Kämpfen oder nicht?

    • (1) 04.07.12 - 15:13
      Was tun?

      Hallo ihr Lieben.

      Wenn ein Mann sagt "Ich liebe dich, aber ich kann dich nicht glücklich machen. Ich möchte nicht, dass du weiterhin unglücklich an meiner Seite bist und das ist das, was zählt für mich", lohnt es sich, ihn noch vom Gegenteil zu überzeugen?

      Habt ihr Erfahrung mit solchen Aussagen?

      Liebe Grüße :)

      • Es sind zu wenige Infos. Aufgrund welche Fakten stellt er fest, dass er dich nicht glücklich machen kannst? Bist du denn unglücklich an seiner Seite?
        Wenn nicht, warum denkt er das?

        • (3) 04.07.12 - 15:30

          Wir sind beide noch relativ jung, er ist 26, ich 24.

          Er hat einen harten Job, in dem er viel und lange arbeiten muss. Ich bin eher der Mensch, der gerne dann freie Zeit für die Beziehung nutzt, weil eben im Alltag schon zu wenig Zeit und Kraft für die Beziehung da ist. Er ist ein Mensch, der sagt, "ich möchte mein ganzes Leben mit dir verbringen, da kommt es auf einen Tag nicht an." Er braucht auch viel Zeit für sich allein.
          Er fühlt es dann als Angriff, wenn ich nicht glücklich reagiere, wenn er auch samstags voll arbeiten muss, oder er wie jetzt entschieden hatte, zu einem Festival zu fahren. Er fühlt sich dann eingeengt und ich missverstanden. Jetzt hat es geknallt und jetzt reagiert er mit solchen Äußerungen ablehnend.

          Ich bin im Großen und Ganzen bin ich glücklich mit ihm an meiner Seite, nur diese fehlende Zeit, diese ständigen Missverständnisse zermürben uns beide.

            • (5) 04.07.12 - 23:52

              Also ich finde das weder schonend noch nett.

              Sowas kann man(n) mit sehr viel mehr Anstand über die Bühne bringen. Klare Verhältnisse schaffen wäre mal ein Anfang, und nicht so rumeiern à la "Ich mache dich unglücklich, also mache du Schluss". Was für ein egoistischer Idiot, der Typ.

              • (6) 05.07.12 - 14:58

                Das war auch eher ironisch gemeint.
                Sorry, hab ich mich da wahrscheinlich ein wenig falsch ausgedrückt, bzw. hätte die beiden Wörter schonend und nett in Anführungszeichen schreiben sollen.

                Ich finde seine Ausrede nämlich auch nicht nett, ganz im Gegenteil, ich bin auch für offene Worte.
                Er denkt aber wahrscheinlich, so bringt er es nett und schonend rüber und ist nicht mies, im Gegenteil, er denkt wahrscheinlich noch, dass alle meine was für eine netter Kerl er doch ist, weil es ihm ja schließlich nur darum geht, dass sie nicht unglücklich ist.

          (7) 04.07.12 - 23:47
          War das nicht der...

          ... der auf ein Festival mit seiner Kumpeline fährt über seinen Geburtstag und du hattest keinen Bock mitzufahren? Da war doch neulich schon mal so ein Thread.

    Wie willst du ihn vom Gegenteil überzeugen, wenn er doch mit seiner Aussage Recht hat? Du willst gemeinsame Zeit, er beruflich voran kommen. Die wenige Zeit, die er hat, will er intensiv nutzen, auf eine Art, die nicht dein Ding ist. Ich sehe eure gemeinsame Schnittmenge nicht. Geh mal nicht davon aus, dass sich Dinge ändern, gut, er mag vielleicht was ruhiger werden, was Festivals angeht aber die Einstellung zum Job ist schon eine grundlegende.

    Ich würde sagen er ist so sehr genervt von Deinem Zeitanspruch an ihn dass er sich trotz Gefühlen für Dich trennen würde.

    Wenn Du die Beziehung retten möchtest musst Du ihm die Zeit geben. Während er für sich ist solltest Du schauen was Dir gut tut, mit Freundinnen weggehen usw. und ihm zeigen dass Du an seiner Seite selbst glücklich sein kannst. Für viele Männer ist es unattraktiv und einfach zu anstrengend wenn die Partnerin ohne ihn nichts mit sich anzufangen weiß.
    Und je aktiver und strahlender Du für Dich selbst bist ohne ihn, desto mehr wird er wieder auf Dich zugehen. (ich spreche aus Erfahrung;-))

    Ganz viel Glück dabei!!!#klee
    munya

    Nee, hab ich noch nie von einem Mann gehört. Klingt auch erstmal (ohne die Umstände eurer Beziehung zu kennen) nach einer Ausrede. Wer den anderen liebt, sollte doch einiges dafür tun, um ihn und sich selbst damit glücklich zu machen. Wer so kampflos aufgibt, hat entweder gerade viel zu viel mit sich zu tun und ist unfähig, in einer Beziehung zu "agieren", oder er liebt dich nicht und traut sich nicht, den Schritt zur Trennung selbst zu wagen und überlässt dir damit die Entscheidung.

    Klar kannst du versuchen zu kämpfen - bei der Aussage deines Freundes/Mannes höre ich aber viel Resignation und keinen Kampfeswille heraus. Und allein wirst du eine Beziehung nicht retten können. Ich hab das ein halbes Jahr gerade versucht und du magst dir nicht ausmalen, wie frustrierend das ist zu merken, dass der andere nicht mitzieht. Allerdings: Ich hab alles ausgeschöpft und kann mir nicht vorwerfen, unsere Beziehung nicht versucht habe zu retten. Daher war der Kampf jetzt auch nicht ganz umsonst. Psychologisch gesehen jedenfalls. Aber eben total aufreibend das Ganze. Am ende hab ich ihn verlassen. Weil er zu feige war.

    Nehmt euch vielleicht jemanden zuhilfe, Mediatoren, Familientherapeuten, irgendwas. Jemand, der neutral draufschaut und euch im blödesten Fall sagen kann, dass das alles wohl ins Leere läuft. Oder euch aus der Sackgasse rausholt. Viel Glück!
    palo

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    Nicht.

    Wenn Du schon so fragst...
    lg c

    Joa, habe ich auch schon mal gehört. Heisst übersetzt: "Der Sex mit Dir ist toll, aber mehr wollte ich nie und jetzt ist es an der Zeit für mich weiterzuziehen.!"

    Gruß

    Lichtenstein

    Eine der wunderbarsten Arten, Schluss zu machen und auch nicht wirklich ud nicht die Verantwortung dafür übernehmen zu müssen, was dann passiert. Ein Klassiker.

    Eigentlich ist alles gesagt: ich möchte nicht, dass du weiterhin unglücklich an meiner Seite bist - heißt: wir sollten uns besser trennen.

    Und lockt Frauen in diese "Ich-überzeug-ihn-Falle" an der sie sich (leidend) abarbeiten können.

    Und wenn sie dabei leiden? Sagt er: Ich habe dir ja gesagt, dass du an meiner Seite unglücklich bist...

    Wenn er die Beziehung wirklich wollte, würde er sagen:

    Ich möchte daran arbeiten. Ich möchte etwas verändern. Du bist es mir wert, dass ich versuche, etwas zu ändern.

    Das wären Sätze, die Hoffnung machten.

    Dieses "Du bist unglücklich an meiner Seite" ist die Pseudo-Rücksicht des Egozentrikers.

    Du musst wissen, ob du deine Zeit und Energie mit einem Mann verschwendest, der NICHT sagt: ich will etwas ändern. Für dich.

    lg die hinterwäldlerin

(16) 04.07.12 - 20:43
wenn du mich fragst...

Hallo,

das ist meines Erachtens die nettere Formulierung für "Ich mag Dich zwar, aber ich bin's leid, Deine Ansprüche erfüllen zu müssen, und auf Dauer ist mir das zu anstrengend - such Dir einen anderen!".

Also nein, ich würde nicht sagen, dass es irgendeinen Kampf gibt, den Du da noch gewinnen könntest, sofern Du nicht bereit bist, Dich auch auf lange Sicht statt von ihm von Deinen Bedürfnissen zu trennen.

LG!

(17) 05.07.12 - 08:25

Danke für eure Antworten.

Meine Meinung ist ja auch, dass solche Sätze nicht kommen, wenn er ernsthaft wollen würde, die Beziehung zu retten und zu erhalten.
Aber das ist so ein zweischneidiges Schwert. Er sagt und betont ja auch vehement, dass ER glücklich ist an meiner Seite und er mich liebt. Alles etwas verworren.
Die Frage, wo Selbstaufgabe anfängt und Nächstenliebe aufhört, stelle ich mir in dieser Beziehung auch. Und trotzdem verbindet uns etwas.

Ich werde einfach abwarten und etwas relaxter an die Sache rangehen.

Liebe Grüße :)

P.S: Nein, ich habe zum Thema Festival bislang noch nicht gepostet.

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