ich bin irgendwie nur die Putze die funktionieren muss

    • (1) 11.04.12 - 10:55
      ohne Respekt

      Hallo!
      Ich habe niemanden zum Reden, deswegen schreib ich hier mal meinen Kummer auf.
      Wir haben 3 Kinder (3,6,7). Ich bin seit 3 Tagen krank. Gliederschmerzen, Erkältung, Übelkeit (Heute kann ich wenigstens aufstehen). Mein Mann interessiert das herzlich wenig. Er kann nicht frei nehmen, da er seinen Job erst vor 2 Monaten neu angefangen hat, sieht nicht gut aus, wenn er gleich frei nehmen muss, versteh ich. Aber abends kommt er heim, fragt nicht wie es mir geht, lässt mich links liegen. Er kümmert sich um die Kinder, find ich auch super, aber als alle im Bett sind verschwindet er im Büro. Nach der Nachfrage, ob es ihn interessieren würde, wie es mir ginge, meint er nur, er habe Arbeit, die Kinder gehen vor. Ich denke oft, wenn wir noch einen Hund hätten, dann käme der auch noch vor mir dran. Das war jetzt nur ein Beispiel, aber ich fühle mich hier, als wäre ich nur die Putze. Hauptsache ich funktioniere. Mich fragt niemand, was los ist, wenn ich weine, wenn ich wütend bin. Ich buckel den ganzen Tag (wie sicher alle anderen Mütter mit 3 Kids auch) und es gibt so gar keinen Respekt, nie ein Danke, nur Gemecker. Ich bin ziemlich unglücklich. Durch den neuen Job mussten wir auch umziehen, ich finde nicht recht Anschluss. Leider ind wir vor einem Jahr auch gerade umgezogen, die Umzieherrei macht mich Wahnsinnig, und immer weite Strecken, der letzte Umzug war nach 6 Jahren Ausland zurück nach Deutschland. Ich wollte nicht umziehen, aber ich habe kein Mitspracherecht, der Job geht vor. Sicher auch gut, aber ich fühle mich einfach so respektlos behandelt. diese Kälte von meinem Mann kenn ich ja schon ganz lange, aber ich kann mich nicht daran gewöhnen. Ich wollte hier in Deutschland auch gerne einen Therapeuten aufsuchen, da ich depressionensgefährdet bin. Ich kann schon lange nicht mehr lachen, jeder neue Tag beginnt mit dem Gedanken "Sch..." Ich liebe meine Kinder, aber ich bin so am Ende, dass ich oft denke, es war ein Fehler. Ich habe keine Freunde mehr durch die Umzieherrei, ich hab einen eiskalten Mann, der keinerlei Gefühle zeigen kann, sondern nur noch auf mir rumhackt, wenn es eh schon schlimm ist, keine Hilfe mit den Kindern, wenn man mal krank ist..... Meine Schwester meint, das wäre eine Hausfrauenkrise, ich solle mir Arbeit suchen, aber der Kleine hat keinen KiGa-Platz bekommen. Alles voll. Und mein Mann wird sauer, wenn ich sage, ich wolle wieder etwas arbeiten, ich bekäme doch zu Hause schon genug Stress mit allem und die kinder würden mich brauchen. Er ist absolut dagegen. Und das ist sicher auch nicht die Lösung für die Eheprobleme.
      Soory für das ganze Durcheinander, ich kann meine Gedanken gar nicht mehr ordnen

      • Hallo,

        "diese Kälte von meinem Mann kenn ich ja schon ganz lange, aber ich kann mich nicht daran gewöhnen. "
        Dieser Satz von dir schockt mich gerade ganz gewaltig.

        Mein Gott, niemand auf der ganzen Welt sagt, dass du dich da dran gewöhnen sollst. Im Idealfall sollte dein Mann auch dein PARTNER sein, der dich auffängt, wenn es dir mal schlecht geht.
        Dein Posting deute ich so, dass dein Mann dich als Fußabtreter benutzt und dich tatsächlich nur noch als Putze, Köchin, Nanny für seine Kinder sieht.

        Du musst dich fragen, was du willst. Dein Leben so weiterleben und irgendwann seelisch vor die Hunde gehen??
        Hast du deinem Mann deine Situation schon mal so geschildert wie du es hier im Forum schreibst? Wenn ja, was sagt er dazu?

        Wäre eine Eheberatung für euch eine Lösung? U. U. wäre ein unbeteiligter Dritter (Therapeut) für euch eine Lösung, da die Fronten auf beiden Seiten wahrscheinlich schon sehr verhärtet sind.

        Alles Gute

        Nici

        • (3) 11.04.12 - 13:58

          Hallo!
          Nein, ich will mein leben nicht so weiterleben. aber ich habe noch keine Lösung gefunden. ich habe nicht den Mut und die Kraft mich zu trennen, denn irgendwo liebe ich ihn auch, es gibt ja auch gute Tage, wenn sie auch selten geworden sind. Zu einem therapeuten würde er nie gehen und ich bin noch nicht bei einem gewesen, weil wir die letzten 6 jahre in der Schweiz waren und die Kasse den therapeuten nicht gezahlt hat. Er wollte dafür kein Geld ausgeben. Ich habe ihm schon mehrfach alles gesagt und auch geschrieben, was los ist. Er meint, ich soll nicht immer nur meckern und alles negativ sehen. Er stellt alles so hin, als sei es meine Schuld und wenn ich nicht so grieskrämig sei, dann sei doch alles in Ordnung.
          Ichglaube, er hat ein kommisches Bild von Frauen. In seiner Familie früher wurde auch keine Liebe gezeigt, schon gar nicht unter den Eltern. Vater und Mutter haben sich wohl nie in den Arm genommen oder so. Seine ganze Familie ist zerstritten, Eltern geschieden. Aber das ist doch keine entschuldigung für diese Kälte. Unsere Tochter ist 7, auch ihr gegenüber reagiert er immer kälter, zieht die Buben oft vor. Das macht mich so wütend, denn ich sehe, wie die Kleine um eine Umarmung kämpft. Spricht man ihn darauf an, sehe ich nur Hirngespinste.
          Leider kann ich mir erst einen therapeuten suchen, wenn der kleine im KiGa ist, ich kann ihn nicht mitnehmen. Ab September sollte ein Platz frei sein.

          • Also wenn der Kerl so komisch schon zu den kindern ist und eh an nichts mehr Interesse hat, dann würde ich mich fragen ob ich diese Beziehung überhaupt noch weiterführen will. Bist du sicher du liebst ihn oder ist es nur die Angst alleine zu sein und das gewohnte aufzugeben? Was ist es wirklich was dich an ihn glauben läßt das du bleiben willst? Kann er sich vielleicht sogar ändern aber ist Depri krank und schafft es daher nicht? Wenn ers nicht anders kennt ist sicherlich das der Schlüssel. Aber wenn er sogar seine Kinder mit reinzieht ehrlich das würde ich nie dulden!
            Ela

      Ganz ehrlich? Das klingt grauenhaft!!!
      Ich fände es besser, wenn du erst einmal alleine einen Therapeuten aufsuchst.
      Wahrscheinlich würde er sowieso keine Paarberatung wollen.
      Für dich ist es im Moment wichtig, dass du für dich herausfindest, was du möchtest.

      • (6) 11.04.12 - 14:01

        Hallo, ich fühle mich auch grauenhaft - ich möchte gerne zu einem Therapeuten gehen, muss aber erst warten, bis der kleine im kiGa ist. Ich hab ja niemanden, der ihn mir mal abnimmt. Im Notfall eventuell, aber nicht regelmässig. Kenne auch hier noch niemanden, nur die Nachbarin, die selbst 3 Kinder hat und ständig unterwegs ist.

    Dein Mann ist ein gefühlloses Schwein und daran sollst du dich auf keinen Fall gewöhnen. Schön das er sich um die Kinder kümmert, aber hallo bist du eine Puppe die man aus der Ecke holt wenn man mag!
    Ela

    • (8) 11.04.12 - 14:02

      Wenn er mich wenigstens aus der Ecke holen würde, aber wenn ich da sitzen bleibe, dann staube ich da ein.

      • Ist es dieses Leben was du auf Dauer willst? Einstauben und dir wertlos vorkommen? Er war wirklich schon immer so? Was fandest du dann an ihm das ihr zusammen 2 Kinder habt. Ach sorry waren 3. Aber ist auch egal. Auf jeden Fall noch hier die Frage: Wollte er die Kinder ebenfalls?
        Ela

        • (10) 11.04.12 - 20:00

          Nein, er war nicht immer so, sonst hätte ich ihn sicher nicht geheiratet. Die Kinder sind alle gewollt von uns beiden. Mit den Kindern gibt es auch kein Problem, das Problem ist, wie er mich behandelt. Der Respekt wird immer weniger mit den Jahren. So hatte ich mir ein Familienleben nicht vorgestellt. Ich habe mich freiwillig dazu entschlossen zu Hause zu bleiben bei den Kindern und ich mache das auch gerne, aber ich will einfach nicht wie die Putze behandelt werden. Aber es kommt wohl immer anders als man denkt. Es war auch nie geplant ins Ausland zu gehen für 6 Jahre, war spontan um der HarztIV-Falle zu entkommen. Jetzt würde ich gerne wieder arbeiten, einfach um wieder eine Anerkennung zu haben, und sei es etwas ehrenamtliches, da bekommt man wenigstens ein Danke

          • Stimmt, so ein "Job" daheim wird leider oft nicht anerkennt egal wieviel man zu tun hat. Von daher kann ich verstehen, wenn du noch so einen Mann hast, das du einfach noch was machen willst wo man auch sieht was du leistest.

            Hm ihr wolltet beide die Kinder, gut möglicherweise hat er auch einfach unterschätzt welche Arbeit doch auch, bei aller Liebe, mit Kindern zusammen hängt. Hat er zuletzt vielleicht viel STreß gehabt und steht unter Druck ? Oder ist er in seinem Job vielleicht unzufrieden und läßt es daher an dir aus? Würde er gerne zurück nach Deutschland und er ist daher angespannt?
            oder ist ein Teil der Liebe vielleicht einfach verloren gegangen und er sieht das nur noch nicht? 'Denn mal ehrlich so lieblos kann man doch auf Dauer nicht weiterhin zusammen leben.
            Ela

Schwierige Situation.

Normalerweise würde ich raten: geht raus, melde Dich zum xy-Kurs an, bla bla bla.

Mit der ständigen Umzieherei aber kaum umsetzbar.

Andererseits ist die Familie vom Job Deines Mannes abhängig. Ist er denn mit seinem Job und die Situation, ständig umziehen zu müssen, glücklich?

Habt Ihr schon darüber gesprochen, eine "Basis" zu schaffen? Du und die Kinder bleiben an einem Ort, Dein Mann "pendelt", hat immer gerade da ein Zimmer, wo er arbeitet. In meiner Branche machen das viele so.

Wäre das eine Option?

  • (13) 11.04.12 - 19:52

    Hallo, ich hoffe, dass wir jetzt nicht mehr so schnell umziehen. Vor 6 Jahren sind wir wegen dem Job ins Ausland, ich wollte nie weg von zu Hause. Vor 5 Jahren dann sind wir von einer Wohnung in ein Haus gezogen, näher an die Arbeit ran, Arbeitswegverkürzung. Ich war furchtbar sauer, als er anfing sich zu berwerben. Half nix, er war nicht mehr glücklich im Job. Also Jobwechsel, wieder nach Deutschland, leider nicht "nach Hause" sondern immer noch 500 km Distanz. Jetzt ist er hoffentlich ne Zeit lang glücklich im Job. Ich wollte schon ein paar Mal mit den kindern wieder "nach Hause" ziehen, aber es war nicht so einfach vom Ausland aus und es würde definitiv eine Trennung bedeuten, denn da spielt er nicht mit.
    Raus gehen geht noch nicht, ich habe noch niemanden, der mal auf die Kinder aufpasst. Ich werde das wohl wieder alleine machen müssen, wie all die Jahre. War schon ab und an mit Bekannten weg, aber eben nie mit ihm, wir haben uns irgendwie verloren und sind nur noch Eltern. :-(

(14) 11.04.12 - 17:31

Hallo "ohne Respekt",

auch ein Therapeut wird dir nichts anderes sagen als: "Stehen Sie auf und stehen Sie für Ihre Interessen ein."

Du solltest also jetzt für Dich aufstehen:

Mache Deinem Mann klar, dass Du einmal abends für Dich etwas Schönes machen musst. Einmal in der Woche muss drin sein. Sonst ist eure Ehe stark gefährdet.
Gehe schwimmen, in die Sauna, ins Kino, mache einen Tanzkurs... egal was.
Du musst nur mit irgendetwas beginnen.
Vielleicht macht es erst wenig Spaß - aber Du forderst damit etwas für Dich.

Vielleicht kommt er auf Deine Einladung mal mit.... Könnte ja sein.
Damit könnte auch der Weg wieder offen für eine Paarbeziehung sein.

Ob dass sich einer von euch bewegt, stagniert die ganze Beziehung und bleibt so schrecklich, wie Du sie geschildert hast.

Alles Gute
emma

Top Diskussionen anzeigen