Eure Tipps gegen Eifersucht aufs "neue" Baby - SAMMELTHREAD

    • (1) 18.08.12 - 01:24
      keine-geschwister-eifersu

      Dieser Thread soll ein Sammelthread werden - mit euren Tipps und Erfahrungen gegen die Eifersucht der älteren Geschwister, wenn das Baby kommt.

      Hintergrund: Bis zur Geburt des zweiten Kindes ist das erstgeborene Kind auch das einzige Kind, geniesst die volle Aufmerksamkeit der Eltern, vielleicht der Großeltern.
      Kommt Kind Nr. 2, verlagert sich ein Großteil der Aufmerksamkeit auf das Baby und viele größere Geschwister reagieren mit Eifersucht.

      Man liest es hier auch oft.

      Aber: Es ist nicht in allen Familien so, also gibt es vielleicht doch einen Zusammenhang zwischen dem Verhalten der Eltern während der Schwangerschaft mit dem 2. Kind und nach der Geburt und der Eifersucht des älteren Geschwisterkindes.

      Deswegen möchte ich hier einfach mal ganz viele Tipps sammeln, vielleicht hilft es ja einigen, die zur Zeit mit dem 2. Kind schwanger sind.

      Ich mache mal den Anfang:

      ________________________________________________

      - Wir haben unser Kind trotz seines Alters (schwanger wurde ich, da war unser Kind 2 Jahre und 2 Monate; kurz vor dem 3. Geburtstag unseres Kindes kam dann der Nachwuchs Nr.2) immer in allem eingebunden.

      - in der späteren Schwangerschaft mitgenommen zum Ultraschall

      - mitgenommen zu den Babyeinkäufen und auch oft unser Kind entscheiden lassen, auch wenns nicht immer unser Geschmack war

      - Unser Kind hat auch geholfen, die Babybettchen auszusuchen (man kann soetwas mit einigem pädagogischen Geschick ein wenig steuern)

      - Babybauch bemalen lassen

      - immer wieder Babybauch fühlen lassen und die Tritte spüren lassen

      - Babyfotos von unserem Kind angeschaut

      - immer alles erklärt, auch mit 2 Jahren verstehen die Kinder schon sehr viel

      - in der ersten Zeit und auch später eingebunden, wo es ging, und wenns nur beim wickeln Putztücher anreichen war; später durfte unser ältestes Kind auch mal Flasche halten

      - das große Kind gaaaaanz viel umarmen (das sollte man sowieso, egal wie viele Geschwister es noch gibt)

      - immer wieder jeden Entwicklungsschritt vom Nachwuchs erklärt und Babyfotos aus der Zeit angeschaut, als das ältere Geschwisterkind selbst in dem Alter war

      - die vom Baby entzückten Menschen auch mal an das ältere Geschwisterkind erinnern

      - mindestens einmal die Woche ganz alleine mit dem großen Kind etwas unternommen

      - nicht immer nur neue Sachen fürs Baby gekauft, sondern auch mal eine Kleinigkeit fürs große Geschwisterchen

      - das große Geschwisterkind durfte immer den neugierigen Leuten Name vom Baby etc sagen

      Ergebnis: Unser ältestes Kind liebt den Nachwuchs (inzwischen knapp 3) abgöttisch, sie spielen zusammen, teilen, halten zusammen!
      Also haben wir hoffentlich nicht allzuviel verkehrt gemacht.

      ___________________________________________

      Das klingt alles, als sei meine 2. Schwangerschaft ein Sonntagsspaziergang gewesen, aber das war es nicht.

      Sie begann in der 7. SSW als Zwillingsschwangerschaft, 11. Woche "Sie werden das zweite Kind wahrscheinlich verlieren!"; der Rest der Schwangerschaft wurde begleitet durch einen Todesfall in der direkten Familie, zwei Diagnosen, die noch vor der Geburt sicher gestellt wurden beim Baby, Herzerkrankung, Beschäftigungsverbot und viel liegen (Haushaltshilfe) und so weiter.

      Dieser Thread SOLL NICHT das begehren nach "haste toll gemacht, kriegst nen keks" darstellen, deswegen schreibe ich auch in schwarz!!!

      Es soll eine Hilfestellung für alle werden, die die gleiche Angst vor EIfersucht beim ältesten Kind haben, wie wir sie hatten.
      Und es ist oft so, dass sich automatisch alles nur noch um das eine Thema dreht: Die Schwangerschaft und Baby Nr.2

      ICH HOFFE SEHR, ihr könnt diese Liste weiterführen, denn ich finde es immer sehr traurig, wenn ich lese, dass die älteren Geschwisterkinder die Neugeborenen teilweise sogar hauen oder beissen. :-(

      • (2) 18.08.12 - 01:40

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        • (3) 18.08.12 - 02:04
          keine-geschwister-eifersu

          Nein, zur Erziehung braucht man kein Glück.

          Man muss sich auf den Charakter des Kindes einstellen.

          Ich kenne schüchterne Kinder, die einen sind eifersüchtig, die anderen nicht.

          Unser Kind hat eine starke Persönlichkeit, um es mal vornehm auszudrücken, davon kenne ich auch viele Kinder, die einen sind eifersüchtig, die anderen nicht.

          Das hat nichts mit Glück zu tun.

          Eher dient es hinterher als Ausrede.

          "Wir hatten halt Pech mit dem Charakter unseres Kindes!"

          Ich stehe dazu, aber dennoch möchte ich mich nicht für irgendetwas loben lassen oder sonst etwas.
          Zudem kenne ich einfach genügend Leute hier im Forum.

          Solche Details sollen nicht mit meinem Nick in Verbindung gebracht werden, da ich vor der Unvorhersehbarkeit von Informationspreisgabe im WWW noch immer Respekt habe.

          Babybauch bemalen ist alles andere als albern, wenn man es von der pädagogischen Seite betrachtet. Wir haben den Tip von einer Kinderpsychologin (ist bei uns Patientin gewesen) bekommen, als sie mich auf meinen babybauch ansprach und nach weiteren Kindern frug.

          Zudem sind es Tipps.

          Sagt Dir davon etwas nicht zu, lass es. :-)

            • (5) 18.08.12 - 08:07
              keine-geschwister-eifersu

              Dein Zitat: "Und doch, Babybauch bemalen ist für mich albern, da kann mich auch die angebliche Kinderpsychologin nicht von abbringen, meine Meinung, aber passt in das Bild, das ich von dir gewonnen habe."

              Erstens ist es weiterhin ok, wenn Du es albern findest.

              Wie ich bereits schrieb, handelt es sich hier um einen Tip, welchen ich selbst bekommen habe und hier weitergebe.

              Du hast jetzt bereits zweimal erwähnt, dass Du es albern findest. Bitte erwähne es nicht noch ein drittes mal, ich habe es schon nach dem ersten verstanden.

              Und zweitens ich habe auch ein Bild von Dir gewonnen ......
              Mit dem, was Du geschrieben hast, hast Du mehr über Dich preisgegeben, als Du es wohl wolltest.

              Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen......

              Ich bin nicht selbstgerecht - sondern Du scheinst Dich irgendwie angegriffen zu fühlen und schreibst jetzt irgendeinen Mist zusammen, der nichts mit dem Thema zu tun hat.

              Was hat zahnen mit Erziehung zu tun???

              Was hat ein Schreikind mit Erziehung zu tun???

              Was hat durchschlafen mit Erziehung zu tun???

              Es geht hier um Erziehung.

              Zitat:
              Unter Erziehung versteht man die von Erziehungsnormen geleitete Einübung von Kindern und Jugendlichen in diejenigen emotionalen, charakterlichen, sozialen, intellektuellen, lebenspraktischen und körperlichen Kompetenzen, die in einer gegebenen Kultur bei allen Menschen vorausgesetzt werden.

              Wenn hier jemand keine Ahnung hat, dann bist das wohl Du.

              Meine Kinder sind alles andere als pflegeleicht.

              Spuckkind, Schreikind, behindertes Kind ..... alles dabei.

              Ein zahnendes Kind kann man durch Erziehung auch nicht den Zahnungsschmerz nehmen, worauf jedes Kind nun einmal anders reagiert. #augen
              Aber ein Spuckkind ist ein Spuckkind, das hat doch nichts mit Erziehung zu tun. #augen

              Witzigerweise schreibst Du aber auch schon selbst dabei

              "Was hat das mit Erziehung zu tun?"

              Antwort: Garnichts.

              Achja, noch etwas:

              Warum schreibst Du eigentlich in schwarz?

              Wo Du mir das doch vorgehalten hast. Ich habe meine Grunde dafür bereits erörtert. Und Du? Stehst Du etwa nicht zudem, was Du hier schreibst?!

              Wenn Du zu dem Thema nichts konstruktives beitragen kannst und auch weiterhin so feige bist und in schwarz schreiben meinst zu müssen, dann antworte garnicht mehr.

              • (6) 19.08.12 - 19:49

                <Witzigerweise schreibst Du aber auch schon selbst dabei

                "Was hat das mit Erziehung zu tun?"

                Antwort: Garnichts.>

                Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen, verstanden hast du das nicht.
                Ebensowenig hat Eifersucht mit Erziehung zu tun. Wenn ein Kind die Anlage zur Eifersucht hat, kannst du im Vorfeld und wenn das Baby da ist, rumturnen wie du willt, das Kind wird eifersüchtig sein.

                <Wenn Du zu dem Thema nichts konstruktives beitragen kannst und auch weiterhin so feige bist und in schwarz schreiben meinst zu müssen, dann antworte garnicht mehr.<
                #rofl

    Guten Morgen,

    es klingt leider sehr danach,als wolltest du hier allen vorführen wie toll und Bilderbuchmäßig ihr als Eltern gehandelt habt.

    Es ist schön,dass ihr keine Probleme mit der Eifersucht auf das neue Baby hattet. Freut mich wirklich für euch und was du hier schreibst, sind sicher für einige wertvolle Tipps. :-)

    Ich muss mich aber den Vorschreibern anschließen. Ihr hattet auch einfach ein bisschen Glück in Bezug auf den Charakter eurer Kinder. Das haben leider nicht alle.

    Meine Kinder (jetzt 12+13 J) sind 15 Monate auseinander. Dein Vorbereitungsprogramm klingt schön,aber mit einem so kleinen Kind bringt es leider keinen Erfolg. Mein Sohn war immer mal wieder eifersüchtig, obwohl er seine Schwester ebenfalls liebt.

    Und jetzt noch eine kleine Erfahrung Aus der weiteren Entwicklung. Die Eifersucht spielt immer wieder eine Rolle. Das ist eben so. Wichtig ist doch,wie wir damit umgehen. Und glaube mir...Eifersucht im Teenageralter ist einfach nur anstrengend ;-)

    LG

    • (9) 18.08.12 - 08:16
      keine-geschwister-eifersu

      Du hast Recht, mit so einem gerungen Altersunterschied ist es schwierig. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht.

      Meine Tipps richten sich auch daher eher an die Paare, bei denen die Kinder einen Abstand von mind. 2-3 Jahren haben.
      Ausserdem gehts hier nur um die Zeit Schwangerschaft und die erste Zeit mit Baby Nr.2

      Es gibt immer wieder Situationen, wo das eine Kind aufs andere eifersüchtig ist. Allerdings ist es da oft egal, wer dann das ältere Kind ist.
      Das ist normal und auch wichtig für die Entwicklung.
      Aber gehört auch nicht zu meinem hier angesprochenen Thema.

      Mir ging es darum, dass man schon in der Schwangerschaft und direkt nach der Geburt etwas gegensteuern kann.

      Ich möchte auch hier keinen angreifen oder ähnliches.
      Es sind lediglich Tipps, da ich mich damals sehr mit dem Thema beschäftigt habe und etliche Ratgeber zu diesem Thema gelesen habe. (Allerdings ist das schon Jahre her #schwitz) - deswegen habe ich nur das geschrieben, was wir umgesetzt haben. Einige der Tipps aus dem Ratgeber waren für uns in der Praxis auch nicht umsetzbar.

      Zum Thema Glück habe ich schon einiges geschrieben.

      In meinem aktuellen Fall, weswegen ich das überhaupt geschrieben habe, ist es leider so, dass sich das Paar wirklich nur noch ums Baby kümmert. Die große Tochter (4 Jahre, fast 5) tut mir sehr leid. Gestern kam sie weinend zu mir und sagte, sie möchte nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, weil sie garkeine Zeit mehr haben und immer nur alle sagen, das Baby ist so süß.

      Jetzt bin ich nicht der Mensch, der sich in die Erziehung einmischt, aber da kam ich doch ins grübeln, ob ich die beiden nicht einmal darauf hinweise.

      • Das ist wirklich traurig,dass sich die Kleine so zurückgesetzt fühlt. Ich würde es nicht als Einmischen sehen, wenn du der Mama das einfach in einem ruhigen Gespräch vermittelst, dass sich die Maus so fühlt. Vielleicht ist ja gar keine Absicht dahinter und die Eltern merken es gar nicht.

        Zu deinen Tipps habe ich ja schon geschrieben, dass ich die gut finde. Wir möchten auch noch einen kleinen Nachzügler und die "Großen" müssen auch vorbereitet werden. Ich finde es ist eine riesen Herausforderung allen gerecht zu werden,gerade wenn so ein kleiner hilfloser Wurm da ist. Wir sprechen jetzt schon sehr viel mit den Beiden und da kamen auch die Fragen auf,ob ich sie dann noch lieb habe und überhaupt Zeit für sie bleibt.
        Vorbereitung und Einbeziehen sind wichtig,da hast du recht. Nur bei uns ging es damals leider nicht.

        Schönes Wochenende :-)

#winke

Warte bis deine Kinder 10-15 Jahre älter sind...und schreib hier nochmal.
Geschwistereifersucht zeigt sich nämlich meist mit voller Wucht erst in der Pubertät (z.B. "Immer wird...bevorzugt!" usw.) und oft auch später im Erwachsenenalter.

Die kleinen evtl. eifersüchteleien im Kleinkindalter sind harmlos dagegen.

Deshalb würde ich mich an deiner Stelle noch nicht zu früh freuen ;-)

LG
Eichkatzerl

  • (12) 18.08.12 - 22:22
    keine-geschwister-eifersu

    Wie ich bereits mehrfach schrieb:

    Es geht hier um die Eifersucht direkt nach der Geburt von Baby Nr.2 und die ERSTE Zeit danach.
    Alle anderen Geschwisterstreitereien sind normal und hier nicht thematisiert.

hallo,

mein sohn (3 jahre älter) war NIE eifersüchtig auf seine kleine schwester.
ich habe ihn nie zum arzt mitgenommen, er hat nie einen laden für babyausstattung von innen gesehen, musste nie beim vollgeschiessen windelwechsel beiwohnen.
er war einfach da. er lebt sein leben wieter, wie er es vorher auch gewohnt war.
meine tochter kam einen tag nach de rgeburt mit zu uns nach hause, sie wurde begrüßt und geküsst und gut war es.

wir haben genauso mit ihm gespielt, geschichten vorgelesen usw. so wie immer.

außerdem ist das verhältnis zwischen sohn und mutter genauso stark wie zwischen sohn und vater.
damit war es kein thema, wenn ich mal ne viertel stunde zum stillen der schwester nicht anwesend war. außerdem bin ich kein fan davon, 100 prozentige aufmerksamkeit dem kind zu widmen. (hört sich wahrscheinlich härter an als es ist)

gruß

>>ICH HOFFE SEHR, ihr könnt diese Liste weiterführen, denn ich finde es immer sehr traurig, wenn ich lese, dass die älteren Geschwisterkinder die Neugeborenen teilweise sogar hauen oder beissen.<<

Ja, das wird durch DIE LISTE ganz bestimmt verhindert! #rofl

Ich bin dafür, dass man einfach ganz normal bleibt und nicht durchdreht und hunderttausend Sachen veranstaltet. Und dass man keines der beiden Kinder auf ein Podest hebt, von dem man es dann nicht wieder runter bekommt.

LG

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