Macht Beziehung zu Borderliner sinn?

    • (1) 29.08.12 - 21:17
      Sinnlos?

      Gibt es erfahrungsberichte hier?

      Was man so im Internet ließt schreckt ab, gibt es auch positive erfahrungen?

        • (5) 29.08.12 - 23:05

          Wie schön Sonne,

          kannst du mir mehr erzählen?
          Ich bin jetzt vier Jahre mit meinem Partner zusammen und davor waren wir schon lange sehr gut befreundet, am Anfang war alles super toll und schön und aufeinmal vor knapp einem Jahr hat wurde alles anders, er zog sich zurück ich kam überhaupt nicht mehr an Ihn ran, er behauptete immer alles wäre super aber man sah ihm an das es nicht so ist und dann habe ich erfahren das er mich monatelang betrogen hat.

          Damit fing das Drama an, ich habe versucht zu verzeihen, wollte es aber auch verarbeiten und oft mit ihm drüber reden, dadurch wurde er immer seltsamer und hat dinge aus seiner Kindheit ausgepackt die mir zu denken gaben

          Nunja ende vom Lied er kam in eine klinik wo sie ihm erstmal depressionen diagnostiziert haben nun aber nach paar wochen eher zu Borderline tendieren

          Nun habe ich natürlich Angst wie das weiter gehen soll wenn man nur solche horror dinge im net liest.

          Gibt keine heilsame Therapie, solche Menschen sind beziehungunfähig, verletzten sich und andere ständig usw

          Was hast du gemacht und wie wurde dir geholfen?

          • Haaallo,

            Sorry bin nicht so oft hier. Erstmal tut mir sehr leid für dich. Es ist schwer für Partner mit dem hin und her umzugehen. Mein Mann akzeptiert es wenn ich phasen habe in denen ich mich zurückziehe. Nicht viel nähe mag, meine eigenen Wege gehe. Bin ständig ausgezogen, hab schluss gemacht, sind auch schon einmal geschieden und inzwischen wieder neu verheiratet, gab soooo schlimme streitigkeiten, auch mit körperlicher Gewalt- von sener Seite aus aber nur um mich zu bremsen.

            Ich war lange in therapie, langzeit im krankenhaus. 3 und einmal 6 monate. Habe dort viel gelernt- vor allem mit mir umzugehen.

            Habe ihn mal gefragt wie er das ausgehalten hat.....er sagte nur weil ich dich liebe und mich für dich entschieden habe. E sagt jeder tag ist ein neuer und machmal muss man den letzten schnell vergessen. #hicks

            Ich hoffe alles gute für euch......wenn du noch fragen hast schreib mir gerne per pn

            Lg sonja

      (7) 29.08.12 - 22:53
      Es gibt nur Verlierer

      Meine große Liebe war / ist Borderliner.

      Wir haben zwei Kinder, fast 20 Jahre on / off - Beziehung zwei Hochzeiten.

      Zurückgeblieben ist nur Schmerz, kaputte Kinderseelen, die selbst von trauriger Kindheit sprechen.

      Seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr, auf Wunsch der Kinder habe ich mittlerweile auch das AS.

      Die Kinder verabscheuen ihren Vater, auch wenn ich immer wieder versuche ihnen klarzumachen das er krank ist. Sie lehnen ihn total ab. Sie haben einfach zu viel miterleben müssen: Alkohol, Drogen, Selbstzerstörung, unberechnbares Verhalten

      Es gibt nur Opfer, denn ich weiß von seinen Eltern das auch er sehr leidet.

      Ich bin ihm dankbar für zwei wunderbare Kinder, aber spätestens danach hätte ich für immer gehen müssen.

    (10) 29.08.12 - 23:09

    Also ich bin auch Borderliner! Ich war/bin verheiratet und habe 3 Kinder mit diesem Mann. Da ich aber nicht glücklich war und gemerkt habe, dass es nicht das ist was ich brauche... (hab ihn mit 16 kennengelernt).Habe ich mich nach 10 Jahren getrennt (nach 7 Jahren, wars aber etwa kaputt).
    Kurz darauf habe ich nun meinen Freund kennengelernt! Mit dem bin ich nun sehr glücklich seit einem Jahr.

    Es stimmt schon, ich als Borderliner habe oft Probleme gehabt meinen Partner (auch jetzt) nicht auf ein Podest zu stellen. Es ist ja immer dieses schwarz/weiß denken! Entweder er ist supertoll oder scheiße, eine Mitte ist schwer zu sehen für uns Borderliner! Nur ich meine, es klappt mittlerweile nach mehreren Therapien und Rehas ganz gut.
    Was auch ein Problem bei mir war, war die Aufopferung bis fast zur Selbstaufgabe, deshalb hinterfrage ich mich öfter mal!

    Was bei mir war, ich wollte relativ schnell gemeinsame Wohnung, Ehe, Kinder. Und ganz viel Sicherheit.

    Mein Partner weiß, dass ich Borderline habe. Ich habe auch viel Mist gebaut. (Habe als Hobbyhure gearbeitet, also auch was sehr extremes.) Er ist aber sehr klug und kommt auch aus dem medizinischem Bereich, deshalb hat er etwas Ahnung davon und weiß was damit verbunden ist. Er versteht deshalb viel und sieht wirklich was ich brauche und was mir gut tut, ich kann mit ihm über alles reden. Auch über extreme Gefühle.

    Ich habe viele Ventile für mich gefunden! Neben einigen Piercings und Tattoos (ja, Schmerz brauche ich hin und wieder immer noch) gehe ich halt Zielen nach und überwinde mich dies auch durchzuhalten (das gibt es bei Borderline auch oft, hab immer etwas Probleme, wenn ich etwas nicht perfekt kann, dann möchte ich es öfter aufgeben). Dazu viel Reden und Vertrauen fassen.

    Es ist nicht aussichtslos nur öfter mal eine Herausforderung! Lerne die Person gut kennen, damit du sie einschätzen kannst. Borderline mildert sich auch oft ab, je älter man wird. Mit 19/20 dachte ich viel extremer und hatte viel mehr Syptome als jetzt mit Ende 20! Es kann klappen!

    GLG

    • (11) 30.08.12 - 01:27

      Hast du dir hilfe gesucht?

      Wie sah die aus?

      Ist ein "normales" Leben danach überhaupt möglich oder muß man immer an die Krankheit denken?

      "Heilung?"

      • (12) 30.08.12 - 02:16

        Ja, ich habe mir Hilfe gesucht. Bei mir wurden auch erst Depressionen diagnostiziert (psychotherapeut) und wurde auf Reha geschickt da kam raus, dass es Borderline ist. Nach der Reha ging ich noch 5 Monate in die Tagesklinik. Danach war ich weiterhin in therapeutischer Betreuung. Seit 2008 nun nicht mehr!Es hat eine Weile gedauert, weil ich nach der Diagnose erstmal einen richtigen "Ausbruch" hatte.-

        Heilung? Nein! Aber DEUTLICHE Besserung! Man lernt damit umzugehen. Sich selbst zu verstehen! Meine Ehe ist kaputt gegangen, aber dies lag auch daran, dass mein Ex-Mann sehr egoistisch ist. Er verstand nichts, wenn es nicht um seinen eigenen A**** ging! Ich hatte zeitweise Bulemische Züge, wir waren gerade Pizza essen und ich hab mich übergeben, da kam dann: Toll, dass ganze Geld das Klo runter!

        Toll, dass du dich darüber belesen hast. Mein Ex hat es nie verstanden und sich auch nie drum bemüht. Denn ich würde sagen, Verständnis ist der Schlüssel. Und wie gesagt, mein Partner hört mir immer zu und rückt mir den Kopf zu recht (verbal, aber nie laut oder unangenehm).

        Wir Borderliner denken immer, wir sind schlechte Menschen und müssen dies verbergen. Vieles war bei mir so eine Art Selbstgeisselung oder einfach um mich zu spüren. Dies geschieht nun sehr selten. Manchmal, wenns nicht sehr krass ist lässt mein Freund mich machen (z.B. habe ich neben 3 Kindern, Haushalt, Arbeit und Heimarbeit noch ein Abendstudium begonnen. Er ließ mich, bis ich selbst erkannte, dass das alles auf einmal zu viel ist. Er bestätigte mich darin und ich verlegte die Schule jetzt in die Zukunft min. bis die kleine im KiGa ist.). Ansonsten bekomme ich einen dezenten Hinweis, dass es etwas viel ist und meist fällt mir dies dann auch sofort auf. Außerdem bekomme ich sehr viel Bestätigung von meinem PArtner, dass hilft mir sehr, dass ich merke dass mich jemand zu schätzen weiß! Dazu ist auf ihn Verlass und Beständigkeit da, etwads was mir sehr hilft! Aber wie gesagt mein LG ist Arzt, er kennt vieles mindestens aus der Theorie. Er ist auch sehr einfühlsam. Aber ich denke auch so kann man das lernen, den Partner mit Borderline so zu unterstützen.

        Das ganze ist neu für euch, redet ganz viel und findet heraus, was er braucht. Wie du ihm helfen kannst. Es wird erstmal vielleicht etwas dauern bis alles wieder gut läuft, aber es ist sicher möglich. Vor allem braucht er einen Therapeuten!

        Ich denke kaum an die Krankheit, aber hin und wieder muss ich mich und mein Verhalten doch noch selbst in Frage stellen und überlegen ob ich mich nicht wegen der Krankheit so benehme oder denke.

        Bei der Therapie lernt man sich selbst verstehen und lernt auch Wege sich selbst zu helfen!

        Ich würde sagen, wir führen ein "normales" Leben. ICh brauche auch seit Jahren keine Medis mehr dafür! Das letzte Mal war mein Borderline vor 3 Wo. kurz Thema, als ich mich einfach mal von ihm halten ließ und mich richtig ausgeheult habe (hatte furchtbar Stress mit meinem Ex-Mann)! Das tat gut und das gute, was mir so dabei hilft ist: Dass er mich immer noch so liebevoll ansieht, wie vorher, auch wenn ich ihn bis 4 Uhr nachts vollgeheult habe und das ich ihm ALLES von mir erzählen kann, ohne dass er mich verurteilt. Dadurch baue ich Stück für Stück den Gedanken ab, schlecht zu sein. Aber dass wir nun dauernd darüber reden oder dauernd darauf achten ist auf gar keinen Fall so. Ich merks bei mir ab und zu, weil ich sehr viel hinterfrage. So nach dem Motto: Warum liebt er mich? Warum nerve ich ihn noch nicht? Warum lieben meine Kinder mich? Immer wieder Selbstzweifel! Das gehört dazu, aber es ist nicht schlimm! Wichtig ist nur, dass du ihn bestätigst, dann versucht er auch nirgends anders Bestätigung zu finden!

        GLG

(13) 29.08.12 - 23:52
lieber in schwarz

Ich kenne keine positiven Erfahrungen, habe aber auch nur drei Borderliner jemals kennengelernt (Frauen).
Die sind regelmäßig nach einer gewissen Zeit ausgetickt (mit Fremdgehen, waren tagelang verschwunden), die Ehen sind zerbrochen, die Kinder traumatisiert, eine hat sich umgebracht, da waren ihre Kinder 19 und 16, aber sie hatte die Familie schon fünf Jahre vorher verlassen und ein Leben zwischen der Straße, dem Strich und psychiatrischen Kliniken geführt.

(14) 30.08.12 - 08:11

Ich habe selber keine Erfahrungen auf dem Gebiet, kenne aber zwei Männer, die mit einer Borderlinerin zusammen waren...und es muss die absolute Hölle gewesen sein. Von daher: Wissentlich würde ich mich auf eine solche Beziehung nicht einlassen...

Mein Ex ist mit einer Borderlinerin zusammen, die ich auch kenne und die ist anstrengend.

Ich finde da nichts positives bei.

Weder für die Kinder noch für den Partner der nicht daran erkrankt ist.

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