Macht Beziehung zu Borderliner sinn?

Gibt es erfahrungsberichte hier?

Was man so im Internet ließt schreckt ab, gibt es auch positive erfahrungen?

Ich habe im Bekanntenkreis nur absolute Negativbeispiele erlebt.

Alle psychischen Erkrankungen sind schwierig in einer Beziehung auszuhalten. Ob es klappt oder nicht, kann man im Vorraus nie sagen.

Jaaaaaa, bin einer und seid 19 jahren in einer beziehung#liebdrueck

Wie schön Sonne,

kannst du mir mehr erzählen?
Ich bin jetzt vier Jahre mit meinem Partner zusammen und davor waren wir schon lange sehr gut befreundet, am Anfang war alles super toll und schön und aufeinmal vor knapp einem Jahr hat wurde alles anders, er zog sich zurück ich kam überhaupt nicht mehr an Ihn ran, er behauptete immer alles wäre super aber man sah ihm an das es nicht so ist und dann habe ich erfahren das er mich monatelang betrogen hat.

Damit fing das Drama an, ich habe versucht zu verzeihen, wollte es aber auch verarbeiten und oft mit ihm drüber reden, dadurch wurde er immer seltsamer und hat dinge aus seiner Kindheit ausgepackt die mir zu denken gaben

Nunja ende vom Lied er kam in eine klinik wo sie ihm erstmal depressionen diagnostiziert haben nun aber nach paar wochen eher zu Borderline tendieren

Nun habe ich natürlich Angst wie das weiter gehen soll wenn man nur solche horror dinge im net liest.

Gibt keine heilsame Therapie, solche Menschen sind beziehungunfähig, verletzten sich und andere ständig usw

Was hast du gemacht und wie wurde dir geholfen?

Haaallo,

Sorry bin nicht so oft hier. Erstmal tut mir sehr leid für dich. Es ist schwer für Partner mit dem hin und her umzugehen. Mein Mann akzeptiert es wenn ich phasen habe in denen ich mich zurückziehe. Nicht viel nähe mag, meine eigenen Wege gehe. Bin ständig ausgezogen, hab schluss gemacht, sind auch schon einmal geschieden und inzwischen wieder neu verheiratet, gab soooo schlimme streitigkeiten, auch mit körperlicher Gewalt- von sener Seite aus aber nur um mich zu bremsen.

Ich war lange in therapie, langzeit im krankenhaus. 3 und einmal 6 monate. Habe dort viel gelernt- vor allem mit mir umzugehen.

Habe ihn mal gefragt wie er das ausgehalten hat.....er sagte nur weil ich dich liebe und mich für dich entschieden habe. E sagt jeder tag ist ein neuer und machmal muss man den letzten schnell vergessen. #hicks

Ich hoffe alles gute für euch......wenn du noch fragen hast schreib mir gerne per pn

Lg sonja

Meine große Liebe war / ist Borderliner.

Wir haben zwei Kinder, fast 20 Jahre on / off - Beziehung zwei Hochzeiten.

Zurückgeblieben ist nur Schmerz, kaputte Kinderseelen, die selbst von trauriger Kindheit sprechen.

Seit zwei Jahren haben wir keinen Kontakt mehr, auf Wunsch der Kinder habe ich mittlerweile auch das AS.

Die Kinder verabscheuen ihren Vater, auch wenn ich immer wieder versuche ihnen klarzumachen das er krank ist. Sie lehnen ihn total ab. Sie haben einfach zu viel miterleben müssen: Alkohol, Drogen, Selbstzerstörung, unberechnbares Verhalten

Es gibt nur Opfer, denn ich weiß von seinen Eltern das auch er sehr leidet.

Ich bin ihm dankbar für zwei wunderbare Kinder, aber spätestens danach hätte ich für immer gehen müssen.

Hat er den Hilfe in Anspruch genommen und wenn ja wie?

Er ist alle 12 - 24 Monate stationär, dann geht es für ein paar Wochen und danach fällt er wieder in alte Schemata zurück.

Also ich bin auch Borderliner! Ich war/bin verheiratet und habe 3 Kinder mit diesem Mann. Da ich aber nicht glücklich war und gemerkt habe, dass es nicht das ist was ich brauche... (hab ihn mit 16 kennengelernt).Habe ich mich nach 10 Jahren getrennt (nach 7 Jahren, wars aber etwa kaputt).
Kurz darauf habe ich nun meinen Freund kennengelernt! Mit dem bin ich nun sehr glücklich seit einem Jahr.

Es stimmt schon, ich als Borderliner habe oft Probleme gehabt meinen Partner (auch jetzt) nicht auf ein Podest zu stellen. Es ist ja immer dieses schwarz/weiß denken! Entweder er ist supertoll oder scheiße, eine Mitte ist schwer zu sehen für uns Borderliner! Nur ich meine, es klappt mittlerweile nach mehreren Therapien und Rehas ganz gut.
Was auch ein Problem bei mir war, war die Aufopferung bis fast zur Selbstaufgabe, deshalb hinterfrage ich mich öfter mal!

Was bei mir war, ich wollte relativ schnell gemeinsame Wohnung, Ehe, Kinder. Und ganz viel Sicherheit.

Mein Partner weiß, dass ich Borderline habe. Ich habe auch viel Mist gebaut. (Habe als Hobbyhure gearbeitet, also auch was sehr extremes.) Er ist aber sehr klug und kommt auch aus dem medizinischem Bereich, deshalb hat er etwas Ahnung davon und weiß was damit verbunden ist. Er versteht deshalb viel und sieht wirklich was ich brauche und was mir gut tut, ich kann mit ihm über alles reden. Auch über extreme Gefühle.

Ich habe viele Ventile für mich gefunden! Neben einigen Piercings und Tattoos (ja, Schmerz brauche ich hin und wieder immer noch) gehe ich halt Zielen nach und überwinde mich dies auch durchzuhalten (das gibt es bei Borderline auch oft, hab immer etwas Probleme, wenn ich etwas nicht perfekt kann, dann möchte ich es öfter aufgeben). Dazu viel Reden und Vertrauen fassen.

Es ist nicht aussichtslos nur öfter mal eine Herausforderung! Lerne die Person gut kennen, damit du sie einschätzen kannst. Borderline mildert sich auch oft ab, je älter man wird. Mit 19/20 dachte ich viel extremer und hatte viel mehr Syptome als jetzt mit Ende 20! Es kann klappen!

GLG

Hast du dir hilfe gesucht?

Wie sah die aus?

Ist ein "normales" Leben danach überhaupt möglich oder muß man immer an die Krankheit denken?

"Heilung?"

Ja, ich habe mir Hilfe gesucht. Bei mir wurden auch erst Depressionen diagnostiziert (psychotherapeut) und wurde auf Reha geschickt da kam raus, dass es Borderline ist. Nach der Reha ging ich noch 5 Monate in die Tagesklinik. Danach war ich weiterhin in therapeutischer Betreuung. Seit 2008 nun nicht mehr!Es hat eine Weile gedauert, weil ich nach der Diagnose erstmal einen richtigen "Ausbruch" hatte.-

Heilung? Nein! Aber DEUTLICHE Besserung! Man lernt damit umzugehen. Sich selbst zu verstehen! Meine Ehe ist kaputt gegangen, aber dies lag auch daran, dass mein Ex-Mann sehr egoistisch ist. Er verstand nichts, wenn es nicht um seinen eigenen A**** ging! Ich hatte zeitweise Bulemische Züge, wir waren gerade Pizza essen und ich hab mich übergeben, da kam dann: Toll, dass ganze Geld das Klo runter!

Toll, dass du dich darüber belesen hast. Mein Ex hat es nie verstanden und sich auch nie drum bemüht. Denn ich würde sagen, Verständnis ist der Schlüssel. Und wie gesagt, mein Partner hört mir immer zu und rückt mir den Kopf zu recht (verbal, aber nie laut oder unangenehm).

Wir Borderliner denken immer, wir sind schlechte Menschen und müssen dies verbergen. Vieles war bei mir so eine Art Selbstgeisselung oder einfach um mich zu spüren. Dies geschieht nun sehr selten. Manchmal, wenns nicht sehr krass ist lässt mein Freund mich machen (z.B. habe ich neben 3 Kindern, Haushalt, Arbeit und Heimarbeit noch ein Abendstudium begonnen. Er ließ mich, bis ich selbst erkannte, dass das alles auf einmal zu viel ist. Er bestätigte mich darin und ich verlegte die Schule jetzt in die Zukunft min. bis die kleine im KiGa ist.). Ansonsten bekomme ich einen dezenten Hinweis, dass es etwas viel ist und meist fällt mir dies dann auch sofort auf. Außerdem bekomme ich sehr viel Bestätigung von meinem PArtner, dass hilft mir sehr, dass ich merke dass mich jemand zu schätzen weiß! Dazu ist auf ihn Verlass und Beständigkeit da, etwads was mir sehr hilft! Aber wie gesagt mein LG ist Arzt, er kennt vieles mindestens aus der Theorie. Er ist auch sehr einfühlsam. Aber ich denke auch so kann man das lernen, den Partner mit Borderline so zu unterstützen.

Das ganze ist neu für euch, redet ganz viel und findet heraus, was er braucht. Wie du ihm helfen kannst. Es wird erstmal vielleicht etwas dauern bis alles wieder gut läuft, aber es ist sicher möglich. Vor allem braucht er einen Therapeuten!

Ich denke kaum an die Krankheit, aber hin und wieder muss ich mich und mein Verhalten doch noch selbst in Frage stellen und überlegen ob ich mich nicht wegen der Krankheit so benehme oder denke.

Bei der Therapie lernt man sich selbst verstehen und lernt auch Wege sich selbst zu helfen!

Ich würde sagen, wir führen ein "normales" Leben. ICh brauche auch seit Jahren keine Medis mehr dafür! Das letzte Mal war mein Borderline vor 3 Wo. kurz Thema, als ich mich einfach mal von ihm halten ließ und mich richtig ausgeheult habe (hatte furchtbar Stress mit meinem Ex-Mann)! Das tat gut und das gute, was mir so dabei hilft ist: Dass er mich immer noch so liebevoll ansieht, wie vorher, auch wenn ich ihn bis 4 Uhr nachts vollgeheult habe und das ich ihm ALLES von mir erzählen kann, ohne dass er mich verurteilt. Dadurch baue ich Stück für Stück den Gedanken ab, schlecht zu sein. Aber dass wir nun dauernd darüber reden oder dauernd darauf achten ist auf gar keinen Fall so. Ich merks bei mir ab und zu, weil ich sehr viel hinterfrage. So nach dem Motto: Warum liebt er mich? Warum nerve ich ihn noch nicht? Warum lieben meine Kinder mich? Immer wieder Selbstzweifel! Das gehört dazu, aber es ist nicht schlimm! Wichtig ist nur, dass du ihn bestätigst, dann versucht er auch nirgends anders Bestätigung zu finden!

GLG

Ich kenne keine positiven Erfahrungen, habe aber auch nur drei Borderliner jemals kennengelernt (Frauen).
Die sind regelmäßig nach einer gewissen Zeit ausgetickt (mit Fremdgehen, waren tagelang verschwunden), die Ehen sind zerbrochen, die Kinder traumatisiert, eine hat sich umgebracht, da waren ihre Kinder 19 und 16, aber sie hatte die Familie schon fünf Jahre vorher verlassen und ein Leben zwischen der Straße, dem Strich und psychiatrischen Kliniken geführt.

Ich habe selber keine Erfahrungen auf dem Gebiet, kenne aber zwei Männer, die mit einer Borderlinerin zusammen waren...und es muss die absolute Hölle gewesen sein. Von daher: Wissentlich würde ich mich auf eine solche Beziehung nicht einlassen...

Mein Ex ist mit einer Borderlinerin zusammen, die ich auch kenne und die ist anstrengend.

Ich finde da nichts positives bei.

Weder für die Kinder noch für den Partner der nicht daran erkrankt ist.

Sorry, aber es ist klar, dass im Internet nur negativ Beispiele auftauchen. Wir sind ja auch die Ärsche der Nation. <.<

Ja, ich bin Borderliner und anscheinend hier eine der wenigen, die sich nicht dafür schämen. Wozu auch? Hab ich mir ja nicht ausgesucht.

Ich bin seit 9 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir waren bis jetzt nicht einmal getrennt, unsere Beziehung ist NICHT instabil, wir haben letztes Jahr geheiratet, unser zweites Kind kommt auf die Welt.

Ich bin in immer wieder mal in Behandlung, ist ja auch klar, denn bei den meisten Borderlinern ist nicht das 'Borderline sein' das Problem (genau genommen, nach einer abgeschlossenen DBT Therapie mit anschließender ambulanter DBT Nachsorge sollte man das BL einigermaßen im Griff haben, Rückschläge gibt es immer) sind die Komorbiditäten die der jeweilige hat. Depressionen brechen relativ schnell aus. Traumata/Flashbacks sind nicht selten, danach braucht der Traumatisierte Unterstützung um wieder aufzuarbeiten.

Problem sind sehr oft (das soll jetzt nicht böse klingen, aber es ist meine Erfahrung) das Umfeld, was sich genauso verhält wie der TE hier. 'Hab nur schlechtes gehört, deshalb geh ich mal mit Vorurteilen daran.' Und dann ist immer der BL-Patient Schuld. Dass bei uns bei emotionalen Stress die Transmitter und Sorotoninaufname im Gehirn streikt und wir ein paar Minuten oder Stunden länger brauchen um manche Sachen zu verarbeiten wird da ausgelassen. Nein, man geht negativ an die Sache ran, der Bler ist enttäuscht, weil er vertraut hat und kommt in die nächste Krise.

Das wichtigste ist, dass dem Gegenüber klar ist, WIE ein Bler tickt, was auch chemisch und biologisch im Körper passiert wenn es zu einer emotionalen Strapaze kommt, dass man gerne auch mal psychologische Paargespräche führt (nein, ihr sollt euch nicht therapieren lassen, aber es gibt immer wieder super Tipps für den Umgang mit dem Partner), man versucht sich darauf einzulassen, dass es oft nicht einfach ist (aber ich denke so was kann einem auch locker mit einem über eifersüchtigen Partner kommen und man bereit ist zu zeigen, dass man die betroffene Person unterstützt. Aber eigentlich sollte so was auch in normalen Beziehungen drin sein.

Ich sage nicht, dass es einfach ist Beziehungen zu Borderlinern zu haben, ABER es ist mehr als machbar. Wenn die betroffene Person selbst an sich arbeitet und das will.

Noch als kleiner Tipp: Viele die es behaupten sind keine Bler. Wenigstens nicht diagnostiziert. Sobald man Probleme hat fängt man an zu googlen. Es gibt Selbsttests. /von 10 Menschen behaupten daraufhin sie haben BL.

möchte gern mal von den betroffenen wissen was ich mir darunter vorstellen soll. ich könnte das jetzt auch googlen aber denke es macht mehr sinn wenn ihr mir das erklärt

#sorry das ich nicht weiß was das ist :-(

Es ist eine Persönlichkeitsstörung, auch emotional instabile Persönlichkeitsstörung - Borderline Typus genannt.

Es gibt leider keinen 'Stereotyp' Borderliner, daher ist eine Erklärung schwer. Ich versuch es mal an mir zu verdeutlichen.

Es fällt mir schwer Nähe und Distanz einzuschätzen. Ich lerne jemanden kennen und mag ihn. Ich vertraue dann zu schnell und erzähle wirklich persönliche Dinge, weil ich mich ja auch mitteilen möchte. Das geht meist derbe in die Hose. Das ist mir meist auch vorher klar... aber abstellen kann ich es nicht.

Ich kann nicht genau sagen WER ich bin. Wenn du mir sagen würdest ich solle 5 typische Charaktereigenschaften an mir benennen könnte ich sie dir nicht sagen. Ich muss mich immer wieder neu finden um zu wissen ob ich Sachen mag oder nicht.

Ich bin sehr schnell emotional überfordert. Es dauert sehr lange bis meine Eindrücke verarbeitet sind. Es hallt viel nach, beschäftigt mich etc. Ich will alles genau verstehen und schieße damit öfter über das Ziel heraus. Ich reagiere oft über, versuche aber zu kanalisieren in eine Richtung die weder meinem Umfeld noch mir schadet.

Ich kenne meinen Platz nicht. Also hier zu hause in meiner Familie schon. In der Gesellschaft nicht. Überall wo ich bin habe ich das Gefühl nicht hin zu passen. Ich bin sehr unsicher und wechsele daher oft den Platz im Leben. (Freundeskreis, Arbeit etc)

Ich habe sehr große soziale Ängste und Probleme aufgrund meiner Traumata, sei mir nicht böse, aber ich möchte sie hier nur ungern breit treten.

Meine Aggressionsschwelle ist sehr niedrig. Bei mir wird es sehr schnell zur Autoaggression.

Ich verletze mich selbst (toi toi toi, seit längerer Zeit konnte ich den Druck weg skillen), wenn der innere Druck zu groß wird. Ich habe aber eine spezielle Therapieform gemacht, die mir hilft 'Ausgleichsbeschäftigungen' zu finden und diese einzusetzen.

Es gibt eben noch die chemische Variante von allem, aber die kann ich schwerlich erklären. Nur so viel: Unser Hirn kann die Glückshormone nicht richtig aufnehmen, deshalb sind wir so emotional.

Nochmal zum Schluss: Nicht ein Borderliner gleicht dem anderen. Man sollte sich besonders mit den Traumata beschäftigen um den betroffenen Borderliner zu verstehen.

Ich hoffe ich konnte ETWAS Klarheit rein bringen. Sollten noch Fragen auftauchen dürft ihr natürlich weiter löchern. Ich versuche euch ein wenig mehr davon zu erklären. Ihr dürft auch gerne per PN nachfragen. Aufklärung in dem Thema wird zu wenig betrieben und ich bin froh über jeden der sich damit besser auskennen will.

Ich finde deine Offenheit gut. Ich hatte bis jetzt ein ganz anderes Bild von Borderlinern. Obwohl ich Krankenschwester bin und die theoretische Seite kenne.

In der Ausbildung habe ich mal mit einem Mädchen (wir waren damals allerdings erst 16 und 17) zusammen gearbeitet, das BL hatte. Ehrlich gesagt, mochte ich sie nicht. Aber ich hab sie halt auch einfach nicht verstanden.
Finde gut, wie du mit deiner Krankheit umgehst.

Alles Gute #klee

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Ich war auch mal mit einer Borderlinerin zusammen. Das war eine furchtbare Zeit, ganz ehrlich. Nächtliche Telefonate mit ihrer Therapeutin, ständiges auf und ab und jedes Mal, wenn wir Probleme hatten, Selbstmorddrohungen.

Es war wirklich schlimm. Ich wollte nur raus aus der Beziehung, hatte aber permanent Angst, daß sie sich das Leben nimmt (hatte schon 5 Versuche hinter sich). Am Ende mußte ICH mir einen Therapeuten suchen, der mir klar gemacht hat, daß ich keine Verantwortung für sie und ihr Leben trage.

Ich habe mich dann getrennt und dafür gesorgt, daß sie in stationäre Behandlung kommt. Wir haben noch einmal telefoniert, wobei sie wieder die gleichen Dinge versucht hat wie vorher (ohne Dich kann ich nicht leben....) und dann habe ich den Kontakt abgebrochen und nie mehr zurückgeschaut.

Bestimmt gibt es auch gut therapierte Borderliner in stabilen Beziehungen, aber ich kenne keinen. Ich kenne nur volatile Beziehungen, die für alle im Umfeld mehr Schmerzen als Freude bedeuten.

Ohne Dich oder Deine Umstände zu kennen kann ich nur sagen - es ist wirklich schwer und Du darfst Dich nicht in eine Situation begeben, in der Du versuchst, den anderen zu "retten", denn das kannst Du leider nicht.

Ich denk es kommt darauf an wie schlimm es ist... Es gibt Borderliner, die nich in der Lage sind ein selbstständiges Leben zu führen. Aber es gibt auch welche die damit ganz gut Leben können.

Hallo,

ich hatte eine beste Freundin die Borderliner war.
Die Krankheit wurde aber erst nach 15j Freundschaft festgestellt als der große Ausbruch kam.
Diese 15j waren absolut super und ich hätte nie gedacht das sie krank ist.Klar im Nachhinein fallen einem diverse Situationen ein die ich aber eher auf Macken oder Lebenseinstellungen geschoben habe.
Sie war etwas chaotisch im Haushalt,manchmal war sie überfordert mit ihren Kindern,ihre Partner(es waren nicht viele)hat sie sehr verwöhnt und vieles durchgehen lassen.Sie konnte nicht alleine sein.Es musste immer ein neuer Partner da sein bevor sie sich vom alten Trennen konnte.
Als Freundin kann ich sagen war sie immer für einen da,hat sich und ihre Bedürfnisse aber oft vergessen.
Ja und dann kam der Ausbruch der Krankheit.Sie veränderte sich völlig.Sie verliebte sich in eine Frau die Borderliner war /ist und auch so war wie es im Internet beschrieben wird.
Meine Freundin vernachlässigte ihre Kinder,sie redete anders,prügelte sich auf der Straße bis die Polizei kam,ritzte sich und hatte arge Selbstmordgedanken.
Zwei Jahre habe ich versucht ihr zu helfen .Alles drehte sich nur noch um sie und ihre Kinder.Meine Familie und mich habe ich vergessen .Co Abhängigkeit!!!!!
Wir haben heute keinerlei Kontakt mehr .Sie ist in eine neue Stadt gezogen ,hat geheiratet und hat nochmals ein Kind bekommen.UNd wenn sie so ist wie früher haben dieser Mann und ihr Kind absolutes Glück.
Ich vermisse meine Freundin von damals sehr,aber aus Angst diese 2 Jahre Horror nochmals mitzumachen suche und will ich keinen Kontakt mehr.
Aber was ich sagen will ist eigendlich man kann Borderliner nicht in einen Topf schmeissen,dafür ist die Krankheit zu breitfächig,aber man muss aufpassen das man sich selber nicht verliert.

Lg Sabine

Ich kenne auch einen nicht so positiven Fall. Er diagnostizierer borderliner mit so einigen Zwangshandlungen - also kein leichter Fall. Liebe groß, es war aber beiden irgendwie dann mal klar dass es wohl nix auf Dauer wird - sie wollte irgendwann mal Familie, er zwar auch, aber beiden war klar dass das keine gute Idee wäre. Er wollte dem Wunsch nicht im weg stehen, und die ganzen anderen großen und kleinen Probleme die dazu gekommen sind haben nach vier Jahren zur Trennung im beiderseitigem Einverständnis geführt. Sie bereut die Beziehung nicht, es wohl war zugleich aber auch sehr anstrengend und Zukunft hatte es auch nicht.

LG

Kann ich dir absolut nicht empfehlen, nein.

hallo!

ich war vier jahre lang mit einem befreundet, dann haben wir uns höllisch (!!!) verliebt.
wir wissen beide nicht mehr, wie es kam.
magnetische anziehung, bombastischer s..., die küsse, die liebe war extrem innig.
wir waren richtig benommen.
ich denke, sowas kann man in der intensität nur mit einem borderliner erleben.
wir waren durch die beziehung immer am rande vom wahnsinn.
extreme aktionen, er: drogen, alkohol, selbstverletzung, verleumdung, rufmord, versuchter selbstmord, verletzung von anderen, beschimpfung von mir im wechsel von liebeserklärungen, heiratswunsch, kinderwunsch,...

bis heute vermiss ich ihn, obwohl ich weiss, dass er nicht gut für mich ist (und nie war).
mein verstand hat mir das immer gesagt und ich weiss es bis heute.
aber das gefühl... habe viel darüber gelesen, sehr viel.
es wird eine art sucht-entzug-system entwickelt, die für eine co-abhängigkeit sorgt.
wir haben uns schrecklich gestritten, ich habe nie solche seiten an mir erlebt.

er war höllisch gemein, unter der gürtellinie, unfair, manipulativ, aggressiv. ist fremd gegangen.
ich bereue es nicht, es hat mich sehr viel weiter gebracht.
aber ich würde es rückblickend meiden.
vor allem, weil ich auch nach vier jahren noch denke, dass ich ihn liebe.
übrigens wird die psychische struktur, die das ganze begünstigt, vererbt. kommt ein entsprechendes umfeld dazu, kann borderline ausgelöst werden.
lass es. es ist so intensiv. macht süchtig.
aber krank. und so so so unglücklich, wenn die erste zeit vorbei ist.
und die ist viel schneller vorbei, als du es dir vorstellen kannst.
bei jedem satz hatte ich angst, dass er was falsch auslegt.
denn das hat er, selbst wenn ich nichts gesagt oder getan habe.
alles wurde verdreht.
vor allen, die ich kenne, hat er mich schlecht gemacht. erst jetzt merken auch die letzten, dass er es war, der rücksichtslos ist.
und das schlimmste für mich ist: freun dschaftlicher kontakt danach ist nicht möglich.
du bist dann das monster, selbst wenn du nichts getan hast.
klar hab ich gelesen, dass borderliner auch gute beziehungen führen können.
aber ich kenne einige. und niemand davon ist (glücklich) vergeben.
niemand. also seh das bitte eher als regel.

tus nicht!!!

ich hab vergewaltigung vergessen!!!

es ist der absolute himmel.
und die tiefste tiefe der hölle.

du merkst sicher an meinem schreibstil, dass ich selber nicht drüber weg bin.

Ich habe mehrere Borderlinerinnen in meinen Leben intensiv kennen gelernt, und auch deren Partner (bzw. später dann Ex Partner) und eine Beziehung mit einer Borderlinein selbst gehabt.

Das alles verteilt innerhalb ca. 10 Jahren.

Ich kann nur sagen daß ich nichts anderes als die Hölle bei anderen gesehen und auch noch selbst erlebt habe.

Übrigens bin ich serh sehr vorsichtig geworden von der Selbsteinschätzung von Borderiner/innen die sagen sie führen eine "tolle" Beziehung... denn das wurde von nahezu jeder, die ich kennen lernte, am Anfang gesgt und zwar exakt in der gleichen Art und weise wie es hier einige Betroffene auch schreiben.

Meine Erfahrung war: Nichts davon war wahr, stattdessen dafür das glatte Gegenteil der Fall.

Sie gaben sich als gute sogar sehr gute Mütter aus.
Die Wahrheit war: Ausnahmslos alle Kinder von ihnen waren schwer psychisch gestört inkl. Selbstmordversuchen und auch ein Fall wo das Kind sich dann auch wirklich umbrachte.

Das Jugendamt wurde natürlich geblendet nach Strich und Faden... die Warnungen und Hilferufe der jeweiligen Väter wurden abgetan mit "das sei nur der Racheversuch des Vaters für die gescheiterte Beziehung nun die Mutter schlecht zu machen".

Also die Tochter aber dann Tod aufgefunden wurde, inkl. Abschiedsbrief, sagte das dann niemand mehr vom JA. Aber da wars dann zu spät natürlich.

Nein... Glauben tu und kann ich keinen Borderliner/in mehr einfach nur so weil er/sie es sagt oder schreibt.

Papier ist bekanntlich sehr Geduldig.

Ihre Schauspielkünste enorm, und ihr absolutes Unvermögen sich und andere richtig einzuschätzen absolut verzerrt... fast immer das das Gegenteil davon war wie es eingeschätzt wurde. Glauben aber selbst daran. Was es alles noch gefährlicher macht und für den Gegenüber kaum bis gar nicht erkennbar.

Ich halte Borderline für eine extrem gefährliche psychische Störung wo aufjedenfall Lebensgefahr besteht und zwar für alle Beteiligten... nicht nur für den Betroffenen sondern auch für deren Kinder und Partner (solange sie es noch sind).

Aufjedenfall aber, so oder so, alle Beteiligten schwerstens gestört werden, wenn sie es nicht schaffen vorher den Kontakt komplett abzubrechen inkl. in ihren Gedanken (was das schwerste von allem ist).

Für (ex)Partner ist das durchaus im Bereich des Machbaren.

Für die Kinder der Borderliner (meistens Mütter) kaum bis gar nicht möglich selbst wenn deren Väter alels versuchen sie aus dieser Hölle zu befreien... die Familiengesetze und Jugendämter erkennen die Gefahr nicht und deuten die Hilfeschreie der Väter als Rache oder wiegeln sie sonst irgendwie ab weil sie ja eine (Borderline) Mutter vor sich sehen wo (scheinbar!) doch alles OK ist.

Un der Borderline betroffenen kann natürlich am allerwenigsten den Kontakt zu sich selbst abbrechen... außer eben durch Suizd... und das ist in meinen Augen einer der Hauptgründe warum nahezu jeder Borderliner/in regelmäßige Suizd GEdanken hat und min. 10% diesen dann auch durchführen.

Um vor sich selbst zu flüchten.

Es ist, wie gesagt, in meinen Augen eine extrem gefährliche psychische Störung.

Wenn andere davon überhaupt mal was gehört haben dann wird diese Stärung oft stark unterschätzt.... mit fatalsten Folgen.

Ich schließ zwar nicht aus daß es mildere Formen und weniger gefährliche Formen von Borderline gibt... ich selbst jedoch habe nur schwerste Formen dieser Störung kennen gelernt, und kenne auch auschließlich nur persönliche Erfahrungsberichte die das gleiche erlebt haben.

Also äußerste Vorsicht kann ich jedem nur empfehlen. Das ist eine extrem schwere und gefährliche Störung die schon unzählige Leben zerstört hat (und macht auch vor Kinderleben nicht halt). Ausnahmen mögen die Regel bestätigen... ich kenne jedoch keine einzige.

Borderliner sind in meinen Augen zwar Opfer und Täter zu gleich... ohne das sie es woll(t)en.

Aber es ändert nichts an der Gefährlichkeit der Störung für alle Beteiligten.