Fühlt sich noch jemand manchmal vom Partner alleingelassen u. unverstanden?

    • (1) 19.02.12 - 22:02

      Hallo,

      ich muss mal etwas los werden, da ich etwas down bin.

      Ich fühle mich wirklich schon immer von meinem Mann hin und wieder richtig unverstanden.

      Wenn ich ihm mal etwas sage ( er ist in allem unbelehrbar), heißt es immer gleich ich würde ihn kritisieren. Zwischendurch, so alle paar Monate mal geht mir mal die Hutschnur hoch und ich koche über #hicks

      Mein Hauptproblem ist, dass er irgendwie so gar kein wirkliches Interesse an mir und unserem Sohn (wird 2 zeigt).

      Er ist selbstständig und lebt für seine Arbeit. Wenn er abends Heim kommt, setzt er sich an den gedeckten Tisch und möchte am liebsten direkt vom Tisch vor den Fernseher. Am Wochenende denkt er bei schönem Wetter erstmal nur an SEIN Hobby, welches von schönem Wetter abhängig ist und welches ist hasse (Fliegerei).

      Unseren Sohn sieht er in der Woche max. zwei Stunden pro Tag.

      Mich macht es sehr, sehr traurig, dass er es nicht genießt Zeit mit ihm zu verbringen. Er liegt dann im Kizi teilnahmslo auf dem Fußboden und läßt den kleinen machen. Es wirkt auf mich wie ein Pflichprogramm, was er aber abstreitet.

      Am Wochenende trottet er wenn wir mal bummeln gehen lustlos hinterher, macht aber auch keine Vorschläge, was er gerne mal mit uns unternehmen würde.

      Schwimmen hat er keine Lust, spazieren sind wir manchmal, aber nach max einer Std auch wieder zu Hause. Mir fallen 10000 Dinge ein, was man schönes machen könnte, ihm anscheinend nichts.

      Er sieht zu Hause alles als Belastung an, wobei er es wehement abstreitet (ich spüre es aber ja und sehe es an seinem Verhalten).
      Wenn ich mal für ein paar Std weg bin, ist er mit unserem Sohn schon fast überfordert. Er hat in zwei Jahren nur ein einziges Mal etwas mit ihm alleine gemacht, ich muss immer mit.
      Auch nimmt er mir nie mal etwas Arbeit ab. Er kann immer warm essen und es fällt ihm gar nicht auf, dass ich immer kalt esse. Die gr. Whg (150qm ist immer geputzt, die Wäsche immer im Schrank, Kühlschrank immer voll etc.)
      Auch wenn wir mal unterwegs sind, so fühlt er sich für unser Kind gar nicht wirklich zuständig. Haben selbst schon Freunde von uns bemerkt und mich drauf angesprochen.

      Er wickelt nicht, er badet nicht, er macht sich um rein gar keine Anschaffung (Kindersitz, etc) Gedanken. Ich fühle mich da irgendwie total alleingelassen. Das Einzige, worüber ich mir keine Gedanken machen muss ist der Preis. Er denkt nicht über den kommenden 2. Geburtstag nach, nicht über Geschenke etc.

      Ich frage mich derzeit mal wieder, wieso er mich heiraten wollte und eine Familie wollte :-( Ich habe das Gefühl, wir sind nur eine Belastung für ihn und er erfüllt sein Pflichprogramm.

      Ich hätte so gerne noch ein 2. Kind, aber ich denke, dass es mit meinem jetzigen Mann das Aus für unsere Ehe bedeuten würde....

      Geht es noch jemandem so? Stellt noch jemand manchmal alles in Frage und stellt sich selbst die Frage, ob es das ist, was ihr immer wolltet????

      Ich hoffe, dass es mir morgen wieder besser gehen wird und mußte es nur einfach mal anonym los werden.

      #sorry für das ganze #bla#bla#bla

      • Hi, du fühlst dich unverstanden? Das ist ja wohl klar, so wie sich dein Mann benimmt!! Hast du mal richtig mit ihm gesprochen? Hast du ihn mal gefragt wie er sich die Zukunft vorstellt? Liebst du ihn noch? Wenn er sich nicht ändert würde ich gehen. Das musst du dir nicht bieten lassen! Wünsche Dir alles Gute!!

        • Hallo bear007,

          ja, ich habe schon sehr, sehr häufig mit ihm über meine Gefühle und Gedanken unter Tränen gesprochen. Leider hört er sich aber immer nur alles an, sagt aber nicht viel dazu. Ich höre dann immer nur, dass ich ihn kritisieren würde und er nicht perfekt wäre.

          Perfekt ist bekanntlich niemand und auch mir kann man gerne sagen, welches Verhalten ich bitte ändern soll. Meistens frage ich mich allerdings, ob ich an allem Schuld bin, ob mein Verhalten evtl so falsch ist.

          Ehrlich gesagt weiß ich manchmal nicht, ob ich ihn noch so richtig liebe. Ich fühle mich leer und alleingelassen und er kapiert es einfach nicht. Er ist sehr oberflächlich, sehr auf Etikette bedacht und eher Gefühlskalt. Ich frage mich immer wieder, ob wir wirklich zusammen passen und habe ihm diese Frage auch schon gestellt. Eigentlich möchte ich so nicht alt werden.

          • Super, dann kommt er mit dem gelaber er wäre nicht perfekt usw. - Das erzeugt bei dir natürlich Schuldgefühle und er ist fein raus. Du musst dich unbedingt fragen ob du ihn noch liebst. Dann habt ihr noch eine Chance wenn er sich ändert. Eigentlich möchte ich so nicht alt werden.....
            Das eigentlich alles.... Ich drück dich und wünsch Dir Kraft!!

      Ich denke, Du hast Dir die Antwort in Deinem Beitrag bereits selbst gegeben.....

      Alles Gute!

      Hi,
      na, wenn es jetzt mal nicht Steine hagelt, weil du dich darüber beklagst, dass er dir nicht im Haushalt hilft, obwohl er doch den ganzen Tag arbeitet;-)
      Nein, mir geht es zum Glück nicht so, aber ich verstehe deinen Unmut darüber. Dass er dir nicht im HH hilft, darüber kann man ja noch hinwegsehen (es klingt als würde er ganz ordentlich verdienen, habt Ihr schon über eine Putzfrau nachgedacht?), aber dass er sich nicht um sein Kind kümmert, geht gar nicht.

      Hmmh, ich denke, da musst du mal richtig Tacheles mit ihm reden und deutlich sagen, dass es seine Pflicht als Vater ist, sich ordentlich um sein Kind zu kümmern. Damit ist nicht gemeint, gelangweilt auf dem Boden beim Spielen zusehen. Er sollte am Alltag mit seinem Kind teilnehmen (z.B. abends ins Bett bringen), aber auch Qualitätszeit mit ihm verbringen. Da soll er sich mal was einfallen lassen und wenn er nur in den nächsten popeligen Tierpark auf den Spielplatz fährt. Es geht dabei nicht darum, dich zu entlasten, das ist eine Sache zwischen ihm und seinem Kind!
      Und zum Hobby: Naja, müssen nicht alle ein wenig zurückstecken, wenn man eine Familie hat? Und wenn man es nicht tut, dann geht das nur, wenn der Partner einem den Rücken freihält. Aber dafür muss man halt auch etwas zurück geben und mit Kohle ist es halt nicht getan.
      Ich kenne übrigens etliche Väter, die in gehobenen Positionen mit vollen Arbeitstagen arbeiten, aber die meisten nehmen ihren Job als Väter recht ernst und geben ihr Bestes.
      Rede mit ihm!

      vlg tina

      • Es geht mir absolut nicht um die Hausarbeit. Da braucht er nicht zu helfen. Es geht eher darum, dass er sich für nichts im Privatenleben zuständig fühlt.

        Die Hausarbeit ist für mich das kleinste Übel, es mir mehr ums uns, also um mich und meinen Sohn.

        • Ja, so habe ich es auch verstanden.

          Aber ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie oft hier im Forum die Männer aus der Pflicht genommen werden, was die Mithilfe, auch im HH, betrifft. Da schuften die Frauen und kümmern sich mit einer Selbstverständlichkeit um Kind und Kegel. Und wer das nicht tut, wird teilweise ganz schön angegangen.

    Das hört sich alles sehr traurig an.

    Ich habe den Eindruck, du bist fertig mit diesem Mann.

    (10) 20.02.12 - 15:57

    Hi,

    ja mir gehts auch ab und zu so. Derzeit ist es auch wieder mal an so einem Punkt, da könnt ich echt die Wände hoch gehen.

    Bin mit meinem Mann seit 12 Jahren ein Paar, seit 7 Jahren verheiratet und haben einen 5-jährigen Sohn (Wunschkind, absolut geplant!). Insbesondere seit der Geburt geht mir mein Mann zum Teil extrem auf die Nerven. Manchmal hab ich das Gefühl, ich hab zwei Kinder statt eines und einen Mann.

    MEin Mann kommt abends nach Hause, setzt sich an den gedeckten Tisch, meckert noch ein bisschen rum wie dreckig es bei uns aussieht und dass er ja alles besser machen würde (Für Eier brauchst Du aber die Pfanne, Einen Kuchen darf man nicht bei 180 Grad backen, Dass musst Du aber so mache, Ich frag mal meine Mutter wie sie das macht :-[), geht an den PC, danach vor dem Fernseher wo mal einfach von dem was ich grad schau umgeschaltet wird (ohne vorher mal anstandshalber zu fragen) und dann ins Bett.

    Ich mach mein Kind fertig, geh arbeiten, kümmer mich nebenbei noch um alles andere (Haushalt, Kind, Auto, Reparaturen, Schneeräumen, #bla) also auch um die Sachen, die eigentlich "Männersachen" sind. Wenn ich dann mal schlecht drauf bin, wie eben jetzt, weil ich eine üble Erkältung habe und mich seit 4 Tagen von Paracetamol ernähre weil ich die Kopfschmerzen sonst nicht aushalten würde, kreig ich noch an den Hals geknallt, dass ich ja ruhig mal wieder sauber machen könnte. Und unser Kleiner muss ja heute nicht in den KiGa weil der Herr ja zu Hause ist. Tja, als er aber spitzkriegte, dass ich arbeiten muss und eben nicht den ganzen Tag daheim Kinderbespaßung betreiben kann, hat er ihn mal ganz schnell zur Oma abgeschoben und mit mir noch einen Riesenstreit deswegen vom Zaun gebrochen. Aber entschuldigen braucht sich der Herr ja nicht, weil er ja immer alles richtig macht. Bin ja nur ich, die sich immer im Ton vergreift wenn sie mal nicht am rumsäuseln ist sondern eine andere Meinung äußert.

    Ein 2. Kind ist bei uns schon nach der Geburt vom ersten gegessen gewesen. Mein Mann verbreitet daheim nur schlechte Laune, Frust, Hektik und Stress. Ehrlich gesagt, ist es mir immer lieber, wenn er arbeiten ist. Sonst krieg ich ständig nur zu hören wie Scheiße alles daheim ist, wie nervig wir wären, wie arm er doch dran ist. Tja, DANKE! Genau dass will Frau hören #schmoll Mal ganz davon abgesehen, dass ICH ja das Kind wollte und jetzt auch zuzusehen hab, wie ich das alles gebacken kriege. Und dann wundert er sich noch, wenn unser Sexleben absolut auf Eis liegt und ich keine Bock mehr auf Sex hab.

    Mann, an solchen Tagen hab ich auch unheimlich die Schnauze voll und denk mir auch, ich lass es sein. Hat keinen Sinn, allein bin ich besser dran. Und mir fällt es dann auch immer unheimlich schwer, mich an die guten Dinge zu erinnern. Aber ich erinnere mich doch irgendwann wieder an sie und das hält mich dann doch bei ihm.

    Viele Grüße

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