Mutti ruft, Bub springt

    • (1) 21.07.12 - 08:40

      Hallo ihr lieben Urbianer/innen,

      ich bin zur Zeit sehr verwirrt und erhoffe mir zahlreiche Meinungen und Antworten.

      Es handelt sich um den Vater meines Kindes.

      Unsere Kleine war nicht geplant, ist dennoch sehr geliebt und ein Leben ohne könnte ich mir nicht mehr vorstellen #herzlich.

      Der Kindsvater lebt noch im Haus seiner Eltern, zusammen mit 2 anderen Brüdern.

      Er und sein Zwilling sind 27 , sein älterer Bruder 30.

      Ich hatte immer gehofft, das er mal in die Puschen kommt und er sich entweder eine eigene Wohnung sucht, auch um selbstständiger zu werden oder er zu mir zieht, wobei ich zum ersteren tendiere, da ich der Ansicht bin, das man mal alleine gelebt haben sollte.

      Mein/sein Problem ist seine Mutter.

      Im Grunde eine sehr nette Frau aber auf ihre Art äußerst dominant.

      Meiner Meinung nach kann sie ihren Sohn nicht loslassen und leidet am Helfersyndrom.

      Ich möchte euch folgend ein paar Bsp. aufzählen, das Ganze würde den Rahmen sprengen .

      • Kindsvater ist bei uns, Mutter ruft an, das ein Brief für ihn angekommen ist ( teilweise echt unwichtige Sachen wie Werbung etc. ). Dies kam etliche ! Male vor.

      • Gab es mal kein Brief oder ähnliches, so rief sie an um zu fragen wann er wiederkommt oder um zu fragen wie es ihm geht.

      • Kindsvater bei uns, ruft die Mutter an das die Oma eine Kerze auf ein Grab stellen will, er soll sie fahren. Er fährt direkt los um diese Dinge zu erledigen.

      • Seine Mutter durchsucht sein Zimmer .

      • Er darf keinen Schlüssel haben, da es ihr Haus ist. Privatsphäre also gleich null.

      • Weihnachten war er bei „ Mutti „ , da es doch immer so war das alle dann dort zusammensitzen.

      • Egal um was es geht, als erstes klärt Mutti das und ich werde vor vollendete Tatsachen gestellt.

      • Statt mal mit uns zu frühstücken geniesst er das Familienfrühstück bei sich zuhause.

      • An meinem Geburtstag hat er zuhause gesessen , kaum hat jmd. aus seiner Familie Geburtstag , springt er hin mit der Aussage:,, Das gehört sich ja wohl so ! „

      Und und und… wie gesagt ich könnte noch 1000 Sachen aufzählen.

      Sie weiss über ALLES Bescheid und dirigiert alles.

      Das Ende vom Lied war, das ich mich immer als letztes Glied einer langen Kette gesehen habe die Beziehung auf Eis gelegt habe, da ich darauf keine Lust mehr habe.

      Er versteht auch gar nicht, warum ich mich darüber aufrege und sieht sich im Recht und meint das ich absolut übertreibe.

      Ist es so? Übertreibe ich ?

      Ich persönlich fühle mich mittlerweile, als ob er mein kleiner Bruder wäre, der sich für alles das OK holen muss.

      Ich erhoffe mir hier Eure Meinungen , um meine Gedanken sortieren zu können ob ich ihm noch eine Chance geben soll oder das Kapitel Paarebene für immer abschliessen soll.

      Lieben Gruß #herzlich

      • Ich bin mit Beginn der Lehre zu Hause ausgezogen.Mein Ältester hatte seine eigene Wohnung mit 20.
        In der Familie deines Freundes scheinen sich alle bei Mutti am wohlsten zu fühlen.
        Was willst du mit so einem Muttersöhnchen? Im Grunde genommen bist du doch sowieso alleine.
        "Mutti" wird immer über dir stehen.Schieß den Kerl in den Wind,du findest was besseres.

        Hallo.

        Bei Deiner Schilderung fragt man ich, in welchem knappen Zeitfenster Ihr ein Kind gezeugt habt ...

        ... und Kind hin oder her ... sein Verhalten dürfte doch auch schon vor dem Kind so gewesen sein ...

        ... bei mir hätte diese Beziehung mit einem solchen Muttersöhnchen keine Woche überlebt.

        LG

          • Schon klar ... dennoch wundere ich mich, wie ihr Intimitäten bei diesen ständigen Störungen hinbekommen habt ...

            ... und warum hast Du Dir das Ganze so lange angesehen ... zumindest lange genug, dass ein Kind entstanden ist?

            • Eine gute Frage die ich mir auch zig mal gestellt habe.

              Weisst Du, ich glaube das da sehr viel Naivität mit im Spiel war.

              Er hatte mir etliche Male versprochen, die Situation zu verändern und ich "dummes Schaf" habe immer an das Gute geglaubt, das muss ich mir auch selber ankreiden.

              Er verdreht aber die Sachen, er versucht mir einzureden, das es in einer " funktionierenden Familie " diese ganzen Begebenheiten normal wäre.

              Auf meine Frage, ob es dann nicht normal wäre, die Zeit vermehrt mit dem Kind und der damals noch Partnerin zu verbringen da es ja normal wäre, kam keine Antwort.

              Er verdreht die Sachen, das ich manchmal denke das ich übertreibe, deshalb hoffe ich ja das ihr mir tüchtig den Kopf wascht.

              Lieben Gruß

              • Schieß ihn in den Wind ...

                ... er scheint schon genauso manipulativ wie seine Mutter zu sein ...

                ... und sieh zu, dass sein Einfluss und der seiner "funktionierenden" (krank triff es wohl eher) Familie auf das Kind so gering wie möglich ist.

                LG

                (8) 21.07.12 - 11:49

                "Er verdreht aber die Sachen, er versucht mir einzureden, das es in einer " funktionierenden Familie " diese ganzen Begebenheiten normal wäre."

                Dann soll er mal 1 weitere Familie aufzählen, wo ein Familienvater mit Ende 20 noch bei Muttern lebt, nach ihrer Pfeife tanzt und überhaupt keine Anstalten macht auszuziehen! Wie viele Freunde hat er denn, die noch zu Hause wohnen?
                Das ist ja richtig gruselig, was du beschreibst. Wenn es mal so weit kommt, weiß man, dass man als Mutter (also SEINE Mutter) bei der Erziehung seiner Kinder wohl alles falsch gemacht hat. Es sollte doch das Hauptziel sein die Kinder zu mündigen und selbstständigen Menschen zu erziehen. Das scheint fehlgeschlagen. SElbstbewusstsein hat dein Freund auch keines und das im wahrsten Sinne des Wortes: kein Selbst Bewusstsein. Er weiß nicht, was richtig oder falsch ist. So kann er auch nicht für das Richtige eintreten. Er ist von seiner Mutter abhängig, da sie ihm zum einen das Denken abnimmt und ihn anstatt zu eigenständigen Leben zu ermutigen, ihn weiterhin in Abhängigkeit hält und ihn schlicht und ergreifend emotional erpresst. Wahrscheinlich schon immer. Das ist eine unglaublich fiese Masche. Denn das alles passiert unter dem Deckmäntelchen der "Liebe" und "Fürsorglichkeit".

                Ich denke aus diesem Teufelskreis kommt er nur mit professioneller Hilfe raus. Die wird er jedoch nicht in Anspruch nehmen, weil er nie eine andere Familienkonstellation kennen gelernt hat und es als normal empfindet.

                Frag ihn doch einfach mal, wann er vorhat auszuziehen, eine eigene Familie zu gründen, selbstständig auf eigenen Füßen zu stehen? Mit 30, 40, 50? Wann fühlt er sich reif genug?

                Vielleicht schenkst du ihm mal ein paar Bücher in diese Richtung:

                http://www.amazon.de/Wege-aus-Abh%C3%A4ngigkeit-Destruktive-Beziehungen/dp/3423344636/ref=pd_sim_b_4

                ...lies mal die ersten SEiten...

                http://www.amazon.de/Emotionale-Erpressung-andere-Gef%C3%BChlen-drohen/dp/3442150892/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1342863562&sr=1-1

                auch hier:

                http://www.hilferuf.de/forum/familie/142163-druck-und-emotionale-erpressung-der-mutter.html

                Alles Gute und liebe Grüße
                Luka

                • Hallo :),

                  Deine Worte können eins zu eins von mir stammen.

                  Genau dies habe ich ihm über mehrere Jahre versucht zu vermitteln.

                  Leider nimmt er sich nichts davon an, aus Angst oder Hilflosigkeit , ich weiss es mittlerweile nicht mehr.

                  Mittlerweile rede ich auch gar nicht mehr viel in der Hoffnung das er GENAU DIES selber erkennt.

                  Ich habe auch versucht seiner Mutter die Augen zu öffnen was sie tut und das sie sich ggbfls. in eine Therapie begeben sollte um zu lernen die Kinder loszulassen, leider hatte sie es komplett falsch verstanden und bis vor kurzen kein Wort mehr mit mir geredet.

                  Trotzdem vielen Dank für Deinen Beitrag, ich werde mir auf jeden Fall diese Bücher zulegen. Es bleibt dann ihm überlassen ob er sich davon etwas annimmt. #herzlich

        (10) 21.07.12 - 09:49

        <<<.. bei mir hätte diese Beziehung mit einem solchen Muttersöhnchen keine Woche überlebt.<<<

        Also, daaaaas glaube ich dir jetzt aber nicht ;-)

    Einfach nur krank sowas! Ich finde, Du übertreibst nicht. Allein beim Lesen bleibt mir die Luft zum Atmen weg #zitter

    Die wichtigste Person in seinem Leben ist Mutti. Sie ist seine Familie und da wirst du immer herunter fallen, selbst wenn sie nicht mehr lebt. Dann hat sie dies oder jenes sooo viel besser gemacht ect. Du wirst sie nie erreichen.

    Ja, er ist ein Muttersöhnchen und er merkt es leider nicht.

    Hi,

    was ist der Mann denn eigentlich für DICH?
    Du sprichst immer nur vom

    - Vater meines Kindes
    - Kindsvater

    aber niemals mein Freund, mein Partner.....
    Das hört sich für mich so extrem distanziert an, auch alles andere, das ich fas Gefühl habe, das er sich lieber von seiner Mutter gängeln lässt, anstatt bei Dir zu sein.
    Nach Liebe, Partnerschaft, etd. hört es sich überhaupt nicht an.

    Lisa

Bis auf die Sache mit dem Schluessel seh ich da jetzt echt nichts verwerfliches? Er hat halt ein enges Verhaeltnis mit seiner Familie. Das ist schoen. Hab ich auch. Genauso wie mein Mann. Und das wuensche ich mir auch mit meinen Kindern, wenn sie mal erwachsen sind.

Dass er an deinem Geburtstag nicht bei dir war, ok, ein bissel seltsam. Aber warum sollte er nicht zu Familiengeburtstagen gehen, oder Weihnachten bei seiner Mutter sein? Muss man sich denn als Erwachsener von seinen Eltern isolieren?

Bzw, es wird ja im Normalfall nur erwartet dass ein Mann sich von den Eltern isoliert, ne Frau darf ein enges Verhaeltnis haben. Warum ist das so?

  • Gegen ein enges Verhältnis ist überhaupt nichts zu sagen, ich bin aber der Ansicht das es hier nicht mehr "normal " ist.

    Ja ich denke, das es normal wäre, wenn er Heiligabend bei seiner Tochter und mir ( damals noch Partnerin ) verbracht hätte und war deshalb sehr geknickt.

    Ich komme vermutlich wirklich distanziert rüber, das ist mittlerweile eine Art Eigenschutz.

    • Wirklich nach Familie klingt ihr eh nicht, wenn es dir eh lieber waere, dass er sich was eigenes sucht, anstatt mit Euch zusammen zu leben. Ich wuerd auch nicht in ne eigene Wohnung ziehen, weil mein Partner mir das befiehlt, damit ich erstmal lerne allein zu leben. Entweder mein Partner will mit mir zusammen leben oder nicht, und wenn nicht, dann darf ich ja wohl selbst entscheiden wo ich wohne.

      Das die Tochter zu dem Zeitpunkt schon da war, hab ich, ehrlich gesagt ueberlesen - denn so wie du schreibst, geht's nicht um Familie, sondern nur um dich. Die Tochter, und wie das Verhaeltnis zu ihrem Vater, Onkels und der Grossmutter ist, wird ja gar nicht erwaehnt.

      Und warum du nicht an Weihnachten mitgegangen bist, anstatt allein daheim zu hocken versteh ich auch nicht.

      Wir wechseln jedes Jahr Weihnachten zwischen meiner Familie und Schwiegerfamilie (wohnen zu weit auseindander, als dass man sie beide sehen koennte). Mich in der eigenen Huette mit Mann und Kind zu verkriechen, anstatt dass Fest mit so vielen meiner Lieben wie moeglich zu verbringen wuerde ich gar nicht wollen.

      Fuer mich klingt's so dass du aehnlich dominant wie seine Ma bist, und schmollst weil du deinen Willen nicht bekommst.

Er hat ein Kind und verbringt Weihnachten lieber mit seiner Mutter als mit seinem Kind. Das soll normal sein?

(20) 21.07.12 - 20:44

Kenn ich so etwas.
Bei meinem Freund ist es erst besser geworden als wir zusammen gezogen sind.

Mutti hat mittlerweile den Kontakt abgebrochen. Weiß der Teufel warum.
Nun ja, Mutti hat auch alles gemacht - Wäsche, Post, Behörden, Versicherungen.... einfach alles. Hatte Kontovollmacht und hat gewaltet wie sie wollte.

Er musste auch nach Auszug da viel zahlen.

Und gewehrt hat er sich nie. Vieleicht ist das der Grund warum Mutti sich jetzt nicht mehr meldet, denn der Geldhahn ist nun definitiv zu. Wir brauchen es ja für unsere Familie.
Diese Kontrolle von ihr ging wahnsinnig auf den Geist, aber dein Freund muss von alleine den Mut finden sich davon zu lösen. Sonst wird er ewig da bleiben.

Das schlimmste bei meinem Freund in der Familie ist aber der Umgangston. Die brüllt so laut ... und alle springen. Ich bin ehrlich froh das das vorbei ist!

So wie du es schreibst, fühle ich mich stark an meine erste Beziehung erinnert, ausser das wir kein Kind hatten. Ich habe sieben Jahre!!!!! um ihn gekaempft, bis ich dumme Kuh eingesehen habe, das seine Mama( und die war ein Hausdrachen) immer an erster Stelle bleibt und er nie ausziehen wird.
7 verlorene Jahre für mich.

Heute 11 Jahre spaeter, wohnt er mit 45 immer noch zu Hause, geschieden von einer Frau.

Ich will dir da nix einreden oder so, aber ich würde sagen, das du ohne ihn besser dran sein wirst.

Einen Mann von 27 Jahren kannst Du nicht "abnabeln" Das muss er selber wollen oder es eben für immer lassen. Du kannst ihm zwar signalisieren, dass Du hinter ihm stehst, wenn er sich von seiner Muter distanzieren möchte - wenn er das aber nicht will, kannst Du nichts tun.

Die Entscheidung, ob Du mit so einem Mann das Wagnis einer dauerhaften Verbindung eingehen möchtest, musst Du selber treffen.

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