Wenn der Mann zu wenig verdient...

    • (1) 09.08.12 - 18:54
      Umfragende

      Der Mann verdient weniger als die Frau. Extrem selten, aber manchmal ist das so! Bei uns z.B. und da wir in unterschiedlichen Branchen arbeiten, wird sich am Verhältnis (1:3) erst einmal wenig ändern!

      1) Habt ihr schon einmal die Situation gehabt, dass in eurer Beziehung die Frau mehr oder besser als der Mann verdient?

      2) Falls ja, wie groß - wir sind ja anonym - war der Gehaltsunterschied?

      3) Männer kommen damit oftmals nicht klar und leiden zumindest im Stillen. Wie habt ihr dem begegnet, wie würdet ihr dem begegnen?

      4) Bei vielen Frauen kommt es auch nicht gut an, wenn der Partner weniger verdient. Wie geht ihr damit um?

      • (2) 09.08.12 - 19:03
        unnötig schwer machen

        Man kann es sich ja auch schwer machen oder?

        Mein Mann bekommt ganze 800€ weniger, na und dann bezahle ich halt mehr von den Monatlichen Beiträgen.

        Ich zahl Miete, Auto, Lebensmittel und er bezahlt Nebenkosten von der Wohung (Müll, Hausmeister Wasser Heizung (ist ein pauschalbetrag für die Wohung)) und den Strom.

        So hat jeder noch einen Betrag für sich den er frei ausgeben kann für Hobby oder so.

        Gab nie Probleme wozu auch kann ihn ja nicht zwingen von allem die Hälfte zu bezahlen wenn er das Geld nichtmals ansatzweise hat und ihm sein Geld wegnehmen.

        Ich geb mein extrageld auch gerne mal für ihn aus für kleine Geschenke sogesehen hat er dann wiederrum mehr wie ich :-P

        Man könnte versuchen, sich frei zu machen von diesem alten, eingerosteten Konstrukt, dass der Mann der Hauptverdiener zu sein hat und die Frau ein Taschengeld verdienen darf. Schliesslich muss sie ja noch die Kinder hüten... #augen
        Nein, davon muss sich jeder einzelne frei machen.

        Solange ihr die Arbeit des anderen wertschätzt, aufrichtig, meine ich, und euch nicht abwertend über den weniger verdienenden auslasst, ist doch alles gut. Man kann nicht erwarten, dass beide immer gleich viel verdienen.

        L G

        White

        (4) 09.08.12 - 19:14

        Als ich noch Vollzeit gearbeitet gabe, habe ich doppelt so viel verdient wie er (er: angestellter Handwerker, ich: verbeamtete Lehrerin). Momentan bin ich mit dem zweiten Kind zuhause. Nach ´der Elternzeit werde evtl ich voll einsteigen und mein Mann reduzieren, eben weil es sich finanziell rechnen würde.

        Probleme haben wir damit beide nicht, das gesamte Geld geht eh auf ein Konto.

        Viele Grüße
        xyz mit Mann und zwei Mäusen (23 Monate; 1 Woche)

      • (5) 09.08.12 - 19:24

        Was für eine schwachsinnige Frage(n)!
        Man sollte (und muss) diese altertümlichen Gedanken ablegen.
        Es gibt weitaus wichtigere Dinge, auf die es ankommt. Findest Du nicht?

        Ich verdiene 500 Euro mehr netto als er (sind fast 1000 brutto).

        Als ich mit der entsprechenden Gehaltserhöhung nach hause kam, meinte er nur ganz brummig:

        Sooo viel ist das nun auch nicht!

        Na ja, er hat sich dran gewöhnt #rofl.

        sbl

      • (7) 09.08.12 - 19:25

        1) Ja, mehrmals.

        2) Aktuell netto € 600.

        3) Wir sprechen sehr offen darüber. Ich merke aber schon, dass ich hin und wieder mal dazu tendiere meinen ganz guten Verdienst vor ihm zu "entschuldigen"...

        Er äußert sich eher positiv (hat auch kürzlich stolz seinem Vater erzählt, was ich verdiene #augen), aber ich denke, dass es sicherlich Momente gibt, in denen er ein wenig damit hadert.
        Es ist des öfteren Thema bei ihm, dass er generell in seinem Job nicht mehr so wirklich glücklich ist und sich auch zu schlecht bezahlt fühlt. Ich unterstütze ihn in seinen Bestrebungen sich eine Arbeit zu suchen, die ihn in jeder Hinsicht mehr zufriedenstellt.

        4) Mir ist es tatsächlich egal, wieviel mein Partner verdient. Ich kann 1a für mich selbst sorgen. Ich möchte aber keinen Partner, der sich treiben lässt, gar keine Lust hat zu arbeiten etc. Das finde ich unattraktiv. (Karrieristen wiederum sind mir ebenso ein Gräuel.)

        Mein Stiefvater hat mir geraten, eine reiche Geschäftsfrau zu heiraten.

        Damals war er betrunken und meine Frau hat darüber gelacht.

        Ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, mir das Leben mit einer besser verdienenden Frau vorzustellen.

        Jetzt wäre ich glücklich, wenn meine Frau ein höheres Einkommen hätte als ich. Sie auch #freu

        ich habe einige zeit lang mehr verdient als mein Mann- das war nie ein problem.
        im moment verdient er viel mehr als ich- auch das ist kein problem

        wir haben seit über 15 jahren gemeinsame Konten- was wer zu unserem lebensunterhalt beisteuert interessiert uns nicht, denn jeder ist bestrebt so gut wie möglich für UNS das beizusteuern was er kann, ob das nun um finanzielles geht oder aber auch um anderes- eine aufrechnerei gibt es da nicht

        (10) 09.08.12 - 20:23

        Hat bei uns in den letzten Jahren immer gewechselt, war nie ein Problem. Alles kommt auf ein Konto, egal wer gerade verdient.

        Ich habe aber auch eh keinen "Ernährer" gesucht, sondern einen Menschen, der bestimmte Werte und Interessen mit mir teilt und einen liebevollen und engagierten Vater abgibt.

        Hallo.

        Für mich käme ein Mann, der weniger verdient, nicht in Frage.

        Und dabei geht es gar nicht darum, dass er mich ernähren soll (also diesem antiquierten Rollenverständnis), sondern darum, dass er in meinen Augen dann beruflich nicht sonderlich erfolgreich ist - und das finde ich unsexy.

        Ich weiß, dass mich jetzt wieder viele für arrogant oder doof halten, aber ich finde nun mal Männer nur mit bestimmten beruflichen Background (und entsprechender Ausbildung) überhaupt interessant ... auch wenn mir dadurch die ganzen schlecht verdienenden kleinen Handwerker, Hilfsarbeiter & Co. durch die Lappen gehen.

        LG

        • Hallo Hedda,

          das kann ich nur unterschreiben! Es geht auch bei mir nicht um eine Ernährerrolle, denn das kann ich ganz alleine bewerkstelligen, aber ich mag Männer mit dem nötigen Biss und Ehrgeiz aus ihrem Leben etwas zu machen, das reißt mich mit und da schaue ich auch mal gerne "auf".

          Natürlich mag es auch Handwerker mit Biss und Ehrgeiz geben (um mal dein Beispiel aufzugreifen), aber grundsätzlich fühle ich mich in diesem Umfeld fremd. Genauso, wie viele der Handwerker und Hilfsarbeiter mich für arrogant und entrückt halten dürften. Ist ja auch in Ordnung, jeder wie er mag ;-).

          Und um noch was zur eigentlichen Frage beizutragen: Ich hatte im Studium einen Freund (über 10 Jahre älter und Handwerker und ein "nur Dienst nach Vorschrift"-Typ, Null Ehrgeiz, Null Bedürfnis nach beruflicher Steigerung, aber dafür sehr "bauernschlau" - ich habe echt gemerkt, wie ich dem Typen entwachsen bin und wir uns heute nichts mehr zu sagen hätten. Treffe ich ihn heute, kann ich ihn einfach nicht ernst nehmen. Zwar hatte ich da noch kein nennenswertes Einkommen, aber ich hätte jedenfalls heute mit nennenswert höherem Einkommen keine Lust so einen durchzufüttern.

          VG,

          kitty

          • Hallo.

            >>> Natürlich mag es auch Handwerker mit Biss und Ehrgeiz geben (um mal dein Beispiel aufzugreifen) <<<

            Bei Handwerker hatte ich extra das "kleine" davor gesetzt - also ein Angestellter mit einem niedrigen Lohn.
            Ein Meister mit eigenem Betrieb kann da schon eine andere Liga sein;-)

            Deine Gedankengänge drücken aber genau das aus, was ich meinte.

            LG

            • (14) 10.08.12 - 16:36

              Hallo Hedda !

              "Ein Meister mit eigenem Betrieb kann da schon eine andere Liga sein"

              Mein Mann ist Meister mit einem eigenen Betrieb im BHG.
              Wir führen ein sehr angenehmes Leben.

              Aber das man als "kleiner" Handwerker automatisch schlecht verdient, stimmt so nicht.
              Da du ja Hilfsarbeiter explizit erwähnt hast, gehe ich mal davon aus, dass du damit Handwerksgesellen gemeint hast.
              Unsere Mitarbeiter bekommen einen Stundenlohn, der über 20 Euro liegt. Je nach Betriebszugehörigskeitsdauer können es auch um die 30 Euro sein.
              Dazu kommt Urlaubs-und Weihnachtsgeld, und ein Geschäftswagen (naja, das ist vielleicht ein etwas hochtrabendes Wort für einen Baustellen-Berlingo ;-)), der auch zur privaten Benutzung zur Verfügung steht.

              Es ist also nicht jeder Handwerker ein armer Schlucker. Und eine geistige Dumpfbacke schon gar.

              Liebe Grüße !

              • >>> Es ist also nicht jeder Handwerker ein armer Schlucker. Und eine geistige Dumpfbacke schon gar. <<<

                Habe ich auch nicht behauptet ... zumal ich die Löhne, gerade in bestimmten Bereichen des Baugewerbes, auch kenne.

                LG

        (16) 09.08.12 - 21:50

        Kleiner Tipp: Mancher selbständige Handwerker verdient mehr als ein Akademiker, der sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangelt. Ist alles nicht mehr so simpel wie vor 30 Jahren!

        • (17) 09.08.12 - 21:54

          Kleiner Tipp:

          Ich hatte extra ein "kleiner" vor Handwerker gesetzt und das in einem weiteren Beitrag ausgeführt ... und ich habe mit keinem Wort ausschließlich von Akademikern gesprochen.

          LG

          (18) 09.08.12 - 22:49

          Da könnte man jetzt wieder einhaken, dass höherer Verdienst einen oft trotzdem nicht zu einem ebenbürtigen Partner macht.

          Ich glaube, dass man grundsätzlich nicht übersehen darf, dass bei jeglicher Diskussion über Zahlen der geistige Anspruch an einen Partner übersehen wird. In einer Vielzahl von Fällen trifft es nun mal zu, dass der weniger verdienende Partner dem höher verdienende intellektuell überlegen ist, da ist der Verdienst letztlich nur ein Indikator. Natürlich funktioniert keine Regel ohne Ausnahme und ja - gerade hier im ländlichen Oberbayern gibt es (pardon) stinkreiche Handwerker und trotzdem möchte ich mit denen, die ich bis jetzt davon kennengelernt habe nicht zusammen sein.

          VG,

          kitty

          (19) 09.08.12 - 22:57

          da muss man erst wissen, was manche Personen verdienen....vielleicht verdient da ein Handwerker ja mehr;-)

      Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du offenbar beruflich nicht sonderlich erfolgreich bist. Wenn beide einigermaßen ehrgeizig sind, kann es trotzdem leicht sein, dass frau mehr verdient.

      Es gibt auch genug Männer, die eine Frau unsexy finden, wenn sie beruflich keinen Erfolg hat. ;-)

      (Ja, ich verdiene deutlich mehr als mein LG: Er ist selbständig, ich hab mich für eine Konzernkarriere entschieden. Hat beides seine Vor- und Nachteile - der Verdienstvorteil liegt auf meiner Seite.)

      LG Tammi

      • >>> Das bedeutet im Umkehrschluss, dass du offenbar beruflich nicht sonderlich erfolgreich bist. <<<

        Wie Du auf diesen Umkehrschluss kommst, verstehe ich nicht.

        >>> Es gibt auch genug Männer, die eine Frau unsexy finden, wenn sie beruflich keinen Erfolg hat. <<<

        Und auch dieser daraus resultierende Seitenhieb ist mir ein Rätsel.

        Erkläre mir doch bitte mal Deine Gedankengänge, so dass ich sie nachvollziehen kann und nicht annehmen muss, dass Du einfach nur was raushauen wolltest, was gut klingt und mir irgendwie ans Bein pinkelt, inhaltlich aber überhaupt keinen Sinn ergibt.

        LG

        • Naja, du schreibst ja:
          "Für mich käme ein Mann, der weniger verdient, nicht in Frage.
          Und dabei geht es gar nicht darum, dass er mich ernähren soll (also diesem antiquierten Rollenverständnis), sondern darum, dass er in meinen Augen dann beruflich nicht sonderlich erfolgreich ist - und das finde ich unsexy."

          Das heißt, sobald "mann" minimal weniger verdient als du, ist er nicht sonderlich erfolgreich. Daraus kann man nur schließen, dass du höchstens knapp an der Grenze dazu bist, was du selbst so als gerade noch als erfolgreich bezeichnen kannst. Wenn du wirklich erfolgreich wärst, könnte man jemanden, der 10k im Jahr weniger verdient, immer noch als erfolgreich bezeichnen. Logisch, oder?

          LG Tammi

          • Ganz ehrlich ... dass Du Dich jetzt extra doof stellst und meine Aussage bewusst falsch verstehen möchtest, um mich in irgendeiner Art und Weise vorzuführen, ist für mich keine Gesprächsgrundlage.

            • Hui, was für eine emotionale Reaktion!

              Warum sollte ich dich bewusst vorführen wollen, ich kenn dich doch gar nicht? Ich wollte nur sagen, dass du in dieser Hinsicht offenbar mit zweierlei Maß misst. ;-)

              • >>> Ich wollte nur sagen, dass du in dieser Hinsicht offenbar mit zweierlei Maß misst. <<<

                Und eben weil Du mich nicht kennst, kannst Du gar nicht beurteilen, ob ich mit zweierlei Maß messe.

Top Diskussionen anzeigen