Partner hat kein Interesse an neuen Kontakten nach Umzug und ich fühle mich so eingeschränkt

    • (1) 17.06.12 - 09:31

      Gestern abend habe ich mich wieder so über meinen Partner wegen diesem Thema geärgert und möchte nun gerne mal andere Meinungen hören/lesen, da ich mir nicht sicher bin, wie ich in diese Sache weiter verfahren soll.....

      Hier mein Anliegen:
      wir sind 2 Jahre zusammen und sind vor einem halben Jahr zusammen gezogen. Wir sind nun eine Patchworkfamilie, ich und meine beiden Kinder sind aus einem kleinen Ort hierher gezogen und er aus einer anderen Stadt(da er hier arbeitet). Für uns alle ist dies hier neu. Ich bin froh, dass meine Kids in Kita&Schule&Nachbarschaft direkt neue Kontakte geknüpft haben.
      Dazu kommt, dass ich bis vor kurzem in der "alten" Heimat meinen Job hatte, der aber jetzt ausgelaufen ist und ich hier auf Jobsuche bin.
      Ich bin sehr offen und ein geselliger Mensch und hatte immer viele Kontakte durch die Kids,Nachbarschaft, Arbeitsstelle und Vereine.

      Mein Partner ist dagegen eher ein Einzelgänger und beschränkt sich auf seine Familie(Mutter&Bruder). Er hat keinen Freundes-u.Bekanntenkreis. Kontakte zu Schulfreunden und ehemaligen Kollegen bestehen nicht mehr, da die damals dann geheiratet und Familie gegründet haben. Er war lange Single und wollte keine eigenen Kinder. Dadurch passten die Interessen und Freizeitplanungen nicht mehr zusammen.

      Durch unser Kennenlernen betrat er dann eine ganz neue Welt.

      Um den Kontakt zu den Müttern der Freunde meiner Kids auszubauen, habe ich 3 Mütter&Kinder eingeladen zu Kaffee&Kuchen, da ich Geburtstag hatte.
      Er findet dies völlig überflüssig und fragt mich was ich mir davon versprechen würde? Ob sich durch meine Einladung der Kontakt intensivieren würde und ob wir im Gegenzug dann auch mal eingeladen würden? Ich wäre immer so gutmütig.

      Ich hätte dann hier die Bude voller Kids und wir Mamas könnten uns eh nicht in Ruhe unterhalten. "Ich wäre ja alt genug und müsste meine eigenen Erfahrungen machen..."

      So eine Einstellung ärgert mich total!!! Denn er profitiert ja letztendlich auch davon, Eine Hand wäscht die andere und die Mütter sind bereits mal in einer Notsituation eingesprungen und haben meine Kinder betreut. Ich fand das damals super nett, da wir uns noch nicht so gut kannten.
      Da meine Familie weit weg wohnt und seiner Mutter die Betreuung beider Kids zu anstrengend ist, bin ich nunmal auf andere Betreuungspersonen angewiesen!

      Vor unserem Umzug hatten wir den Luxus, dass ich gute Freundschaften hatte und die Kids auch bei Freunden übernachten (auch ganz spontan) konnten. So konnten wir am Wochenende mal weggehen. Essen gehen, tanzen, Kino. Oder auch tagsüber mal in Ruhe shoppen oder spazieren gehen.... dies ist nun alles nicht mehr!!

      Darunter leidet nun auch die Partnerschaft/Zweisamkeit. Ich bemühe mich daran was zu ändern und bin mit den Mamas im Gespräch, dass die Kinder auch mal gegenseitig übernachten können und er redet alles schlecht....

      Er möchte ja auch gerne mal wieder mit mir ausgehen oder in die Sauna, aber dann muss er seine Einstellung ändern. Und eine "babysitterin" ist ihm zu teuer...... wenn ihm die sache nicht mal ca. 35€+Unternehmung 1mal im Monat wert ist, das stimmt mich echt traurig und wütend!!#schmoll

      Ich bin zur Zeit ja nur "Hausfrau" und das gefällt mir nicht, da ich immer arbeiten gegangen bin und unter Leute war. Ich fühle mich fast wie eingesperrt und wenn ich dann mal den Wunsch äußere mal nach Köln zu fahren oder eine Freundin in Dortmund oder Bonn besuchen zu wollen, bekomme ich immer vorgerechnet, dass der Sprit so teuer ist und wo der Sinn darin läge??#nanana
      Da lass ich mir immer wieder indireckt ein schlechtes Gewissen einreden und werde in meiner Lebensfreude ausgebremst.

      Ich bin jetzt am überlegen, ob wir wieder getrennte Konten machen sollen und ich dann alleine entscheide, ob ich mir das leisten kann oder nicht. Und wie früher alleine entscheide wann die Kinder betreut werden und dann eine Unternehmung festlege. Entweder kommt er mit oder bleibt mit seinem Popo zuhause.....

      Ich hoffe, dass er nicht mit Sturheit auf meinen Vorschlag/Vorhaben reagiert. Und jeder sein eigenes Ding macht. Denn dann ist ein Auseinanderleben vorprogrammiert.....:-(

      Vielen Dank fürs lesen und eure Meinungen/Ratschläge

      sammy

      • (2) 17.06.12 - 10:05

        - Du brauchst wirklich dringend einen Job :-p

        - Du kannst nicht erwarten das seine Mutter auf die Kinder aufpasst.Warum?!

        - Du tickst völlig anders als er, sowas weiß und sieht man doch vorher?!(Dieser Vorwurf geht an euch Beide ;-) )

        - Du kannst doch nicht wirklich erwartet haben wenn du dich vorher schon um alles gekümmert hast das ihr mal was zusammen machen konntet und so, dass sich das jetzt ändert?!

        Ich gehe mal von mir aus, denn ich bin auch ein Einzelgänger und benötige nur einen kleinen Kreis.Eine Bekannte von mir tickt ähnlich wie du, sie an meiner Seite...puuuh sie würde mich malle machen :-) ...klar ist es schön wenn jemand so lebhaft ist, Eigeninitiative hat, gerne unter Leute ist, aber auf Dauer, fest in meinem Leben eingebaut, wäre es mir einfach zuviel.
        Ich mag es auch nicht wenn jemand andere Leute "braucht" bzw. sucht mit dem Hintergrund der Hilfe.
        Meine Kinder, mein Leben, meine Verantwortung!

        Jemanden zu verändern ist der Anfang vom Ende...

        Noch einen schönen Sonntag #sonne

        (3) 17.06.12 - 11:08
        hab acuh so einen

        hallo ich kann dich verstehen. bei uns ist es ähnlich, allerdigns war mein mann am anfang dan doch auch etwas unternehmungslustiger.. aber auch er ist zu geizig für einen babysitter und findet es unnötig. freunde hat er auch nicht. darüber könnte ich mich schwarzärgern! aber ändern kann man die menschen nicht. entweder du kümmerst dich um dich, gehst aus etc. ev. macht er irgendwan wieder von alleine mit. oder du kümmerst dich um dich und jeder macht sein ding und ihr begegnet euch mit verständnis. oder du kümmerst dich um dich und lernst im schlimmsten fall einen anderen kennen mit dem es besser klappt.... es gitb noch viele möglichkeiten, aber ändern wirst du ihn nicht... ist dir das früher nicht aufgefallen?

        lg

        (4) 17.06.12 - 12:48

        Ich würde aufhören mich aufzuregen und mein eigenes Ding machen. Du kannst nicht erwarten, dass er sich ändert, er war doch schon immer so. Du bist halt anders.

        Du musst Verständnis dafür haben, dass soziale Kontakte ihm weniger bedeuten als dir. Außerdem hat er keine Ahnung davon, dass man mehr soziale Kontakte braucht, wenn man Kinder hat.

        Lad die Mamas ein, fahr zu deinen Freundinnen usw. Das würd ich mir doch nicht schlecht reden lassen.

        Ich habe eine Freundin, deren Freund genauso ist. Anfangs hatten sie sich tierisch in den Haaren, weil er nie mitkommen wollte zu ihren Freunden und zu ihrer Familie auch nur selten. Freunde selbst hat er kaum welche und es geht ihm gut so. Sie hat das irgendwann eingesehen und unternimmt alleine etwas. Die Beziehung ansich läuft seitdem echt gut. Ist halt schade, dass er so selten mitkommt, aber das kann sie akzeptieren. Sie machen viele Dinge alleine und auch oft zu Hause und für alles andere hat sie ihre Freunde.

        Mein Ex-Freund war auch ein bißchen so. Ich hab' viel ohne ihn gemacht, weil er kein Interesse daran hatte bestimmte Dinge mit mir zu unternehmen. Eigentlich finde ich es besser als wenn man wirklich alles zusammen macht...

      (7) 18.06.12 - 06:18

      Hi.
      Mal hart gefragt: Warum soll er sich ändern? Aus seiner Sicht war alles anscheinend in Ordnung und scheinbar interessiert er sich auch nicht für die Vorteile, die ein funktionierendes Netzwerk aus Freunden mit sich bringt - denn er hat ja auch keine Kinder und brauchte bis dahin auch niemanden, der mal einspringt...
      So würde mein Mann Dich jetzt fragen...
      Ich kann Dich verstehen, ich brauche meine Kontakte auch (als Mensch und als Mutter), mein Mann ist zufrieden mit denen, die sich durch Arbeit und Sport entwickelt haben und "pflegt" keine Freundschaften um ihrer selbst willen - er kennt "genug" Leute.
      Ändern wirst Du lebenslange Gewohnheiten nicht, ihn zwingen hat da auch wenig Sinn...
      Da ich meinen Mann kenne, habe ich ihm einfach erklärt, dass mir die losen Kontakte durch Job, Hobby usw nicht reichen und ich meine Freundschaften pflege - er kann mitmachen oder es bleiben lassen, aber wenn ich zufrieden sein soll, soll er das akzeptieren (ich akzeptiere dafür, dass ein schöner Abend für ihn "Sofa" bedeutet).
      Versucht, einen Kompromiss zu finden - anders werdet Ihr nicht zufrieden,

      GlG, Locke

      Also ich finde es ist seine Sache wenn er nicht nähere Kontakte haben will. Wenn du für dich aber entscheidest du braucht etwas mehr hat er dir auch nicht reinzureden. Dann lebe du deine Entscheidung und fertig.

      Oder mußt du dich hier nur nach ihm richten? Du setzt ihm ja nicht täglich Leute in die Bude. Da sollte sich dann schon ein Mittelweg finden lassen. Aber sich nur nach ihm zu richten wäre falsch.
      Ela

      (9) 18.06.12 - 09:49

      Von einem Mann, der niemals Kinder wollte erwartest Du, dass er sich in die Betreuungsproblematik einarbeitet und sich dafür ändert? Warum?

      (10) 18.06.12 - 14:11

      Danke für eure Sichtweisen,Meinungen und Tips......

      Ich ärgere mich darüber, dass er ungerne Besuch bekommt-vorallem wenn Kinder dabei sind, denn er denkt, dass alle Kinder mit dreckigen Schuhen und Händen die Wohnung versauen. irgend etwas kaputt geht und er danach die Wohnung renovieren kann....

      Auch bin ich nicht jemand der jedes Wochenende Party oder ähnliches braucht. Es geht mir um 1-2 Samstage im Monat, wo man gemeinsam als Paar was unternimmt.....

      Wir bekommen so selten Besuch, eigentlich nur zu den Geburtstagen....
      Aber es regt ihn schon auf, wenn am Nachmittag oder Wochenende die Kinder draußen spielen und es dann öfters mal an der Tür klingelt, aufgrund Durst-Toilettengang etc.
      Oder die Freunde hier klingeln und nachfragen, ob sie mit meinen Kids spielen können.

      Und er kennt dies bereits seit 2 Jahren und er hat sich nunmal für eine Beziehung zu "uns"! entschieden.

      Er braucht sich nicht in die Betreuungsproblematik einzuarbeiten, aber mit Mitte 40 muss ihm ja klar sein, dass man eben auf fremde Unterstützung angewiesen ist und dann eben auch sich mal bewegen muss, wenn die Oma´s nicht mal einspringen können für die Kinderbetreuung. Auch würde ich dies von seiner Mutter nie erwarten oder voraussetzen!!
      Vom "nichtstun" kommt keine gute Fee!! Und ER beschwert sich dann, weil wir unseren Saunagutschein mal einlösen müssten oder er mit mir essen gehen will oder tanzen gehen möchte.......
      Wenn ich dann was organisieren möchte, dann kostet es plötzlich zu viel Geld........

      Naja, ich werde dieses Thema nochmal mit ihm durchsprechen und ihm meinen Standpunkt darlegen und dann werde ich ja sehen, wie und wo wir uns einigen können.

      Danke und LG
      sammy

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