Woher weiß man, ob man eine organische oder eine psychische Erkrankung hat?

    • (1) 01.05.12 - 20:38
      rumpelstilzchenshaus

      Meine Frage steht ja schon Oben und ich möchte sie lieber anonym stellen.

      Woher weiß man, also gibt es dafür Anhaltspunkte, dass man eine psychische Krankheit hat und keine organische. Wenn man denn Symptome wie Schwindel etc. hat.

      Ich war bei einigen Ärzten, weil ich oft Probleme habe mit Ohnmachtsgefühlen. Herzrasen. Kribbeln in Armen und Beinen. Aber der Neurologe, bei dem ich zuletzt war, hat nach bloßem Erzählen der Symptome gesagt, dass das nicht vom Gehirn kommt. Er hat zwar nicht gesagt, "dass ich einen an der Waffel habe", aber es wohl im Grunde genommen so gemeint... Er meinte jedenfalls, das wäre kein Schlaganfall und auch keine Epilepsie etc. Woher weiß ein Arzt das so einfach?

      Naja. Ich war auch schon in einem MRT ohne Befund und das EEG war auch ohne Befund. Ebenso ein Röntgenbild beim Orthopäden.

      Meine Probleme sind: Herzrasen, Müdigkeit, Kribbeln in Arm und Bein, teils im Gesicht, Schwindel. Schwankschwindel um genauer zu sein. Und sehr sehr oft Angst, in Ohnmacht zu fallen. Sowohl zu Hause als auch unterwegs. Besonders schlimm ist es, wenn ich das beim Autofahren habe. Schweißnasse Hände und Herzrasen folgen dann natürlich. Oftmals Zittern der Hände. Ich habe immer Kreislauftropfen und Traubenzucker im Gepäck und mein Handy überall dabei.

      Angst bekomme ich erst, sobald ich Symptome feststelle. Woher soll man denn wissen, ob man weiter nach organischen Ursachen suchen muss oder ob man unter Angstattacken leidet oder was weiß ich? Gibt es konkrete Merkmale?

      Hallo,

      hast Du schon mal Deine Schilddrüse testen lassen??

      LG Coffea

    • (5) 01.05.12 - 22:40

      Hallo,

      Ähnliches habe ich durchgemacht, als ich Anfang 20 war.

      Die erste Panikattacke hatte ich mitten im Supermarkt. Ohmachtsgefühl. Herzrasen. Pure Panik! Ich habe eine Frau gebeten, irgendwas zu machen, da ich das Gefühl habe, gleich ohnmächtig zu werden. Die Frau, sichtlich bemüht, hat mir sanft ins Gesicht gehauen und ich kam zu mir. Bin zur Obstabteilung gegangen und habe mir eine Banane geöffnet. Da habe ich noch gedacht, das hätte was mit meiner mangelhaften Ernährung zu tun.

      Die Attacken blieben nicht aus. Jeden Tag habe ich mehrmals diese Anfälle. Immer nach dem selben Muster. Die Welt zoomt sich weg, daraufhin Herzrasen, weil dieses Gefühl so beängstigend ist und dann die pure Panik umzukippen.

      Ich konnte ab diesem Zeitpunkt nicht mehr allein sein. Bin zum Arzt. Der uncharmante Kerl sagte zu mir:"Das werden sie nie mehr los. Das ist psychisch. Das wird sie ihr Leben lang begleiten. Typische Hausfrauenkrankheit. Das ist der Grund, warum sie ab 40 alle tablettensüchtig sind." #schock

      Das klingt hart, hat mich erst beunruhigt und dann beruhigt. Ich wusste jetzt zumindest, es lag an mir. Ursachenforschung. Ich fühlte mich nämlich gar nicht belastet in der Zeit. Mit einer Johanniskrautkur, viel Gesellschaft ( brauchte Aufpasser ) und mit einem starken Willen verbot ich mir "einfach" ohnmächtig zu werden. Es hat auch geklappt. Nach einigen Monaten war der Spuk vorbei. Und jedes Mal, wenn ich es später unterschwellig "anfliegen" merkte, startete im Kopf mein Mantra "Es ist nichts! Nur Einbildung! Reiß dich zusammen!" und weiter gings. Jetzt habe ich das über 10 Jahre nicht mehr und ich bin kein überfordertes Hausfrauenopfer! :-p

      Und zurückblickend war ich doch sehr stark psyisch belastet zu dem Zeitunkt und ich glaube, ich konnte nur "krank" werden, weil ich es zu diesem Zeitpunkt einfach nicht bewusst gesehen habe, es somit auch nicht aktiv verarbeiten konnte.

      Gibt es Dinge, die dich unterbewusst belasten? Die du vielleicht sogar ignorierst? Google wirft viele Treffer aus zu der Thematik. Und am besten, du schaust dich mal nach einem Therapeuten um. Man muss da nämlich nicht alleine durch. Sei stark und habe keine Angst vor der Angst!

      Alles Gute #blume

      (6) 01.05.12 - 22:50

      Hallo,

      2008 hatte ich einen Ärztemaraton hinter mir...

      Und ja deine Symptome kommen mir sehr bekannt vor.

      Ich wollte nicht wahr haben das es nicht organisch ist..

      Ein Buch könnte ich davon schreiben!

      Ich habe mich auf den Kopf stellen lassen habe mich freiwillig ins Krankenhaus einweisen lassen...heute weiß ich das es die Psyche war ..damals nicht!

      Ich war der Verzweiflung nahe weil ich immer dachte warum nimmt mich niemand ernst..es muss einfach organisch sein..
      Es war wie in einem Alptraum
      Heute geht es mir besser bin auch in Therapie...
      lg Mel

    • ich bin mir eigentlich sicher dass es sich um eine psychische krankheit handelt. ich bin da selbst mit behaftet und habe anfangs auch erstmal alles andere ausschliessen lassen und es hat arg lange gedauert bis ich akzeptiert habe dass es was psychisches ist. viel zu lange. lange rede kurzer sinn, nach monatelangen klinik- und rehaaufenthalten (die ich mir hätte ersparen können wenn ich den medizienern gleich übern weg getraut hätte) habe ich viele psychisch kranke kennengelernt und die meisten haben berichtet dass sie erst dachten sie hätten was körperliches und haben zich untersuchungen mitgemacht. kann dir nur einen gutgemeinten ratschlag geben: nimm die hilfe deines neurolgen an und such dir ganz schnell einen therapieplatz bei einer psychologin und wenns sein muss nimm ruhig vorrübergehend paar medikamente ein. es ist ein prozess durch den du durch musst. heut zu tage sind psychische krankheiten nichts schilmmes und gut behandelbar, man muss sich nur drauf einlassen.
      alles gute !
      #winke

      (8) 02.05.12 - 02:12

      Du solltest dich um eine Therapie bemühen.
      So ganz verstehe ich dich aber nicht, du musst doch wissen, ob in deinem Leben alles in richtigen Bahnen läuft, oder ob es Dinge gibt oder gab, die du verdrängst, die dich bedrücken, traurig machen oder unter denen du leidest.
      Solche Störungen kommen nicht von allein.
      Deine Seele muss schon sehr überlastet sein, dass sie dir solche Symptome schickt, wie du sie beschrieben hast.

      la0 dich auf schildrüse untersuchn...hatte damals auch sämtliche syntome....erst als ich ne fehlgeburt hatte haben die erst rausgefunden das es an der sd lag

      la0 dich auf schildrüse untersuchn...hatte damals auch sämtliche syntome....erst als ich ne fehlgeburt hatte haben die erst rausgefunden das es an der sd lag

      kg

      Schau mal hier:

      http://de.wikipedia.org/wiki/Panikattacke

      Erkennst du dich wieder?

      Selbst wenn das psychisch ist... Du hast keinen an der Waffel.
      Es ist wichtig, dass Du DAS begreifst, sonst wirst Du Dich auch gegen evtl. psychische Hilfe u.U. sperren.
      Der Körper wird krank, die Seele wird krank.

      Manchmal braucht man Hilfe, das ist alles.

      Ich würde Dir raten, Dich einmal organisch von Kopf bis Fuß durchchecken zu lassen.
      Das Kribbeln würd ich u.U. abspalten, denn der Rest klingt tatsächlich nach Angststörung mit Panikattacken oder Panikstörung.
      Das kann man therapeutisch aber auch relativ gut in Angriff nehmen.

      Wenn das Kribbeln ausschließlich im Zusammenhang mit den anderen Symptomen auftritt, dann gehört es vermutlich dazu. Wenn das auch einzeln auftriff, würd ich da noch bisschen dranbleiben. Das kann auch mit den Nerven oder mit der Durchblutung zu tun haben.

      Alles Liebe!
      Cora

      Gibt es zufällig neue Erkenntnisse zu dem Thema? Ich habe genau die gleichen Probleme wie rumpelstilzchenshaus und bisher konnte mir noch kein Arzt usw. weiterhelfen.

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