Hand auf´s Herz - seid ihr glücklich in eurer Partnerschaft? Partner für´s Leben?

    • (1) 14.07.12 - 20:05
      unsicher2012

      Ich starte nun mal diese Umfrage weil ich gerne wissen möchte wie es bei anderen Paaren zu Hause aussieht.

      Bei uns ist es so, dass ich mir von Anfang an nicht sicher war ob er der Mann meines Lebens ist. Ich war immer kurz davor mich zu trennen, dann passierte wieder etwas, was mich umstimmte. Ich weiß auch nicht so recht wie es so weit kommen konnte, heute leben wir zusammen in einem schönen Haus und haben zwei Kinder. Wenn ich mein Leben refklektiere ist es nicht das, was ich wollte. Ich liebe meine Kinder und bin froh sie zu haben, aber bei meinem Partner kann ich das so nicht sagen. Ich mag ihn, zeitweise kommt es mir auch so vor als ob ich ihn liebe. Meine Liebe zu ihm ist aber sehr stimmungsabhängig. Oftmals nervt er mich so sehr, dass ich an allem zweifle und am liebsten gehen würde. Bis wieder etwas passiert, was mich umstimmt.

      Alles in allem bin ich zufrieden, frage mich aber oft ob ich mit DIESEM Mann alt werden möchte. Ich weiß es nicht.. Muss man das wissen???

      • hallo

        bei uns ist es auch so, das ich mich manchmal frage: bist du der mann, mit dem ich alt werden möchte?!?!? aber wenn ich ihn dann anschaue, kann ich diese frage ganz deutlich mit JA beantworten...

        ich denke es ist völlig normal, das man bis zu einem gewissen punkt überlegt, ob man das alles so will wie es ist. aber man sollte schon am ende der überlegung darauf kommen, das es so ist das man es will...und man, wie schon gesagt, die frage mit einem klaren JA beantworten kann....

        auch wenn wir uns öfter zoffen, bzw eher anzicken...ich weiß, das ich mit genau diesem mann alt werden möchte...unabhängig davon, das es nicht immer rosa sonnenschein ist...

        lg

        Als ich ganz sicher wusste, dass ich mit dem einen Mann eben gerade NICHT alt werden kann/will, habe ich "Stopp" gesagt.

        Aber das war ein weiter Weg dorthin, und dass er dort enden würde, wusste ich auch nicht.

        Hi,

        wir sind seit 14 Jahren zusammen, seit 11 verheiratet. Wir haben zwei Söhne und klar, es läuft nicht immer rosig. Sex wird weniger, manchmal knallt es das die Fetzten fliegen, manchmal könnte ich ihn erwürgen weil er wieder den Müll nicht rausgebracht hat oder die leeren Flaschen stehengelassen hat usw.

        Allerdings, wenn ich mir vorstelle meine Zukunft ohne ihn verbringen zu müssen könnte ich heulen. Also wird er wohl der richtige sein.

        Ist doch nur für den Rest meines Lebens^^

      • (5) 14.07.12 - 20:24

        Warum muss es der ,,Eine“ sein? Warum sich so verkrampfen und festlegen?
        Ich bin Mitte 20 und war grade 19 als ich meinen Freund kennengelernt habe. Wir haben auch ein Kind zusammen.
        Bei uns ist es aber nichts zwanghaftes. Wir verbringen gerne Zeit miteinander und lieben uns sehr. Sollte es irgendwann nicht mehr so sein, dann ist es so. Niemand kann Gefühle beeinflussen. Allerdings ist jeder seines Glückes schmied. Man entscheidet selbst mit wem er welche Wege gehen möchte.

        Es steht jedem Frei etwas zu ändern. Nach dieser Devise leben wir.

        Es ist doch so, egal ob du nach 2 Jahren, oder 20 Jahren Ehe merkst, es ist nicht das was du dir wünschst, hast du das Recht dein Leben anders zu gestalten. Wir leben alle nur einmal. Da haben wir das Recht auf ein Leben das wir uns selbst aussuchen.

        Viel Glück

        Interessante Umfrage.

        Kann ich eindeutig mit JA beantworten. Er soll der Vater meiner Kinder sein, der Mensch, den ich fuer den Rest meines Lebens lieben moechte. Auf einer rein koerperlichen Ebene ist das ein anderes Thema, aber da sind wir beide gleich gepolt. Ansonsten ist er definitiv der Mann meines Lebens.

        LG

        Biene

      • (7) 14.07.12 - 21:00

        Ja, bei mir ist es, wie bei dir, ich war mir von Anfang an nicht sicher, aber muss man das denn?
        Kurz vor der Trennung stand ich praktisch noch nicht, aber so in Gedanken, dachte ich mir schon manchmal "ich hab die Schnauze voll", aber immer, wenn ich sowas denke, läuft es dafür über Wochen oder gar Monate besonders toll (es ist kein besonderes Erlebnis, eher, als würde er spüren, dass DAS jetzt zuviel war und dann zeigt er eben, dass er auch anders kann). Ich denke auch manchmal, ob das wohl für den Rest meines Lebens so weiter gehen soll, oder wartet vielleicht doch noch etwas besseres auf mich? Aber eigentlich ärger ich mich manchmal nur über Kleinigkeiten und dann klappt es super, ohne eben diese Kleinigkeiten, es hätte mich sicher deutlich schlimmer treffen können, aber ob es wirklich DAS für den Rest meines Lebens ist, weiß ich nicht, aber ich habe auch noch massige Jahre Zeit dies herauszufinden (hoffe ich), kann es also auch noch ändern, wenn ich das möchte.

        LG

        Bei meinem ersten Partner war ich mir sehr sicher, aber nach 7 Jahren musste ich erkennen, das ich gegen seine Mutter ein Nichts bin und bleibe. Bei meinem zweiten Partner war ich mir anfangs sicher, nach der Heirat allerdings aenderte er sich von Jahr zu Jahr immer mehr zum schlechtem.

        Und nun habe ich meine dritte Beziehung und die begann schon ganz anders. Sie ist sehr tiefgründig und ich muss sagen das ich noch nie so tief und fest geliebt habe. Obwohl ich vorher ja auch sagen konnte das ich meinen Ex damals liebte. Aber jetzt ist das Gefühl soooo anders. Ich kann das nicht erklaeren. Und ich bin mir 100prozentig sicher das ich mit diesem Mann alt werde, meine unerfüllten Wünsche mit ihm erfülle. Wir haben so viele Gemeinsamkeiten und gleiche Wertvorstellungen und Ziele.

        Ich freue mich auf die Hochzeit Ende diesen Jahres und das hoffentlich bald das gemeinsame Kind entsteht. Ich habe mich noch nie so intensiv aud das alles gefreut wie jetzt.

        Ja er ist es.#verliebt

        (9) 14.07.12 - 21:07

        Das ist schwierig , mental ja ,emotional ja

        Sexuell nein

        Entwicklungen lassen sich nicht immer aufhalten .
        Ich weiß noch nicht ob ich alles in Einklang bringen kann

        Hallo,

        also ich bin der Meinung, wenn es der Partner fürs Leben ist, dann weißt Du es einfach, weil Du es spürst. Ob man aber das restliche Leben zusammen verbringen wird, ist natürlich die andere Frage.
        Ich kann von mir sagen, dass ich den Mann meines Leben gefunden habe. Wir sind seit 10 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet und haben drei wunderbare Töchter. ABER mittlerweile weiß ich nicht, ob wir wirklich für immer zusammenbleiben, dafür herrschen einfach zu viele Konflikte zwischen uns wo ich einfach nicht weiß, wie lange man das mitmacht. Hat aber nichts mit dem Gefühl zu tun, diesen Menschen zu leben und dem Wunsch, ein Leben lang zusammen zu bleiben. :-)

        lg
        jiggi

        (11) 14.07.12 - 21:21

        Lass sagen, ich bin einen guten Kompromiss eingegangen. Ich hatte es nie leicht, Männer kennenzulernen, ich hatte einen riesigen Freundes- und Bekanntenkreis, aber beziehunstechnisch hat sich nicht viel getan.

        Ich muss dazu sagen, dass mein Elternhaus nicht besonders intakt war und ich mit 16 für eine Ausbildung schon ausgezogen bin (recht weit weg). Meine Eltern haben sich dann nicht weiter gekümmert (nur Geld überwiesen). Nach meiner Ausbildung war ich noch ein Jahr AuPair bei einer supernetten Familie und irgendwie habe ich mich danach ganz schrecklich nach genau so einem Familienleben gesehnt. Als ich weg musste, habe ich tagelang nur geweint, ich fühlte mich wie ein Teil von ihnen. Daher ist es vielleicht etwas anders bei mir, da ich den Wunsch Familie und Partnerschaft nie so wirklich trennen konnte.

        Der Ausbildungsort war ein relativ kleines Dorf, ich hatte am WE immer frei und habe mich wirklich total einsam gefühlt. Heute hätte ich ganz andere Strategien dafür entwickelt. Daher bin ich dann meine Beziehung mit einem zehn Jahre älteren Mann eingangen und es war am Anfang super .... er sah super aus, hatte einen guten, angesehen Beruf, hatte ein Auto, war nett und fürsorglich. Leider hat er sich immer mehr zum manipulativen Narzisten entwickelt, da er wusste, ich war von ihm abhängig. Er hat mich übelst behandelt und betrogen - heute denke ich, Gott-sei-Dank, so habe ich dann den Absprung geschafft, allerdings war ich dann fertig, von Suizidgedanken gequält.

        Ich hatte dann viele Beziehungsanfänge, die gut anfingen, man traf sich 2-3 oder 4mal, unternahm Dinge, verstand sich gut und dann war Funkstille. Ich weiß nicht, ob das doofe Zufälle waren, aber es zog mich immer total runter, einfach, weil der Kontaktabbruch immer so plötzlich kam, unerwartet und weiß nicht, woran es lag, es war so ein seltsames Muster.

        Dann, mit 27, tickte auch noch meine innere Uhr. Heute weiß ich, dass es lächerlich war, aber ich hatte ganz stark das Gefühl, dass ich mein Leben lang alleine bleiben würde und davor hatte ich panische Angst, nie Mutter zu werden, nie mehr zu einer Familie zu gehören und nie zu heiraten.

        Als sich da mein bester Freund in mich verliebte, habe ich "zugeschlagen". Es war wie die Wahl er oder allein und allein ging gar nicht. Ich habe echt ganz traumatische Alleinerfahrungen gemacht.

        Es ist okay, wir haben Kinder, verstehen uns gut, es fehlt aber das "gewisse Etwas", mir zumindest. Wir sind nicht unglücklich, wir sind glaube ich wirklich gute Eltern, da unser Fokus auf unseren Kindern liegt und eine glückliche Familie. Wir sind kein besonders glückliches Paar, was daran liegt, dass wir einfach viel aneinander vorbeileben. Das war eben der Preis. Über Trennung denke ich nicht nach, das letzte Kind ist klein und so schlecht läuft es nicht. Es fehlt halt das gewisse Etwas.

        (12) 14.07.12 - 21:30

        ich glaube nicht an ein generelles "für immer". dennoch freue ich mich, wenn wir es schaffen. wir sind seit 11 jahren zusammen, seit 3 jahren verheiratet und haben schon so manche knallharte zeit miteinander durchgemacht. es gibt immer mal wieder phasen, in denen ich denke, jetzt geht es nicht weiter, ich will das nicht mehr. und ich weiss, dass auch er diese phasen schon hatte.

        im moment vertragen wir uns sehr gut, alles ist aufgeräumt zwischen uns und auch wenn ich "glücklich" für einen temporären zustand halte, immerhin, im moment sind wir das. auch wenn ich natürlich mal genervt von ihm bin und er auch von mir.

        ich glaube gar nicht, dass man wissen muss, ob man wirklich mit jemandem alt werden will. ich weiss doch gar nicht, wie ich selbst in fünf, zehn oder zwanzig jahren sein werde. wie soll ich dann erst wissen, wie er da wohl sein wird und ob ich ihn dann noch leiden kann oder gar liebe.

        die letzten jahre haben mir gezeigt: eine beziehung ist nicht statisch, alles verändert sich ständig. für mich hab ich daraus den schluss gezogen, dass nicht entscheidend ist, dass meine gefühle jeden tag die gleichen sind. sondern dass unser tempo in etwa das gleiche ist und das wir ungefähr in die gleiche richtung gehen. dass man sich nicht aus den augen verliert, sondern im austausch bleibt.

        Hallo,
        wenn ich darüber nachdenke:
        nein, dieses Leben hatte ich mir nicht erträumt, aber ich bin sehr glücklich, wie es jetzt ist.

        Ich wollte immer Karriere machen, im Ausland arbeiten usw.
        Dann lernte ich meinen Mann kennen. Er hätte mir nie Steine in den Weg gelegt, unterstützt mich in allem - aber ohne ihn sein, nein, das kommt für mich nicht in Frage.

        Gekrönt hat das Ganze unser Sohn, und den würde ich sowieso niemals missen wollen. Meine Karriere nehme ich trotzdem in Angriff, allerdings ganz anders, als damals gedacht...

        LG

        (14) 14.07.12 - 22:04
        Gänsehaut, weil.....

        ... dein Text genauso von mir hätte stammen können! Jeder Satz passt. Nur bisher habe ich mir das noch nie so konkret eingestanden. Obwohl mein Innenleben mir genau das sagt, was du schreibst und ich immer mehr zu der Erkenntnis komme, dass das so nicht auf Dauer weitergehen kann. Aber ich kriege den A.... nicht hoch, etwas zu ändern. Mir fehlt der Mut, ich bin feige, zu bequem, zu ängstlich... .
        Deine (meine) beschriebene Situation ist eine, in der man im anderen Fall seiner besten Freundin sagen würde: Das reicht nicht fürs Leben, änder was.Aber leichter gesagt als getan.

        Glaubst du, dass du so bis ans Ende aller Tage halbwegs glücklich und zufrieden sein kannst?

        Herzliche Grüße

        • (15) 14.07.12 - 22:22

          Ich finde es ...faszinierend...? beängstigend...? dass es auch noch andere gibt, denen es so geht wie mir.
          Und ganz ehrlich: Ich bin auch zu feige, bequem, zu ängstlich.
          Ich weiß, dass ich mit den Kindern alleine wunderbar klarkommen würde (ich war vor ihm 3 Jahre alleinerziehend), DAVOR habe ich keine Angst. Aber wir leben hier nun in diesem schönen Haus, ich habe Angst vor einem sozialen Abstieg, der Weg dahin! Umzug, neue Möbel, das alles den Kindern + Umfeld erklären. Dann danach der Umgang mit dem Vater, usw. Denn: Ganz los komme ich von ihm niemals, wir haben das Kind zusammen. Also: Wir müssten uns arrangieren. Und dafür fehlt mir momentan wirklich der Nerv.

          Aber ich bin froh wenn er nicht da ist, ich freue mich mittlerweile schon fast, wenn wir uns streiten, damit ich eine Ausrede habe den Abend am PC zu verbringen und nicht mit ihm vor dem Fernseher.. Krank, oder?
          Aber dann kommen eben auch wieder die schönen Momente als Paar, Familie...

          Ehrlich: Ich weiß es nicht wie lange das so noch gutgehen kann...

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