Mein Mann treibt uns in den finanziellen Ruin

    • (1) 08.06.12 - 10:17

      Hallo ihr Lieben!

      Ich werde unsere Situation ausführlich schreiben, dass ihr einen genauen "Überblick" habt und mir so (hoffentlich) helfen könnt.
      Mein Mann und ich sind nun ca. 1 Jahr verheiratet und haben eine kleine Tochter im Alter von 10 Monaten. Wir sind vor ca. 2,5 Jahren zusammen gezogen. Dort zeichnete sich immer mehr ab, dass er in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Diverse Ratenverträge die einfach nicht mehr zu bezahlen waren und er deshalb immer mehr in den Dispo rutschte. Vor unserem Zusammenzug hat er von seinen finanziellen Schwierigkeiten niemals etwas erwähnt (ob das fair war oder nicht bleibt mal dahin gestellt.) Irgendwann rückte er dann langsam mit der Sprache raus - ihm war es natürlich unangenehm. Da erzählte er mir dann, dass er mit 20 Jahren schonmal umgeschuldet hat. Und nun hat er den gleichen Fehler wieder gemacht, viele Ratenverträge und ist an dem Punkt von damals angekommen. Also musste wieder umgeschuldet werden. So kam es, dass mein (mittlerweile) Mann im Alter von 25 Jahren 40000€ Schulden bei der Sparkasse hatte. (Nein, ich habe keine "0" zuviel gemacht). Er versprach mir sich nun wirklich zu ändern, nun hat er sich geändert etc. Ich muss dazu sagen, dass wir beim Thema Geld grund verschieden sind. Ich bin jemand, der sehr auf Sicherheit bedacht ist. Rücklagen bilden. Niemals das Konto überziehen. Und wenn ich was gerne hätte, wofür kein Geld da ist: Pech! Sparen! So habe ich es von zuhause gelernt und bin mehr als froh darüber. Bei meinem Mann ist es so, dass wenn er was haben möchte, kaufen - egal wie. Naja, nach der damaligen Umschuldung lief es auch erstmal "gut". Er bezahlte monatlich seine Rate an die Sparkasse und schloss keine Ratenverträge mehr ab. Er kaufte zwar monatlich alles mögliche. Natürlich konnte er keine Rücklagen bilden, aber in den Dispo ist er nicht gerutscht und er hat auch keine neuen Ratenverträge gemacht. Schonmal ein Fortschritt - dachte ich! Letztes Jahr im Juni haben wir geheiratet - im Juli kam unsere Tochter zur Welt. Das Kind war nicht geplant. Und irgendwie kommt er nicht damit klar, dass das Kind auch Kosten "verursacht" und so weniger zum verprassen bleibt. Im Oktober 2011 kam er auf die Schnapsidee sich einen iMac zu kaufen (obwohl er einen voll funktionierenden Windows-Pc hatte). Habe immer abgelehnt als er davon Sprach. In einem Streit darüber sagte ich dann aus Wut sinngemäß "Mach doch was du meinst!". Kurze Zeit später kam der iMac ins Haus geflattert - natürlich auf Raten! Das war dann der Anfang vom Ende seiner sparsamen Zeit. Monatlich können wir keine großen Sprünge machen seit ich in Elternzeit bin. Mein Elterngeld beläuft sich auf gute 600€ (war vor der Elternzeit Beamtenanwärterin, deswegen ist es relativ niedrig), mein Mann verdient (je nach Schichten) ca. 2300 € netto. An sich sicherlich eine Summe mit der man gut auskommen kann. Man muss allerdings bedenken, dass mein Mann monatlich knapp 700€ zur Tilgung seines Darlehns an die Sparkasse zahlt. Außerdem müssen wir unsere private KV noch zahlen, auch für unsere Tochter. Wir sind nämlich beides Beamte. So kommt man monatlich nochmal auf etwa 500€ für die KV. Mit den verbleibenden ca. 1700 € kommen wir hin - keine Frage. Aber viel "Luxus" ist nicht drin. Das sieht mein Mann nicht so. Jeder Cent (übertrieben gesagt) der monatlich übrig war wird in irgendwelche Spiele, Grillutensilien etc. investiert. Aber so das ich es nicht mitbekomme. Wir haben nämlich beide noch unsere eigenen Konten. Und von jedem Konto gehen einige Fix- bzw. variable Kosten ab. Ich habe mich bisher gegen ein gemeinsames Konto gewehrt, weil ich "Angst" hatte dass mein Elterngeld dann auch für irgendeinen Mist drauf geht. Ich versuche monatlich nämlich immer einen (wenn auch geringen) Betrag an die Seite zu legen. Nun ist es so, dass ich nächsten Monat wieder arbeiten gehe und mein Mann 2 Monate Elternzeit nimmt. Das war nicht anders möglich, da wir keine Verwandten zur Kinderbetreuung hier wohnen haben und die Kita erstmal erstmal 3 Wochen schließt und dann die Eingewöhnung gemacht werden muss. In dieser Zeit bekommt er natürlich weniger, das kann ich mit meinem Halbtagsgehalt (Steuerklasse V) nicht auffangen. Im Februar hat er sich ein anderes, sparsameres (kleineres) Auto gekauft - aus dem Autoverkauf waren etwa 2500€ übrig. Und wir haben abgemacht, dass ein Teil der 2500€ für die zwei Monate Elternzeit genutzt wird. In der Elternzeit fehlt ja eben ein großer Teil des Gehalts meines Mannes. Gestern Abend erzählte er mir dann so beiläufig, dass er innerhalb von 6 Monaten die kompletten 2500€ (!!!!!!!!!) verprasst hat. In den 6 Monaten kamen oft Pakete an, als ich fragte was dies oder jenes ist, wie teuer es war etc., hat er gelogen. Die Sachen günstiger gemacht als sie sind oder es so gekauft, dass ich es nicht mitbekommen habe. Ein neuer Grill, neue Xbox (plus Zubehör), diverse Xbox und Computerspiele (natürlich irgendwelche teuren Limited Editions), kabellose Kopfhörer, Schuhe, Kleidung etc. - SUPER! Ich dachte er hat was gelernt? Er ist Familienvater. Hat eine Frau und eine kleine Tochter. Wie sollen wir die zwei Monate Elternzeit finanziell überstehen? Unmöglich!! Ich werde wohl oder übel meine Eltern nach ein bisschen Geld fragen müssen - anders ist es nicht möglich. Der bringt uns mit seinem sch.... Gekaufe in solche Situationen. Warum? Ich verstehe es einfach nicht :-( Bisher hat er sich da auch nie groß reinreden lassen, es endete immer in einem riesen Streit. Gestern hat er geweint, als ich ihm an den Kopf geworfen habe, dass ich und seine Tochter ihm wohl scheißegal sind - sonst hätte er mal nachgedacht. Gestern bat er mich auch das erste Mal um Hilfe - er sagte, dass er eingesehen hat, dass er wohl wirklich ein Problem hat und das alleine nicht schafft. Ein Fortschritt....? Sein Problem ist einfach, dass er damit nicht klarkommt, wenn er etwas haben will und es nicht kaufen kann. Besonders im Bezug auf seine Hobbies. Es muss von allem das neuste und beste sein - alles andere zählt nicht. Ich frage mich nun, wie ich ihm da am besten helfen kann. Gestern habe ich schon gesagt, dass wir nun zusätzlich noch ein gemeinsames Konto eröffnen. So dass ich da auch einen Blick drauf werfen kann. Aber wie kann ich ihm sonst helfen...? Das muss eher auf der "psychologischen" Ebene passieren. Dass ich ihm begreiflich machen kann, dass man nicht alles haben kann was man möchte. Dass man lernen muss auch mal auf was zu verzichten. Ich befürchte, dass sobald eine Situation kommt wo er was haben will, ich "nein" sage.. puuh.. endlose Diskussionen. Auch wenn er sich gestern einsichtig zeigte, wird das wohl in Zukunft alles andere als einfach.
      Achja, falls es für euch noch "wichtig" ist zu wissen... Er begründet sein Handeln damit, dass er in eher ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen ist und kaum was bekommen hat. Und heute ist das eben "Nachholbedarf".

      Sollte das trotz mit meiner Hilfe nicht klappen, weiß ich nicht ob das mit unserer Ehe gut geht. (Auch wenn das vielleicht oberflächlich klingt...?). Ich will aber in "sicheren" Verhältnissen leben, auch mal Urlaub machen etc.

      Habt ihr Tipps wie ich ihm helfen kann, ihn "kriegen" kann....? Gibt es vielleicht Beratungsstellen? (Habe im Internet nur solche gefunden, die einem helfen wenn man wirklich schon tief in den roten Zahlen steckt und nicht mehr rauskommt.)
      Ich bin wirklich verzweifelt. :-(
      Sorry für den langen Beitrag, es tat aber auch gut das mal alles von der Seele zu schreiben.
      #schmoll#winke

      • (2) 08.06.12 - 10:28

        Hallo Birga,
        Punkt 1: er STECKT tief in den roten Zahlen, insofern wäre eine solche Beratungsstelle gut.

        Punkt zwei: ab jetzt kümmerst du dich um die Finanzen. Ihr einigt euch auf ein "Taschengeld" für ihn, den Rest eures Geldes verwaltest du. Ohne Ausnahmen.

        So gehst du wenigstens der Gefahr aus dem Weg, dass der Kühlschrank leer ist, das Kind keine Windeln bekommt oder ihr die Miete nicht bezahlen könnt.

        Dein Mann sollte dringend zu einer Beratung gehen. Hört sich für mich (allerdings bin ich keine Fachfrau) nach einer Kaufsucht an. Er lügt dich an, er kann nicht anders: das ist Suchtverhalten.

        Ich muss dir allerdings auch ganz ehrlich sagen, dass ich diesen Mann nicht geheiratet hätte, wenn er auf einem Riesenberg von Schulen (40.000€ sind ja kein Pappenstiel) sitzt.

        Alles Gute für euch!
        Nina

        (5) 08.06.12 - 11:07

        Danke für deine Antwort.
        Von dem Thema "Taschengeld" kann ich ihn vielleicht noch überzeugen.

        Aber er selbst würde niemals zu einer Beratungsstelle gehen - NIEMALS. Das weiß ich. Er sieht es zwar mittlerweile als Problem an, aber nicht so ein Problem, dass man von einer Sucht sprechen kann.

        Damals dachte ich, dass er nun wirklich was kapiert hat im Bezug auf Geld. Wahrscheinlich ziemlich blauäugig... Könnte mich deswegen mittlerweile selbst in den A... treten. :-[

    (7) 08.06.12 - 10:29
    Macht doch mal nen Absatz

    Ohne Absätze ist der Text schwer zu lesen und habe ich auch nach dem PC Mac nicht mehr, er sollte mal über einen Schuldenberater nachdenken, möglichst auch einen Suchtberater

    • (8) 08.06.12 - 14:37

      #sorry, ich verstehe deinen Satz ebenso wenig. Du schreibst in einem einzigen Satz über zwei verschiedene Dinge. Da hättest du, zur besseren Verständlichkeit auch mal mind. einen Punkt verwenden können.

      Und ein Satzteil erschließt sich mir überhaupt nicht. Was soll das heißen: "und habe ich auch nach dem PC Mac nicht mehr"? #kratz

      • (9) 08.06.12 - 14:39
        Macht doch mal nen Absatz

        Frag die TE, ich nehme an eine PC Marke ;-) Ja da hast du wohl recht.....

        (10) 08.06.12 - 16:22

        Er/Sie finde das man ihren Text ohne Absätze schlecht lesen kann und das sie nach dem Satz mit iMac auch aufgehört mit dem lesen.

(11) 08.06.12 - 10:30

Na aber sind 40000 nicht tief in den roten Zahlen für eine Person? Grundsätzlich würde ich ihm wohl das Geld zuteilen, so kindisch das klingt. Sein Geld geht auf ein Konto, auf welches auch dein Geld geht und du verwaltest die ganze Sache. Er bekommt von dir monatlich ein Taschengeld, mit dem er machen kann, was er will. Sollte er sich etwas großes anschaffen wollen,muss er eben sparen.

Wie beim Kind, er muss von vorn anfangen und sich daran gewöhnen, das er entweder sehr viel mehr verdienen muss um sich alle seine Wünsche zu erfüllen, oder das er sich zurück hält und auch mal an seine Familie denkt, die er hat.....

(12) 08.06.12 - 10:44

ich versichere dir jetzt schon, es wird nichts mit deinem mann. das wirst du auch noch merken und hoffentlich frühzeitig. so ein scheiß hatte ich einmal, und ich wünsche dir, daß dir bald die augen aufgehen, .

(13) 08.06.12 - 11:02

Bei Ratenzahlung ist doch eine Bonität Voraussetzung.

Werden bei Beamte keine Schufa einträge kontrolliert?

(16) 08.06.12 - 11:19

Dein Mann ist kaufsüchtig und braucht eine Psychotherapie.

Wenn er von seiner Sucht nicht loskommt, rate ich dir zur Trennung. Er muss wissen, dass du ihm die letzte Chance gibst. Verlange ultimativ die Entscheidungsgewalt über eure Anschaffungen.

Ich sehe die Gefahr, dass er ohne dein Wissen weiter über eure Verhältnisse leben wird. Sei wachsam.

Wichtig ist, dass du dich finanziell von deinem Mann abgrenzt. Ein gemeinsames Konto wäre ein Fehler.

Überwache sein Konto und sorge dafür, dass er seine Fixkosten und seinen Anteil an den Haushaltskosten deckt.

Ich wünsche dir Kraft und Erfolg.

(17) 08.06.12 - 14:08

Habe es nicht geschafft, deinen Text vollständig zu lesen (war irgendwann zu viel).

Aber eine Frage, die sich mir aber recht schnell augedrängt hat, war:
WIESO hast du ihn geheiratet?#schwitz#kratz

Daß er im Vorfeld nicht über seine Schulden geredet hatte, OK kann ich nachvollziehen.
Daß du (trotzdem) mit ihm ein Kind bekommen hast, auch OK.
ABER heiraten, wenn du schon ansatzweise über die Schulden bescheid wußtest, kann ich nicht nachvollziehen.

Ich glaube, als alleinerziehende Mutter mit Angabe des Vaters, wärst du besser dran gewesen.
Die getrennten Konten sehe ich als sehr gut an.

Versuche deine/eure Situation so zu lösen, daß euer Kind keinen Schaden/Nachteil davonträgt. Auch wenn das eine Scheidung oder andere juristische Schritte bedeuten würde.

Lg.

(18) 08.06.12 - 14:58

Ich seh die Lösung auch nur darin, dass du das komplette Geld verwaltet und ihm ein Taschengeld zuteilst, dass er verprassen kann. Anders wird das nichts.

Ich hab einen Partner, der zwar nicht viel Geld ausgibt, aber sich komplett um irgendwelche Briefe oder Formulare foutiert. Und das kann auch ausgesprochen teuer werden, wie er auf die harte Tour lernen musste.

Und da er weiss, dass er das nicht auf die Reihe kriegt, mach ich mit seinem Einverständnis sämtliche Briefe auf, die nicht absolut privat aussehen. Ich bezahle alle Rechnungen, erledige sämtlichen Papierkram und lasse mir das Geld von ihm zurückzahlen. So funktionierts. Anders nicht.

In deinem Fall würd ich mir sein Gehalt auf mein Konto überweisen lassen, so dass er da gar nicht rankommt.

Ich bin nicht du, aber unter dem würd ich die Ehe nicht weiterführen. Andere haben es auch schon gesagt: Das ist Suchtverhalten, das kriegt man nicht weg mit "Einsicht"

Alles Gute

(19) 08.06.12 - 19:00

Es gibt 2 Möglichkeiten:

Du gehst und rettest Dich und Dein Kind.

oder

Du bleibst und lässt zu, dass ihr ein Sch...ßleben habt, im tiefsten Dreck, auf ALG2 Niveau für viele, viele Jahre - weil das alles über Euch zusammenbrechen wird.

Noch hast Du die Wahl.

Gruß

Manavgat

(20) 08.06.12 - 19:09

Hallo,

ich würde mich auf ein gemeinsames Konto nicht einlassen.

Mein Tip wäre, dass Dein Mann lediglich Taschengeld, das er im Notfall verprassen könnte, zur Verfügung hat und der Rest ausnahmslos von Dir verwaltet wird.

Dein Mann muss erst lernen, auf Dinge zu sparen, die er sich leisten will. Eine Therapie wäre sinnvoll, ich würde ihn als kaufsüchtig einstufen.

LG
Karin

(21) 11.06.12 - 18:28

Hallo!

Ich hatte genau so ein exemplar zuhause. nur an sich gedacht. das ganze geld verprasst. pc, autoteile, cd´s, spiele..... was habe ich geredet und gefragt warum er das geld so zum fenster raus wirft. wir hatten zum glück getrennte konnten. er musste hart für sein geld arbeiten, wir hätten leben können wie fürste. ich war zehn jahre mit ihm zusammen. geändert hat er sich nicht. ich bin gegangen. und es war die beste entscheidung die ich jemals gemacht habe. zum glück haben wir keine gemeinsamen kinder. aber dein mann klingt gleich wie mein ex. tut mir leid, aber denk an dich und dein kind. ich habe dauernd gehofft er ändert sich. pustekuchen!!!! ich habe es zulange mitgemacht. psychisch war ich damals ein wrack. jetzt gehts mir wieder viel besser und ehrlich gesagt sicherheit will doch jeder. gerade wenn auch ein kind da ist. und so ein kleines baby macht noch keine riesige kosten. die kommen erst wenn sie in die schule gehen, hobbys haben, usw.
ich kann dir keinen rat geben. bei mir/uns hat damals nichts ausser trennung was gebracht. und jetzt habe ich genau das gegenteil von mann. so einen wie ich immer wollte. ich muss mir nie sorgen ums geld machen. eher muss ich mals sagen kauf dir wieder mal was.

ich wünsch dir alles gute und dem kind.
lg

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