Pistole auf die Brust

    • (1) 03.11.12 - 15:56
      Zorrine

      Hallo,#wolke

      ich bin 40 habe ein Studium und mittlerweile einen guten Job, seit 6 Jahren geschieden mit zwei Kindern und bin seit einem Jahr in einer neuen Beziehung.

      Er ist 43, Handwerker keine Kinder, Junggeselle und hat sich vor 10 Jahren ein Haus neben seinem Elternhaus gebaut. Er wohnt selbst in seiner eigenen Einliegerwohnung, die oberen zwei Etagen sind noch nicht bewohnbar.

      Els wir und kennenlerneten, hat er gesagt, dass er sich wünscht mit seiner Partnerin dort zu wohnen.

      Nun ist es so, dass seine Mutter seit 6 Jahren verwitwet ist, und ich habe den Eindruck, dass er ihr als Partnerersatz dient. Er geht jeden Tag zu ihr zum Essen, macht die Einkäufe, und sie wäscht und bügelt seine Wäsche und macht ihm sogar sein Pausenbrot für die Arbeit. In seiner Wohnung gibt es zwar eine Küche, die aber noch nie benutzt worden ist.

      Er fährt mit ihr zum shoppen und einmal die Woche zur Krankengymnastik.

      Seine beiden brüder haben sich weitgehend von ihr gelöst, der eine ist drei Orte weiter gezogen und kommt sehr selten mal zu Besuch, der andere Bruder hat auch nebenan ein Haus, ist verheiratet und hat drei Kinder.

      Frau Mama ist eine eher unangenehme Person, und die Familie des Bruders hat sich von ihr distanziert, so dass ihre einzig verbleibende Stütze nun mein Freund ist.

      Er hat durch ihre ganzen Ansprüche an ihn immer weniger Zeit für mich, und ich habe bald genug davon.

      Mein Plan ist es nun ihn vor die Wahl zu stellen: Entweder er löst sich aus der engen Verbindung zu Frau Mama, oder er kann auf mich verzichten.

      Er soll seine Küche in Betrieb nahemn, für sich selber kochen, oder bei uns zu abend essen. Er soll sich eine Waschmaschine zulegen und für sich selber waschen, oder für den Übergang kann er auch bei mir waschen.

      Er kann weiterhin ihr behilflich sein, und sie zu Arztterminen und jede Woche zur Behandlung fahren, es sollte aber klar sein, dass sie keinen Anspruch hat auf ihn als Partnerersatz. Gerecht wäre es eigentlich, wenn er im Wechsel mit den anderen Brüdern ihre Versorgung sicherstellen würde.

      Arrrrg...:-[#wolke

      • die pistole ist selten gut vor allem wenn es um die mutter geht

        du weißt doch einige söhne und ihre mütter

        naja setz dich mit ihm hin und erklär ihm die situation

        und evtl kann ein bruder dich unterstüzen von ihm

        und seine sicht der dinge erklären

        Was sagt er denn, wenn Du ihn bittest, sich diesbezüglich ein wenig einzuschränken, weil Du das Gefühl hast, dass Eure gemeinsame Zeit immer knapper wird?

        "Mein Plan ist es nun ihn vor die Wahl zu stellen: Entweder er löst sich aus der engen Verbindung zu Frau Mama, oder er kann auf mich verzichten."

        Wenn du deinem Freund das so sagst, kann ich dir fast garantieren, dass er sich für seine Mutter entscheidet. Auf der anderen Seite muss ja was passieren, wenn du dich in dieser Situation nicht (mehr) wohlfühlst. Ich würde es aber zunächst auf anderem Wege versuchen und ihm sagen, dass ich mir mehr Zeit mit ihm wünsche. Denn die weniger werdende gemeinsame Zeit ist ja das Hauptproblem...und nicht, wer für ihn kocht oder seine Wäsche macht.

      • Nimm's mir nicht übel, aber ich habe das Gefühl das Du hier einen reinen Machtkampf ausfechten willst.

        Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum es für Dich aktuell ein Problem darstellt, das der Mann bei seiner Mutter zu Mittag ißt. Ihr wohnt doch gar nicht zusammen, also ist diese Regelung doch für alle Beteidigten optimal. Dein Essen wird ja nicht verschmäht.......

        Und das man sich, ab einem gewissen Alter peu a peu mehr um die älter werdenden Eltern kümmert finde ich selbstverständlich. Und einer muß die Mutti eben zu KG fahren.

        Ob und warum in dieser Familie Konflikte mit den Brüdern bestehen ist auch nicht Deine Baustelle.

        Ich empfinde Dich als sehr übergriffig und denke das Du , falls Du Deinen Konfrontationskurs weiter fortsetzt, sehr bald wieder Single sein wirst.

        Und das vollkommen unnötigerweise, denn das Verhalten Deines Freundes zeigt nur, das er ein fürsorglicher Charakter ist.

        Agathe

        Auch wenn er in meinen Augen ein Problemverhalten an den Tag legt und als Muttersöhnchen bei mir nicht in die engere Wahl käme: was du da vor hast ist ebenso bescheuert.
        a) weils in einen Machtkampf ausarten wird
        b) weils sinnfreie Forderungen sind. Wenn deine Forderungen dahingehend wären, dass er weniger Zeit mit seiner Mutter verbringt zugunsten Zeit mit dir, wäre das nachvollziehbar, denn eine Partnerschaft sollte Priorität haben, ansonsten kann man es wohl kaum als funktionierende Partnerschaft bezeichnen.
        Dass er jedoch zu Zeiten, in welchen er ohnehin nicht mit dir zusammen ist, weniger Zeit mit seiner Mutter verbringen soll ist irgendwie sinnfrei, oder?

      • Das kannst du ja machen, wenn die Situation für dich untragbar ist. Sei dir aber bewusst, dass bei entweder ... oder eben auch ODER rauskommen kann.

        Wie alt ist sie denn?

        Das muss von ihm selbst kommen, dass er sich löst. Schau, die beiden kümmern sich umeinander. Und es funktioniert, wie es scheint, er ist zufrieden, sie auch.

        Nur du nicht, oder?

        Er wird sich nicht gegen seine Mutter entscheiden. Dafür hat sie zuviel Macht, dafür ist die Bindung zu eng und dafür ist er wahrscheinlich auch nicht "Manns" genug, wenn ich das so lese....

        (10) 03.11.12 - 21:52

        Warum soll er seine Küche in Betrieb nehme und selbst die Wäsche waschen? Dich betrifft diese Umstellung doch gar nicht. Und ob er mittags bei Mama oder im Restaurant isst, kann dir egal sein.

        Wenn du unbedingt die Küche einweihen willst, dann Schlag ihm vor, abends oder am WE mit ihm gemeinsam darin zu kochen oder dass du die wünschst, er würde dich einmal bekochen und verwöhnen.

        Du mischst dich m. E. in Familienangelegeneheinten ein, die dich nichts angehen. Wer sich wie in der Familie von Mama zurückgezogen hat und wer sich mehr oder zu wenig kümmert, ist nicht deine Sache. Ich würde Wetten darauf abschließen, dass du den Kürzeren ziehst, wenn du dein Vorhaben umsetzt. Die Zeiteinteilung könnt ihr durchaus besprechen. Es könnte sein, dass Mama eifersüchtig ist und daher ihren Sohn immer mehr in Beschlag nimmt. Das sind dann aber sicher nicht die gemeinsamen Mittagessen oder die Fahrten zum Arzt o. ä. Die finde ich sehr fürsorglich und selbstverständlich, nun er dafür Zeit erübrigen kann. Vielleicht sind seine Geschwister beruflich auch weniger abkömmlich, um diese "Dienste" zu übernehmen. Als Dank wäscht sie ihm eben die Wäsche.

        (11) 03.11.12 - 22:00

        >>>Er soll seine Küche in Betrieb nahemn, für sich selber kochen, oder bei uns zu abend essen. Er soll sich eine Waschmaschine zulegen und für sich selber waschen, oder für den Übergang kann er auch bei mir waschen.<<<

        Du bist dreist.

        Wenn jemand so leben will wie er wirst Du das nicht ändern.

        Erst recht nicht wenn Du ihn emotional erpresst - denn selbst wenn er sich darauf einlässt ist das nur sekundär freiwillig und sicherlich nicht nachhaltig.

        Es gibt sicher genug Frauen die einen so fürsorglichen Mann wollen - und genug andere Männer nie so leben würden.

        Ich denke Du hast Dir schlicht den falschen Partner ausgesucht.

        LG, katzz

        Hola,

        ich bin selber eine Mutter und habe einen erwachsenen Sohn.
        Zur Zeit wohnt er wieder bei mir und da ist fuer mich ganz normal, dass er mit isst und ich auch seine Waesche mitmache. Wobei er auch selber waescht und wenn ich bitte etwas einzukaufen, dann bringt er auch Einkaeufe mit.
        Ich bin nun nicht alt und brauche auch keine Hilfe. Nun stelle ich mir vor, ich haette ein schlechtes Verhaeltnis zu meinen Kindern, wie sehr mich das belasten wuerde und wie froh dann, wenigstens einen Sohn zu haben der sich sorgt und kuemmert.
        Hier ist es normal, dass man sich in der Familie hilft, miteinander isst, vor allem wenn man gleich nebenan wohnt.
        Nicht jeder kocht gerne, empfindet das als aufwendig und vielleicht schmeckt es nicht was man kocht. Soll es geben.
        Ich habe eine Freundin, die keine Waesche waschen kann. Das macht ihr Mann. Bei ihr passieren staendig Unfaelle. Waesche ist verfaerbt, Pullover eingelaufen oder verfilzt....ectr.
        Natuerlich waere es nur gerecht, wenn die Brueder sich auch kuemmern wuerden, im Wechsel einkaufen und zur Krankengym mit ihr fahren.
        Macht er es aber gerne und freiwillig, empfindet das nicht als Last, dann wirst du ihn nur schlecht vom Gegenteil ueberzeugen koennen.

        Ich hoffe, dass meine Kinder sich um mich kuemmern werden, wenn ich mal alt und hilfebeduerftig bin.

        Selbstverstaendlich scheint es ja nicht mehr zu sein, dass man sich um Familienangehoerige kuemmert.

        Saludos

        (14) 04.11.12 - 00:34

        Bist du mit deinem Schreiner immer noch nicht weiter gekommen?

        Hallo und vielen Dank für Eure Antworten#winke

        ich habe ihn auch als fürsorglichen Charakter kennengelernt, nur leider ist diese Fürsorglichkeit so weit verteilt, dass für mich nur ein sehr kleiner Teil davon abfällt.

        Mir ist völlig klar, dass dies ein Machtkampf ist, und dass der Schuss nach hinten losgehen kann, aber ich fühle mich bereit dazu am Ende wieder als Single da zu stehen. Ich möchte bei meinem Partner an erster Stelle stehen und das hab ich ihm auch schon mal gesagt. Ich finde dass das keineswegs dreist ist sondern der einzige Weg um eine "echte" Partnerschaft zu führen.

        Er sagte dazu, dass ich natürlich dort stehen würde und hat daraufhin die Beschwerden über seine fordernde Mutter an mich eingestellt, will heißen, dass er seine Sorgen diesbezüglich mir nicht mehr mitteilt, sondern den Kampf alleine weiterführt.

        Letztes Wochenende sagte er, dass er unter Depressionen leide und sich erhofft, dass ich ihm helfen könnte. Ich hab ihm erwidert, dass ich dafür normalerweise bezahlt werde. Ich denke dass es bei ihm eher ein Unwohlsein mit der Zwickmühle ist als echte Depressionen.

        Was ihm in seinem Leben fehlt ist ein eigenes Kind, und als er mir das sagte, hab ich ihm gesagt, dass ich mich eigentlich zu alt fühle noch ein Kind zu bekommen, dafür sollte er sich besser eine jüngere Frau suchen.

        Ganz eigentlich ist es so, dass ich schon noch ein Kind bekommen wollen würde, ihm zuliebe aber da müsste viel mehr an Zeit und Engagement für mich da sein und eben eine Loslösung von der Mutter nach dem Vorbild des Bruders der sich bei ihr zurückhält mit dem Verweis auf seine drei Kinder.

        Am Anfang unserer Beziehung hatte er noch mehr Zeit für mich, so etwa ein halbes Jahr lang, inzischen sehen wir uns nur noch am Sonntag.

        Er sagte mal zu mir, dass seine Mutter immer versuchen würde über mich was herauszufinden, er sie aber mit Informationen kurz halten würde. Das hat er nur so nebenbei erwähnt, und ich hab da nicht weiter nachgehakt.

        So wie ich das ganze einschätze, hat sie Angst ihn zu verlieren. Sie ist Witwe, 67 Jahre alt und zunehmend Hilfebedütftig. Er ist der einzig übrig gebliebene, zu ihrem Glück und zu seinem Unglück ungebundene Mensch, nun all ihre Bedürfisse erfüllt. Sein Leben gegen ihres, so sehe ich die Sache.

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