Streit um Hauskauf

    • (1) 23.10.12 - 09:21
      besserso

      Hallo,

      es steht folgende Situation an. Mein Partner und ich sind noch nicht verheiratet, was aber in den nächsten Jahren passieren wird...zumindest soweit der Plan. Nun erwerben seine Eltern ein Haus, bzw. sind eben Kreditnehmer. Es wird vertraglich geregelt, dass mein Partner die Hälfte der Kosten trägt und ihm dann quasi auch die Hälfte des Hauses gehört. Er wird auch mit im Grundbuch stehen. Nun gabs Diskussionen, was eigentlich passiert wenn wir heiraten und dann doch ne Scheidung ansteht...ätzend sowas vorher zu bereden, aber lieber jetzt als wenns wirklich soweit ist. Nun möchte mein Partner so ne Klausel wie "ich habe ne Frist von 3 Monaten im Trennungsfall um auszuziehen "damit ich nicht von einem Tag auf den anderen auf der Straße sitze. Das finde ich persönlich nicht ausreichend. Ich trage monatlich den gleichen Betrag zu den monatlichen Kosten bei...dh. mein ganzes Einkommen fließt da rein. Dazu kommt viel Zeit, usw...macht man ja auch gern für ein schönes Zuhause. Nun soll ich quasi am Ende aber keinerlei Rechte haben. D.h. wenn das Ding in vllt. 15 Jahren abbezahlt ist, kann er sich scheiden lassen und ich fange bei null an quasi oder werde mit nen paar Möbeln abgespeist...so oder ähnlich sind zumindest meine Worte. Kann doch so nicht richtig sein. Oder? Kennt sich da jemand aus und kann mir da helfen, bevor wir uns hier richtig in die Haare kriegen?

      LG

      • (2) 23.10.12 - 09:27

        Da wirst du nun geteilte Meinungen zu hören kriegen ...meine hierzu ist:

        du zahlst eine Miete...nicht mehr, nicht weniger. Seine Eltern zahlen das Haus ab, und dein Partner ebenfalls.

        Du wohnst quasi zur Miete. Wem du im Ende das Haus finanzierst, ob nun deinem Partner oder einem Vermieter, ist in meinen Augen ziemlich egal.

        Wenn du möchtest, das du die gleichen Rechte hast, dann müsst ihr zwei ein eigenes Haus kaufen, das ihr zu gleichen Teilen abbezahlt.

        Gruß Hezna #klee

        • (3) 23.10.12 - 09:32

          Ich werde aber zb in naher Zukunft eine größere Summe erben und die fließt das zb mit rein...das ist dann schon was anderes als ne Miete.

          • (4) 23.10.12 - 09:35

            Mit der Miete find ich blöd. Ihr wollt heiraten und die Zukunft planen. Da zahlt man doch keine Miete an den Partner, nur weil man denkt, dass es mal zur Trennung kommen kann. Dein Mietanteil ist weg, aber er fließt in den Kredit rein, den dein Mann zahlt und hat somit noch Reiber draus gemacht. Das wäre keine Beziehung für mich. Und dein Geld, was du bekommst, würde ich anlegen. Wenn das mit dem Haus geklärt ist, würde ich das mit einbringen, aber vorher nicht.

            Viel Glück.

            LG

          • (5) 23.10.12 - 09:36

            Wenn du Geld mit einfliessen lässt, um das Haus zu finanzieren, solltest du dich tatsächlich absichern, daß du das Geld dann auch wieder bekommst.

            So etwas sollte man mit einem Notar machen, damit das auch in trockenen, abgeklärten Tüchern ist.

            (6) 23.10.12 - 10:01

            Erst einmal würde ich versuchen, dass Ihr alle Zusammen einen Anwalt bzw. Notar aufsucht und Euch kompetent und unvereingenommen beraten lasst.

            Wenn es dann darauf hinaus laufen sollte, dass Du nicht mit im Grundbuch stehst, dann würde ich an Deiner Stelle die zu erwartende Erbschaft auf einem eigenen Konto anlegen und nicht in das Haus investieren. Darüber hinaus würde ich mir ernsthaft Gedanken über eine Heirat und die in diesem Zusammenhang stehende Zugewinngemeinschaft oder aber einen Ehevertrag machen.

            Nach meinem Empfinden stinkt die Sache...

          • ..das habe ich jetzt erst gelesen.

            Unter diesen Umständen, bitte ich dich eindringlich, das Erbe nicht in das Haus einfliesen zu lassen. Das siehst du, auch wenn du es in 15 Jahren belegen kannst, evt. nicht wieder.

            Das kannst du wahrscheinlich nur gerichtlich einfordern und dann ist es (so ist es momentan) ermessensache des Richters.....

            VORSICHT....

            (8) 23.10.12 - 16:26

            Auf gar keinen Fall würde ich die geerbte Summe in dieses Haus stecken, jedenfalls nicht, wenn Du nach einer evtl. Trennung (die hoffentlich nie statt finden wird) nichts bekommst.

            Vielleicht kann man für diese Summe aber vom Anwalt einen Vertrag aufsetzen, in dem steht, dass Dein Mann + seine Eltern Dir diese Summe zurückzahlen müssen, falls ihr euch trennt. Dann wäre es ja ok.

            Ansonsten find ich das mit der Miete eigentlich schon ganz gut, obwohl wenn man verheiratet ist, dann will man doch keine Miete zahlen.
            Bei einer Freundin ist es so, dass er das Haus auch komplett alleine baut, also er hatte schon den Bauplatz und Geld von seiner Oma geerbt. Sie haben auch erst nach dem Hausbau geheiratet, damit ihm das Haus wirklich alleine gehört, also ihr nichts zusteht nach einer Trennung. Sie zahlt keine Miete, kauft aber dafür einige Möbel die sie nach einer Trennung mitnehmen könnte, zudem übernimmt sie die kompletten Lebensmittelkosten, alle anderen Kosten werden geteilt.

            Ich persönlich finde so etwas immer ein wenig blöd, einer fühlt sich doch immer benachteiligt.

            Warum kauft ihr das Haus nicht zusammen, wo er doch eine großere Summe investiert und Du auch?

            (9) 23.10.12 - 20:21

            Ne! Das legst du auf deinen Namen an, du bist doch nicht blöd, oder?

            Gruß

            Manavgat

            (10) 23.10.12 - 21:32

            Wie meine Vorrednerinnen schon gesagt haben, die Erbschaft hat mit diesem Haus nichts zu tun. Das eine kann nicht mit dem anderen vermischt werden, wenn die Rechte dazu nicht klar geregelt sind.

            Evtl kann man sich bei eintreffen der Erbschaft darüber nochmal unterhalten, dass du deinen Schwiegerleuten und deinem Freund dann eben Anteile abkaufst. ICH würde dir aber auch davon abraten. DAs Geld ist in dem Haus im Fall einer Trennung gebunden, wenn keine Möglichkeit besteht dich auszubezahlen oder ähnliches stehst du wieder ohne alles da.

            Punkt 2: Besteht beide zum gegenseitigen Schutz für den Fall einer Heirat auf einen Ehevertrag. So unromantisch es klingt, so klar ist dann alles geregelt und Diskussionen kommen nicht auf.

            LG

      (11) 23.10.12 - 09:28

      Unter den Umständen würde ich SO nicht mit ihm ins Haus ziehen.

      Was du willst ist irgendwo klar. Nun heißt es zusammen kommen.

      Mehr Rechte am Haus für dich....wäre das ein Problem für IHN? Wenn ja mit welcher Begründung...?

      • (12) 23.10.12 - 09:33

        Er möchte mich Scheidungsfall nicht auszahlen müssen weil dann gegebenenfalls das Haus verkauft werden muss. Kann ich nachvollziehen...keine Frage. Aber was ist denn mit mir? ich stceke da jahrelang jeden Cent den ich habe rein, fliege dann raus und habe nichts?

        • (13) 23.10.12 - 09:42

          Wenn er jetzt schon so denkt, dann ist das eine schlechte Basis. Dann geht es nur ums Geld. Er MUSS dich dann auszahlen. Wenn du mitfinanzierst, dann steht dir dein Anteil zu. Und im Falle einer Trennung müsste er es doch auch dir zurückzahlen, also steht es auch auf einem anderen Blatt, ob er das Haus halten kann oder nicht.

          Ich kann es nicht nachvollziehen ehrlich.

          >> ich stceke da jahrelang jeden Cent den ich habe rein, fliege dann raus und habe nichts? <<

          Genaus das ist es dann. Er hat sein Haus abbezahlt und du musst zusehen, wo du bleibst. Schöne Einstellung. Ich glaube, ihr müsst noch mal dringend reden.

          LG

          • (14) 23.10.12 - 09:49

            Ja genau das ist es, wovor ich Angst habe...am Ende zusehen zu müssen, wo ich bleibe.

            Reden versuche ich seit Tagen. Es heißt immer nur, ich würde ja nicht das Risiko tragen für den kredit usw und könne ja genauso jederzeit einfach die Biege machen.

            • (15) 23.10.12 - 10:04

              Das hört sich jetzt fast so an, als bräuchte er dich nur, um sein Haus abzuzahlen und dann darfst du gehen. Super Basis.

              (16) 23.10.12 - 12:46

              "Reden versuche ich seit Tagen. Es heißt immer nur, ich würde ja nicht das Risiko tragen für den kredit usw und könne ja genauso jederzeit einfach die Biege machen."

              Ganz Unrecht hat dein Freund damit ja nun nicht.

              Ich würde sagen, du zahlst Miete...und alles andere übernimmt dann eben dein Freund bzw. seine Eltern. Reinstecken würde ich in die Hütte an deiner Stelle nix, wenn ich dafür nicht im Gegenzug ins Grundbuch eingetragen werde.

              (17) 23.10.12 - 16:43
              schwarz ist nicht blau

              Ja das Risiko von dem Kredit trägst Du nicht, aber dafür gehört ihm ja später auch mal das Haus und Dir GAR NICHTS!
              Auf keinen Fall solltest Du die geerbte Summe in sein Haus stecken. Was hättest Du auch davon? Dir gehört doch nichts und im Falle einer Trennung stehst Du mit gar nichts da. Das investierte Geld zurück bekommen könnte auch schwierig werden, es sei denn ihr habt es vorher notariell geregelt, aber selbst dann kann es dauern, da er diese Summe ja wahrscheinlich nicht mal eben so auf dem Sparbuch liegen hat.
              Die geerbte Summe würde ich gut anlegen, sodass Du im Falle einer Trennung, Dir selber etwas aufbauen kannst.

              Ich kann Deinen Freund in gewisser Hinsicht verstehen, trennt ihr euch, ist das Haus weg, da er Dich nicht auszahlen kann. Aber dann sollte er auch nicht von Dir verlangen, dass Du was ins Haus steckst, denn dann hätte er es wirklich selber bezahlt und es ist auch alleine sein Haus. Sobald Du aber etwas investierst, hat er es doch auch nicht alleine gezahlt und Dir steht demnach auch was zu.
              Vielleicht kannst Du größere Dinge bezahlen, die Du im Falle einer Trennung mitnehmen könntest, Möbel z.B. , oder das Auto?

              Von Miete hab ich hier auch schon was gelesen. Einerseits ganz ok, aber andereseits, man ist verheiratet und zahlt dem Ehepartner Miete, mit dem er seinen Hauskredit abzahlt, dadurch also einiges an Gewinn hat (wird dieser Gewinn bei einer Trennung nicht angrechnet) und man selber steht im Falle einer Trennung wieder mit nichts da?

          (18) 23.10.12 - 10:06

          >>Wenn er jetzt schon so denkt, dann ist das eine schlechte Basis. Dann geht es nur ums Geld<<

          Finde ich, anhand der aktuellen Scheidungsstatisik, nicht. Im Fall einer Trennung will keiner den kürzeren ziehen, ist doch klar. Das er sich Gedanken diesbezüglich macht, finde ich richtig. Ob sein Vorschlag zum Vor- oder Nachteil der TE ist, hat damit erstmal gar nichts zu tun.

          • (19) 23.10.12 - 10:16

            Im Grunde hast du Recht, aber in diesem Falle würde ich nicht sagen. Er will im Falle einer Scheidung nichts zurückzahlen, aber ihren Beitrag darf sie leisten. Ist doch in meinen Augen nicht ganz rein.

(20) 23.10.12 - 09:30

Hallo.

Also ich würde darauf bestehen, mit ins Grundbuch zu gehen. Dein Mann ein viertel Anteil und du einen viertel Anteil. Wenn du es mitfinanzierst, dann steht dir das auch zu. Dann kann man vielleicht noch eine Klausel mit reinbringen, im Falle einer Trennung, dass du aus dem Grundbuch rausgehst, aber deinen Anteil zurück erhälst. Muss doch auch zu regeln sein. Damit dürfte keiner einen abzocken können. Aber erkundige dich doch mal beim Notar.

LG Hermina

  • (21) 23.10.12 - 09:35

    Ins Grundbuch soll ich nicht mit rein...kann ich einerseits verstehen, aber dass ich am Ende auch ganz ohne was dastehen sollte, kann und möchte ich nicht akzeptieren.

    • (22) 23.10.12 - 09:38

      Mit welcher Begründung. Da würde ich mich aber beim Notar erkundigen, wie du im Falle abgesichert bist. Da ist doch schon irgendwo ein Knick in der Beziehung wegen sowas.

      Da hätte ich auch keine Lust, mit einzuziehen. Du machst und tust, damit es schön wird und im Falle einer Trennung hast du die A...karte.

      LG

      • (23) 23.10.12 - 09:54

        Seine Begründung ist, dass ich ja auch nicht das Risiko für den kredit trage und ja auch jederzeit die Biege machen kann.

        • ...und DU trägst das Risiko jahrelang in das Haus zu investieren und dann mit nichts dazustehen !!!!!!

          Seine Argumentation hinkt....

          (25) 23.10.12 - 16:48

          Und warum bist Du dann nicht einfach der zweite Kreditnehmer und wirst mit im Grundbuch eingetragen?
          So tragt ihr beide das Risiko und euch beiden gehört aber auch das Haus und nicht nur ihm.
          Dein geerbtes Geld würde ich ansonsten auch nicht in dieses Haus stecken.

          Warum lässt Du Dich nicht mal, ohne sein Wissen, beim Anwalt beraten. Dann weißt Du schon mal was man in Deinem Fall am besten machen sollte und was man nicht machen sollte.
          Danach redest Du nochmal mit ihm, bringt das alles nichts und er besteht darauf, dass Du nicht mit ins Grundbuch eingetragen wirst, sollst aber Deinen Beitrag zum Haus leisten, dann würde ich gar nicht erst mit einziehen. Dann kauf oder bau Dir mit Deinem geerbten Geld ein eigenes Häuschen / eigene Wonung.

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