Finanzielle Aufteilung nach Geburt - er "spürt" sein Kind überhaupt nicht!

    • (1) 20.05.12 - 21:14
      gerecht?

      Hallo!

      Kurz zu uns: Ich lebe mit meinem Partner und meiner großen Tochter gemeinsam in einem gemieteten Haus. Vor 3 Monaten wurde unser gemeinsames Kind geboren. Ich ging vor der Geburt halbtags arbeiten.

      Wir hatten es finanziell folgendermaßen aufgeteilt: Er zahlt die Miete und das Heizöl, ich Wasser, Strom, Lebenshaltungskosten. Soweit so gut. Nur: Ich bin nun in Elternzeit und habe somit eine "Gehaltseinbuße" von über 25%. Ich kann unser Kind leider nicht stillen, so dass im Monat auch einiges zusammenkommt was das Milchpulver, Windeln, usw. angeht. Er hat für sein Kind noch NIE auch nur irgendetwas gekauft (eben auch weil ich immer einkaufen gehe).

      Er hat bis vor kurzem noch wenig verdient, nun durch einen glücklichen Zufall einiges mehr (1500€ / Woche ist keine Seltenheit - für mich ein "Vermögen"). Aber: Ich habe da überhaupt nichts davon, weil unsere Aufteilung ist wie sie ist. Findet ihr das so gerecht? Immerhin kann er auch nur so viel arbeiten gehen weil ich ihm den Rücken freihalte indem ich zu Hause bleibe und UNSERE (er betont immer, dass er für mein großes Kind auch der Vater ist / sein will) Kinder betreue.

      Wie ist das bei euch?

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      • Wir haben ein gemeinsames Konto, sämtliche Einnahmen kommen auf das Konto. Alle Ausgaben werden davon bestritten, es gibt kein "mein Geld/dein Geld".

        Ich fände es absolut logisch, dass nun, da sich eure Einkommensverhältnisse geändert haben, neue Abmachungen getroffen werden. Hast du denn mit deinem Partner geredet?

        Wenn er uneinsichtig ist, kann sich der Gang zur Budgeberatung lohnen.

        • (3) 20.05.12 - 22:29

          Was ist eine Budgetberatung??

          Wir haben kein gemeinsames Konto weil wir das beide nicht wollen. Er hat damit auch schon schlechte Erfahrungen gemacht mit einer Frau alle Einnahmen zu teilen ("sie hat alles ausgegeben"). Aber ich finde schon, dass unsere Ausgangssituation nun anders ist, wir sind ja Familie - und es ist eben auch sein Kind!

          • Nur ein gemeinsames Konto find ich auch nicht so toll - wir haben ein gemeinsames Haushaltskonto auf das unseren Verdienstverhaeltnissen entsprechend eingezahlt wird, und dazu unsere privaten Konten.

            Damit kann man gerechter Kosten aufteilen und spart sich den ganzen Krampf wer die Miete und wer den Wocheneinkauf zahlt.

            Die monatlichen Ausgaben werden zusammengerechnet, ein kleines Polster fuer unvorhergesehenes dazu, und dann wird dementsprechend aufgeteilt, wer wieviel einzahlt.

      (5) 20.05.12 - 21:24

      Wieso klärt man sowas nicht bevor man Kinder in die Welt setzt und heiratet?

      Ich werde das wohl nie verstehen...#augen#augen#augen

      Bei Veränderungen der Lebenslagen muss man bei so einem Modell regelmässig über die Bücher. Ihr hättet das schon vor der Geburt machen müssen und eben nochmals, nachdem offensichtlich war, dass du nicht stillst.

      Ich denke, wenn man die Kosten nach Lohn aufteilt, anstatt alles zusammen fliessen zu lassen, wäre die anteilige Bezahlung prozentual nach Verdienst eher gerecht, aber ihr könnt nur eine Lösung finden, in dem du mit deinem Mann kommunizierst und ganz ehrlich: sollte man mit einem Partner, mit dem man ein Kind bekommt so etwas nicht selber besprechen können, anstatt in einem Forum Beistand für die eigene Unzufriedenheit zu holen?

      • (7) 20.05.12 - 22:31

        Ich möchte mir hier erst einmal Input holen ob mein Gefühl, dass es nicht gerecht ist "gerechtfertigt" ist! Ich weiß nicht ob ich das falsch sehe, darum frage ich hier nach!

    hallo,

    mir ist so etwas fremd. wir hatten nach der ehe auch sofort ein gemeinsames konto. vorher hat mein mann aber auch schon mehr als ich bezahlt, da er auch ein wesentlich höheres gehalt hatte als ich. ich stell mir das ganze bei euch ganz schön kompliziert vor...

    red doch mal mit deinem mann. wie stellt er sich das denn vor, du bleibst ja aus gutem grund zu hause!?

    ich wundere mich echt über so manche fragen hier... findet denn keine komunikation daheim statt? bevor ich fremde leute nach ihrer meinung frage, versuch ich das erstmal intern zu regeln. was sagt er denn? findet er die aufteilung richtig so? wie wir das findet hilft di nicht wirklich weiter...

    lg

    • (9) 20.05.12 - 22:32

      Er findet die Aufteilung wohl richtig so, ja. Bis vor kurzem konnte er auch noch nicht anders, da er einfach zu wenig verdient und Altlasten hat. Nun sieht das aber eben anders aus.... Als ich ihm sagte, dass er theoretisch sogar mir unterhaltspflichtig ist lachte er nur... :-(

(10) 20.05.12 - 21:38

Ob wir das jetzt gerecht finden oder nicht, ist doch total egal. Du findest es doof und darum geht's doch!

Was sagt er denn dazu?

  • (11) 20.05.12 - 22:33

    Er findet es okay. Bzw. als ich ihm sagte, dass ich nicht weiß wie ich das alles zahlen soll kam nur "das schaffen wir schon". Aber kein konkreter Vorschlag. Und ich weiß auch nicht was ich da konkret vorschlagen soll. Soll er mir monatlich was für die Haushaltskasse geben oder wie???

    • (12) 20.05.12 - 22:40

      Also wenn ihr das so strikt trennen wollt: JA!
      Sag ihm, was DU fuer Ausgaben hast und was DU an Geld fuer EUER Kind benøtigst und dann soll er sehen, dass er die Kosten anteilig, wenn nicht sogar gænzlig uebernimmt.
      Wo ist denn da das Problem!?
      Klar macht er sich keine grossartigen Gedanken drum, wenns doch auch so læuft ;-)

      (13) 21.05.12 - 08:57

      "Aber kein konkreter Vorschlag. Und ich weiß auch nicht was ich da konkret vorschlagen soll."

      Rechne (!) ihm erst mal vor, was sich verändert hat, statt nur allgemeine Unzufriedenheit zu äußern, und schlag dann konkret vor, was Du für fair halten würdest.

      Ich persönlich finde es fair, wenn (wie auch immer die Rollenverteilung grade ist) beide Partner gleich viel "Taschengeld" und Freizeit haben und wenn die Ersparnisse auch für beide sind. Wie Du richtig sagst, ohne Dein "Rückenfreihalten" könnte er seinen Verdienst ja nicht erzielen.

Moin,

bei uns kommt alles in einen Topf und wird dann "umverteilt".

LG dore

  • (15) 20.05.12 - 22:34

    Das möchte er nicht, da er schlechte Erfahrungen mit einer Ex gemacht hat.

    Und ich bin eigentlich auch froh, wenn ich eigenes Geld für mich habe!

    • Hallo,

      ich habe doch Geld für mich! Wir gehören zu den Leuten die diverse Konten haben und eines davon ist meines auf das jeden Monat mein Geld überwiesen wird.

      Im Moment bin ich in Elternzeit und wen ich wieder arbeiten gehe dann kommt das Geld mit in den Topf und wir überlegen welche Konten dann in welcher "Höhe" Geld überwiesen bekommt.

      LG dore

(17) 20.05.12 - 22:12

Bei uns war es so: Alles in eine Kasse und ich habe es verwaltet.

Von diesen seltsamen Aufteilungen halte ich gar nichts. Und schon gar nichts davon, dass die betreuende Mutter den Einkommensverlust allein auffangen soll. Was ist daran noch partnerschaftlich?

  • (18) 20.05.12 - 22:35

    Eben.. Wenn ich "sehr überspitzt formuliert" nicht SEIN Kind betreuen und ihm somit das Arbeiten ermöglichen würde könnte ich ja auch arbeiten gehen und mir eben wieder mein normales Geld verdienen... :-(
    Aber was konkret soll ich denn von ihm fordern? Bin da überfordert!

    • Wenn schon getrennte Kassen, dann soll jeder nach seinem Einkommen anteilig bezahlen.

      Oder er ersetzt dir deinen Verdienstausfall zur Hälfte in bar, was ich aber auch eher bescheuert fände.

Hallo,

alles was reinkommt ist Familieneinkommen, bei uns wird nicht aufgerechnet.

Wir haben nur gemeinsame Konten, größere Ausgaben werden vorher besprochen, alltägliches wie der Wocheneinkauf, Friseur, Klamotten nicht.

Ich denke, bei euch ist dringend ein klärendes Gespräch fällig - egal, wie man die Finanzen regelt, mit einer Vereinbarung sollten beide Partner zufrieden sein.

VG

Hallo,

Da hilft nur genaues Nachrechnen.

Wenn ihr nämlich getrennte Kassen habt, dann kannst Du von im nach der Düsseldorfer Tabelle Unterhalt für Dich und das Kind verlangen. Der Unterhalt für Dich steht Dir wenn ihr nicht verheiratet seid ein Jahr lang zu, und wenn ihr verheiratet seid, bis das Kind in die Kita geht und Dir somit eine Erwerbstätigkeit möglich ist.

Teilweise kommt er möglicherweise seiner Unterhaltspflicht nach, indem er Euch sozusagen freies Wohnen gewährt. Das müsstest Du genauer nachrechnen, ob das die sonstigen Lebenshaltungskosten aufwiegt, in diesem Fall wäre es nicht als Nachkommen der Unterhaltspflicht zu rechnen.

Um das genau zu berechnen, müsstest Du die Einnahmen und Ausgaben genau verfolgen und dokumentieren.

Du könntest auch zu einer/m Anwalt/in für Familienrecht gehen und das ausrechnen lassen.

Das würde ich allerdings nur machen, wenn er definitiv nicht mit sich reden lässt. Zuerst kommt ja immer noch die Kommunikation, ne?;-)

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