Mann dreht durch unter Stress *lang*

    • (1) 15.03.12 - 18:46
      fuer ne freundin

      Hi,

      habe mich gestern mit einer Freundin getroffen, und sie hat mich ins Vertrauen gezogen bzgl. der Trennung von ihrem Mann. Was ich da gehoert habe, hat mich mit den Ohren schlackern lassen und ich kann mir irgendwie keinen Reim auf sein Verhalten machen.

      Diese Freundin hat letztes Jahr geheiratet nach 6 Jahren gluecklicher Beziehung und einem Jahr zusammenleben in gemeinsamer Wohnung. Bei der Hochzeit war sie im 4. Monat schwanger, gewollt. Grosse Traumhochzeit mit allem drum und dran. Sie ist nicht der Typ Karrierfrau, und ist immer offen mit ihrem Wunsch nach Familie und Kindern umgegangen.

      Kurz vor der Hochzeit fing ihr Zukuenftiger an, an Schlaflosigkeit zu leiden, war nervoes und gestresst (hatte wohl auch Stress auf der Arbeit). Als sie einmal mit ihm darueber Reden wollte und dabei ihre Hand auf seinen Unterarm legt, schuettelte er ihre Hand sehr grob ab und schlug ihr quasi gegens Ohr. Ihr Ohrring bohrte sich in die Haut und alles schwoll an. Sie hat es auf den Stress geschoben und keine Konsequenzen gezogen.

      Dann sind noch folgende Dinge passiert:

      4 Tage nach der Hochzeit hat seine Armbanduhr nachts alle Stunde gepiept. Sie hat ihn gebeten es abzustellen, weil es sie stoert. Nach mehrmaligen Bitten, meinte er nur, dass es ihn nicht stoerte und sie soll endlich die Klappe halten. Daraufhin ist sie aufgestanden und zu seinem Nachtisch gegangen um die Uhr in die Sockenschublade zu tun, damit endlich Ruhe ist. Als sie sich zur Uhr runter beugte, hat er ihr ins Gesicht gespuckt.

      1 Monat nach der Hochzeit war ihr Geburtstag. Er kam abends nach Hause mit frischem rohen Fisch fuers Abendessen. Dazu muss man sagen, dass sie keinen Fisch isst (noch nie), weil sie allergisch dagegen ist. Er meinte nur, dass er den Fisch jetzt zubereiten wuerde und sie das dann essen muesste. Sie ist daraufhin nach draussen gegangen und meinte sie kaeme zurueck, wenn er seinen Fisch gegessen haette. Als sie draussen war, bekam sie auf einmal Bauchkraempfe und kehrte deshalb schon nach 15 Min zurueck um sich hinzulegen (sie war da im 5. Monat einer Risikoschwangerschaft). Als sie versuchte die Tuer aufzuschliessen, ging es nicht, da von innen der Schluessel steckte, also klingelte sie. Er fragte nur wer da sei und als sie antwortete, ging er einfach weg ohne zu oeffnen. Ihre Bauchkraempfe wurden schlimmer, sie bettelte, dass er sie reinlaesst. Er reagierte nicht. Nach 1h hat sie dann den Notruf gerufen, da sie vor Kraempfen nicht mehr Laufen konnte und es kam ein Krankenwagen und die Polizei.
      Auch der Polizei wollte er die Tuer nicht oeffnen, machte es aber dann doch irgendwann und stand dann nur in seiner Unterhose vor ihnen und meinte das seine Frau nicht geklingelt haette.
      Sie war daraufhin 3 Tag in Krankenhaus, ist dann aber doch wieder nach Hause zurueckgekehrt.

      2 Wochen danach kam es dan zu einem taetlichen Angriff bei dem er sie gegen die Wand schmiss und versuchte zu ersticken. Sie half sich damit die gruene Taste ihres Mobiltelefons zu druecken und somit den letzten Anrufer wieder anzurufen. Dies war ihre Mutter, die ihre Hilfeschreie hoerte und die Polizei wieder rief. Meine Freundin kam ins KH mit Haematomen am Ruecken und im Gesicht und Hals. Die Polizei nahm ihn erstmal mit und meinte zu ihr, dass ihr Mann psychische Probleme habe und sie besser eine Anzeige mache.

      Sie sind nun getrennt, in getrennten Wohnungen, den Rest der SS sah und hoerte sie nichts. Er kam dann ins KH nach der Geburt und beschimpfte sie, weil ihm der Name nicht gefiel. Er zeigt wechselndes Interessse an seinem Sohn (jetzt 6M).

      Nach aussen hin spielt er den liebenden Vater und netten Kerl (hab ihn mehrmals getroffen und er ist immer freundlich und normal), aber anscheinend wenn er mit ihr alleine ist beschimpft er sich aufs uebelste, ruelpst ihr ins Gesicht etc..

      Sie sagt, sie erkennt ihn nicht wieder und hat Angst vor ihm. Sie hat nur Kontakt zu ihm wegen des Sohnes (den er liebevoll behandelt), aber eine Rueckkehr ist ausgeschlossen fuer sie. Die Scheidung laeuft und sie beantragt das alleinige Sorgerecht. Er besitzt keinerlei Unrechtsbewusstsein, selbst in Konfrontation von Beweisen wie Polizei- und Notaufnahmeberichten.

      Er lehnt bisher jegliche therapeutische Hilfe ab.

      Meine Freundin tut mir sehr leid, ihr grosser Familientraum ist geplatzt.

      Ich kenne zwar nur ihre Seite der Geschichte und wahrscheinlich sind das eine oder andere Detail subjektiv gefaerbt, aber im Kern der Sache kann man dem Geschehen wohl glauben schenken.

      Wie kann es sein, dass 6 Jahre alles in Ordnung ist und jemand so ploetzlich und komplett dekompensiert. Hat jemand schonmal sowas erlebt/gehoert? Liegt da eine psychische Erkrankung vor oder was ist das, eine ueberstarke Stressreaktion?

      Vielen Dank fuer Eure Antworten

      XXXX

      • Also an Stressreaktion denke ich nicht,allerdings bin ich recht sprachlos und muss ganz ehrlich,erst mal eine rauchen um dass sakken zu lasses,

        dann antworte ich dir.

        Psychisch ist schon mal n richtiger Ansatz und dass Weite hätte ich auch gesucht.
        Kindvater hin oder her,bei der Weite hätte ich es auch gelassen,dann lieber keinen Vater.

        l.G

        Sie sollte einen Anwalt aufsuchen und per einstweiliger Anordnung/Verfügung veranlassen, dass er sich ihr nicht nähern darf und dem Kind auch nicht. Dass er kein Umgangsrecht haben darf und wenn, dann nur unter Aufsicht. Und vor allem, dass er, falls er es hat, das Sorgerecht entzogen bekommt! Dieser Mann ist ernstlich psychisch krank!

        • (4) 16.03.12 - 09:09

          Tja, leider wie so oft gehoert sie zu den Frauen, die denken er hat ein Recht sein Kind zu sehen. Ich denke um ein Recht zu haben, muss man vorher erst seine Pflicht erfuellen. In diesem Fall waere es das Unrechtsbewusstsein und therapeutische Hilfe. Immerhin geht er regelmaessig und spricht mit ihrem Priester, ist kein Therapeut, aber besser als nix.

          Sie laesst ihn Umgang haben mit dem Kind, aber niemals alleine. Auch dass waere mir schon zuviel, aber sie ist so ein Familienmensch, dass sie es nicht ertraegt, dem Jungen den Vater zu nehmen. Sie beantragt das alleinige Sorgerecht und ich denke mit den Berichten der Polizei und der Notaufnahme stehen ihre Chanchen nicht so schlecht.

          Aber wie kann es sein, dass sich so eine psychische Stoerung auf einmal manifestiert? Er ist kein junger Huepfer mehr, 37 oder 38 Jahre alt und nie vorher auffaellig gewesen?

      Puh! Das ist harter Tobak!

      An der Stelle deiner Freundin würde ich mich gleich mal rechtlich beraten lassen wie es aussieht mit dem Sorgerecht etc etc. Aber so wie sich das anhört wird das kein Spaziergang und ich würde mich jetzt bereits darauf vorbereiten und alles gegen ihn sammeln was geht.

      Du kennst zwar nur ihre Seite, aber ganz ehrlich... selbst wenn es Probleme in der Ehe gab und auch sie "Fehler" gemacht hat (wovon man ja in den meisten Fällen ausgehen muss) gibt es keine, aber auch gar keine Entschuldigung für sein Verhalten! Alleine das er seiner Frau ins Gesicht spuckt zeigt seine Gerintschätzung und Verachtung für Sie! So etwas könnte ich nicht verzeihen.

      Ich tippe auch auf eine schwere psychische Störung!

      Alles Gute für deine Freundin! Schön das sie Dich hat!

      Kerstin mit Ida #verliebt an der Hand und MADITA, LEO & #stern #stern #stern im #herzlich

      • (6) 16.03.12 - 09:11

        Aber wie kann es sein, dass sich so eine schwere psychische Stoerung auf einmal manifestiert? Er ist kein junger Huepfer mehr, 37 oder 38 Jahre alt und nie vorher auffaellig gewesen? Ich kenn mich ja nicht so aus, aber generelle psychische Stoerungen manifestieren sich doch frueher. Vielleicht sowas wie ein Stresstrauma/Burn-out?

    hallo,

    Ob deine Freundin " wirklich " etwas an der Situation langfristig ändern will musst du ihr ganz alleine überlassen.
    Es passiert durchaus oft dass sich das alles schlimm anhört, aber nur Auszüge sind von vielen Meinungsverschiedenheiten ( schwer nachvollziebar ist aber so ) in den Augen der Betroffenen und heute oder morgen die Welt für deine Freundin schon vie besser aussieht ,weil sie glaubt er liebt sie doch,sie kann dem Kind nicht den Vater entziehen oder oder....

    Was ich damit sagen will...

    letztendlich tut deine Freundin was sie für richtig hält und dass auch wenns dir und dem Rest der Welt nicht passt.
    Mich würde auch kein Kind dazu bringen Kontakt zu diesem ungehobeltem , verachtendem Mensch zu halten,wenn diese Schilderungen den Tatsachen entsprechen.

    Du machst dir Sorgen um deine Freundin,dass finde ich toll.

    Ich mache mir Sorgen um dass Kind.

    Deine Freundin wird hoffentlich etwas Instinkt haben,den hat man oft noch hat wenn der Verstand aussetzt,an den Glaube ich.

    Das Kind muss wohl Kontakt mit nem Irren Vater haben dem ich nicht mal Besuchsrecht ,ohne Aufsicht ,an einem neutralen Ort einräumen würde ohne Angst zu haben.

    Schlimm.!

    Sie soll sich alles notieren und an Beweisen alles sammeln was möglich ist.
    Kontakt meiden denn er geht verachtend und gewalttätig mit ihr um.
    Brutal und niederträchtig fällt mir noch ein.

    Zum JA Situation schildern,Umgang verbieten,Unterhalt fordern.

    Alles weitere entscheidet sie,sei aber nicht allzu entäuscht wenn sie deine Ratschläge oder Hilfenicht annimmt,letztendlich entscheidet sie wenn es ihr nicht jemand abnimmt.
    Oft ist die Liebe zu dem vermeindlichen Traummann oder " ich will ja nicht,aber es ist doch der Vater" oder anders ,die unfähigkeit sich zu lösen aus Angst oder was auch immer ,stärker als jeder gut gemeinte Rat.

    Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken,mir fehlen echt die Worte

    l.G

    • (8) 16.03.12 - 09:23
      sie liebt ihn noch

      Tja du hast Recht. Sie sagt selber, dass sie ihn noch liebt: nicht die Person die er jetzt ist, sondern die Person die er war (ich weiss nicht, ob ich da unterscheiden koennte). Sie sagt, sie wird nie zu ihm zurueckkehren, auch wenn er sich wieder einbekommt, da sie nicht weiss, ob mal wieder stressige Situationen (mit Kind nicht so unwahrscheinlich) kommen und er wieder austickt.

      Sie hat die Polizeiberichte und die der Notaufnahme, ansonsten ist er sehr schlau, er schreibt nie abschaetzige SMS, emails etc. und ist nur fies ihr gegenueber, wenn niemand dabei ist. Ich hab ihr auch schon gesagt, dass sie immer jemanden dabei haben sollte. Als Schutz fuer sich selbst und als Zeugen.

      Eine fiese Laune der Natur gibt es auch noch. Ihr Sohn ist dem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten (sie ist blond, blauaeugig und hellhaeutig, der Vater und der Sohn sind beides sehr dunkle Typen (braune Haare und Augen).

(9) 15.03.12 - 22:56

warum nur hab ich das gefühl, dass hier bei urbia jeder 5. beitrag gefakt ist?

  • (10) 16.03.12 - 09:02

    Hi,

    dies ist kein Fake.

    Ich wuenscht es waere so, waere fuer alle Beteiligten wohl besser. Die von mir geschilderte Situationen klingen ganz unglaublich, vor allem wenn man ein ganz normales Leben mit ganz (naja relativ) normalen Menschen fuehrt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass mein Mann mir jemals ins Gesicht spucken wuerde, noch haette ich das von der oben genannten Person je gedacht. Hinter verschlossenen Tueren spielen sich Dinge ab, die man sich so manchmal gar nicht vorstellen moechte/kann.

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