Ich traue ihm nicht

    • (1) 07.11.12 - 10:30
      Hollyfolly

      Hallo,
      Ich versuche die Situation kurz zu erklaeren.
      Ich bin seit etwas über einem halben Jahr mit meinem freund zusammen. Er hat sich im Januar von seiner Frau getrennt, sie waren 11 Jahre zusammen.
      Sie haben auch ein Kind zusammen , es wird jetzt bald ein Jahr.
      Wir ziehen jetzt gerad zusammen, und an sich ist alles total schön.
      Leider habe große Probleme ihm zu trauen, da er anfangs nicht ganz ehrlich war was den Zeitpunkt seiner Trennung angeht. Er meinte Januar, seine Frau hätte das aber wohl erst im März realisiert....solche Dinge eben. Er reagiert noch sehr emotional auf Streitigkeiten mit seiner ex, zum Teil versteh ich das dennoch verletzt es mich wenn ich sehe das es ihn so aus der Bahn wirft oder seine Laune kippt.
      Am Anfang gab es auch viel Heimlichtuerei in Bezug auf seine ex, sie sollte nicht wisse. Das wir zusammen sind, zusammen ziehen usw. Sie weis aber inzwischen alles.
      Ich merke das ich sehr empfindlich reagiere auf alles was mit seiner ex zusammen hängt, ich wäre da gern entspannter, aber ich werd dieses Misstrauen nicht los. Ich wünsch mir das er ein stück weit neutraler auf seine ex reagiert, sich mehr über das uns freut anstatt an der bevorstehenden Scheidung zu verzweifeln, also aus finanzieller Sicht.
      Ist das zuviel gefordert ? Ich hab das Gefühl er ist emotional noch nicht ganz durch damit, natürlich verneint er das und sagt er liebt mich. Er tut eine Menge für uns, dennoch bleibt in mir dieses Misstrauen.

      • (2) 07.11.12 - 10:39

        ganz ehrlich: einem mann, der seine frau mit einem wenige monate alten baby sitzenlässt, mit einem sack voll heimlichkeiten direkt in die nächste beziehung springt und nach einem halben jahr bereits zusammenzieht, würde ich auch nicht trauen. auch wenn ich ihm damit jetzt vielleicht unrecht tue, aber: er scheint kein sonderlich verlässlicher mensch zu sein.

        obendrein: wann hätte er denn gelegenheit haben sollen, diese langjährige beziehung überhaupt mal emotional abzuschließen?

          • (5) 07.11.12 - 11:37

            du wirst es vielleicht anders sehen, aber ich finde es in der tat verwerflich, wenn ein mann eine frau kurze zeit nach der geburt des gemeinsamen kindes verlässt, "weil er schon geraume zeit unglücklich war", um sich dann übergangslos der nächsten zuzuwenden.

            das darf man gerne anders sehen, ich spreche hier ausschließlich für mich und mein eigenes empfinden. was daran billig oder verlogen sein soll, erschließt sich mir nicht.

            • (6) 07.11.12 - 11:39

              Billig und verlogen ist an diesem Umstand einfach die Einseitigkeit. Mann darf das nicht, Frau schon...

              Übergangslos ist konstruiert, verlogen, sorry.

              • (7) 07.11.12 - 11:53

                Wenn Frau das tut, ist das genau so billig und verlogen wie wenn Mann das tut. Nur trennen sich einfach mehr Männer als Frauen, von ihrem 2 Monate alten Kind.

                (8) 07.11.12 - 12:01

                wo liest du denn bei mir heraus, dass ich gutheiße, wenn eine frau sich umgekehrt so verhält? #kratz

                nee, ganz im gegenteil sogar. die freundin eines guten freundes hat sich knapp 2 monate nach der geburt der gemeinsamen tochter mit einem anderen kerl aus dem staub gemacht, das finde ich genau so schäbig.

                ich bin ein großer fan davon, wenn man seine sachen (z.b. das ende seiner langjährigen beziehung) klar und nach möglichkeit ohne schmutzigkeiten regelt. dazu gehört auch, dass man deutlich kommuniziert, dass man die beziehung nicht weiter fortsetzen möchte. zumindest in diesem punkt sehe ich in der geschichte der TE schon mal das erste versäumnis, denn der zeitpunkt des beziehungsendes scheint strittig und die TE spricht selbst von heimlichkeiten. die beziehung der TE mit dem mann scheint rein rechnerisch dann ja auch unmittelbar im anschluss begonnen zu haben, da gibt's nach meinem dafürhalten nicht viel zu konstruieren, es reicht ein blick auf den kalender.

        (9) 07.11.12 - 11:27

        Er war in der Beziehung schoneine ganze zeit ungluecklich h d ich denke jeder kennt den trennungsprozess der in einem drin passiert. Derjenige der geht beschäftigt sich damit meist schon eine geraume zeit.

        • (10) 07.11.12 - 11:32

          ja nee, logisch: schon eine ganze zeit unglücklich gewesen, dies aber erst kurz nach der geburt des kindes realisiert und dann aber sofort nichts wie her mit der nächsten frau.

          nein, diese art von trennungsprozess kenne ich nicht.

          • (11) 07.11.12 - 11:35

            Waere es besser sie in der Schwangerschaft zu verlassen ? Denkst du wirklich ein Mann verlässt seine Frau und sein Kind einfach so ? Ich denke da gehört schon ne ganze Menge zu außer ein bisschen unglücklich sein

            • (12) 07.11.12 - 11:54

              Es gehört auch eine ganze Menge dazu sich nach jahrelanger Beziehung zu einem Kind zu entschließen.

              • (13) 07.11.12 - 11:59

                Manche Entschlüsse werden auch allein gefasst, gerade Frau ist da stark im vorteil

                • (14) 07.11.12 - 12:04

                  Das weiß ich ja nicht, wie das bei ihm war. Aber die Frauen, die ich kenne, die Kinder "untergejubelt haben" haben nicht 11 Jahre gewartet.

                  (15) 07.11.12 - 12:05

                  ach so, die frau hat dem armen kerl das kind hinterrücks angehängt? das ändert natürlich alles. #cool

                  bleibt die frage, warum du ihm nicht traust, wenn doch alles so klar ist und er sich absolut vorbildlich und nachvollziehbar verhalten hat?

                  • (16) 07.11.12 - 12:07

                    Gibt's ja solche Frauen. Ich denk mir dann aber immer, wenn sich Männer darüber beschweren, ob die wohl nicht wußten, woher die Kinder kommen #gruebel

                    (17) 07.11.12 - 12:09

                    Angehaengt ist so ne Sache. Sie wollte, er grundsätzlich auch wollte aber noch warten.
                    Sie hat das grundsätzlich dann als ja gewertet, hat die Pille abgesetzt, wurde sofort schwanger, und hat sich gewundert weil sie dachte das mit dem schwanger werden wuerdewohl noch Dauern

                    • (18) 07.11.12 - 12:13

                      Da hat sie dann aber nicht ganz allein entschieden, nur den Zeitpunkt, nicht das ob. Insofern war das Kind nach 11 Jahren doch auch seine Entscheidung mit. Sonst hätte er sich besser trauen sollen, ihr zu sagen, dass er momentan keines will, weil er unzufrieden in der Beziehung ist.

                      • (19) 07.11.12 - 12:16

                        Ich denke er hat noch gehofft das die Dinge sich Ändern, allerdings klafften dann wohl auch die Vorstellungen was Familienleben angeht stark auseinander. Naja wenn jemand sagt er will noch warten wuerde ich als Frau nicht die Pille absetzen ?!

                        • (20) 07.11.12 - 12:21

                          "Naja wenn jemand sagt er will noch warten wuerde ich als Frau nicht die Pille absetzen ?!"

                          Nein, Frau sollte herausfinden, warum er noch warten will.

                          Das arme Kind klingt für mich nach einem typischen "Beziehungsflickkind". Sprich, es läuft gerade nicht so, daran muss man was ändern, kriegen wir doch ein Kind. Hinterher stellt man dann fest, dass alles noch stressiger ist, und das Kind irgendwie so gar nicht zur Familien- und Beziehungsharmonie beiträgt. Und dann wird das ganze doch beendet.

                          Aber an der Tatsache kannst du eh nichts ändern, du kannst nur alles Abwägen und herausfinden, ob du ihm dein Vertrauen schenken kannst oder nicht.

                          • (21) 07.11.12 - 12:35

                            Gibt ja viele gründe warten zu wollen. Job, Wunsch nach reisen, welcher Grund auch immer dahinter steckt. Ein ich möchte warten ist definitiv kein ja.
                            Und dann die sitzengelassene spielen.... Zudem hat sie längst nen neuen partner

                            (22) 07.11.12 - 12:39

                            Klar gibt es viele Gründe, deswegen sage ich ja, die muss man dann hinterfragen. Aber in der Beziehung gab es ja anscheinend eh ein Kommunikationsproblem.

                            An ihr kannst du sowieso nichts ändern. Sie ist da, das Kind ist da. Damit musst du leider leben. Ihr neuer Partner muss auch mit ihm und damit, dass das Kind eben vom Ex ist, leben.

                            Deswegen bleibt meine Frage, kannst du damit leben?

                            (23) 07.11.12 - 12:43

                            Mit ex Frau und Kind kann ich leben, mit Heimlichkeiten und nostalgischen Phasen nicht.
                            Ich verstehe das es Momente gibt in denen man um das verlorene auch wenn es die eigene Entscheidung war trauert. Dennoch kann ich es nicht ertragen. Und ich wünsche mir da einfach ein verständnisvolleres verhalten von ihm....und nicht die Aussage i h schaffe zusätzlich künstliche probleme

                            (24) 07.11.12 - 12:49

                            Ich kann dich verstehen, als künstliches Problem wollte ich meine Gefühle auch nicht verstanden sehen. Eine solche Aussage zeigt für mich umso mehr, dass er das Ganze eben noch nicht verarbeitet hat. Er erhofft/erwartet Verständnis für sich und seine Gefühlswelt von dir, scheint dir aber nicht das gleiche zu geben. Ich kann das bei ihm zwar einerseits verstehen, von wegen Beziehungsaufarbeitung, aber für mich wäre ein solches Vertrauens/Gefühls etc. Ungleichgewicht in einer Beziehung unerträglich.

                            (25) 07.11.12 - 12:45

                            Gestern hat er gesagt das er sich umgewöhnen muss da ich in so vielen Punkten logischerweise anders bin als seine ex, und das er an den stellen dann merkt das wir uns so gut noch nicht kennen, was klar ist.
                            Er meinte das nicht wertend, er meinte er will ja Auch keine zweite neu ex Frau, dennoch waere es ungewohnt.
                            Ich weis nicht, ich fand das sehr verletzend

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