Bin ich für ihn überhaupt noch mehr als nur das doofe Hausfrauchen?

    • (1) 09.08.12 - 15:13
      gedehmütigt

      Hallo!

      Ich glaube, mein Mann hat kaum noch Respekt vor mir, zumindest fühle ich mich von ihm total mies behandelt und gedehmütigt.

      Mal kurz zu unserer Situation: seit 4 Jahren verheiratet, 2 Kinder bekommen, Haus gekauft. Ich zu Hause, er macht Karriere.

      Er ist damit Glücklich und zufrieden, solange ich nicht das Meckern anfange. Ich bin aber gar nicht zufrieden mit unserem Leben. Ich wünsche mir von ihm mehr Unterstützung, damit ich auch beruflich was auf die Beine stellen kann, aber ich habe noch beide Kinder daheim, da ich ja keinen KITA Anspruch habe.

      Seit er beruflich immer erfolgreicher wird, verändert er sich auch charakterlich immer mehr zu einem Menschen, den ich nicht sonderlich mag. Ich habe das Gefühl, wir wollen unterschiedliche Dinge im Leben erreichen, die sich auch noch zum Teil widersprechen. Ich zweifle oft, ob wir überhaupt glücklich werden können? Zumindest einer muss zurück stecken, momentan bin das ich!

      Es wäre was anderes, wenn er wenigsten zeigen würde, dass er meinen Einsatz für die Familie zu schätzen wüsste. Denn schließlich wollte er die Kinder ganz genauso wie ich, und er kann nur soviel arbeiten, weil ICH für die Kinder da bin.

      Er nimmt aber immer alles als selbstverständlich, egal was ich mache. Sei es das alltägliche rund um den Haushalt, oder auch extra Dinge, die ich nur für ihn mache. Da kommt zum Teil kein Bitte und kein Danke, jedenfalls nicht von ihm aus. Ich fordere das natürlich ein und wir haben daher auch oft Streit um solche Sachen, was eigentlich total lächerlich ist. Aber ich fühle mich hier nur noch ausgenutzt und untergebuttert.

      Wir hatten schon viele Gespräche, in denen er zum Teil Einsicht gezeigt hat und auch Besserung gelobte. Aber wie viele andere Männer wahrscheinlich auch, war bei ihm nach spätestens 3 Tagen alles wieder vergessen...

      Ich habe ihm und uns noch 1 weiteres Jahr gegeben, damit sich hier mal grundsätzlich was ändert. Die Zeit sollte reichen, um an den äußeren Bedingungen was zu ändern, sprich: seine Arbeitszeiten zurückschrauben (wir reden hier von 60 bis 80 Stunden pro Woche), meine Berufstätigkeit voranbringen, mehr Familienzeit und Paarzeit.

      Aber gestern hatten wir einen Streit, schon gleich nach dem Aufstehen, wo er mir einen Satz an den Kopf knallte, wo ich ihm am liebsten für geohrfeigt hätte, so verletzt hat mich das...

      Wir haben seit Wochen Schlafmangel wegen der Kinder, die Nacht war super mies und wir haben nur wenige Stunden geschlafen. Dass wir generell am Limit sind, wissen wir beide, aber da kann man momentan nichts dran ändern.
      Jedenfalls sagte er zu mir in etwa folgendes: "Für mich ist es auch viel wichtiger, dass ich ausgeschlafen und hochkonzentriert bin, schließlich trage ich wahnsinnig viel Verantwortung und muss tagtäglich über Millionenbeträge entscheiden!".

      Ich finde das unglaublich gemein, weil er genau weiß, wie anstrengend das momentan zu Hause mit den Kindern ist. Ich bin seit der Geburt unseres ersten Kindes nicht mehr ausgeschlafen, seit der Geburt unseres 2. Kindes ist es ganz extrem, da wir auch noch ein Haus gekauft haben zeitgleich und niemanden haben, der uns auch nur einmal die Kinder abnimmt (abgesehen vom Babysitter, aber das ist einfach zu selten).

      Die Kinder sind in einem extrem anstrengenden Alter mit 1 und 3 Jahren, sehr lebhaft und ich muss immer hinterher sein. Dann der Haushalt noch dazu plus sämtliche anderen Aufgaben wie den Papierkram und Finanzen, alles selbstverständlich meine Aufgaben.

      Ich mähe hier sogar den Rasen, weil er dazu nie Zeit hat, selbst wenn ich ihn 5 mal darum gebeten habe. Aber sich dann hinsetzen und davon schwärmen, wie schön die Kinder ja im Garten spielen :-[

      Es kommt mir vor, als wenn er viel mehr Macho in sich trägt, als er sich selber eingestehen will. Je älter er wird, umso mehr wird er wie sein Vater, es ekelt mich richtig an, wenn ich mir ausmale, wo das noch hinführen könnte...

      Er scheint zu glauben, dass seine einzige Pflicht darin besteht, arbeiten zu gehen und Geld zu verdienen. Doch so war das nie abgemacht zwischen uns, denn ich bin definitiv kein Hausmütterchen, ich bin total unzufrieden und unterfordert. Das frustriert mich so sehr, und er weiß das auch ganz genau. Aber ändern will er scheinbar nichts.

      Das zeigt mir jedenfalls dieser Spruch mit der Verantwortung die er trägt, bla bla...
      Was ich hier leiste kann scheinbar jeder Affe erledigen, oder wie soll ich das verstehen?

      Was mir beim Schreiben gerade immer klarer wird ist, dass bei meinem Mann eine riesen Diskrepanz besteht zwischen dem, was er sagt und dem, wie er handelt.

      Er sagt einerseits, er respektiert mich und bewundert, wie ich da hier alles unter einen Hut bekomme, wie toll die Kinder erzogen sind etc.
      Aber wehe, hier siehts mal ein paar Tage nicht tip top aufgeräumt und geputzt aus, dann wirft er mir gleich vor, wie schlimm es hier IMMER aussieht, ich wäre ja überfordert. Dabei ist es einfach nur so, dass bei mir die Kinder an 1. STelle stehen, und ich auch nicht den Haushalt schmeiße, bis ich zusammenbreche. Dann bleibt auch mal das schmutzige Geschirr stehen und die Wäsche wird nicht gewaschen...

      Mich würde jedenfalls mal interessieren, wie ihr so einen Spruch findet. Würde euch das euch so treffen oder bin ich da einfach wegen meiner ganzen Unzufriedenheit überempfindlich geworden? Denn eigentlich fehlt mir ja auch die berufliche Verantwortung, für die man auch mal Anerkennung findet... :-(

      • Hallo

        Ihr redet nicht miteinander
        Jeder sieht nur sein Part
        Das die beiden ineinandergreifen habt ihr beide nicht kapiert

        Ich hab auch ein workeholiker zu Haus
        Ich bin ihm dankbar das er den Größten Teil des familieneinkommen bestreitet
        Und ich zeit hab die Familien zu managen

        Ich fühl mich deswegen keineswegs minderwertig
        Ich arbeite 24h/woche
        Und ich frage meinen Mann nicht ob er mit bei der Betreuung hilft
        Sondern erwarte das er mitanpackt
        Oder bei Engpässen selber organisiert

        Auch bei uns läuft das nicht immer reibungslos
        Aber in der Regel können wir drüber reden

        Nehmt euch mal ein Abend zeit ohne die Kids
        Um zu reden
        Ohne vorwürfe ohne Konkurrenz wer am meisten für die familie macht

        Ihr seid ein Team ,ein paar
        Schon vergessen ?

        Lg und Kopf hoch

        • (3) 09.08.12 - 15:41

          Na ist ja schön, dass das bei euch funktioniert, aber was nützt es mir, dass ich gewisse Dinge erwarte, die aber nie Realität werden, weil der Mann letztlich nicht mitzieht und nicht in der Lage ist, aus welchen Gründen auch immer, mit anzupacken?

          Dass mein Mann mal selber was organisiert passiert nur und ausschließlich dann, wenn es um sein ganz eigenes persönliches Vergnügen geht!!!

          Ich lebe hier mit einem totalen Egozentriker zusammen, das ist nicht einfach. Und nein, so habe ich ihn nicht kennengelernt, der Vorwurf kommt ja gerne mal schnell, wenn man seinen Mann kritisert. Im Ansatz ja, aber so schlimm ist es erst geworden, seit er beruflich voll durchstartet.

          Wir haben schon hundertmal geredet, aber bisher hat es nichts gebracht.

          Mein Mann schwärmt immer von Teamsportarten wie Fußball, hat er selber lange Zeit gespielt, weil das ja so wichtig sei für den Charakter und die Moral... ja, nur bei ihm selber hat es scheinbar nicht nachhaltig gewirkt zu haben, denn für mich sieht Teamwork innerhalb einer Partnerschaft ganz anders aus...

          Ich frage mich darum auch schon immer öfter, wieso ich so blöd bin und ihn immernoch unterstütze wo ich kann! Ich glaube, weil dann unsere Ehe so ziemlich vorbei wäre, wenn ich das nicht mehr machen würde...

          • Was spricht den dagegen das du arbeiten gehst?

            Ich hab meinen mann auch schon auflaufen lassen wenn er wiederkam meinen dienstplan vergessen hat
            Dann sieht es eben zu Hause nicht aus wie geleckt

            Ich wuerd gern wissen Wie ihr miteinander redet?

            Knallt ihr euch das alles an den Kopf oder schafft ihr es objektiv zu diskutieren

            Du willst dich weiterentwickeln
            Also wirst du dich durchsetzen müssen

            Solche entwicklungsschritte sind anstrengend
            Ich war auch oft kurz davor meinem Mann einen Teller an den Kopf zu werfen
            besonders wenn er Freitag meinte "du Schatz ich geh morgen arbeiten"
            Äh ich hab Frühdienst wer betreut die Kinder

            Es ist schwer geduldig zu sein

            Aber in unserem fall lohnt sich das
            Da wir uns als paar sehen

            Lg

            • (5) 09.08.12 - 17:05

              In erster Linie fehlt eine Betreuungsmöglichkeit für unseren jüngsten Spross, Kindergartenplätze gibt es hier erst für 3 Jährige, voher hat man Pech, wenn man keine Berufstätigkeit nachweisen kann.
              Tagesmütter sind hier sehr rar gesät und selbst Babysitter sucht man ewig... Omas etc. gibt es auch keine.

              Beim Reden kommt beides vor, je nach Gemütslage. Aber auch jedes noch so vernünftige Gespräch scheint meinen Mann nicht zum Handeln bewegen zu können. Es bleibt maximal beim guten Willen. Und dass so ein Gespräch mal von ihm aus geht, fehlanzeige!
              Das Einlenken bleibt in der Regel auch an mir hängen, mein Mann ist von der Verdrängung total überzeugt und nach 1 mal drüber schlafen ist für ihn alles wieder vergessen. So löst man allerdings keine Konflikte....

              Ich weiß nicht, wie ich mich da noch durchsetzen kann. Außer es ohne seine Unterstützung und über seinen Kopf hinweg in die Wege zu leiten weiß ich nichts. Aber dann habe ich ihn 100% nicht hinter mir und kann zusehen, wie ich das alleine hinbekomme... das ist doch echt traurig...

              • Ich sehe hier Ehr eine Situation an der du wachsen kannst

                Ich glaube nicht mal das dein Mann dich als graues Hausmütterchen siehst
                Du bist diejenige die sich so sieht

                Klemm dich dahinter
                Für ein paar Stunden die Woche eine andere Aufgabe als das hausfrauendasein

                Ich bin mir sicher das das möglich ist

                #liebdrueck

              • <<<In erster Linie fehlt eine Betreuungsmöglichkeit für unseren jüngsten Spross, Kindergartenplätze gibt es hier erst für 3 Jährige, voher hat man Pech, wenn man keine Berufstätigkeit nachweisen kann.<<<

                Ab August 2013 hast du einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter 3-jährige, den du sogar einklagen kannst. Wie die Kommune/Stadt/Kreis das bei euch umsetzt, dürfte dir egal sein. Wenn gar nichts geht, engagiert ein au-Pair oder eine andere Privatperson, die ihr bezahlt. Und erzähl mir nicht, es gäbe bei euch keine Hauswirtschafterinnen, arbeitslose Erzieherinnen etc.

                Aber beweg dich erst einmal und leite etwas in die Wege statt ständig nach Hilfe von deinem Mann zu jammern. Was soll er tun? Sag' ihm klipp und klar, dass er sich einen Teilzeitjob suchen soll, damit die Aufgaben daheim umverteilt werden können.

                Du arbeitest dann auch Teilzeit und alles ist prima.

                Stimmt er dem nicht zu oder findet keinen adäquaten Job, wirst du dich wohl trennen müssen. Sobald das jüngste Kind dann 3 Jahre alt ist, wirst du sowieso zur Arbeit aufgefordert. Dann bist du alleinerziehend, mit Job, 2 Kindern, Haushalt (vermutlich ohne Haus und Garten) und musst dich nicht mehr über den ignoranten Worcaholic daheim ärgern.

      Mhhhhhh............

      Ich kann Dich verstehen, aber ihr seid gerade beide irgendwie gefangen.

      Bedankst Du Dich täglich 3 bis 5 Mal bei ihm, dass er finanziell für die Familie sorgt? Nein? Wieso erwartest Du dann ein Dankeschön, wenn Du etwas für ihn tust? Verstehe ich nicht oder falsch...

      Wenn ihr mit dem Konzept VORHER einverstanden ward, hat sich bei DIR etwas verändert, den DU bist jetzt nicht mehr damit einverstanden.

      Und mal ehrlich... Eine Freundin hat es mal folgendermaßen formuliert (selbst zu dem Zeitpunkt Teilzeit beschäftigt, Baby, nachts Dauergeschrei):

      Mein Mann schläft zur Zeit im Keller. Er braucht den Schlaf. Er arbeitet mit Gas.

      Nur zur Erinnerung: Sie arbeitet auch. Und ja, ihr Mann hat einen Job, in dem man sich über den Tag enorm viel konzentrieren muss. Und ja, das ist was anderes, als "nur" einen Bürojob zu machen oder "nur" den Haushalt zu schmeißen.

      Was hat das für Konsequenzen, wenn Dir der Staubsauger aus der Hand fällt vor Müdigkeit? Du muss ihn aufheben und ärgerlicher Weise hat er auch noch was vom Tisch gerissen (Glas oder so) und es ist kaputt. So ein Mist.

      Was hat das für Konsequenzen, wenn er eine hohe Buchung falsch vornimmt? Abmahnung? Kündigung? Eure ganze finanzielle Existenz geht den Bach runter?

      Also wenn man es auf eine sachliche Ebene hebt, hat er doch irgendwie recht...

      >>>"Für mich ist es auch viel wichtiger, dass ich ausgeschlafen und hochkonzentriert bin, schließlich trage ich wahnsinnig viel Verantwortung und muss tagtäglich über Millionenbeträge entscheiden!".<<<

      Ich halte diesen Spruch nicht für so schlimm. Im Grunde sehe ich das genau so.
      Wenn ich mal nicht ausgeschlafen war oder sonst was hatte, konnte ich mich auch mal tageweise "gehenlassen". Das kann ein Mann in leitender Stellung nicht.

      Wenn ich deinen Text richtig deute, habt ihr irgendwann die Entscheidung getroffen, dass du bei den Kindern zu Hause bleibst. Dass dir das jetzt nicht mehr gefällt, ist deinem Mann nicht anzulasten.

      Ich lese bei dir, dass du alles gut im Griff hast, dir aber die Anerkennung von außen fehlt. Mal ehrlich, bekommen Männer ständig Anerkennung von ihren Frauen oder Chefs?

      (10) 09.08.12 - 16:12

      Dir fehlt die Anerkennung - das ist verständlich, weil Hausarbeit und Kindererziehung keinen besonders hohen Stellen wert genießt.

      Lobst du deinen Mann für sein Durchhaltevermögen, eine 60 - 80 Std.-Woche abzureißen? Vom Chef gibt es auch meist kein Lob, dafür wird er ja bezahlt. Vermutlich gibt es eine Ansage, wenn die Zahlen nicht stimmen oder alles nicht so rund läuft. Ein Unternehmen, in dem nicht geklagt wird an höchster Stelle, ist mir so gut wie noch nie untergekommen.

      Dein Mann hat sicherlich einen verantwortungsvollen Posten, vermute ich mal. Wie sollte eine Stundenreduzierung aussehen? In derartigen Positionen sind diese Anzahl Wochenstunden normal oder werden regelrecht erwartet. Da gäbe es wahrscheinlich großes Gelächter wenn ein Mann hier auf die Idee käme, die ihm ebenfalls zustehende Elternzeit einzufordern. Und nach 80 Stunden noch bei der Hausarbeit zu helfen -also ich weiß nicht.....

      Warum hast du keinen Aanspruch auf einen Kita-Platz? die Bundesregierung arbeitet schwer an dem Konzept, gerade weil unter 3-jährige versorgt werden sollen. Dir wird sicherlich eine Tagesmutter vermittelt. Was u. U. sogar besser zu handhaben und flexibler ist. Du könntest auch wieder anfangen zu arbeiten und wärst deutlich zufriedener. Oder holt euch eine Betreuung ins Haus, die Standardarbeiten im Haushalt gleich mit erledigt. Damit wärst du entlastet und hättest mehr Zeit für Familie und Mann. Und wie häufig ihr abends und am WE den Babysitter bemüht, liegt doch ganz allein an euch. Plant ihn fest ein an X Tagen im Monat und nehmt euch Zeit für euch.

      Der Satz deines Mannes war nicht sehr nett. Im Grunde hat er aber Recht. du sagst doch selbst, dass du gelegentlich 5 gerade sein lässt und die Wäsche mal nicht gewaschen wird oder es ist mal nicht aufgeräumt. Das wird sich dein Mann nicht erlauben können. Und man muss nicht permanent die Kinder bespaßen oder putzen und waschen. Während die Kids spielen, kann man auch mal eine Auszeit nehmen und ihnen dabei zusehen, Löcher in die Luft starren oder ein Buch lesen. Und vermutlich verdient dein Mann nicht schlecht - so kannst du auch 1 x oder 2 x im Monat ein Event veranstalten und ihr holt Essen vom Italiener, Chinesen..... Die Kinder finden das meist ganz toll und du musst nicht kochen.

      Du lebst recht luxuriös im Vergleich zu vielen anderen Familien. Haus und Garten, du konntest dich ausschließlich um die Kinder kümmern..... Dafür schuftet auch dein Mann 60 - 80 Stunden. Jeder leistet seinen Beitrag dafür in der Familie.

      Seid ihr damit nicht mehr zufrieden, müsst ihr umdenken. such dir eine Kinderbetreuung und einen familientauglichen Job, stellt eine Putzfrau ein oder lass deinen Mann abends helfen, regelt die WE neu - jeder darf einen Tag am WE ausschlafen, nehmt häufiger den Babysitter in Anspruch und geht aus.....

      Also wenn ich sowas lese,dann platzt mir immer der Kragen! Warum meinen eigentlich immer ALLE Hausfrauen,welch Wunder was sie alles leisten! Keiner Arbeitet so viel und so hart wie unsere Hausfrauen#rofl und das 24Std. 7Tage die Woche! Welches Kind ist bitte 24Std.am Stück wach?

      Ganz ehrlich? Du weißt garnicht wie gut es dir geht! Dein Mann hat die Verantwortung Finanziell für Euch alle! Und deine Aufgabe besteht darin,zu Hause alles zu managen!

      So hat jeder seine Aufgabe zu erledigen! Verstehe das Problem ehrlich gesagt nicht!

      Ich würde alles dafür geben Hausfrau sein zu dürfen,aber leider ist MIR dieses Glück nicht gegönnt!

      Mein Mann arbeitet seine 12-14Std. pro Tag! Ich arbeite 3Schichtig und versorge alleine unseren Sohn.Nebenbei erledige ich auch noch alles,was du auch erledigen musst (wir haben auch ein Haus) Ich mache alles alleine,und habe weder eine Haushaltshilfe noch nen Babysitter! Und bei mir kann jederzeit jemand nach Hause kommen! Meine Bude ist immer Top! Dann Schlaf ich eben halt nur 2-3Std.pro Tag,dann ist das halt so! Aber dieses Gejammer immer zu hören von Leuten die den ganzen Tag mit dem Arsch zu Hause hocken!

      Da könnt ich platzen vor Wut:-[
      Sowas ist für mich jammern auf ganz hohem Niveau!!!
      Wir können gerne tauschen,ich geb dir 1Woche,am besten noch meine Nachtschichtwoche mit 2Std. Schlaf pro Tag,oder mal garnicht schlafen! Danach wirst du nie wieder jammern!

      Also ehrlich, mir fehlt da jegliches Verständis!

      LG

      • Hey jocelyn,

        harter Brocken Dein Beitrag !

        V.a. der Satz "Aber dieses Gejammer immer zu hören von Leuten die den ganzen Tag mit dem Arsch zu Hause hocken!" könnte einige Befindlichkeiten erwecken.

        Ich glaub, die meisten Mütter mit Kleinkindern Daheim hocken nicht rum - sondern versuchen mehr oder weniger den Haushalt, Kinder und alles private zu schmeißen.

        Allerdings geb ich Dir Recht : es gibt soviele Mütter (oft auch allein erziehend), die mit deutlich weniger bis gar keiner finanziellen Unterstützung sich durchs Leben wurschteln.

        Ich hab eine Freundin, die hat zwei Kids von Vätern die nie gezahlt haben, geschweige denn sich irgendwie um die gekümmert. Sie arbeitet rund um die Uhr und jammert (wenn überhaupt nur), daß sie keinen Partner findet.

        Da ich selber in einer ählichen Familienkostellation wie die TE bin und mir um die finanziellen Belange nicht so groß die Sorgen machen muss, ist der Kontakt zu dieser Freundin für mich wichtig um zu erkennen wie gut es mir im Vergleich zu anderen geht.

        LG

        Borstie

        (13) 09.08.12 - 20:40

        >>Ich würde alles dafür geben Hausfrau sein zu dürfen,aber leider ist MIR dieses Glück nicht gegönnt!<<

        Es kann keiner was dafür, dass es deinem Mann an (Aus)Bildung mangelt, um euch finanziell allein zu unterhalten.

        Ich begebe mich wahrlich selten auf so niedriges Niveau, aber ich kann es überhaupt nicht ab und verstehen, warum es immer jemanden geben muss, der einen drauf setzen muss, weil er ja der Meinung ist, ihm ginge es viel schlechter.
        DAS hilft niemanden, vorallem nicht, wenn die TE der Meinung ist, sie möchte gern arbeiten, sie fühlt sich unterfordert etc., da hat es keinen Sinn deinen Frust über deine ach so harte Situation abzuladen.

        (14) 09.08.12 - 21:05
        frauentauschhochzehn

        Du wärst die ideale Besetzung für den Frauentausch bei RTL II.

        Mann - das gäbe Einschaltquoten !!!!!

        Die Workaholicmutter gegen die verwöhnte Vorstadtmutti.....genial!

        Du hast dir deinen Mann und dein Leben selber ausgesucht.

        Dein Beitrag kommt so rüber, als bräuchtest du das Gemecker an "NUR HAUSFRAUEN" um dich selber mal etwas auf zu werten, sorry.

        Es gibt immer jemanden auf der Welt der mehr/weniger leistet als du oder mehr/weniger leidet.

        Aber nur weil du viel zu tun hast, gibt dir das noch lange nicht das Recht, andere runter zu putzen, weil sie vielleicht anders leben als du oder eben weniger machen müssen als du.

        Tröste dich doch damit, dass solche Leute offensichtlich auch nicht nur glücklich sind...

        (16) 10.08.12 - 17:35

        Na wenn das deine Vorstellung von einem glücklichen Leben ist, herzlichen Glückwunsch! #augen

        Wukie

    (17) 09.08.12 - 16:37

    hmm

    also den satz deines mannes kann ich nachvollziehen.

    wenn er einen verantwortungsvollen job hat und täglich über millionenbeträge entscheiden muss dann IST das wichtig! .... wichtiger als du zuhause mit Haushalt und kindererziehung!

    wenn dir zuhause dass essen anbrennt, die vase runter fliegt oder die kinder mal mist machen weil du nicht ausgeschlafen bist dann hat das nicht so weitreichende konsequenzen als wenn dein mann einen fehler auf arbeit macht und über millionenbeträge falsch entscheidet.

    was bedeutet ein fehler von ihm?? evtl das finanzielle aus eurer familie! er ernährt euch alle und er finanziert das haus. seine fehler sind wesentlich scherwiegener als deine als "mutter und hausfrau"

    ich finde da hat er recht, er MUSS ausgeschlafen sein weil er wesentlich wichtigere entscheidungen treffen muss als du. wenn du es mal nicht bist dann werdet ihr es schon überleben denn es ist unwahrscheinlich dass dir so schwerwiegende fehler passieren dass eure existenz auf dem spiel steht.

    denk mal drüber nach.

    • (18) 09.08.12 - 21:39

      ---------wenn er einen verantwortungsvollen job hat und täglich über millionenbeträge entscheiden muss dann IST das wichtig! .... wichtiger als du zuhause mit Haushalt und kindererziehung!
      ---------------------------

      u. U. hat er hier auch eine Verantwortung den Mitarbeitern gegenüber und es hängen Familien und Existenzen mit dran. Fehlentscheidungen können fatale Folgen haben.

      Ich möchte sehr darum bitten, dass der Pilot oder Neurochirurg mit dem ich es zu tun habe, ausgeschlafen und bei vollem Bewusstsein seiner Tätigkeit nachgeht. Egal ob er 2 oder schon 12 Stunden auf dem Buckel hat. Da ist es mir wurscht ob zuhause Frau und Hausarbeit auf ihn warten und die Nachtruhe gestört ist.

(19) 09.08.12 - 16:52

Hi,

er arbeitet 60-80 Stunden und soll dann einer Hausfrau noch im Haushalt, etc. unterstützen?
Er ist müde und braucht seinen Schlaf?#pro

Du bist den ganzen Tag zu Hause, wenn Du nicht Schreikinder hast, hast auch Du deine Ruhezeiten. U d die Kids sind oft nachts unruhig, weil die Eltern auch nicht mehr die innere Ruhe haben.

Hole Dir einen Babysitter und fertig. Ich kann es auch nicht mehr hören, das es nirgends welche gibt!!!!!

Gehe arbeiten, such Dir eine Tagesmutter und Putzfrau. Somit kommst Du raus und kannst Deinen Horizont erweitern.

Warum wird immer rumgemeckert aber nichts dagegen getan?????

Mein Mann arbeitet genauso viel, ich bin unter der Woche so gut wie immer alleine, sprich es hängt alles bei mir ab. Mein Mann geht die Karriereleiter hoch...und?
Auch wenn ich mur 20 Std. Arbeite fühle ich mich trotzdem als Hausfrau und Mutter und ehrliche Meinung? Ich mache es super gerne, denn ich kann meine Mann den Rücken frei halten. Er hat auch super viel Verantwortung und würde ich dann keifen, sorry, das würde nur mehr Überstunden bringen.

" Ich fühle mich trotzdem gleichberechtig mit meinem Mann, sei es in der Verantwortung und Entscheidungen zu treffen."

Redet miteinander, wie ihr Eure Situation ändern könnt.

Grsse
lisa

(20) 09.08.12 - 17:01

Hallo

offensichtlich eignest du dich für das traditionelle Ehemodell nicht auf Dauer.
Das konntest du vorher auch nicht wissen: das du dich so fühlst und wie es eure Ehe verändert.

Zeit zum handeln.Such dir einen Job und eine Kinderbetreuung.

Vorab damit du dich nicht mehr so ausgenutzt fühlst, würde ich eine Putzhilfe beschäftigen.
Das alles dürfte bei der beruflichen Verantwortung die dein Mann trägt, ja finanziell kein Problem sein.

L.G.

Wir haben die gleiche Situation. Ich bin zu Hause mit unseren 2 Kleinen (4 und fast 2), kümmere mich um ALLES Private, habe nebenbei noch Nachbarskind betreut und mich als Vorsitzende im Elternrat engagiert und viel im Kiga gemacht.

Mein Mann arbeitet ähnlich viel, ich hab nicht viel von ihm erwartet, hab ihm immer seine Auszeiten gelassen. Unsere Kleine ist ein furchtbar anstrengendes Kind... 2 Kinder vom Schlag meiner Großen und ich würde drüber lachen... Unsere Kleine hat mich an meine Grenzen gebracht... Ich hab mittlerweile einen Erschöpfungszustand, mein Arzt wollte mich ins KH einweisen - daher finde ich gut, dass Du auch auf Dich schaust!!!

Deine Anspruchshaltung an Deinen Mann kann auch nicht so ganz verstehen. Warum soll Dein Mann nachts aufstehen bei seinem Arbeitspensum? Was hast Du davon, wenn er arbeitet, Haushalt und Kinder macht und irgendwann umkippt?

Und auch wenn einige Personen das nicht für möglich halten- ich finde die jetzige "nur" zu Hause-Phase mit 2 kleinen Kindern und allem Drum und Dran deutlich anstrengender als die Phase, wo ich 1 Baby hatte, Vollzeit arbeiten war und nebenbei studiert hab. Da hatte ich deutlich mehr Hilfe und hatte auf Arbeit auch mal entspannte Minuten und nicht permanent schreiende Kinder oder ein Kind, was ständig was von mir will. Geschlafen hab ich auch mehr. Meine Kleine hat mit ihrer Schlaferei seit Geburt dafür gesorgt, dass ich nur noch stundenweise schlafen kann.

Ich habe mich als Vollzeitarbeitende Mutter auch nie nach kinderfreier Freizeit gesehnt. Wie es jetzt ist, reden wir lieber nicht drüber.

Also, die Grundthematik verstehe ich zu 100%, würde aber meinen, dass nur DU was ändern kannst. Laste es Deinem Mann nicht an.

(22) 09.08.12 - 18:40

Hallo,

also irgendwie finde ich deine Geschichte nicht gerade außergewöhnlich, sondern eher der klassische Fall von "Sehr viel in sehr kurzer Zeit gewollt und auch bekommen." Ich meine - wow - 4 Jahre Ehe, zwei Kinder, ein Haus gekauft... das ist ein rasanter Zeitplan, dafür brauchten meine Eltern fast 20 Jahre. Und klar, wenn man dann schnell alles erreicht, den Plan abgearbeitet hat, dann macht sich die Leere breit, was nun als nächstes folgt.

Dein Mann weiß genau was folgt, Karriere - ich als Karrierefrauchen kann ihn da echt verstehen. Und ich würde mir z.B. echt leicht veräppelt vorkommen, wenn mein Freund (auch 80h Woche) zu mir sagt: "Schatz, das Bad hast du aber schön geputzt!" Im Gegenteil, ich kann mir schon öfter anhören, dass mein Arbeitszimmer aussieht wie schw... und dass er das nicht gut findet, so what, er hat ja recht, aber er zwingt mir jetzt auch nicht den Feudel in die Hand. Ich definiere mich doch nicht über meine Qualitäten im Haushalt!

Ihr habt da ja anscheinend eines schönen Tages den Deal geschlossen, dass er Karriere macht und du zuhause mit den Kindern bleibst, insofern ist die Rollenverteilung klar. Da du jetzt ausbrechen willst und die Bedingungen ändern willst, solltest du gute Gründe dafür haben und einer davon wäre z.B. dass du wirklich einen Job machen könntest mit dem man mehr als ein Taschengeld verdient, denn wenn du nur so ein wenig "400 EUR- 2 halbe Tage" machen willst, würde ich meine Arbeit auch nicht zurückschrauben, denn irgendwer muss ja die Hütte abzahlen. Was hindert sich denn daran selbst aktiv zu werden? Bei 80h wird das Geld ja für ne Tagesmutter reichen... Warum muss dein Mann dir da helfen, dass dein Berufsleben angegangen wird? Warum hilfst du dir nicht selbst? Wo ich mehr arbeiten wollte, habe ich ne Putzfrau angeleiert und habe mir auch den passenden Job dazu selbst gesucht, dafür brauche ich nun wirklich keinen Kerl und ich gehe mal schwer aus, dass du als Ehefrau wohl auch über das Haushaltseinkommen mit disponieren darfst, da sollte es ja weder ein Problem sein ne Putzhilfe noch nen Babysitter anzuleiern. Selbst ist dir Frau!

Sorry, ich weiß nicht mal so recht was ich raten soll, denn deine Geschichte ist nahezu klassisch für den Fall einer desparate Housewife und ich fürchte, es wäre sinnvoll gewesen, die Weichen in der Lebensplanung schon zuvor anderes zu stellen, anstatt jetzt zu lamentieren, wo man doch genau das bekommen hat, was man eigentlich wollte. Mach dich selbst glücklich, sonst macht es keiner!

VG,

notahousewife
(die auch lieber Karriere macht als zu feudeln, davon allerdings die Putzperle bezahlen kann und die solange keinen Nachwuchs bekommt, wie der Deal nicht auch für sie stimmt)

Könnt Ihr euch ein Au Pair holen, damit Du für Dich etwas tun kannst?

(24) 09.08.12 - 21:54
Nur Du kannst es ändern!

Hallo,

im Gegensatz zu den anderen Posts hier, denke ich da anders.

Mein Mann war auch so. Er arbeitete nur, sah und nahm uns gar nicht mehr wahr. Nach aussen hin ja, aber den Schein trügte. Ich habe zu Hause alles gemanget und bekam "nix". Weder Geld noch Anerkennung. Ich suchte mir ein Ehrenamt, redete es mir schön. Aber ich war ohne Partner. Die Erkenntnis war bitter. Denn zum Reden hatte er keine Zeit.
Ich kämpfte, schimpfte und redete es mir nicht mehr schön. Es kam nichts an. Ich nahm dann die Kinder und ging. Ich hatte beschlossen diesem Schein nicht mehr aufrechtzuhalten. Es dauerte Wochen, Monate, mit ungewissen Ausgang. Dann fiel der Groschen: er begriff das es nicht nur reicht finanziell für uns zu sorgen, sondern das wir alle auch eine emotionale Pflicht uns gegenüber haben. Zuhören ist wichtig. Den verantwortungsvollen (bzw. hoch bezahlten) Job hat er nicht mehr. Und wir beide sagen einstimmig: Gott sei Dank!!!
Ich gehe nun auch arbeiten und das gerne. Wir sind wieder Partner- auf Augenhöhe! Beide sorgen dafür das die Kohle heimkommt und beide sorgen für die Kinder.
Er hat etwas mehr Zeit, bzw. ist nicht mehr der Skalve seines Konzerns. Er kann anderen Interessen nachgehen. Wirtschaftlich geht es uns nur etwas schlechter als vorher und das konnten wir gut kompensieren, indem wir hinterfragt haben was wirklich wichtig ist.

Es mag ja gut sein, das es in anderen Familien möglich ist das der Mann viel arbeitet und die Frau glücklich zu Hause ist. Darüber erlaube ich mir kein Urteil. Fakt ist aber das es bei uns nicht geklappt hat. Wir waren BEIDE dafür nicht geschaffen! Mit dem Modell was wir nun haben können wir als Paar/Eltern viel besser umgehen.
Darüber sollte die TE mal nachdenken.
Generell würde ich der TE empfehlen doch nach Betreuungsplätzen Ausschau zu halten. Meine Suche damals war auch recht abenteuerlich und die Genehmigung eine zu bekommen auch schwer (kein Job ohne Betreuung, keine Betreuung ohne Job), aber es hat geklappt!
Dein Mann scheint Dir nicht zuzuhören und warum sollte jemand kommen und Deine Situation ändern? Das wirst Du leider selbst tun müßen.
Dabei wünsche ich Dir alles Gute und viel Kraft

  • Eure Vorgehensweise ist sehr bemerkenswert und wahrscheinlich eher eine Ausnahme. Dein Mann scheint auch nicht (mehr) der vom Ehrgeiz angetriebene Workaholic zu sein, der sich hauptsächlich über seinen beruflichen Erfolg definiert. Das Streben nach mehr ist bestimmt weiter verbreitet und wer nicht mitzieht - egal ob Frau/Familie oder Mitarbeiter - sind aus dem Spiel.

    Der Mann der TE ist gerade erst am Anfang der Erfolgsleiter und startet nun voll durch. Da brauchst es vermutlich erst einige Jahre im Hamsterrad, um zu der von euch umgesetzten Erkenntnis zu gelangen. Bei manchen kommt sie nie - Erfolg macht süchtig und streichelt das Ego

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