Ich ertrage die Papa-Wochenenden nicht!

    • (1) 16.07.12 - 16:41
      Papawochende

      Bitte hackt nicht gleich auf mich ein von wegen das arme Kind...

      Mein Freund hat einen elfjährigen Sohn ehelichen Sohn. Von der Mutter ist er nicht geschieden, lebt aber seit 5 Jahren von ihr getrennt, davon seit 3 Jahren mit mir zusammen. Ende letzten Jahres war ich ungeplant trotz Verhütung schwanger und habe auch (!) auf seinen Wunsch hin abgetrieben. Für mich kam ein Kind zu diesem Zeitpunkt zwar absolut nicht infrage, trotzdem ist mir der endgültige Schritt sehr schwer gefallen. Sein Argument dagegen war unter anderem, dass er kein weiteres Kind mehr will, weil er das seinem Sohn nicht antun will. Der würde sich zurückgesetzt fühlen und das kommt für ihn als Vater nicht in Frage. Er hat und will nur dieses eine Kind. Da ich aus diversen Gründen auch den Abbruch wollte, war mir die Tragweite dieser Aussage zu dem Zeitpunkt gar nicht bewußt.

      Jetzt ist es allerdings so, dass der "kleine Prinz" alle 14 Tage am Wochenende bei uns ist und seinen Vater komplett in Beschlag nimmt. Klar, sein gutes Recht, aber mir ist das auf einmal ein Dorn im Auge. Neulich sind wir durch die Stadt spaziert, mein Freund hatte mich an der linken und den Sohn an der rechten Hand. Als dem Kind plötzlich auffiel, dass nicht nur er an der Hand geht, sondern auch ich, hat er sich von seiner Seite losgemacht, hat die Hand meines Freundes aus meiner gezogen und sie einfach mit den Worten, ich will links von dir gehen genommen.

      Mein Freund hat das so hingenommen, ohne auch nur mal auf die Idee zu kommen, dass das für mich gerade verletzend war. Das ist zwar nur ein kleines Beispiel, aber spiegelt die Situation sehr deutlich dar. Für meinen Partner rangiere ich an zweiter Stelle, was ja auch irgendwo verständlich ist, schließlich ist es sein Kind.

      In letzter Zeit kommen mir immer öfter Zweifel an der Richtigkeit des Abbruchs und an den besagten Wochenenden ist es besonders schlimm. Mein Kind ist durch meine Schuld nicht mehr da und mein Partner und sein Sohn spielen heile Familie und drängen mich da einfach raus.

      Ich bin so traurig darüber, mit meinem Freund kann ich darüber nicht reden, der kommt immer sofort mit dem Argument, wenn ich Kinder hätte, würde ich verstehen, in welcher Zwickmühle er ist. Ich finde das so ungerecht und weiß nicht, wie lange ich das noch durchhalte.

      Sorry für den langen Text, das mußte mal raus...

      • Nict wirklich hilfreich

        Für den letzten Satz würde es ne ohrfeige setzen danach wäre ich weg

        So ich Versuch es nochmal hilfreich

        Möchtest du Familie ?
        Mit diesem Mann wirst du nämlich nie eine haben

        Wenn du keine Kinder haben möchtest sollte der Sohn alle 14 Tage auszuhalten sein
        Der Bengel kann nix dafür

        Der benimmt sich nur wie es von ihm erwartet wird

        Lg und starke nerven

        oh mann, da kommen bei mir ganz schwarze Gedanken auf.

        seh her mein Sohn, dieses Baby ist jetzt tot, damit ich als Vater mich nie mit dem Thema Geschwisterrivalität abgeben muss. Ihr hättet Euch eh nicht gemocht, weil ich Dich zu einem genau solchen Egomanen erziehn will, wie ich einer bin.

        Wenn ich ehrlich bin beschleicht mich beim Lesen Deines Postings der Verdacht, dass die Gefühle Deines Freundes für Dich einfach nicht die sind, die Du erwartest. Es scheint nicht die grosse Liebe zu sein, sondern eher die nette Beigabe, bis sich etwas Besseres findet.

        Vielelicht liege ich auch falsch, aber ich kann nicht glauben, dass man seine Frau/Freundin so behandelt, wenn man sie aufrichtig liebt. Er scheint Deine Bedürfnisse überhaupt nicht wahr zu nehmen..

      • Hallo!

        An dem Abbruch gibts nichts mehr zu rütteln, passiert ist passiert. Darüber brauchst du nun nicht mehr nachdenken.

        Meine Schwester war auch mal mit einem Mann zusammen der schon ein Kind hatte. Sie hat sich dann getrennt, weil das Kind immer vorging. Solltest du halt abwägen, ob du das auf Dauer mitmachen willst. Wenn du dich aber für die Beziehung entscheidest, solltest du auch dahinter stehen und über so Eifersüchteleien eines 11jährigen hinwegsehen können. Das würde ich nicht so persönlich nehmen.

        LG

        (6) 16.07.12 - 19:46

        Hallo,

        wie verstehst du dich denn außerhalb der Papa-Wochenenden mit deinem Freund?

        Mir kommt es ein bisschen so vor, als ob er nicht ganz zu dir steht.

        Für ein Kind ist es immer eine Umstellung, wenn es ein Geschwisterchen bekommt, aber das lernen Kinder und Kinder müssen auch lernen, nicht immer die Nummer eins zu sein. Nur weil der Junge auf die andere Seite will, springt er gleich und du wirst abgeschoben? Ich finde das Verhalten deines Freundes falsch. Wenn sein Sohn auf die andere Seite will, hätte dein Freund auch sagen können, dass ihr tauscht und du halt auf die andere Seite gehst.

        Das man bei Kindern besondere Rücksicht nach einer Trennung nimmt ist klar, aber dein Freund ist schon 5 Jahre getrennt, du bist mit deinem Freund 3 Jahre zusammen, da kann ein Kind schon lernen, dass es auch eine Liebe zum Lebenspartner gibt und daher die Liebe zum Kind nicht weniger wird.

        LG

      • "Mein Kind ist durch meine Schuld nicht mehr da und mein Partner und sein Sohn spielen heile Familie und drängen mich da einfach raus. "

        Du übertreibst. Und Du solltest nicht alles miteinander vermengen.

        Problem 1: Du selber warst dafür, die Schwangerschaft abzubrechen. Dein Freund hätte Dich nicht dazu zwingen können. Dass Du jetzt Zweifal daran hast, ist normal - wer hätte die nicht zeitweise?

        Problem 2: Du fühlst Dich ausgeschlossen. Das solltest Du mit Deinem Freund besprechen. Vielleicht macht er alles etwas instinktiv und ohne zu überlegen? Hat er evtl. ein schlechtes Gewissen gegenüber seinem Sohn? Er sieht ihn ja immerhin nur sehr selten. Da solltest Du schon nachsichtig sein. Und, wie gesagt, darüber reden.

        Problem 3: Du hättest gerne eigene Kinder. Ich selber habe 2 Kinder, mein Freund hat auch zwei Kinder. Wir haben gerade vorgestern darüber gesprochen, ob wir ein gemeinsamen Kind wollen. Ergebnis: wir beiden haben Angst, dass es unsere Kinder negativ auffassen würden - und wollen es deshalb nicht. Ich kann die Bedenken Deines Freundes deshalb verstehen. Zumal er auch sicher Angst hat, wieder ein Kind in die Welt zu setzen, dass dann evtl. von ihm getrennt aufwachsen muss. Er hat nun einmal diese schelchte Erfahrung und vielleicht Angst, dass sich die Geschichte wiederholt. Bei Dir sieht das anders aus, da Du noch kein eigenes Kind hast. Da gilt es grundsätzlich zu klären, ob Du auf Dauer das akzeptieren kannst oder nicht.

        Wenn du Kinder hättest..... dann sag dem Deppen doch mal das du schließlich SEIN Kind leider nicht hast. Dann sollte er seine Sprüch mal runterfahren. und wenn er sein Kind nicht zurücksetzen will dann hätte er sich niemals ne andere Frau anschaffen sollen als seine Mutter!!! ( also die des Jungen).

        Ehrlich was willste denn mit dem?
        Gruß Ela

        (9) 16.07.12 - 21:28

        Du hast ein großes Problem mit deiner Abtreibung, deshalb kannst du die Papawochenenden nicht ertragen.
        Dass der Sohn deinen Freund sehr beanstsprucht, halte ich für sehr normal, schließlich vermisst er ihn sicherlich und hat ihn nur wenige Tage im Monat. Außerdem drängst du dich aus seiner Sicht zwischen ihn und seinen Vater, schließlich war er ja zuerst da.
        Und du wusstes von Anfang an, dass dein Partner einen Sohn hat und dass das nicht ganz einfach werden würde, war dir sicher auch klar.
        Die neue Freundin ist doch für viel Trennungskinder ein richtiges Problem.

        Du hast die Entscheidung zur Abtreibung getroffen, weil du damals kein Kind wolltest. Du kannst dafür jetzt weder deinen Freund noch dessen Sohn verantwortlich machen.

        Jetzt musst du versuchen irgendwie damit klar zu kommen und das ganze aufarbeiten. Wie du das am besten hinbekommst und inwieweit es überhaupt möglich ist, weiß ich leider nicht, sicherlich gibt es aber dafür Beratungsstellen oder ähnliches.
        Außerdem solltest du dir darüber klar werden, ob und wann du Kinder möchtest und ob dies mit deinem jetztigen Partner möglich ist.

        Und du solltest deinem Freund auf jeden Fall erzählen, welch großes Problem du mit der Abtreibung hast, vielleicht kann er deine Abneigung gegen die Papawochenenden dann besser verstehen.
        Und wenn diese Wochenenden für dich zu belastend sind, dann lass die beiden Männer doch alleine ihre Zeit genießen und unternimm du zB etwas mit einer Freundin oder auch allein. Das ist auf jeden Fall besser, als am heile-Welt-Getue zugrunde zu gehen. Es sind ja nur vielleicht 5 Tage im Monat, die restliche Zeit hast du deinen Mann ja für dich;-).

        Hallo, ist das Problem nicht eigentlich, dass er keine Kinder (mehr) will, also keine Kinder mit Dir will? Willst Du (irgendwann) Kinder?
        Nach meinem Empfinden ist das die eigentliche Frage, und nicht die Papawochenenden oder die Abtreibung.
        Alles Gute, doremi

        >>...weil er das seinem Sohn nicht antun will. Der würde sich zurückgesetzt fühlen...<<

        Dein Freund hat seinen Sohn als Ausrede dafür vorgeschoben, weil er kein Kind mehr will. Oder hat er sein Kind gefragt? Ich glaube kaum!

        Ein erwachsener Mann, für den ein Kind als Ausrede herhalten muß, wäre als Partner für mich untragbar und ich wäre in null/komma/nix weg.

        Glaube mir, Du wirst die Gedanken an die Abtreibung und seine Rolle dabei niemals mehr aus dem Kopf bekommen. Du kannst zwar noch an der Beziehung festhalten, aber sehr lange gebe ich Euch nicht mehr, denn das Vertrauen ist hinüber.

        Viele Grüße
        Trollmama

        Wie ist denn ansonsten dein Verhältnis zum Sohn?

        Warum kannst du nicht Teil der Familie sein? Du BIST doch Teil der Familie? Vermittelst du das dem Sohn?

        Das Kind muss lernen, dass ihr beiden nebeneinander bestehen könnt. In der Situation wäre ich auch verletzt gewesen. Andererseits weiss ich, wie Kinder das sehen.

        Was wäre passiert, wenn du gesagt hättest: "Schön, dann komm zwischen uns, Grosser." Und du hättest ihm deine Hand angeboten?

        Was nimmt dir der Junge weg, was du vorher hattest? Doch wohl nichts, oder? Denn der Junge war schon immer da.

        Du nimmst ihm in seinen Augen den Vater weg. DAS muss kommuniziert werden, immer und immer iweder, das dies nicht der Fall ist.
        Die Mutter würde auch an der Hand des Mannes gehen wollen und das Kind liesse das zu.

        Nun stellt sich die Frage, ob das Kind meint, du seist Schuld an der Trennung? Wenn dem so ist, dann muss der Papa, oder ihr beide zusammen, je nachdem, wie gut euer Verhältnis ist (aber es ist wohl eher nicht so gut), mit dem Kind darüber reden. Ich bin eigentlich immer für klare Worte. Die müssten vom Vater kommen.
        Ein Kind hat Ansprüche, die erfüllt werden sollen, es muss aber auch lernen, Zugeständnisse zu machen.
        Der Junge ist in der Pubertät, dann wird es noch schwieriger, denke ich.

        Dein Problem mit deiner Abtreibung, das ist ein anderes und du kannst den Jungen für nichts dahingehend verantwortlich machen.

        DU UND DEIN PARTNER, ihr allein seid verantwortlich für die Abtreibung, und für die Schwangerschaft zuvor. Ihr habt die Entscheidung gemeinsam getroffen und du WEISST, dass dein Partner KEIN Kind mehr möchte.

        Wie dem auch sei. Ich habe das Gefühl, der Mann weicht Konflikten gern aus. Das sollte sich ändern, denn es werden noch so einige auf ihn zukommen, und werden sie nicht angesprochen und gelöst, verdichten sie sich zu einem unlösbaren Knoten.

        Alles Liebe euch Dreien

        White

        P.S. Wenn du mit diesem Mann alt werden willst, dann sieh zu, dass du den Jungen lieben lernst (und er dich mindestens "mögen"), denn er wird "dein" einziges Kind bleiben.

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