Ehe schon seit 10 Monaten am Tiefpunkt!

    • (1) 06.08.12 - 20:23
      Hellseher müsste man sein

      Guten Abend!

      Ich weiß echt momentan nicht weiter, und ich kann mich auch keinem anvertrauen, solange ich selber nicht weiß, was ich will.

      Wir sind in einer total verkorksten Situation. Mein Mann und ich kennen uns seit 16 Jahren. Wir sind seit 4 Jahren verheiratet und haben zwei kleine Kinder.
      Es gab nie Streit, wir waren immer total happy, haben unser Leben genossen, sind viel verreist usw.
      Dann haben wir uns entschlossen ein Haus zu bauen, in dem wir jetzt ziemlich genau ein Jahr wohnen.

      Seitdem hat sich das Leben radikal verändert!
      Wir waren noch am Einräumen, als mein Mann von der Arbeit heim kam und ein Gesicht zog, als wäre jemand gestorben. Er hat in der Arbeit Mist gebaut und wurde gefeuert. Gerichtsverhandlung steht noch aus... Mir hat er alles Häppchenweise beigebracht.
      Seitdem hat er wieder eine gute Arbeitsstelle gefunden, allerdings nicht ganz so gut bezahlt. Und deshalb schufftet er sich den Ar... ab, damit Geld reinkommt. Hat aber zusätzlich horrende Ausgaben, die so nicht sein müssten (Arbeitsmittel, Benzingeld, Verschleiß vom Auto usw.).

      Ich bin praktisch alleinerziehend, weil er nie da ist und nur noch zum Schlafen nach Hause kommt - wenn überhaupt, das geht ja auch im Auto. Zu Hause bleibt alles mir, ich bin aber auch berufstätig und weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Wenn er mal wirklich da ist, hilft er mir verständlicherweise auch nicht, macht eher noch Dreck dazu. Er räumt seine Sachen nicht auf, lässt alles liegen.
      Zudem bin ich quasi im goldenen Käfig gefangen. Ich kann nichts machen, ohne dass die Kinder mal dabei wären. Ein Kaffee bei einer Freundin ohne meine Beiden wäre auch mal schön. Oder mein Hobby...

      Er hat uns alle mit dem Mist, den er in der Arbeit verbockt hat ins Verderben gezogen. Und ich musste eine Seite an ihm kennenlernen, die ich zuvor niemals in Erwägung zog.

      Nun überlege ich hin und her, ob wir nicht das Haus verkaufen sollen. Nur denke ich, dann wird es unsre Ehe nicht überleben. Das Haus habe ich geplant. Es ist ein Teil von mir. Es ist perfekt! Die Gegend ist top und die Nachbarn sind herzlich. Den Kinder gefällt es super...
      Und mir graut vor einem erneuten Umzug!

      Ich habe schon einige Male ein Gespräch gesucht, wenn er mal zu Hause war, allerdings sieht er nicht ein einen Mittelweg zu finden. Er meint, es wird wieder alles, es dauert nur noch. Mann, es geht ja schon 10 Monate!!! Und irgendwie kapiert er nicht, dass alles den Bach runter geht. Wir leben aneinander vorbei. Wir haben ja nichts voneinander. Keine Zweisamkeit, keine Zärtlichkeiten. Ich weiß nicht einmal, worüber ich mit ihm reden soll, wenn er da ist.

      Ich weiß nicht was ich machen soll, wie ich mich entscheiden soll......

      Ginge alles kaputt, hätten die Kinder ihren Papa nicht mehr, und wir müssten uns eine Wohnung suchen. Ich müsste vorübergehend Hartz4-Aufstockung beantragen, da ich auch nicht soviel verdiene. Ich habe es bereits berechnen lassen.

      Was denkt ihr so darüber?

      Hellseher müsste man sein!

      Hallo,

      meinst du nicht, dass dein Mann einfach eine Scheiß-Angst vor der Zukunft hat? Ich weiß ja jetzt nicht, was die über ihm schwebende Gerichtsverhandlung u. U. für ihn bedeuten kann und was für einen Riesen-Mist er verbockt hat, aber er hat bestimmt ein superschlechtes Gewissen und versucht offenbar gerade, zumindest das finanziell wieder irgendwie geradezubiegen.

      Konntest du ihm einen konkreten Mittelweg vorschlagen?

      Das du mit Beruf und Kinder und Ehekrise überfordert bist und den Zustand unhaltbar findest kann ich gut verstehen. Beim Lesen deines Textes hatte ich allerdings den Eindruck, dass es dir eigentlich um das Haus geht, nicht um deinen Mann. Der ist offenbar dazu da, dass Haus zu finanzieren. Dann musst du halt alles machen, um das Haus behalten zu können. Durchgerechnet hast du es ja schon.

      Es hört sich auch so, als ob du ihm den Fehler auf der Arbeit (den ich hier ja nicht beurteilen kann) einfach noch nicht verziehen hast. Mein erster Gedanke dazu war "in guten wie in schlechten Tagen". Von meinem Mann würde ich erwarten, dass er, wenn ich so etwas fabrizieren würde, trotzdem zu mir hält. Aber es kann natürlich sein, dass der Mist so groß war, dass das nicht geht. Das kannst du nur selber wissen und dir selber klarmachen! Ein Neustart ist sicherlich für eure Ehe nur möglich, wenn du ihm verzeihst und dir auch klarmachst, dass es ihm wahrscheinlich auch gerade recht dreckig geht.

      Sorry, das wolltest du bestimmt nicht so hören, aber es hört sich so an.

      VG

      mihka

      • (5) 06.08.12 - 21:25
        Hellseher müsste man sein

        Danke dir für deinen Beitrag!

        Doch, du hast sehr sachlich und freundlich geschrieben. Vielen Dank!

        Hm, ja, er hat ein schlechtes Gewissen, weil er unseren gemeinsamen Traum evtl. zerstört hat. So in etwa hat er es ausgedrückt.
        Ich würde nicht sagen, dass unser Haus wichtiger ist, als unsere Ehe. Das Haus ist "nur" ein Traum von uns, den wir realisiert haben. Eben 100% auf uns zugeschnitten.

        Meiner Meinung macht es die Mischung aus allem, was mich so negativ über meinen Mann denken lässt. Ja, er hat riesen Bockmist gebaut. Er hat es ewig verschwiegen, bis die Bombe geplatzt ist. Und er hat mir nicht gleich alles gesagt.
        Ich habe ihm versprochen, ich werde ihm keine Vorwürfe machen, deshalb mach ich das auch nicht. Damals kannte ich das Ausmaß der Dinge noch nicht. Nur bringen Vorwürfe jetzt auch nichts mehr, deshalb lasse ich es, fresse aber alle Sorgen in mich hinein.

        Ja, du kannst recht haben damit, dass ich ihm nicht verziehen habe. Ich habe keine Ahnung, wie ich das machen soll? Einfach alles in meinem Leben hat sich seitdem geändert und erinnert mich pausenlos daran. Ich bin nur glücklich in meiner Arbeit. Gehe ich nach Hause, sind die Sorgen wieder da.

        Ich liebe meinen Mann, da bin ich mir sicher, sonst wäre die Trennung schon eher gewesen, bzw. hätten wir dann gar nicht erst gebaut. Nur die Umstände und die fehlende gemeinsame Zeit macht es für mich unmöglich positiv in die Zukunft zu sehen.

        Einen Mittelweg stelle ich mir so vor, dass er weniger am Wochenende arbeitet und dafür seine Hobbys wie Fitnessstudio, Handy und Online-Games lässt. Online-Games und Fitnessstudio bezahlt er jeden Monat, obwohl er beides nicht nutzt wegen Zeitmangel. Und telefonieren könnte man ja auch weniger.
        Oder, wir verkaufen und ziehen weiter weg und beginnen nochmal ganz neu, lassen alles hinter uns. Da gibt es allerdings auch keine Garantie, ob es wieder besser wird.
        Naja, ich wünschte mir, wir hätten mehr Zeit und er würde mich zu Hause besser unterstützen. Schließlich haben wir uns gemeinsam für alles entschieden.

        LG

        • Hallo,

          hm, geht er denn am Wochenende seinen Hobbys nach? Gerade Sport tut ja gut, um die Seele etwas in´s Gleichgewicht zu bringen. Für´s Handy und die Games hätte ich jetzt auch nicht so viel Verständnis, wenn dafür gar keine Zeit für mich bliebe. Hört sich jetzt aber nicht so an, als ob er viele Freunde hätte. War vorher seine Arbeit sein "Kontaktpunkt"?

          Es ist schwer, einen Rat zu geben, wäre dein Mann ein sehr selbstbewusster Typ, würde ich eher absolut Klartext mit ihm reden. Ist er eher unsicher und ohne soziales Netz, wäre ein behutsameres Vorgehen vielleicht angebrachter (bin aber keine Psychologin). Vielleicht kann ein Gespräch mit einem Paartherapeuten helfen. Oder du sprichst dir mal alles von der Seele. Verzeihen ist echt schwer und wenn der Fehler sehr groß war ja vielleicht auch nicht möglich. (Er weiß vielleicht nicht, wie er mit dem schlechten Gewissen dir gegenüber klarkommen soll) Jedenfalls hört es sich so an, als würde er sich sehr schämen.

          Habt ihr Familie in der Nähe, die Unterstützung wäre?

          Das sind nur Punkte, die mir so einfallen, ich drück dir die Daumen, dass es euch bals wieder besser geht.

          VG

          mihka

          • (7) 06.08.12 - 22:13
            Hellseher müsste man sein

            Nein, Sport macht er seitdem auch keinen mehr.
            Freunde hat er nur noch sehr sehr wenige, die alle selbst Familie haben und auch viel arbeiten.
            Ja, seine vorherige Arbeit war sein Kontakt zur "Außenwelt".

            Er schottet sich total ab und hat, wie du schreibst eher ein geringes Selbstwertgefühl. Nach der Sache ist er in ein Loch gefallen. Wir haben zusammengehalten und ich habe ihn ermutigt. Aber von Festen und Einladungen nimmt er immer noch Abstand. Er meint es kämen zu viele Fragen und er müsste immer wieder aufs Neue alles erklären.

            Ich danke dir für deine ehrliche Meinung!

            Wünsche dir noch eine gute Nacht!

            (8) 06.08.12 - 23:17

            meine meinung beim lesen:

            ihr seit 16 jahre zusammen!!! (sorry falls die zahl jetzt nicht genau stimmt) und ihr habt seit popeligen 10 monaten eine krise und du denkst bereits an trennung!

            das finde ich nicht fair von dir.

            16 jahre schmeisst man doch nicht so weg, sicher nicht wegen einer 10 monatigen krise.

            dein mann scheint offenbar zu bereuen und versucht finanziell seine familie und das haus über wasser zu halten.

            natürlich weiß ich nicht was vorgefallen ist aber ist es denn überhaupt nicht möglich dass ihr euch mal einen abend zusammen setzt (wenn die kinder im bett sind) und über EUCH, EURE zukunft redet?? was z.Z schief läuft, was man ändern kann usw.

            das sollte doch nach einer so langen partnerschaft möglich sein.

            du schreibst das er jetzt weniger verdient und deswegen soviel arbeiten muss.
            bewirbt er sich dann parallel noch auf andere stellen wo er wieder mehr verdienen könnte?

            dass er aktuell noch feiern meidet weil ihm das gerede und sich rechtfertigen müssen nervt kann ich ich verstehen.

            menschen sind verschieden und wenn man kein gutes gefühl hat und sich nicht rechtfertigen will weil man mit sich selbst noch nicht im reinen ist dann ist es manchmal besser "graß über die sache wachsen zu lassen anstatt sich das gequatsche anderer leute anhören zu müssen.

            alles gute!

    Hi,

    er versucht alles noch irgendwie zu retten und es hört sich an, als ob Du mit nichts zufrieden bist.
    Sicherlichist die Kündigung blöde gelaufen -passiert aber.
    sei froh, das er den Po hoch bekommt um alles zu tun, um Euren TRAUM nicht zu verlieren.

    Kannst Du Dir sonst einen anderen Job suchen, der besser bezahlt ist?

    Es gibt in einer Ehe immer Höhen und Tiefen, aber 10 Monate sehe ich noch nicht als xtremen Tiefpunkt an. Sorry, wenn er so wenig zu Hause ist und Du nicht Volltags arbeitest, bleibt der Haushalt bei Dir eben hängen. Sehe ich auch nicht als Problem. Es scheint ja so, das er KEINE 40 Std. Woche hat sondern mehr...oder?

    Besteht die Möglichkeit, das er sich nebenher noch woanders bewirbt?
    Besteht die Möglichkeit, das Du noch irgendwo einsparst?

    Du schreibst vom Traumhaus, Gegend ist Top.....und dann, das Du es verkaufen würdest um weit weg zu ziehen,um von vorne anzufangen? Wieso? Mann kann doch auch dort bleiben,oder? Oder ist es die Blamage, das es nicht geklappt hat?

    DEIN Mann scheint alles zu tun um das Haus zu halten, wo Eure Herzen dranhängen. Wenn es ihm nicht sooo wichtig wäre, würde er sich den Arsch nicht aufreißen.

    Durch Dick und dünn....wir hatten auch ein paar Jahre zu knabbern und haben es gepackt, weil wir uns lieben, schlicht und einfach.
    Und wenn ihr nichts mehr zum Reden habt....holt euch einen Babysitter und geht zum Pizzaessen, macht ein Picknick, Kino.....nähert Euch an. Erwarte nichts, sondern Tu etwas dafür.

    Vielleicht hat er keine Kraft mehr nach der Arbeit noch etwas besonderes auszudenken.

    Grsse
    lisa

    • (10) 06.08.12 - 22:36
      Hellseher müsste man sein

      Hallo Lisa!

      Nun grundsätzlich gebe ich dir recht, dass es normal ist, wenn ich den Haushalt mache und die Kinder habe. Allerdings ist zwar das Haus fertig, aber alles drum herum noch Baustelle. Um das muss ich mich auch kümmern. Und ich habe keine Vollzeitstelle, weil ich keine Kinderbetreuung habe. Ich arbeite derzeit 25 Stunden in der Woche.

      Einsparen kann ich gar nichts. Wir haben keine Extrakosten. Ich war seitdem erst einmal beim Friseur. Klamotten kaufe ich nur für die Kinder, wenn etwas kaputt ist. Unser zweites Auto brauche ich, damit ich in die Arbeit fahren kann. Kino, Essen gehen, Frei- oder Hallenbad, Zoo usw. sind einfach nicht drin. Deshalb fällt dein Tipp mit Babysitter und was unternehmen miteinander schonmal weg. :-( Außerdem müsste sich da mein Mann Zeit nehmen.

      Und jaaa, es ist eine Schande, wenn wir verkaufen und im gleichen Dorf eine Wohnung mieten. Dazu müsstest du die Hintergründe kennen. Aber glaube mir, es wäre eine Schande. Für mich, für ihn, für seine und meine Eltern und für seine Geschwister.

      Stimmt, ich bin mit nichts zufrieden momentan, außer mit meiner Arbeit. Ich bin den ganzen Tag traurig und meine Kinder merken das auch. Und deshalb denke ich, sollte sich da was ändern. Ich hasse mein Leben zur Zeit, einfach auch, weil ich nichts dran ändern kann. Zumindest fällt mir nichts ein.
      Ich war zufrieden, nein vollkommen und überglücklich vor einem Jahr. Aber wer hoch steigt, wird bekanntlich auch tief fallen.

      Meine Prioritäten sind

      1. Familie
      2. Arbeit
      3. Haus
      4. Freizeit

      Mein Mann denkt wohl, wenn er um alles in der Welt das Haus hält, dann bin ich wieder glücklich. Aber was habe ich davon, wenn dann unsere Ehe im Eimer ist. Und ich bin mir nicht sicher, ob es nicht schon so ist.

      Diese Woche werde ich meinen Mann noch genau sechs Stunden sehen. Das sind sechs Stunden, die meine Kinder und ich haben, damit wir den Kontakt nicht verlieren. Die restliche Zeit schläft oder arbeitet er, oder ich arbeite.

      Ich wünsch dir noch einen schönen Abend! Danke

Guten Morgen,
ich frage mich gerade, wie ihr das mit dem Haus geplant habt, wenn ihr jetzt schon so immensen finanziellen Schwierigkeiten seid, nur weil er weniger verdient als vorher, nach deinen eigenen Worten "nicht ganz so gut bezahlt". Mein Eindruck ist, dass ihr euch vielleicht durch eine nicht ganz so geschickte Planung in Schwierigkeiten gebracht habt; die "Verfehlung" deines Mannes scheint da nur die Spitze des Eisbergs zu sein.

Mhhh, du hast ja schon einige Antworten bekommen und ich will dir zusätzlich mal meinen Eindruck schildern:

Glück ist nicht mit Geld zu bezahlen. Das wissen alle und kaum einer lebt wirklich danach. Auch ist Glück nicht materiell. Also kein Haus, kein Auto, kein Reichtum allein kann einen glücklich machen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Glück eine Einstellungssache ist. Manchmal ist es einfacher, Glück zu empfinden und manchmal schwerer, aber nie unmöglich.

Ich habe so ein wenig den Eindruck, ihr habt euer Glück geplant in Form des Hauses. Das ist auch gut so und auch für mich gehört das noch zum Lebensplan dazu. Aber eben nicht zum Glück....

Ihr habt das Haus offensichtlich ohne Reserven geplant, denn Gehaltseinbußen kann es immer geben, auch ohne selbst daran Schuld zu sein. Ihr beide hängt emotional an dem Haus und dem Dorf, in dem ihr wohnt. Das ist auch gut, finde ich. Dass ihr euch jetzt so stark zeitlich und finanziell einschränken müsst, ist nicht gut, aber es ist eure momentane Lebenssituation, aus der ihr vorerst nicht herauskommt. Also müsst ihr was draus machen!

Wenn ihr deiner Meinung nach Ausgaben habt, die nicht sein müssen, dann lasst euch von einer Schuldnerberatung beraten. Außenstehende können das oft besser darstellen, als jemand, der direkt involviert ist. Du schreibst, ein Umzug im gleichen Dorf wäre eine Schande für euch und eure ganze Verwandtschaft (die offensichtlich da wohnt). Schreibst aber gleichzeitig, du hättest keine Kinderbetreuung. Ihr seid in einer Notsituation, dem Tiefpunkt eures Lebens und eure Verwandtschaft würde euch nicht helfen? Oder seid ihr nur zu stolz zu fragen?

Finde dich mit den Sachen ab, die du momentan nicht ändern kannst. Dein Mann muss viel arbeiten, um den Lebensstandard beziehungsweise euren Traum zu halten. Da solltet ihr an einem Strang ziehen. Am wichtigsten ist, dass DU mit DIR wieder im Reinen bist. Änder DEINEN Alltag (unabhängig von deinem Mann) rapide und vollständig. Genieße die Arbeit (wie du es ja schon tust) und organisiere externe Betreuung für deine Kinder! Und lege deinen Stolz ab. Du bist offensichtlich sehr darauf fixiert, was die anderen reden?!

Bei euch ist etwas schief gelaufen und daran seid IHR (ja IHR, denn IHR Beide habt ohne Reserven geplant) mit Schuld. Aber du darfst und solltest trotzdem um Hilfe bitten können. Es ist ein Dorf. Gibt es da keine ältere Frau, die keine Lebensaufgabe mehr hat und mal auf deine Kinder aufpassen kann, damit DU mal einen Kaffee trinken gehen kannst?

Hol dich selbst aus deinem emotionalen Tief, dann wird es euch allen besser gehen.

Und ich würde in dieser Situation auch nicht an Trennung oder Verkauf denken....

  • (14) 07.08.12 - 08:56
    Hellseher müsste man sein

    Ok, danke dir sehr für deine Meinung!

    Ja, die Verwandschaft wohnt in der Nähe. Meine Eltern allerdings nehmen nur immer ein Kind, weil es einfacher ist. Und meine Schwiegereltern haben ihre anderen Enkel fast die ganze Zeit. Ansonsten sind alle voll berufstätig, auch meine Eltern noch. Eine ältere Dame? Hm, das wäre schon eine Idee.

    Ja, Reserven hatten wir nicht viele. Die sind leider aufgebraucht, da mein Mann ja arbeitslos war. Wir mussten drei Monate ausgleichen. Zusätzlich brauchten wir einen neuen Kleiderschrank und beide Autos mussten repariert werden. Nunja, man hätte mehr Reserven einplanen müssen. Das stimmt.

    Danke dir!

Menschen machen Fehler. Er setzt alles dran, seinen Fehler auszubügeln und um Euer Traumhaus zu kämpfen. Dich höre ich hier nur nörgeln!

Ich denke, ihr braucht Zeit. Zeit jeder für sich allein, Zeit als Ehepaar! Dann bekommt an auch mal wieder den Kopf frei... Sucht Euch Babysitter/ Unterstützung, macht was zusammen. Gönnt Euch Zweisamkeit und Zärtlichkeit!!!

Sag Deinem Mann , dass ER Dir wichtiger ist als so ein dummes "perfektes" Haus. (So sollte es zumindest sein!!!) Dann fühlt er sich vielleicht mal wieder wertgeschätzt und fühlt sich nicht permanent genötigt, alles wieder gut zu machen.

Für mich gebe es nur 2 Möglichkeiten: 1.Haus möglichst gewinnbringend verkaufen und woanders gemeinsam etwas Neues gemeinsam aufbauen. Sicher wäre das traurig, gebt Euch dann Zeit zum trauern, aber der Druck würde nicht mehr auf Euch lasten.

2.Er oder Du oder ihr beide sucht Euch neue Jobs, wo ihr insgesamt mehr verdient, dazu reduziert ihr Eure Ausgaben.

Ihr habt erst seit 10 Monaten diese Krise.
Das war Dein Satz: "Es gab nie Streit, wir waren immer total happy, haben unser Leben genossen, sind verreist usw." DAS willst Du wegschmeißen wegen einer kleinen Lebenskrise?

Komm mal von Deinem "Alles-so-perfekt-Trip" runter!!!

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