2 Kinder und ca. 2400 Euro Einkommen. Ist man dann etwa arm?

    • (1) 25.03.12 - 12:18
      ichwillesnurmalwissen

      Angelehent an einen anderen Thread: Ist in euren Augen (oder eurer Region) eine Familie mit 2 Kindern und einem Gesamteinkommen von ca. 2400 Euro wirklich so arm, wie hier viele behaupten?

      Wir haben in etwa ein solches Einkommen (2000 Euro Gehalt, 368 Euro Kindergeld, 320 Euro Elterngeld (auf 2 Jahre). Nach dem Elterngeld (falls dann kein neuer Job für mich) also ca. 2000 Euro Gehalt plus 368 Euro Kindergeld.

      Empfindet ihr das als wenig?

      Wir leben ganz normal. Haus, zwei Autos, bald ein Krippenplatz für unser jüngeres Kind (freiwillig und bei uns kein Problem, da nicht soooooo sehr gefragt), Essensgeld für das Mittagessen im Kindergarten. Ausflüge im normalen Rahmen (Eis essen, Zoo, Kinderpark etc.). Mein Mann raucht (leider). Es fehlt uns, Gott sei Dank, an nichts. Weder an Nahrung, noch an Kleidung, an Wohnraum etc.

      Hallo.

      Deine Frage ist so einfach nicht zu beantworten.

      Generell gilt: Wenn du denkst, dir fehlt es an gar nichts, dann bist du nicht arm.

      Betrachtet man es von außen und klärt einige Faktoren wie: Verdienen beide Partner jeweils das gleiche, d.h. jeder dann 1000 Euro? Wenn ja für wieviele Stunden, in welchem Beruf/ Welche Qualifikation steckt dahinter?, könnte auch nur jeder für sich selbst einen Schluss ziehen.

      Euch gehts dann zwar subjektiv immern och gut, euch fehlt es an nichts, aber Außenstehende könnten "beurteilen", dass zB. 1000 Euro für 45h Jobs, inkl. Ausbildung sehr wenig sind.

    • (5) 25.03.12 - 12:31

      Wir könnten mit 2400€ gerade mal die Rate für den Hauskredit zahlen. Von daher würden wir damit nicht auskommen.

      Aber was nützt Dir diese Antwort? Es fehlt Euch an nichts, und Ihr führt ein zufriedenstellendes Leben, in dem Rahmen, den Euch Euer Einkommen ermöglicht. Das ist doch toll.

      Klar haben andere ein höheres Einkommen - aber die haben dann auch andere Verpflichtungen, die zwar in der Sache die gleichen sind, die ihr habt - nur in unterschiedlicher Summe.

      "Angelehent an einen anderen Thread: Ist in euren Augen (oder eurer Region) eine Familie mit 2 Kindern und einem Gesamteinkommen von ca. 2400 Euro wirklich so arm, wie hier viele behaupten?"

      Es hilft niemandem weiter, so was aus dem Zusammenhang zu reißen. In dem anderen Thread ging es doch um die Frage, ob man sich mit dem Gehalt (und ohne nennenswertes EK) ein eigenes Haus leisten kann...und dass man mit 2400 Euro "arm" ist, wurde da m.W. auch von niemandem behauptet.

    • Ich lebe alleine mit 2 kleinen Kindern und habe gute 1000 Euro weniger im Monat.

      Ich komme damit aus, kann mir auch mal Eis, Zoo oder Kinderpark leisten, den Kindern fehlt es an nichts.

      Gut, ich habe kein Auto, meine Wohnung ist klein aber gemütlich und so eingerichtet wie ich es gerne hätte. Manchmal wäre ein wenig mehr Geld nicht schlecht, aber wofür?

      Wir sind nicht arm, wir haben uns, das ist alles was zählt!

      Hallo,

      ich denke, es hängt sehr stark davon ab, wo man wohnt, Stadt/Land, München oder auf dem Land, weit weg aus Ballungsgebieten und auch vom eigenen Standard. Wie viel Miete bezahlt man? Welche Ansprüche hat man?

      Solange du so zufrieden bist, ist doch alles gut.
      GLG
      Miss Mary

      ICH (bzw. WIR) würden mit dem Geld nicht zurechtkommen. Wir bezahlen alleine für die Wohnung schon die Hälfte.

      Wenn ich dann noch das Auto, Lebensunterhalt, Spargeschichten und Freizeit für 4 Leute rechnen muss, damit würden WIR nicht auskommen.

      Als ARM jedoch würde ich euch nicht bezeichnen.

      Allerdings würde ich mir auch kein Haus kaufen mit dem Einkommen.

      LG

      Hallo,

      wenn Du in München leben würdest, würdest Du damit wahrscheinlich schon an Deine Grenzen stoßen.

      Mein Ex hat etwas mehr verdient und wir waren nur zu dritt.

      Es gab Monate, da ist es doch ziemlich knapp geworden, obwohl ich mir eine Zeitlang nicht einmal mehr was neues zum anziehen gekauft habe oder zum Friseur gegangen bin.

      Im Urlaub waren wir auch nicht. "Ausflüge" gab es dann halt auch nur zum nächsten Spielplatz.

      GLG

      (11) 25.03.12 - 14:49

      Ich empfinde es als normal!
      Wenn man nicht studiert hat, dann hat man auch nicht 6000 Euro Gesamteinkommen.

      es kommt halt darauf an, was euch nach abzug aller verpflichtungen für eure "kür" also zum verleben übrig bleibt. :-)

      Könnt ihr denn Rücklagen bilden?

      Ich meine, was passiert, wenn ein Auto kaputtgeht, wenn die Waschmaschine hin ist, wenn wenn wenn?

      Das wäre noch wichtig, zu wissen: Ob ihr euch einen Puffer anlegen könnt mit eurem Einkommen.

    (17) 25.03.12 - 18:33

    Wir kämen mit 2400€ nicht aus, es würde einfach vorne und hinten nicht reichen.

    (18) 25.03.12 - 18:55

    Hallo!

    "Empfindet ihr das als wenig?"

    Eigentlich nicht, mit dem Geld sollte man schon hin kommen.

    Muss man ein Haus oder noch andere Dinge abbezahlen dann wird es mit Sicherheit eng, vielleicht sogar unmöglich.

    Wir kommen mit so einem Gehalt super hin, müssen aber weder Haus noch Auto abbezahlen. Geld für Eis essen, Kino, Freizeitpark oder andere Dinge sind auch drin und sparen können wir auch noch etwas.

    Kommt ihr denn mit dem Geld klar?

    Gruß

    << Haus, zwei Autos, Zigaretten ... Es fehlt uns, Gott sei Dank, an nichts >>

    Da wäre mir egal, ob ich arm bin :-)

    Wenn du es genau wissen willst, schau bei

    http://de.wikipedia.org/wiki/Armut

    Hallo

    Wir wohnen jetzt fast 11 Jahre hier und damals hatten wir nur 2 Kinder und die Ausgaben lagen damals bei 1800 Euro,mittlerweile um die 2300 Euro da mein Mann priv. versichert ist und noch einige Ausgaben dazugekommen sind.Wir haben ja jetzt auch 5 Kinder da kommen höhere KOsten einfach dazu.

    Hätten wir nur 2 Kinder und würden anders wohnen dann würde es vielleicht gehen,uns ist aber wichtig auch Geld beiseite packen zu können.

    lg

    Hi,

    als Referendarin (Lehramt) verdient man etwa 1000 Euro im Monat, mein Mann bekam den Bafög-Vollbetrag (etwa 550 Euro). Wir hatten damals keine Kinder, ein Auto, eine Wohnung in München (660 Euro warm, die Wohnung war klein), die ganz normalen Dinge (Telefon, Handy, ..). Wir sparten 300 Euro im Monat und fuhren an den WE häufig Skifahren (hatten ne Saisonkarte und dort nen Wohnwagen), einmal im Jahr für 3-4 Wochen weg (mit dem Rucksack) und gingen Essen, wenn wir Lust drauf hatten. Unser Konto war NIE leer! Wir fühlten uns immer eher als Mittelschicht. Wie das funktionierte, weiß ich bis heut nicht, aber es ging. Wir lebten und wir lebten nicht schlecht.

    Mittlerweile haben wir miteinander etwa 3500 Euro (beide Teilzeit), haben aber ein Kind. Für das Pendeln meines Mannes geht im Jahr 2000 Euro allein für den Zug drauf, dazu 2 Autos (Bahnhof ist entsprechend entfernt und ich muss auch mit dem Auto in die Arbeit). Wir haben ein - zugegeben sehr billiges - Mietshaus und sind grad am Bauen. Das Haus wird riesig und nicht grad "billig" (also, Holz-Alu-Fenster, bester Ziegelstein, super Dämmung, riesige Fensterflächen mit teuren Schiebeelementen), fast schon ne kleine Villa. Urlaub muss trotzdem drin sein und die Raten werden sicher nicht zu hoch, in 10 Jahren soll abbezahlt sein. Dafür schuften wir halt jede freie Minute selber, aber was solls? Uns macht es Spaß, was eigenes selbst zu schaffen. Hier bei uns im Dorf (und das im teuren Bayern) zählen wir eher zur "Upper Class" - aber bei uns gehts keinem schlecht!

    Fazit: Ich frag mich schon hin und wieder, wie diese Armutsgrenzen in den Statistiken oft definiert sind und wie viel Geld man eigentlich wirklich braucht. Ich kann halt mein Kind auch in nen Dreitürer setzen und brauch nicht gleich nen Passat, nur weil ich in der 5. Woche schwanger bin. Und ich kauf mein Gewand bei C&A und co, ich find das aber auch ganz normal, mir gefällt das.

    Hi,

    als Referendarin (Lehramt) verdient man etwa 1000 Euro im Monat, mein Mann bekam den Bafög-Vollbetrag (etwa 550 Euro). Wir hatten damals keine Kinder, ein Auto, eine Wohnung in München (660 Euro warm, die Wohnung war klein), die ganz normalen Dinge (Telefon, Handy, ..). Wir sparten 300 Euro im Monat und fuhren an den WE häufig Skifahren (hatten ne Saisonkarte und dort nen Wohnwagen), einmal im Jahr für 3-4 Wochen weg (mit dem Rucksack) und gingen Essen, wenn wir Lust drauf hatten. Unser Konto war NIE leer! Wir fühlten uns immer eher als Mittelschicht. Wie das funktionierte, weiß ich bis heut nicht, aber es ging. Wir lebten und wir lebten nicht schlecht.

    Mittlerweile haben wir miteinander etwa 3500 Euro (beide Teilzeit), haben aber ein Kind. Für das Pendeln meines Mannes geht im Jahr 2000 Euro allein für den Zug drauf, dazu 2 Autos (Bahnhof ist entsprechend entfernt und ich muss auch mit dem Auto in die Arbeit). Wir haben ein - zugegeben sehr billiges - Mietshaus und sind grad am Bauen. Das Haus wird riesig und nicht grad "billig" (also, Holz-Alu-Fenster, bester Ziegelstein, super Dämmung, riesige Fensterflächen mit teuren Schiebeelementen), fast schon ne kleine Villa. Urlaub muss trotzdem drin sein und die Raten werden sicher nicht zu hoch, in 10 Jahren soll abbezahlt sein. Dafür schuften wir halt jede freie Minute selber, aber was solls? Uns macht es Spaß, was eigenes selbst zu schaffen. Hier bei uns im Dorf (und das im teuren Bayern) zählen wir eher zur "Upper Class" - aber bei uns gehts keinem schlecht!

    Fazit: Ich frag mich schon hin und wieder, wie diese Armutsgrenzen in den Statistiken oft definiert sind und wie viel Geld man eigentlich wirklich braucht. Ich kann halt mein Kind auch in nen Dreitürer setzen und brauch nicht gleich nen Passat, nur weil ich in der 5. Woche schwanger bin. Und ich kauf mein Gewand bei C&A und co, ich find das aber auch ganz normal, mir gefällt das.

    • Man kann sich auch an alles gewöhnen. Ich habe im Studium ein Kind bekommen und wir lebten von 900€ im Monat - zu dritt, hatten eine drei Zimmerwohnung und ich musste für 300€ im Monat mit dem Zug zur Arbeit.

      Wir hatten so ca. 300€ und hatten eben einen Telefonanschluss, zwei funktionierende Räder mit Anhänger als Transport und haben beim Essen etwas gespart ...

      Freizeitaktivitäten waren damals: Fahrradtouren, die Stadtbibliothek (Jahresbeitrag 10€ wurde einma in der Woche besucht) und am WE haben wir oft mit Freunden bei uns daheim gekocht, viele Brettspiele, keine Handys, etc. Wenn wir weggingen, dann für einen Drink, nicht zum Essen. Es hat sich kein Kram angesammelt - alles, was nicht gebraucht wurde, wurde wieder verkauft. Somit war alles gut überschaubar.

      ich kam mir nie arm vor - bis ich mein Studium beendete und ich dann Geld verdiente. Heute könnte ich es mir nicht mehr vorstellen, ... damals war es völlig normal.

      GLG
      Miss Mary

(24) 25.03.12 - 20:02

Ich finde es für 4 Personen eher wenig. Würde euch aber nicht als arm bezeichnen.
Komme aus einem Elternhaus mit einem Gesamteinkommen von ca 9.000,-/mtl., hab uns nie als reich empfunden, sondern als normale (gutverdienende) Mittelschicht. Inzwischen studiere ich, lebe von ca 600,-/mtl. und finde mich nicht arm... das Einkommen sagt über die Lebensverhältnisse wenig aus und wenn es euch gut geht, ist das doch völlig ok so.

Das hängt ganz davon ab wo man wohnt,weil von Bundesland und Region ist oft das liebe Geld abhängig.
Du kannst das hier nicht so pauschal sagen.

Top Diskussionen anzeigen