ratlos ,kraftlos aber will ihn nicht aufgeben.

    • (1) 23.05.12 - 14:07
      so anstrengend

      hallo.
      Ich bin nicht so der mensch der seine probleme in die öffentlichkeit trägt. Bin immer in meinem stillen kämmerlein.

      ich schreib einfach mal drauf los.

      mein freund und ich haben in letzter zeit viel stress. Ich bin bald im 6 monat schwanger. Ich freue mich aufs kind. Er nicht. Ok, zu anfang schon. Nun haben wir finanzielle probleme. Ich habe jetzt für nächsten monat einen vorschlag gemacht wie wir am besten mit dem geld haushalten . Ich glaube daran das wir das hinkriegen. Er redet alles schlecht.

      Ich ertrag dieses auf und ab einfach nicht mehr.

      Immer ist irgendetwas. Ich versuche ihn aufzumuntern, mache ihm klar das er nicht alleine mit dem problem dasteht. Aber das interesseirt ihn nicht oder er überhört es.

      Ich kämpfe und versuche kraft aufzubringen, aber ich kann seine launen nicht mehr auffangen. Wenn wieder geld da ist, dann ist alles wie weggeblasen bei ihm. Dann ist nicht alles mist und die sonne scheint wieder.

      Und dann kommt irgendwann wieder ein tief und die beziehung ist mist und überhaupt. Wenn das kind da ist wird das ja alles nur noch schlimmer.

      Ich versuche verständnis aufzubringen. Suche nach einer lösung und versuche ihn aufzumuntern . Aber es bringt nichts. Leider hat er depressive schübe. Therapiesitzungen etc hatte er schon.

      Das auf und ab ist für mich einfach unerträglich. Ich denke sogar darüber nach das eine trennung besser wäre. Er hat dann mich und das kind nicht mehr im rücken , ich habe dann die kraft für mich alleine und für das kind.

      Das problem ist die liebe. Ich liebe ihn sehr. Ich möchte ihn und uns nicht einfach aufgeben. aber soll ich seine aufs und ab einfach ignorieren ? das kann ich kaum. Zudem gibt er mir, wenn er im tief ist immer das gefühl mich nicht zu lieben, weil ihm eh alles egal ist. Nette worte sind mangelware.

      Ich weiß nicht genau was ich machen soll .

      Ich will ihn nicht verlieren. Und doch denk ich an trennung.

      • Angehörigen von Depressiven haben ein schweres Päckchen zu tragen. Du solltest dir auch psychologische Hilfe suchen um zu lernen, wie du damit umgehen sollst...

        LG

        Wie äußert er sich denn zu dem Ganzen?

        Generell glaube ich, ist eine Trennung manchmal besser, als auf biegen und brechen zu versuchen, dass es doch irgendwie läuft.
        ANDERERSEITS befindet ihr euch gerade in einer Ausnahmesituation! Du schwanger, ihr finanzielle Sorgen.

        Ich glaube, wichtig ist es, dass ihr redet, damit er weiß, wie du die Lage empfindest und du aber auch weißt, was in seinem Kopf los ist. Wenn es finanziell nicht läuft, IST das belastend und vielleicht empfindet er dies einfach als größere Last, als du es tust.

        Ein weiteres Problem ist natürlich sein gesundheitliches Problem. Vielleicht würde es dir helfen, dir Hilfe zu suchen (welch Satz!). Depressivität des Partners kann sehr belastend sein und vielleicht wäre es gut, wenn dir Wege aufgezeigt werden, besser damit umgehen zu können!

        LG

        (4) 23.05.12 - 14:31

        wenn er in seinem "loch" steckt, hat er an nichts freude. Alles redet er dann schlecht. Wirklich alles. Er weiß nicht wieso er noch auf erden ist. Das sind alarmglocken die schrillen. Ich überlege ganz stark ihn zu einer gesprächstherapie zu schicken. Das er das wieder in anspruch nimmt.

        Wie gesagt, ich liebe ihn sehr, aber meine kraft ist zur zeit begrenzt.

      • Es ist kein einfaches Nüsschen da, was du zu knacken versuchst.

        Wie die Sonne schon geschrieben hat, such dir Hilfe, damit du lernst mit solchen Situationen umzugehen. Und denke in erster Linie an dich und das Kind.

        Warum macht er keine weitere Therapie?

        • (6) 23.05.12 - 14:55
          so anstrengend

          mal darauf angesprochen hat er gesagt, dass es nichts bringen würde. Das war vor meiner zeit. Er hat halt immer irgendwas. Jetzt ist es das geld und wenn wieder was da ist, dann ist es etwas anderes . Dann bin ich es zb dann passt ihm was an mir nicht usw usw.

          Dann wiederrum kann er sich ganz toll für dinge begeistern. Er steckt immer in extreme.

          Ich möchte versuchen ihm zu helfen aber wer hilft mir ?

          Ich glaube so eine therapie wäre einfach das beste und das auch ich mir rat und hilfe suche.

          • Du, es gibt auch so Selbsthilfegruppen für Angehörige depressiver Menschen, vielleicht wäre dies ein einfacherer, und schneller durchzuführender Schritt, als einen Therapieplatz zu bekommen!?

            Such dir Unterstützung. Wenn du deinen Mann liebst und die Beziehung noch möchtest, bleib "dran" aber verausgab dich nicht. Die Gruppen und im Verlauf evtl auch eine Therapie können dir Wege aufzeigen, wie du mit den Stimmungsschwankungen des Partners umgehen kannst!

            Und wie oben schon erwähnt, rede mit deinem Mann!!

            Ja, ich denke auch, die Therapie ist in dem Fall das Beste....für dich als Angehörige und für ihn als Betroffene.

            Du bist kein Therapeut. Du kannst ihm nur Wege zeigen und für ihn da sein, ihm zuhören......den Rest muss er selber machen, so hart es auch klingen mag.

            Alles Gute.

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