Ehe..,Affäre.. und ein riesen Chaos in mir

    • (1) 28.02.12 - 13:06
      unglücklich

      Hallo,
      Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll..
      Ich bin seit 7 Jahren mit meinem Mann zusammen, mittlerweile seit 3 Jahren verheiratet und seit einem Jahr sind wir Eltern. Haben uns ein Häuschen gekauft und es könnte alles so schön sein. Wir haben keine großen Probleme.. Er schlägt mich nicht, trinkt keinen Alkohol. Aber der Alltag hat uns eingeholt, wir streiten wegen vielen Kleinigkeiten und ich spüre in mir eine große Unzufriedenheit. Ich bin einfach nicht mehr glücklich.. Ich kann gar nicht genau sagen wie es dazu kam.. Ich habe keine Lust mehr mit meinem Mann zu schlafen, bin oft genervt und merke wie ich mich immer mehr zurück ziehe und gefühlsmäßig distanziere..

      Hinzu kommt, dass ich meinen Mann betrogen haben. Das ging insgesamt 3 Monate. Warum? Mein Mann war mein erster richtiger Freund, auch der Mann mit dem ich zum ersten Mal geschlafen habe. Das Gefühl etwas verpasst zu haben war sicher ein Grund, hinzu kommt, dass ich meine "Affäre" schon 4 Jahre kenne und ihn schon immer anziehend fand. Ich habe aber bis dahin nie zugelassen, dass es zu mehr kommt..

      Mittlerweile stecke ich in einem totalem Gefühlschaos.. Ich habe mich in meine Affäre verliebt.., wobei er an sich nicht der Trennungsgrund sein wird. Ich muss erst einmal heraus finden, ob meine Ehe noch eine Chance hat..

      Mein Mann weiß nichts davon, er merkt allerdings, dass ich mich distanziere und hat eine Paartherapie vorgeschlagen. Das werden wir auch in Anspruch nehmen, der 1.Termin ist schon ausgemacht. Diesen werde ich aber ersteinmal alleine wahrnehmen, da ich nicht weiß, ob ich meinem Mann überhaupt von der Affäre erzählen soll.. und ich das mit dem Therapeuten vorher besprechen will..
      Mein Mann weiß und merkt, dass ich sehr unglücklich bin, aber er rechnet sicher nicht, damit, dass ich ihn betrogen habe und die letzten Jahre in Frage stelle.. Er ist glücklich mit mir und würde sicher aus allen Wolken fallen, wenn ich ihm von meinen Trennungsgedanken erzähle.. Nach außen hin sind wir das "perfekte Paar".. Aber in mir sieht es ganz anders aus.
      Wenn ich ehrlich bin verstehe ich mich selbst nicht.. Ich hab all das was ich immer wollte und bin trotz allem unglücklich und manövriere mich in so eine hinterhältige Situation..

      Ich weiß gerade selbst nicht was mit mir los ist und wieso ich so etwas mache.. Ich bin momentan dabei mich innerlich immer mehr von meinem Mann zu distanzieren, dabei waren wir doch mal so glücklich und haben uns unser Baby so sehr gewünscht.

      Meine Gefühle zu diesem anderen Mann, beschränken mich für meine Ehe zu kämpfen.. Wir haben das ganz zwar vor 5 Wochen beendet und uns seitdem nicht mehr gesehen (allerdings ab und an noch Sms Kontakt..), ich komme so schwer von ihm los.., wobei ich nicht mal denke, dass wir auf Dauer wirklich eine gemeinsame Zukunft hätten.. Aber wer weiß das schon.
      War schon mal jmd in einer ähnlichen Situation? Wie ging es weiter? Vllt. hat auch jmd einfach nur einen ganz neutralen Ratschlag.. Dass das mit der Affäre keine Glanzleistung war, weiß ich..
      Vielen Dank für´s Lesen.

      • Also ertsmal Hut ab, dass ihr gemeinsam und mit professioneller Hilfe an eurer Ehe arbeiten wollt...machen leider die Wenigsten...
        Mir stellt sich die Frage, wie viel empfindest du für deinen Mann denn noch? Ich meine, du hast dich in einen anderen Mann verliebt...aber ist das wirklich so eine richtige Verliebtheit oder ist es einfach nur das, was er dir gibt und was du vermisst hast, was dich jetzt so in die Irre leitet? Nur wenn du bei deinem Mann noch von Liebe sprechen kannst, solltet ihr weiter an euch arbeiten.
        Und ich denke auch, dass du ihm diese Affäre beichten musst. So hat er dann endlich den grund, weshalb du so distanziert bist. Mal ganz davon ab, dass man in einer Beziehung einfach ehrlich sein muss. Ja, vielleicht verlässt er dich dann, das kann passieren. Aber dann hast du zumindest im Nachhinein alles richtig gemacht.
        Ich selber habe das auch schon durch...wir waren zwar nicht verheiratet und hatten keine Kinder, aber auch ich habe mich dummerweise auf einen Anderen eingelassen. Er hat mich zwar damals verlassen, allerdings verstehen wir uns bis heute gut und er sagt immer noch oft genug, wie gut er es findet, dass wir ohne diese Lüge auseinandergegangen sind und ich so mutig war, ihm das Ganze zu beichten. Und letztendlich hat er mich nicht verlassen, weil ich fremd gegangen bin, sondern weil er und auch ich nicht wussten, wie wir nach dieser Sache gefühlstechnisch noch zueinander stehen.

        • (3) 28.02.12 - 13:38

          Das Schlimme ist.., ich kann es dir im Moment einfach nicht beantworten. Wir sind schon so lange zusammen, haben viel durchgemacht, er ist klar einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben.. Aber ich weiß einfach nicht, ob ich ihn noch richtig liebe oder es schon platonisch ist. Ich weiß auch nicht, ob das jetzt nur eine "Phase" ist und wieder vorbei geht, oder ob es eben das Ende ist. ich hoffe, dass ich durch die Paartherapie einfach wieder einen klaren Kopf erhalte.

          Ich habe bei dem anderen sicher etwas gesucht das mir gefehlt hat.. Aber dadurch, dass es so "lange" ging und wir eigentlich auch schon seitdem wir uns kennen etwas füreinander empfinden, es aber immer unterdrückt haben, denke ich schon, dass ich mich in ihn verliebt habe o. zumindest starke Gefühle für ihn habe. Wobei ich mich nicht wg ihm trennen werde. Ich will mir erst klar werden, ob das mit unsrer Ehe wirklich am Ende ist.. oder wir nicht doch noch eine Chance haben.

          Am Anfang war ich der Meinung, dass ich meinem Mann die Affäre definitiv nicht beichten werde, aber ich merke wie sehr es mich kaputt macht und ich will mein weiteres Leben nicht auf so einer Lüge aufbauen.. Wie gesagt, ich werde all das erst alleine mit dem Therapeuten besprechen.. ich denke auch, dass es besser ist es während einer Sitzung zu erzählen. So hoffe ich, dass der Therapeut die Emotionen etwas abfangen kann und außerdem ist unser Kind aus der "Gefahrenzone".. man weiß ja nie wie der andere das aufnimmt.

          • "Am Anfang war ich der Meinung, dass ich meinem Mann die Affäre definitiv nicht beichten werde, aber ich merke wie sehr es mich kaputt macht und ich will mein weiteres Leben nicht auf so einer Lüge aufbauen.. Wie gesagt, ich werde all das erst alleine mit dem Therapeuten besprechen..."

            Möglicherweise täusche ich mich...aber ein Therapeut wird dir vermutlich weder zu- noch abraten. Die Entscheidung, ob du deinem Mann von deiner Affaire erzählst oder nicht, wirst du schon selber treffen müssen. Wenn du, wie du schreibst, dein weiteres Leben nicht auf so einer Lüge aufbauen willst, sind die Würfel aber doch eigentlich schon gefallen...oder?

            BTW: Ob es sinnvoll ist, deinem Mann während einer Therapiestunde zu sagen, dass du eine Affaire hattest, solltest du dir noch mal gründlich durch den Kopf gehen lassen. Wäre ich dein Mann, würde ich das wahrscheinlich als doppelten Schlag ins Gesicht empfinden.

      (5) 28.02.12 - 13:27

      hey,

      mein tipp aus gerade gemachter erfahrung:

      klink dich aus, sag beiden, du benötigst ein wenig abstand, fahr 7 tage raus aufs land oder in die berge und schau, wen du vermisst.

      ich hab das gleiche getan. fakt war, ich wollte meinen mann! das habe ich erst dann gemerkt. ich bin zurückgekommen, habe ihm reinen wein eingeschenkt und mittlerweile sind wir seit 1,5 jahren wieder glücklich.

      grüße s.

      • (6) 28.02.12 - 13:47

        Ich hatte eigentlich auch vor diese Woche mit meinem Kind zu meiner Familie zu fahren. Leider ist es krank geworden.
        Ich halte es hier gerade kaum aus und weiß, dass ich Zeit für mich brauche.
        Am Liebsten würde ich eine Woche von keinem der beiden etwas hören, aber dadurch, dass mein Mann nichts ahnt, müssen wir mindestens telefonischen Kontakt haben.
        Wie hast du deinem Mann damals die Auszeit begründet?

        • (7) 29.02.12 - 08:57

          hey,

          wir hatten uns eh sehr viel gestritten und auch von seiner seite sind fehler passiert, die jedoch nichts mit untreue etc. zu tun hatten.

          ich habe ihm einfach gesagt, ich sei mir meiner gefühle derzeit nicht sehr sicher und bräuchte abstand.

          das hat er akzeptiert.
          viel erfolg!

    also für seine affäre seine ehe zu beenden halte ich für falsch.
    deinem mann reinen wein einzuschenken auch.
    ich würde ihm von der affäre nichts erzählen.
    ich würde ihm sagen, dass du unglücklich bist und die chancen für eine gemeinsame zukunft nicht mehr gegeben siehst.
    ich würde ihm sagen, dass du keine nähe und keinen sex mehr zulassen kannst.
    vielleicht könnt ihr ja freunde bleiben.
    kinder verändern eine partnerschaft und dazu gehören dann oftmals auch, dass gegenseitiger neid und die freiheiten des anderen auf die jeweilige situation des einen die partnerschaft zerstören.
    oder eben, dann man den anderen nicht mehr begehrenswert findet.
    ich würde dem therapeuten davon nichts von der affäre erzählen. dies geht ihn nichts an.
    ich würde mir überlegen, ob ich diese paarberatung nicht von vornherein ablehnen würde. denn es klingt so als hättest du deine entscheidung schon getroffen. du willst glücklich werden. dein mann kann dich nicht glücklich machen.
    somit pack deine sachen nehm das kind und gehe und werde glücklich.
    das geld für die paarberatung kann dir dein mann dann lieber anteilig vom vermögensausgleich zahlen, anstatt es für die beratungen auszugeben, die eh nicht von erfolg gekrönt sein werden, da du da auch nicht so wirklich hinter stehst.
    wenn einer nicht die ehe genauso will und darum kämpfen will, ist das vertane zeit und rausgeschmissenes geld.
    dein mann wird aus allen wolken fallen, aber das leben ist kein ponyhof und trennungen gehören zum leben. niemand geht eine beziehung ernsthaft ein und zeugt ein kind, der sich nicht vorher für den fall einer trennung schon gedanken gemacht hätte. sowas bringt keinen um.
    werde glücklich, erzähle nichts von der affäre, trenn dich sauber und versuche dann erstmal den kontakt zu deiner affäre aufrecht zu erhalten, wenn du ausgezogen bist.
    die affäre scheint dir gut getan zu haben. also lass dich durch sie die erste zeit nach der trennung tragen.

    warte aber damit bis du ausgezogen bist, denn was du dann machst, hinterlässt bei deinem mann dann keinen schlechten beigeschmack, wenn er dann weiß dass du jemanden neuen hast.
    aber ins bett würde ich mit deinem mann nicht mehr steigen. da wäre ich schon auf der couch am schlafen.
    viel glück

    • "du willst glücklich werden. dein mann kann dich nicht glücklich machen.
      somit pack deine sachen nehm das kind und gehe und werde glücklich"

      Sorry , aber Du hast doch nicht mehr alle Latten am Zaun.

      Sie sollte alleine gehen und Ihren Mann und das gemeinsame Kind ein angenehmens Leben gönnen

      • (10) 28.02.12 - 14:09

        du bist ein mann. und männer mögen sich von natur aus nie mit gegebheiten der veränderung abfinden, wenn sie nicht ihrem weltbild entsprechen.
        schau dir die rechtsprechung an

      (12) 28.02.12 - 14:15

      Wieso sollte ich mein Kind bei meinem Mann lassen? Das ist keine Option für mich.

      • Weil genauso 50% von ihm im Kind stecken wie von dir. Weil du kein Recht drauf hast, ihm das Kind zu nehmen. Er würde bei dir und beim Kind bleiben, warum kannst du sagen "ich gehe und nehm das Kind auch noch gleich mit". Das ist völlig unfair deinem Mann gegenüber. Wenn DU gehst ohne dass er was dafür kann (und wenn er KEINE AHNUNG hat, kann er nichts dafür), dann steht dir sicher nicht automatisch das Kind zu.

        • (14) 28.02.12 - 14:50

          so ein unsinn hab ich selten gelesen.
          zu deiner information: ich gehe davon aus, dass sie das kind die meiste zeit betreut und er eben nicht.
          bei dem, der das kind hauptsächlich betreut, bleibt es bei einer trennung auch.
          somit bekommt die hauptbetreuende person das aufenthaltsbestimmungsrecht.
          was ihr hier als moralisch gerecht empfindet, entspricht nicht der deutschen rechtsprechung.
          wenn sie das kind in der meisten zeit betreut wird ihr kein gericht deutschlands das kind absprechen sondern sie kann es nehmen und ausziehen. innerhalb von 50 km des wohnortes ohne zustimmung des vaters. über 50 km mit zustimmung des vaters oder eben mit trick auch ohne zustimmung. dann muss das aber schon gut geplant sein. ich gehe jedoch nicht davon aus, dass sie ihm das kind entziehen will. also bleib mal realistisch und nah an der rechtsprechung!

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