Aufgabenverteilung in der Ehe

    • (1) 17.06.12 - 19:48
      binichzuengstirnig?!

      Hallo und einen schönen guten Abend,

      ich schreibe heute, weil ich einfach mal Eure Meinung haben möchte - dies sollte kein Tread werden, wie arm ich dran brin und wie böse mein Mann ist ;-) Nein, ich bemerke an mir nur gerade eine kleine Stumme aufschreien, die sagt, hier läuft vielleicht was nicht so richtig.
      Nun kurz zu unsere Situation:

      1. Mein Mann ist, wenn er da ist ein liebevoller Mann, der mir versucht zu helfen, wo er nur kann. Allerdings , wei ß ich nicht, wie ich unsere Aufgabenverteilung sehen soll. Mein Mann hat eine Vollzeitstelle, die er sehr liebt. Er hat hierbei die Möglichkeit, auch mal einen ganzen Tag zu entspannen, da er lediglich Bereitschaftsdienst hat. Seine Arbeit besteht aus reinem Schichtdienst, Tag und Nacht, von Montag bis Sonntag. Natürlich nicht jeden Tag, aber er kommt auf seine 50 Stunden, allein durch seine Hauptarbeit. Leider ist diese Arbeit ehe als ein bezahltes Hobby zu sehen, er verdient sehr sehr wenig. So kommt es, dass er noch auf selbständiger Basis Veranstaltungen als Nebenjob hat. Diese sind etwas besser bezahlt, sie nehmen aber auch sehr viel Zeit in Anspruch, nicht nur den Auftritt, sondern auch die Vorbereitung und die Arbeit danach ( Abbau, was gut und gerne mal einen Tag dauert. Durch die Auftritte genießt er hohes Ansehen...Er hat allerdings Jobangebote ( Hauptjob) , die durchaus besser bezahlt sind - Sie haben nur den Nachteil, dass er halt wirklich 8 Stunden täglich ARBEITEN müsste. Er lehnt allerdings ab.... NUn ist es so, dass mein Mann SO wenig verdient, dass er lediglich einen Bruchteil an Miete bezahlen kann und der Rest geht für Schuldentilgung drauf ( Er hat knapp 3 Jahre versucht sich mit Werbung selbständig zu mache und zudem kann er mit Geld absolut nicht umgehen). Nun bleibt der Rest der finanziellen Sorge an mir hängen.

      2. kommen Wir zu meiner Situation: Ich bin derzeit mit dem 3. Kind schwanger, und kümmere mich um den Rest ( also 2 Kinder, Haushalt, Arbeit in jeder freien Minute, die ich habe). Genau das ist es, was manchmal ein sehr schwerer Balanceakt ist - erst die Kinder, dann meine Arbeit, die ich zwar Gott sein Dank von zuhause aus ausführen kann, ich habe zwar vormittags Betreuung für meine Kinder, leider muss ich soviel verdienen, dass ich Abends also auch noch arbeite. Ich bin stolz auf mich, liebe meine Arbeit und denke mir oft, es geht doch alles wunderbar und bin froh, dass mein Mann absolute Erfüllung in dem findet, was er tut, auch wenn ich wirklich alles, was die Familie und unserer Leben betrifft alleine schaffen muss. Ich habe auch niemanden, der mich unterstützen kann.

      Nun gab es gestern eine Situtation, die mich etwas zum nachdenken gebracht hat: Mein Mann war wieder einmal unterwegs - das ist er eigentlich immer - und hat mir aber versprochen, dass er Abends wieder da ist und unsere Kinder ins Bett bringt ( bis alle Kinder im Bett sind, ist es mindestens 9 Uhr, das ist dann oft wirklich noch schwer, anständige und hochwertige Arbeit abzuliefern - ). Ich war im sehr dankbar, denn ich bin nun hochschwanger und sollte auf Grund einer drohenden Früheburt eigentlich ins Krankenhaus gehen, geht aber nicht, weil die Versorgung der Kinder nicht gewährleistet ist ( Familienpflege ist gerade beantragt). Nun teilte er mir gestern abend mit, dass er doch erst in der Nacht heimkommt, somit war ich wieder einmal auf mich alleine gestellt. Das sind dann die Situationen, wo ich einfach nur heulen könnte, weil ich merke, dass ich alles alleine machen muss. In solchen Situationen sehe ich dann auch leider nur das Negative an ihm, dass er nur heimkommt um zu schlafen - wenn überhaupt- und zum Essen kommt und seine frischgewaschene Wäsche holt.
      Seine Sachen lässt er dann stehen, die Bierflaschen entdecke ich dann unterm Bett, und die Dreckwäsche wird auf den Boden verstreut.

      Nun stellt sich mir die Frage, ob ich einfach nur so denke, wenn ich selber überfordert bin und am Ende meiner Kräfte ( Freizeit habe ich in Form von Schlafen, wenn überhaupt). Denn meist sehe ich ja, das es geht und ich froh bin, dass meine Mann seine Berufung gefunden hat. NUn würde mich einfach nur interessieren, wie Ihr das sehen würdet, wenn Ihr in meiner Lage wärt...

      Danke!!!!

      Binichzuentstirnig

      • (2) 17.06.12 - 19:59

        Hallo,

        manchmal sehen Männer die Dinge wirklich nicht so wie wir, man könnte auch sagen lässiger, weil sie die Tragweite nicht sehen. Ich weiß das tröstet nicht, aber manchmal kommt ebend unverhoft noch etwas auf der Arbeit dazwischen und schon kann ein Versprechen, wo wir uns dann darauf verlassen, nicht gehalten werden.

        Ich habe auch lange Zeit damit verbracht mich darüber aufzuregen oder mit meinem Mann deswegen zu streiten, bis ich mich in seine Lage versetzt habe, d.h man kann nicht alles stehen und liegen lassen, wenn der Chef sagt es muß noch was erledigt werden, auch wenn man ein Versprechen noch so gerne einhalten würde.

        Ihr solltet euch zusammensetzen und ehrlich miteinander reden, warum er zu spät kommt usw.

        Wünsch euch eine Lösung

        LG

        • (3) 17.06.12 - 20:04
          binichzuengstirnig

          Hallo,

          genau so sehe ich das auch meist, deswegen danke Dir, denn meistens klappt ja auch alles soweit ganz gut, auch wenn ich oft auf dem Zahnfleisch dahergekrochen habe. Aber ich wollte es ja so ;-) und die Kinder werden ja auch größer...
          Zudem ist er ja keiner, der dann vorm PC zockt oder faul auf der Couc liegt ....

          Danke Dir!!!

      Meines Erachtens kann ein Mann, der auf Bereitschaft ist den Grossteil der einfachen Aufgaben im Haushalt durchaus übernehmen. Heisst Wäsche waschen, Abwasch usw gehen auf seine Kappe. Auch kann er sich wunderbar in der Kinderbetreuung einbringen, so kannst dass Du Dich auf Deinen Job konzentrieren kannst, und nicht erst nachts arbeiten musst.

      Sachen, wie Bierflaschen zurück in die Kiste stellen und Wäsche in den Wäschekorb bringen sind hierbei ausdrücklich keine Haushaltsaufgaben, sondern eine Selbstverständlichkeit.

      ICH verstehe nicht, wie man das, auch als Mann, überhaupt anders sehen kann.

      Die Sache mit der unvorhergesehenen längeren Arbeitszeit, kann jedem passieren. Dadurch kann schonmal eine Abmachung hinfällig werden. Aber auch das ist keine Einbahnstraße...

      Zu engstirnig? nö. Sehe ich nicht...
      Du lässt Deinem Mann alle Freiheiten und lässt ihm scheinbar vieles durchgehen... Füer ihn ist das klasse...

      'Ganz ehrlich dein Mann ist ein D.... sorry aber so empfinde ich das. Du brauchst Hilfe und er leistet sie nicht. Sein Hobby ist ihm ja gegönnt aber wenn er arbeitet, Stunden schrubbt wie nichts nur damit nichts verdient, aber es genießt da nichts tun zu müssen weicht er doch aus. Gut wenn er dann Stunden damit verbringen muß, dann nebenbei zu schaffen hat er keine Zeit mehr für die Familie.

      Das ist doch auch nicht richtig. H:aste ihn mal gefragt was er eigentlich will?
      Ela

    "ich bemerke an mir nur gerade eine kleine Stumme aufschreien" - Bemerkenswert - ich dachte immer, dass Stumme nicht sprechen, geschweige denn schreien können. :-p

    Ich finde es sehr bemerkenswert, das du deinem Mann in dem was er gerne tut unterstützt....ABER es sollte nicht zu deinen Lasten gehen!!!!

    So wie es aussieht, belastet es dich stark, zumal ja finanziell nicht wirklich was dabei herauskommt.

    Rede mit deinem Mann! Mein Mann und ich haben uns ganz ausführlich über die Pflichten im Haushalt/Kind/Beruf unterhalten, weil es mir manchmal zu viel wurde/wird. Seine Antwort war dann meist, natürlich möchte ich gerne mithelfen, aber du lässt mich nicht oder du hast bereits alles fertig, wenn ich nach Hause komme.

    Ich will damit sagen, daß wir manchmal auch ein bißchen selbst Schuld sind!#winke

    Ich finde, so geht das nicht!

    Wenn ein Mann so einen Bombenjob hat, dass Geld im Überfluss da ist, dann ist es o.k., wenn er nix im Haushalt macht, dann muss halt Servicepersonal ran.

    Aber das hier:

    Seine Arbeit besteht aus reinem Schichtdienst, Tag und Nacht, von Montag bis Sonntag. Natürlich nicht jeden Tag, aber er kommt auf seine 50 Stunden, allein durch seine Hauptarbeit. Leider ist diese Arbeit ehe als ein bezahltes Hobby zu sehen, er verdient sehr sehr wenig. So kommt es, dass er noch auf selbständiger Basis Veranstaltungen als Nebenjob hat.

    würde ich nicht akzeptieren.

    Musst Du wissen, ob Du Dir das gibst.

    Gruß

    Manavgat

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