Mann kämpft mit unfairen Mitteln betr. Scheidung/Kind

    • (1) 14.05.12 - 17:36
      hilfegesucht

      Hallo,

      ich bin gerade recht durcheinander.

      Auf den Wunsch meines Schwagers hin leben meine Schwester und er derzeit in Trennung, aber im gemeinsamen Haus. Es gibt einen Sohn, 13 Jahre alt. Der Sohn war immer ein "Mamakind". Er befindet sich derzeit in der Pubertät. Im Gegensatz zu "früher", unternimmt der Vater plötzlich sehr sehr viel mit dem Jungen, es wird gemeinsam Sport gemacht, mann fährt zusammen weg, geht ins Kino, frühstücken usw. Dies ungefähr seit letzten Sommer - wir denken, dass das der Zeitpunkt war, an dem mein Schwager, zu dem ich immer ein gutes Verhältnis hatte, sich zur Trennung entschlossen hat. Gesagt hat er aber erst was Anfang des Jahres. Die wahrscheinlich üblichen "Streitereien" setzten ein, Papiere mussten erst lange gesucht werden, meine Schwester bekam gesagt, sie solle möglichst bald aus seinem Haus ausziehen. Sie hatte von Anfang an Angst, dass das Kind nicht zu ihr kommen wollen könnte. Wir sahen diese Gefahr garnicht. Beide haben einen eigenen ANwalt. Ihr Anwalt schrieb ihm nun, wie er den Unterhalt festgesetzt habe. Mein Schwager sagte dazu nur: "Für das Kind bekommst du keinen Cent." Das war letzte Woche. Meine Schwester sagte, bei ihr müsse der Hauptwohnsitz des Kindes sein, sonst bekäme sie nur eine kleine Wohnung bewilligt. Sie ist Geringverdienerin. Daraufhin hat er gleich beim Amt angerufen und danach "behauptet", es reiche, wenn das Kind zu 30% bei ihr wohnen würde. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Heute hat ihr Mann gesagt, das Kind habe am WE um ein Gespräch mit ihm gebeten: er möchte mehr bei Papa bleiben als bei Mama. Das Kind habe von "60 und 40%" gesprochen. Dies "fühlt" sich für mich nicht so an, als sei es auf dem Haufen des Kindes gewachsen, sondern eher nach Suggestion. Meine Schwester ist natürlich völlig fertig. Das Kind habe zum Vater gesagt, es wolle aber heute auf keine Fall von der Mutter darauf angesprochen werden. Der Vater erlaubt derzeit alles, stundenlanges Spielen am PC, Hausaufgaben weglassen oder nur flüchtig machen, keine festen Schlafensregeln, Ansagen meiner Schwester werden als spießig abgetan, dies auch dem Kind gesagt mit der Folge, dass das Kind sagt, die Mutter würde nur noch nerven. Ich habe den Eindruck, dass mein Schwager gezielt Sprüche und Wahrheiten oder Unwahrheiten einsetzt, um meine Schwester, die nicht sehr stabil ist, umzunieten. So habe das Kind z. B. auch gesagt, es wolle nicht mehr zu unseren Eltern, da würde er "fertiggemacht". Bisher ist er sehr gerne dahingegangen. Zur Wahrheit muss ich aber sagen, dass meine Eltern viell. wirklich den ein oder anderen Satz gesagt haben könnten. Aber von Fertigmachen kann da keine REde sein.

      Ich habe keine Ahnung, was zu tun ist, aber so geht das doch nicht. Sie hätte gern meine Hilfe, wir sind aber bei der Annahme, wenn ich mich da z. B. als "Gesprächsbeisitzer" einmische, dann wird sich das mein Schwager mit aller Vehemenz verbitten.

      Welche Möglichkeiten hat sie, was kann getan werden?

      VG
      XXX

      • Sie soll dringend (!!) zum Jugendamt gehen und sich informieren. Ausserdem müsste doch der Anwalt etwas zum Thema Umgang/Umgangsrecht usw. sagen können, wenn sie anscheinend schon den Unterhalt geregelt haben?

        Sie zieht nicht aus, weil er sie unter Druck setzt und sie Angst hat, das Kind zu verlieren?

        lg c

        • Hallo.

          Ans Jugendamt hab ich überhaupt nicht gedacht. Ob man damit nicht ein "Riesenfass" aufmacht? Ich habe soeben mit ihr telefoniert, wir haben eine Liste gemacht, was sie den Anwalt morgen telefonisch alles fragen soll/will.

          Sie zieht deshalb noch nicht aus, weil der Unterhalt gerade letzte Woche berechnet wurde, der Schwager ja eh sagt, fürs Kind zahl er nicht und sie somit nicht weiß, wieviel Miete sie überhaupt bezahlen kann. Wie soll man das dann machen?

          Das Kind hat heute gerade eben tatsächlich gesagt, dass es beim Papa bleiben will, weil es da schöner und entspannter ist....

          • Das Fass ist schon auf. Mit 13 hat das Kind tatsächlich ein Wörtchen mitzureden, wenn keine Gefärdung besteht, kann er durchaus beim Vater wohnen bleiben. Aber dann sollte sie auch schnellstens zum Amt, um den Umgang zu regeln. Auf keinen Fall darf sie sich mit dem Kind oder dem Unterhalt erpressen lassen. Seine Idee für das Kind nicht zu zahlen, ist Schwachsinn, denn er ist unterhaltsverpflichtet egal wo das Kind wohnt. Die Mutter übrigens auch ;-)

            lg c

      Nicht Deine Hilfe braucht Deine Schwester, sondern die eines Familienanwaltes und die des Jugendamtes.

      Sie soll sich beim Jugendamt beraten lassen.

      außerdem soll sie sich überlegen ob ein wechselmodell mit 50:50 in frage kommen würde. ob das für das kind passen würde müsste man dann gesondert überlegen.

      außerdem soll sie schauen dass sie so schnell wie möglich finanziell auf die beine kommt. warum ist sie geringverdienerin? teilzeitarbeit?

      alles gute!

      • (7) 14.05.12 - 21:38

        Hallo!

        Das 50:50 Modell hatten beide zuerst "ausgemacht". Warum der Schwager nun auf ein anderes Modell aus ist, weiß ich natürlich nicht, aber wir vermuten finanzielle Interessen. Dann hätte er auf jeden Fall Kindesunterhalt zahlen müssen.

        Zum Job: sie versucht seit Jahren, einen "guten" Job zu bekommen. Doch leider ist sie im Einzelhandel "gelernt" vor vielen vielen Jahren, das ist echt schwierig. Sie hat außerdem die ganzen Jahre das Kind "betreut", also konnte nur in Teilzeit arbeiten, manchmal per Steuerkarte, manchmal auch nur 400 Euro-Job und immer nur so tolle Firmen wie Kik und so. Das sind wirkliche Ausbeuter. Und sie wäre echt ein Gewinn für jeden seriösen Arbeitgeber, aber so gehts ja vielen Frauen. Derzeit hat sie einen Knochenjob für 6,00 die Stunde!!!

        Ach, ist das alles schwierig.

        Was soll denn das Jugendamt dabei tun? Wie ich gerade schon anders geantwortet habe, hat das Kind heut tatsächlich gesagt, es bleibe lieber hauptsächlich beim Vater, weils da schöner und entspannter sei....

        • Tja,
          wenn das Kind doch zum KV will, warum klammert sich die Mutter so dran?
          Ist sie auch eine Verfechterin der Theorie "Ein Kind gehört zur Mutter und sonst zu niemandem !"?.
          Ohne Kind hat sie dann auch keine Einschränkungen mehr bezüglich ihres Jobs - was es ihr ja vielleicht einfacher macht.

          Es kann schon sein das der KV sehr gut informiert ist und - zurecht - vermeiden will das hier ein Wechselmodell zu seinen Lasten entsteht, bei dem er zwar dass Kind zu 50% betreut, aber er zu 200% Unterhalt zahlt (einmal den vollen Unterhalt an die KM, einmal die Kosten die das Kind ja bei ihm auch verursacht - und logischer weise müssen die genau so hoch sein wie der KU).
          Leider werden informierte Väter von unserer Justiz zu solchen Aktionen gezwungen.

          • (9) 15.05.12 - 11:09

            Manche Antworten machen mich hier im Forum einfach sprachlos. Dir scheint schon viel Schlechtes wiederfahren zu sein. Deine Antwort verdreht die geschilderte Sachlage. Soll das eine Provokation sein?

            • (10) 15.05.12 - 13:46

              Wieso verdreht seine/ihre Antwort die komplette Sachlage?

              Der Junge sagt selber er würde lieber beim Vater bleiben, er möchte nicht mehr zu den Großeltern, weil diese ihn bequatschen und nerven (was du ja zugegeben hast)
              Wo wird hier also die Sachlage verdreht?
              Das der Vater plötzlich mehr mit dem Jungen macht wie früher liegt sicher daran weil er in bei sich haben möchte, was ist daran falsch?

              Klar ich kann deine Schwester verstehen und ja ich würde hach durchdrehen, wenn meine Kinder beim Vater würden leben wollen, ich wäre totunglülich! Aber deine Antwort auf die obrige Antwort verstehe ich nicht?

              • (11) 15.05.12 - 14:25

                Hallo!

                Ich finde es nicht richtig, dass hier als Antwort kommt, dass sie froh sein soll, kein Kind mehr "zu haben", weil sie dann mal so richtig und am besten in Vollzeit arbeiten kann. Es gibt tatsächlich Frauen, die ihre Lebensaufgabe nicht hauptsächlich im Geldverdienen und Karrieremachen sehen, sondern sich eben - wie hier - bewußt für ein Kind und ein Leben als Mama, Halbhausfrau und Halbberufstätiger entschieden haben.

                Was ich daran falsch finde, dass der Mann sich jetzt auf einmal kümmert. Das kann ich dir sagen. Er hat sich 11 Jahre nicht um sein Kind gekümmert. Meine Schwester hatte überall den Spitznamen "die verheiratete Alleinerziehende" - und das nicht ohne Grund. Familienfeiern: keine Lust, zu müde, kaputt. Unternehmungen: keine Lust, dauert zu lang, will nicht. Arzt/Schultermine: keine Lust, keine Zeit, was weiß ich. 11 Jahre lang. Und jetzt ist das Kind selbstständig, braucht nicht mehr ständige Betüttelung, da kann ich mich ja anstrengen, biete dem Kind jetzt alles mögliche, das Kind bleibt dann bei mir und zack spar ich unterhaltsmäßig viel Geld.

                Das ist das, was ich so falsch daran finde. Sollte ich mich täuschen, dann werde ich es eingestehen, aber ich bin mir sicher, wenn der ganze Zirkus irgendwann vorbei ist, hat es sich mit den tollen Vatergefühlen auch erledigt.

                Und warum sagt der Junge das plötzlich? Ist doch klar. Der Vater, der nie "da" war, ist plötzlich überall präsent. Mit tollen Freizeitsachen, mit vielen Erlaubnissen, kaum Verboten und mit "Hey, wir haben ein Geheimnis, erzähle das der Mama nicht." Prima. Und meine Schwester versucht irgendwie die Erziehungsregeln aufrecht zu erhalten und hat nur noch Mecker mit dem Kind. Na, wo findet er das wohl jetzt toller?

                • (12) 15.05.12 - 16:00

                  "Ohne Kind hat sie dann auch keine Einschränkungen mehr bezüglich ihres Jobs - was es ihr ja vielleicht einfacher macht."

                  Aus diesem Satz lese ich in keinster Weise heraus, dass sie sich freuen soll kein Kind mehr zu haben?? Hier wurde lediglich erwähnt, dass sie dann wohl besser einen Job findet und einen Job wird sie ja nun wohl oder übel brauchen, und das egal ob der Junge bei ihr bleibt oder beim Vater, denn sie will doch nicht vom Ex Mann abhängig sein, oder?

                  Auch sehe ich nicht alle Frauen, die neben der Kindererziehung arbeiten, als Karrieregeil oder Geldgeil an, es ist nun mal heute einfach so dass die Frau meistens, zumindest Teilzeit, mitarbeiten muss. Spätestens aber wenn die Ehepaare sich scheiden lassen, muss die Frau wieder arbeiten gehen, ist leider so, aber man kann auch nicht erwarten, dass der Mann so viel Unterhalt zahlt, dass die Frau locker zu Hause bleiben kann.
                  Ich wollte von meinen Mann nie Unterhalt für mich, ich wollte unabhängig von ihm sein, war also immer schon, trotz Kinder Halbtags arbeiten.
                  Ich liebe meine Kinder und Wünsche mir manchmal auch, nur mal Hausfrau und Mutter zu sein, aber es geht eben nicht so einfach.

                  Wenn der Papa früher immer so war, dass er sich nicht gekümmert hat, dann wirdder Sohn das bald merken und will vielleicht lieber wieder zur Mutter?!
                  Komisch ist, wenn er sich, so wie du schreibst NIE gekümmert hat, wie kommt s das er dann trotzdem lieber zum Vater möchte? Ich meine nur weil er dort plötzlich einiges mehr darf, kann doch nicht der Ausschlag sein, dass er zur Mutter gar nicht mehr will.
                  Sie sollte mal in Ruhe, ohne Vater mit ihrem Sohn reden, wer weiß was der Vater dem Jungen alles für Lügen auftischt?
                  Und da wäre es mir auch egal, wenn der Vater meint, dass der Junge gerade nicht darüber reden möchte. Ich meine 13 Jahre lang war SIE die Hauptperson, plötzlich ist sie abgeschrieben?

                  Mir tut das wirklich leid und solche Männer (Frauen aber auch) habe ich gefressen! Aber irgendwas läuft da gerde ziemlich falsch.

    ich denke auch, das fass ist schon längst auf...spätestens in 6 monaten rebelliert dann der liebe sohnemann auch gegen seinen Vater (es geht doch grad erst los)
    spätestens wenn die Schule merkt, dass die Regeln was locker sind und druck macht wird sich nochmal die Gelegenheit bieten, das Jugendamt einzuschalten...

    Den Jungen (garantiert kein KIND mehr) zur Mutter zu zwingen halte ich für falsch...

    und ich würde glaube ich auch keinen Vermittler aus der Familie meines Mannes dazuziehen wollen...geht ja immer um Objektivität :-)
    viel glück für deine Schwester

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