wie sehr "kümmern" sich eure Männer um euch?

    • (1) 29.05.12 - 19:02
      heuteinschwarz

      Hallo,

      Frage steht oben. Mit "kümmern" meine ich, wie sehr zeigen eure Männer euch, dass sie sich um euch sorgen. Wie ernst nehmen sie euch? Welche Gespräche führen sie mit euch?

      Mein Problem ist, dass mein Mann in einer ziemlich eigenen Welt lebt und das zunehmend unsere Ehe belastet. Jedesmal wenn Freunde bei uns zu Besuch sind, und die Männer schützend die Arme um die Schultern der Frau legen oder der Mann meiner Freundin sie mal fragt, ob sie friert oder ähnliches, schnürt es mir regelrecht den Hals ab. Mein Mann macht so etwas nie. Er "sorgt" sich nie um mich oder meine Gesundheit. Das belastet mich insbesondere deswegen, weil ich wegen Depressionen in Therapie bin. Ja, er steht zu mir usw., aber mehr auch nicht. Er führt ein eigenes Leben und fragt nie wie es mir geht, oder macht sich überhaupt Gedanken mal um mich ob es mir gut geht usw.. Ist schwer zu erklären.

      Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

      Danke für eure Beiträge.

      • Nö, macht meiner eigentlich auch nicht. "Kümmernde Menschen" machen mich aber auch irgendwie verlegen/unsicher. Ich habe mich immer selber gekümmert und gesorgt - von klein auf.

        Ich glaube das erste und einzige Mal hat mein Mann sich um mich Sorgen gemacht, als ich nachts im Halbschlaf über einen Crosser, der damals im Schlafzimmer stand, gestolpert bin und einfach aufs Gesicht fiel und meine Nase beim Zerbrechen ein mehr als unangenehmes Geräusch gemacht hatte. Und die Menge Blut, die ich danach verlor, hat ihn unsicher gemacht. Aber sonst...#gruebel

        Manchmal denke ich schon,dass es schön wäre, würde sich jemand verantwortlich für mein Wohlergehen fühlen. Aber wenn es dann so wäre, würde es mir vermutlich auf die Nerven gehen.

        Nachdenklich
        Suse

      (5) 29.05.12 - 19:30

      Hallo!

      Mein Mann fragt auch nie, wie es mir geht. Er ist auch recht sorglos.

      Als ich allerdings vor 2 Jahren mal schwer erkrankt war und keiner wusste, wie es weitergeht, hat er sich doch sehr große Sorgen gemacht und war völlig fertig!

      Ich mache mir allerdings auch keine Sorgen, wenn mein Mann mal friert oder bei Kleinigkeiten. Das Verhalten, was du dir wünscht, erinnert mich mehr an meine Mutter oder daran, wie ich mich gegenüber meinem Sohn verhalte! #herzlich

      LG

      (6) 29.05.12 - 19:31

      Wenn ich friere, warte ich nicht darauf, dass er mich fragt, ob ich friere, sondern sage es!
      Und warum sollte er schützend (vor was denn bitte?) seine Arme um mich legen. Klar umarmt er mich mal oder gibt mir einen Kuss, aber "schützend" seine Arme um mich legen? Um Gottes Willen, ich würd ersticken.
      Ich empfinde Menschen als anstrengend, die ihre Klappe nicht von allein aufkriegen.

      ich kann mir vorstellen, dass dein Mann sich sehr wohl um dich und deine Gesundheit sorgt, aber vielleicht nicht weiß, wie er mit dir bzw deiner Erkrankung umgehen soll.

      LG

    • (7) 29.05.12 - 19:36

      danke schonmal für eure Antworten.

      Ich glaube aber, ich habe mich etwas "falsch" oder "übertrieben" ausgedrückt.

      Natürlich meine ich damit nicht, dass ich möchte, dass mein Mann sich ständig um mich sorgt, das wäre mir ja auch zu albern.

      Ich meinte im Allgemeinen. Also er sorgt sich auch nicht um mich, WENN es mir schlecht geht. Das wollte ich damit sagen. Selbst wenn er mal sieht, dass es mir schlecht geht, interessiert er sich nicht dafür. Er schweigt vor sich hin und nimmt es hin. Er ermuntert mich nicht, er steht mir nicht bei. Er führt ein kpl Leben in seiner eigenen Welt.

      Kurzum: ich bin einfach da, und das ist selbstverständlich.

      Ich sage ja, das ist irgendwie schwer zu beschreiben.

      #schmoll

      • Vielleicht weiß er nicht, wie er in solchen Momenten mit dir umgehen soll? Er möchte nichts Falsches machen also macht er lieber nichts?

        Versuch doch mal, ihm in Momenten, wo dir nach Fürsorge ist, das zu sagen.

        Alles Liebe
        Suse

        (9) 29.05.12 - 19:50

        Da stellen sich mir aber einige Fragen:

        1. Wie oft geht es dir denn schlecht? - Vielleicht ist es ihm "zu viel", zu jammerich, zu nervig!

        2. Kommunizierst du klar und deutlich, was du möchtest? "Hey, mir geht's nicht gut, kümmer dich um mich!"

        3. War er mal mit zu einer Therapiesitzung?

        4. Und ich bin mir bewusst, dass das nicht sehr nett klingt: Er ist nicht dazu da, dich permanent zu ermuntern, zu bemuttern, aufzuheitern o.ä., damit du aus deinem Loch herauskommst! Du bist erkrankt, das ist klar. Aber der Umgang mit Depressiven ist für Familienmitgliedern HART! Das bedeutet, dass auch er es lernen müsste, damit zu leben, während du damit lernen musst, dass es DEINE Erkrankung ist.

        • (10) 29.05.12 - 20:14
          heuteinschwarz

          okay, ich sehe du hast wahrscheinlich nicht oft mit Depressions-Erkrankten zu tun. Das soll nicht abwertend klingen, aber es scheint so zu sein.

          Natürlich ist es nicht seine Aufgabe, dass es mir gut geht. Und ja, es geht mir oft schlecht. Du kennst aber auch nicht meine Vergangenheit oder meine Gegenwart.

          Das war auch ehrlich gesagt nicht die Frage. Ich wollte eigentlich nur eure Erfahrunge mit euren Männern. Und nicht eine Diagnose, ob ich die Gestörte bin. Ich denke ich bin an einem Punkt meiner Ehe, wo ich mich das wirklich einfach fragen muss (wieviel sich mein Mann um mich sorgt). Warum, weshalb etc.. tut nichts zur Sache, weil es viel zu Aufwendig ist zu erklären warum das so ist und warum ich das für mich wissen möchte. Fakt ist, ich möchte es für mich wissen, wie es bei anderen abläuft.

          Wer darauf antwortet, ist euch völlig freigestellt.

          Danke dir.

          • (11) 29.05.12 - 20:24

            "okay, ich sehe du hast wahrscheinlich nicht oft mit Depressions-Erkrankten zu tun. Das soll nicht abwertend klingen, aber es scheint so zu sein." Fehlanzeige!

            Aber gut, wenn Gegenfragen zur weiteren Erörterung nicht gestattet sind, steige ich an dieser Stelle aus.

            Alles Gute für dich und deine Partnerschaft!

            #winke

            (12) 29.05.12 - 20:38

            Und btw, dass du "die Gestörte" bist, habe ich nie behauptet - das ist etwas, was du in meinem Geschriebenen gerne lesen wolltest oder du reininterpretiert hast.

            Und letztlich musst du nicht dich selber fragen, wie sehr dein Mann sich um dich sorgt, sondern du musst um dies rauszufinden, ihn danach fragen. Alles andere ist Interpretation.

            Redet!

            Nun bin ich Unwissende aber aus deinem Thread verschwunden - versprochen!

        (13) 29.05.12 - 20:24

        Hallo X81,

        Ich denke nicht das es bei der Frage um die Depressionen der TE ging sondern um die allgeimene Frage wie aufmerksam andere Männer mit ihren Frauen um gehen.

        Ich finde deine Antwort in der Tat etwas vermessen. :-(

        • (14) 29.05.12 - 20:31

          Ist tatsächlich nicht böse gemeint gewesen - und es auch eine Frage, wie man mein Geschriebenes auffassen möchte.

          Mir ging es darum, in wie fern die TE reflektiert. Und JA, ihre Erkrankung IST ein "Problem" (auch für eine Partnerschaft), denn für den Partner ist es schwierig, die Person, die er liebt, leiden zu sehen, damit umzugehen. Und manchmal ist es eben sinnvoll, wenn der Partner zu der einen oder anderen Sitzung mitgeht um überhaupt verstehen zu können, was in der Person vorgeht.

          Ich denke schon, dass man als depressive Person erstens sensibler ist, zweitens mehr und Aufmerksamkeit in anderer Form braucht, als Menschen, die diese Erkrankung nicht haben!! Von daher denke ich nicht, dass man das beschriebene Problem der TE allgemein fassen kann.

          Wie oben schon gesagt, wenn keine Verständnisfragen oder Ratschläge erwünscht sind, klinke ich mich an dieser Stelle aus und hoffe sehr, dass die TE einen guten Weg für sich und ihre Partnerschaft findet.

          :-)

          • (15) 29.05.12 - 20:47
            heuteinschwarz

            nein ich weiß schon, wie x81 das meint. Das war von mir auch überhaupt nicht böse gemeint. Ich müsste nur meine ganze Lebensgeschichte hier aufschreiben um besser erklären zu können warum das für mich so wichtig ist. Aber das wäre einfach zuviel des Guten ;-)

            Es ist einfach so, dass ich nie sehr viel Aufmerksamkeit erfahren habe, mein Mann handwerklich sehr eingespannt ist und z.B. sich immer wieder neue Projekte an Land zieht, die für mich heißen, mich immer um die Kinder kümmern und um unsere Finanzen und eben alles in unserem Alltag. Er kümmert sich NUR um das handwerkliche, will aber Lob und Anerkennung, wenn er unsere Terrassen-Überdachung angebracht hat zum Beispiel. Aber ich bekomme 0 Anerkennung VON IHM. Kein "Schatz hast aber lecker gekocht heute". Ich spreche wirklich nur von kleinen Aufmerksamkeiten, kleine Bemerkungen, kleine Gesten. Es kommt wirklich NULL. Und gerade durch meine Erkrankung brauche ich das sooo dringend um Halt zu erfahren. Aber von ihm kommen eben nicht einmal die kleinen Aufmerksamkeiten, die mir SO VIEL bedeuten würden.

            #herzlich

            • (16) 29.05.12 - 20:53

              Ich Zicke klinke mich da doch nochmal ein (krieg' halt 'ne Benachrichtigung, wenn jemand auf mein Geschreibsel antwortet ;-) ).

              "Und gerade durch meine Erkrankung brauche ich das sooo dringend um Halt zu erfahren. Aber von ihm kommen eben nicht einmal die kleinen Aufmerksamkeiten, die mir SO VIEL bedeuten würden." WEISS er das? Genau so? Weil wenn er das weiß und achselzuckend sein Ding weiter durchzieht, ist das ein ganz anderes Szenario, als wenn er schlicht keinen blassen Schimmer hat!
              Und wenn er es weiß, aber nicht so reicht weiß, wie er dir das was du so dringend brauchst geben kann, dann wäre das, was ich versuche deutlich zu machen, wirklich gut und wichtig: Er begleitet dich mal zu einer Sitzung! Da kann dein Therapeut ihm auch Hilfestellungen geben, wie er auf dich zugehen kann in welchen Situationen.

              Nochmal: Redet!!

              • (17) 29.05.12 - 21:19

                ;-) ich muss schon fast lachen jetzt wenn ich lese was du schreibst. Und das meine ich nicht böse! ;-)

                Also es ist so: wir REDEN seit 7 Jahren darüber. Und GENAU DAS ist der Grund, warum ich mittlerweile an diesem Punkt bin, wo ich mich fragen muss, ob es noch was bringt. Denn ich fürchte er wird sich nicht ändern.

                Ja, ich sage ihm, wenn es mir schlecht geht, er sieht das und er weiß was ich brauche. Und JA, er zieht achselzuckend sein Ding weiter durch.

                #herzlich

                • und jetzt hab ich auch noch vergessen in schwarz zu schreiben #augen

                  :-D macht nix

                  • (19) 29.05.12 - 21:30

                    Ist doch egal... ;-)

                    Hm ja gut, dann verstehe ICH jetzt auch (schon!) warum du meinst, dass euer Problem nicht (zumindest nicht ausschließlich) mit deiner Erkrankung verknüpft werden kann #hicks Sorry! (wobei hier nun fraglich wäre, ob es dir gesundheitlich besser ginge, wärst du nicht in einer solchen Beziehung und müsstest um Aufmerksamkeit kämpfen!?)

                    Also... Eheberatung? Macht er nicht mit, oder?

                    • (20) 29.05.12 - 21:50

                      und GENAU DESWEGEN möchte ich von euch wissen ob es die NORM ist, dass sich die Männer grundsätzlich nicht so sehr um ihre Frauen sorgen (weil ich es in unserem Freundeskreis halt anders erlebe.... #schmoll) oder ob halt er eine sog. Ausnahme ist. Um dann wiederrum für mich festzustellen, ginge es mir BESSER wenn ich nicht täglich darum kämpfen müsste (sprich: eine Trennung besser wäre) oder ob es mit meiner Erkrankung zusammenhängt.

                      Jaaaaaaa das große Thema Paartherapie. Grundsätzlich würde er das (mir zuliebe) wahrscheinlich sogar machen. Das große ABER ist dabei: wohin mit den Kindern in der Zeit.... #aerger . Seine Eltern sind gestorben, meine sind da nicht offen für solche Dinge, bzw. passen "ungern" auf die Kinder auf.....Freunde möchte ich da nicht so gerne einweihen, weil ich der Meinung bin dass sowas nicht jeder wissen muss. Ist alles bißchen schwierig, aber eine intensivere Überlegung bevor es ganz vorbei ist, wert.

                      #herzlich

                      • (21) 29.05.12 - 22:06

                        Aber (Sorry ;-)) letztlich ist es doch egal, was die "Norm" ist! DU bist mit dem, was du hast unglücklich und das ist der Punkt. Norm oder nicht ist völlig schnurz! An den Reaktionen hier siehst du auch, dass jeder verschiedene Bedürfnisse hat.
                        Aber ja, ich verstehe deine Unzufriedenheit, wenn du sagst dass er gelobt werden will für alles mögliche, er dir jedoch nichts zurückgibt!!!

                        Halte dich aber nicht an irgendwelchen "Normen" fest...

                        Wie alt sind eure Kinder? Eine gute/beste Freundin würdest du auch nicht fragen wollen? Oder Paten?

                        • (22) 29.05.12 - 22:38

                          Ja ich weiß, dass ich nicht auf die Norm gucken sollte. Das Ding ist einfach, dass er so ziemlich ein Ausnahmefall zu sein scheint. #schmoll

                          Unsere Kinder sind 7 und 3 Jahre alt. Schwieriges Alter. Aber in welchem Alter ist eine Trennung schon gut......

                          Ich möchte damit einfach nicht hausieren gehen. Bei den Paten schon gar nicht. Die würden aus allen Wolken fallen. Und wenn es dann doch irgendwann wieder bergauf gehen sollte, dann würde ich mich in deren Gegenwart einfach immer befangen würden. Ich würde mich bei jeder Begegnung fragen ob sie sich wohl fragen wie es denn jetzt um uns bestellt ist. Ich möchte einfach nicht, dass das Leute wissen. Mag eine falsche Einstellung sein, aber so ist das bei mir.

                          (23) 29.05.12 - 23:35

                          Wäre es denn möglich, dass ihr euch mal 1-2 Stunden am Vormittag freischaufelt um einen Termin zu haben? Dann ist doch Kind 1 in der Schule und Kind 2 im Kindergarten?!
                          Oder einen Termin nachmittags abmachen und die Kinder treffen sich mit Freunden?!

                          Wann eine Trennung für die Kinder vom Alter her passig ist - ich glaube, das kann man nicht pauschalisieren a la 'mit 10 ists gut' ;-) ich denke aber, Kinder sind sensibel genug zu spüren, wenn die Eltern unglücklich sind und daher ist eine Trennung in manchem Fall besser!

                          Die Frage ist, wie fertig bist du mit deiner Beziehung?!
                          Glaubst du, eine Trennung könnte auch dazu beitragen, dass es dir gesundheitlich besser geht?

    Du möchtest von ihm gesehen werden.

    Du hast das Gefühl, eben gerade NICHT von ihm gesehen zu werden.

    Meine Frage an dich: Hast du ihm das schon einmal gesagt?

    Es gibt ja verschiedene Ebenen in einer Beziehung. Und auf der emotionalen, auf der Ebene, in der es um dich und um ihn geht, da ist grad etwas schief bei euch.

    Wie ist es denn umgekehrt? Siehst du deinen Mann? So, wie du gesehen werden möchtest? So, wie es gut ist für ihn?

    Ich kann deine Sichtweise durchaus verstehen. Ich würde ihn darauf ansprechen, mag sein, dass er sich dessen gar nicht bewusst ist.

    Alles Liebe

    White

    • (25) 29.05.12 - 20:49

      ich sage es mal so: ich habe es ihm schon so oft gesagt, dass ich nun entscheiden muss, ob ich so weiterleben möchte oder nicht. Eben weil sich in den letzten 3 Jahren alles verschlimmert hat. Ich kann gar nicht mehr sagen, WIE OFT ich es ihm schon gesagt habe. Ich organisierte schöne Abende alleine, ich sprach mit ihm. Hab immer genau die Problematik geschildert. Nix. Nix. Nix. Keine Änderung. #schmoll

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