie oft lese ich hier, dass die Hemmschwelle, sich therapeutische Hilfe zu holen, sehr hoch ist.

          Das würde ich nicht generell mit "nicht wollen" sondern eher mit "nicht können" bezeichnen.

          Und ja, du hast dich verständlich ausgedrückt, in deinem vorigen Post hatte ich das mit der therapeutischen Hilfe glattweg überlesen.

          • Nein davon bin ich auch gar nicht ausgegangen deshalb auch das Smiley;=)

            Sicher ist es schwer sich in Therapie zu begeben, ich weiß natürlich auch nicht wie oft oder wie direkt oder ob überhaupt die TE ihren Mann schon auf diese "Defizite" angesprochen hat.
            Ich war damals als Jugendliche wegen einer Essstörung in Therapie und da haben wir auch viel über meine Kindheit mit meinem Vater gesprochen, also auch möglich dass ich dadurch schon einiges verarbeitet habe.
            Hinzu kommt natürlich dass meine Mutter sich, als ich 13 war, endlich von ihm getrennt hat und ich weiters bei ihr und meinem Stiefvater aufgewachsen bin der ein richtiger Vater für mich war und ist.
            Meinem leiblichen Vater möchte ich natürlich jetzt auch nicht mehr ans Bein pissen ( sorry für den Ausdruck ) denn er ist tot und er war einfach unglücklich in der Stadt und er war überfordert mit sovielen Kindern-hat sich vielleicht gar nicht überlegt was für eine Arbeit es ist für soviele Kinder zu sorgen und sie groß zu ziehen.

            Gut, man wird auch schnell aus verrückt abgestempelt wenn man sagt man geht in Therapie...warum auch immer ich finds gut dass es Ärzte gibt die sich auf psychische Probleme spezialisiert haben.
            Deshalb sicher auch die Hemmschwelle, aber wenn man die erst einmal überwunden hat bin ich sicher KANN man es lernen mit seinen Gefühlen umzugehen und diese zu zeigen;-)#winke

            • >>>Gut, man wird auch schnell aus verrückt abgestempelt wenn man sagt man geht in Therapie...<<<

              Ich glaube, dass die Leute, die so denken, eine Therapie am nötigsten hätten.

              Gute Nacht :-)

    (13) 20.02.12 - 09:57

    "man muss es nur lernen wollen"

    wenn du die Aussage dahin ändern würdest oder es vielleicht auch meinst, dass man eine Situation oder etwas, dass man selbst erfahren hat, als nicht korrekt bewertet, dann kann man sich ändern.

    Ich glaube, dass die Situation, in der sich der Mann der TE befindet, extrem schwierig ist.

obwohl meine Eltern immer für mich da waren und mich weiss Gott wie unterstützt, haben sie mir nie gesagt , dass sie mich lieben...auch Umarmen geschweige "Bussi geben" war ein Tabu, also kann ich dein Problem verstehen. Es hilft dir bestimmt nicht, wenn ich dir sage, dass ich ein Kuschelmonster geheiratet habe. Mein Mann war die erste Person, der ich sagen konnte: "ich liebe dich". Abschiedsküsschen oder Umarmung ist normal bei uns. Am liebsten mag ich, wenn er mich auf die Stirn küsst... Also, obwohl ich (in diesem Sinne) in einer kalten Familie aufgewachsen bin, kann ich meine Liebe den anderen zeigen...aber es kann sein, dass die Männer anders ticken...
lg

(15) 20.02.12 - 14:43

Hat er dir von Anfang an seine Liebe so rar gezeigt?

Warum muss man immer etwas so beweisen?
Nur weil Alle sagen und meinen man(n) muss Gefühle zeigen ist das richtig?

Vielleicht fühlt er sich wohl so wie er ist?!

Ich bin auch jemand der Gefühle nicht gerne zeigt und bin der Meinung, dass ich doch da bin, mich einbringe und alles für die Familie mache, reicht das.
Außerdem mag ich den Druck nicht, wenn der Andere etwas anfordert, dann habe ich noch weniger Lust dazu und das steigert sich dann mit den Jahren wenn man keine Ruhe lässt.
Wenn jemand ständig was von mir erwartet und mich nicht ich selber sein lässt, dann werde ich erst Recht nicht was machen, auch wenn es nur eine Gefälligkeit wäre.

Ich würde es nicht als richtig meinem Partner etwas gutes (in seinen Augen) zu tun wenn ich es nicht möchte.Wie kann man sich denn ehrlich über sowas freuen?
Da sitzt man dann zusammen beim Italiener und mein gegenüber weiß genau das ich das nicht will.Sowas mag man dann?

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