Kinderwunsch unterschiedlich - wie verpackt eure Parternschaft das?

    • (1) 18.03.12 - 15:17
      Inaktiv

      Hallo,

      wir sind jetzt seit gut 9 Jahren ein Paar, mittlerweile verheiratet und wir haben zwei Wunschkinder. Ein drittes war vor den Kindern kein Thema. Irgendwie war klar das wir uns zwei Kinder wünschen. Darüber gesprochen haben wir natürlich auch.
      Wir haben nun viele Gespräche geführt und mein Mann wünscht sich ein weiteres Kind. Ich habe mir nun viel Zeit genommen und darüber nachgedacht, aber ich kann es mir nicht vorstellen. Anfangs schon, aber seit ich wieder arbeiten gehe finde ich die Vorstellung noch einmal von vorne anzufangen total abwegig. Ich will das einfach nicht noch mal. Meine Kinder liebe ich, aber ich war nie gerne schwanger. Das erste Jahr habe ich in erster Linie als sehr anstrengend in Erinnerung. Für unsere Beziehung sowieso.

      Er sagt dann immer, lass und einfach später (in einem halben Jahr oder so) noch mal darüber reden. Aber ganz oft steht das Thema trotzdem noch im Raum. Er lässt da nicht locker (merkt er glaube ich garnicht richtig). Mich belastet das sehr. Ich will natürlich das er zufriden ist/das wir zufrieden sind, aber ein weiteres Kind ist ein sehr großer Schritt und ich bin nicht bereit ihn zu gehen. Die hautsächlichen Einschränkungen im Leben habe ich dadurch. Für ihn würde sich ja nicht allzuviel ändern (er arbeitet in Hochzeiten auch gerne mal 80 Stunden in der Woche, 60 sind normal). Jetzt kriege ich es einigermaßen hin mit Kindern, Haushalt, Job,... . Es ist trotzdem schwer mal Zeit für sich selbst zu finden. Mit einem dritten Kind. Da würde ich selbst glaube ich total untergehen.

      Wie schafft ihr das wenn die Meinungen da derart auseinander gehen? Findet sich der Partner irgendwann damit ab? Nachgeben wenn es einem widerstrebt, das ist wohl in der Kinderfrage ein vollkommen falscher Weg.

      LG

      • (2) 18.03.12 - 15:25

        Na ja, du kannst deinem Partner ja sagen, das ein drittes Kind nur in Frage kommt, wenn ER dann die Auszeit aus dem Beruf nimmt, und sich um Hauhalt und Kindererziehung kümmern würde - und zwar dauerhaft.

        Und damit das nicht nur leere Worte sind, kann er gleich mal anfangen, seine Mithilfe in Haushalt und Kindererziehung JETZT hochzufahren, und DU würdest dafür deinen Job gerne Vollzeit machen.

        Und wenn das zu deiner Zufriedenheit geregelt ist, und er sich so verhält das es glaubwürdig ist, das er einen guten Hausmann abgibt, DANN würdest du dir das mit Kind nr. 3 noch mal überlegen.

        Ab da wirst du sicher keine Probleme mehr haben mit dem Thema.

        • (3) 18.03.12 - 16:09

          Nicht das es eine Option wäre das er in Elternzeit geht. Denn er verdient ja mal locker das 4-5fache von meinem Gehalt (OK, bei ggf. auch doppelter Arbeitszeit). Aber sein Gesicht wäre bestimmt es mal wert das anzusprechen.

          Ich glaube wir führen eine ganz gute Beziehung, nur diese Sache mit der Rollenverteilung der Eltern, da hakt es bei uns oft. Wenn er Zeit hat kümmert er sich, aber manchmal habe ich das Gefühl er geht dem auch bewusst schon mal aus dem Weg. Er ist selbstständig und kann das somit ja auch. Er kann vielleicht auch nicht verstehen was ich für Probleme habe. Sein Elternhaus ist sehr altmodisch was das anbelangt. Seine Mutter ist bis heute Hausfrau und zufrieden damit. Er versteht einfach nicht das mir das nicht reicht. Ich hätte doch wirklich genug zu tun (ist ja auch so, aber es füllt mich nicht aus). Obwohl wir solche Dinge besprochen haben BEVOR wir die beiden Kinder bekommen haben gibt es immer wieder Grundsatzdiskussionen. ....

          Na ja. Während ich hier diesen Text schreibe wird mir bewusst das ein weiteres Kind wirklich KEINE Option darstellt.

          LG

          • (4) 18.03.12 - 17:31

            Wie alt sind eure beiden Kinder denn? Und wie alt bist du?

            Ich wollte auch ursprünglich mal drei Kinder, hab aber nach dem zweiten meine Meinung geändert. Dabei war ich nicht mal - so wie du - weitgehend alleinerziehend, weil Männe so viel arbeitet ...

            Wie gesagt: SEIN mangelndes Engagement bei der Erziehung und Versorgung der bereits vorhandenen Kinder ist DEIN Totschlagargument gegen ein Drttes .. würde ich entsprechend ausnützen. ODER du könntest dich sterilisieren lassen. Damit ist das Thema auch endgültig vom Tisch, und es ist klar, das du deine Meinung NICHT mehr ändern wirst. Aber es könnte in eurem Fall zu einem ernsten Zerwürfnis führen.

            Übrigens: Wenn dei Mann so gut verdient, dann sollte mal ne Haushaltshilfe drin sein ... so was entlastet enorm, selbst wenn es nur drei Stunden die Wiche jemand fürs "Grobe" ist. Kann ich nur empfehlen :-)

      (5) 18.03.12 - 16:52

      "Er sagt dann immer, lass uns einfach später (in einem halben Jahr oder so) noch mal darüber reden. Aber ganz oft steht das Thema trotzdem noch im Raum."

      Ich weiß ja nicht, wie sicher du dir bist, dass deine Familienplanung definitiv abgeschlossen ist. Sollte ein weiteres Kind für dich unter keinen Umständen in Frage kommen, sagst du das deinem Mann besser gleich...es wäre ja in dem Fall unsinnig, das Thema später noch mal aufzugreifen, und dann wüsste er, woran er ist und müsste nicht mehr mit dir darüber diskutieren.

      • (6) 18.03.12 - 17:13

        Danke für deine Antwort.

        Dieses "lass uns dann einfach später noch mal darüber reden" ist bereits die Reaktion auf mein "Ich kann es mir nicht noch einmal vorstellen! Ich will kein weiteres Kind!"

        LG

    (7) 18.03.12 - 19:55

    Hallo!

    ich finde erst mal, dass Dir schon etwas unterstützung zusteht. Du machst alleine den Haushalt und versorgst die Kinder alleine - und er hat die perfekte Ausrede sich zu drücken, weil er arbeiten muss. Auch wenn sich mancher Termin anders legen ließe, um Dich zu entlasten, und man auch mal mehr an Mitarbeiter deligieren kann oder wenigstens für den Papierkram eine 400-Euro-Kraft einstellen.

    Also wenn er so aktiv schon nicht hilft, dann sollte wenigstens erst mal eine Putzfrau möglich sein. Das spart Dir dann schon mal jede Woche ein paar Stunden. Und schon hast Du deutlich mehr Luft.

    Und manchmal darfst Du ihm auch sagen "Da und da habe ich keine Zeit für die Kinder, leg Dir da keine Termine", nur damit er mal merkt, wie anstrengend es sein kann.

    Und sonst ist es eben eine gemeinsame Entscheidung. Wenn er sich schon um die vorhandenen Kinder nur kümmert, wenn er gerade mag, dann sollte er es auch akzeptieren.

    (8) 18.03.12 - 21:02

    Als Papa hatten ich die Situation auch schon. Wenn Einer von Beiden aus nachvollziehbaren Gründen keine Kinder mehr will, dann muss er es so
    formulieren und zwar ENDGÜLTIG ohne Zeit lassen.
    Du solltest auch sagen dass eure Partnerschaft darunter leiden würde, denn
    ihr habt dann noch weniger Zeit bzw. Lust aufeinander.
    Unter Uns , 2 Kinder sind absolut ausreichend!

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