Ich traue ihm nicht Seite: 2

                      • es scheint in dieser beziehung ja ein ganz grundsätzliches kommunikationsproblem gegeben zu haben, wenn man sich in so maßgeblichen fragen wie z.b. "wollen wir ein kind zusammen haben?" oder "sind wir eigentlich noch zusammen?" so dramatisch falsch versteht... sei's drum, das muss und sollte nicht deine sorge sein.

                        ich verstehe dein problem in der sache und ich verstehe sogar, dass du dich hier -trotz deiner zweifel- so vehement hinter ihn stellst. du hast erlebt, dass er wiederholt nicht ganz aufrichtig war und zudem hat der mann ja nun mal auch weiterhin kontakt zu frau und kind, das wird vermutlich auch noch viele, viele jahre so bleiben. ich für meinen teil könnte so eine konstellation nur dann leben, wenn ich absolutes vertrauen haben könnte, dass der mann mir gegenüber ehrlich ist und es keine solchen "missverständnisse" geben wird wie er sie im umgang mit seiner ex des öfteren hatte. da kann dir natürlich niemand von außen helfen, das musst du dir selbst beantworten. ich persönlich rate von blindem vertrauen eher ab, aber ich bin auch alt und desillusioniert #cool

                        • (27) 07.11.12 - 12:32

                          Ich denke das ich grundsaetzlich ein vertrauetnsproblem habe, verstärkt das alles noch. Aber natürlich habe ich manchmal Angst das er auch mir gegenüber so eine Wischiwaschi Kommunikation anstrebt. Aber i h kann auch nicht immer Stress machen deswegen, aber wie man besser damit umgeht weiß ich auch oft nicht. Ich würde mir wünschen wir könnten beide unser eigentliches Glück, nämlich uns beide, mehr genießen. Ohne Misstrauen, scheidungssorgen, umgangsrechten, verletzte ex Frau Verletzte aktuelle Frau, da muss man ja bekloppt bei werden.
                          Er meinte letztens, er würde sich wünschen das seine ex frau und auch ich keine zusätzlichen künstlichen Probleme schaffen würden, denn er hätte mit scheudung, Umzug , Renovierung, Job und Sorgerecht genug um die Ohren. Einerseits verständlich, andererseits verletzend meine Gefühle als künstliches Problem zu benennen

                          • ich finde dein problem nicht künstlich, sondern nachvollziehbar.

                            kann es sein, dass er konflikten ganz gerne aus dem weg geht und sich lieber mit einem gemurmelten "ja" einer für ihn unbequemen situation entzieht, statt deutlich "nein" zu sagen und sich dadurch einer diskussion stellen zu müssen? sowohl die kommunikation mit der ex, die du hier beschrieben hast, als auch sein empfinden, ihr frauen würdet künstliche probleme schaffen, die er lieber nicht hätte, lassen mich das vermuten.

                            <<Aber i h kann auch nicht immer Stress machen deswegen, aber wie man besser damit umgeht weiß ich auch oft nicht>>

                            kann ich verstehen, das wüsste ich so pauschal auch nicht. stress machen halte ich in den meisten fällen jedenfalls für kontraproduktiv, nähe und vertrauen entstehen nicht durch druck. im absoluten gegenteil sogar. wenn dein freund tatsächlich, wie oben beschrieben, von der konfliktvermeidenden sorte ist, wird er auf stress machen wohl eher damit reagieren, sich auf welche weise auch immer zu entziehen.

                            • (29) 07.11.12 - 12:54

                              Manchmal, jetzt zum Beispiel, denke ich, ich sollte mich ihm einfach etwas entziehen, mich etwas rarer machen und nicht als verlust fürchtende neue Partnerin in Erscheinung treten.
                              Da wir gerade zusammen ziehen, fällt mir das aber schwer, denn eigentlich rückt man da ja näher zusammen.

                            • taktieren find ich immer schwierig. die rechnung "ich entziehe mich, dann rückt er automatisch näher an mich ran" geht meiner erfahrung nach nicht zwingend auf, das kann auch ordentlich nach hinten losgehen. was, wenn er nicht näherrückt? dann habt ihr eine größer werdende lücke zwischen euch.

                              wenn du aber das gefühl hast, ein bisschen emotionale distanz würde dir selbst gut tun, ohne dass du das als manipulationsmittel einsetzen willst, dann ist es was anderes und dann solltest du das auch ruhig tun. ich bin mit meinem mann nun seit 11 jahren zusammen und es gab und gibt in unserer beziehung immer mal zeiten, in denen man sich sehr nahe ist, genau so aber auch mal ein stück voneinander abrückt. das heisst nicht, dass man einander aus den augen verliert oder sich abwendet, es ist nur einfach nichts statisches, sondern bewegt sich in die eine oder andere richtung.

                              darüber hinaus kann ich dir nur raten, auch weiterhin mit deinen gefühle und problemen mit dieser situation aufrichtig zu sein. womit ich nicht meine, dass täglich mehrstündige, hochdramatische problemgespräche geführt werden sollten, bei denen er sich womöglich wie auf der anklagebank fühlt ;-) aber meiner erfahrung nach funktioniert das runterschlucken von bedenken und zweifeln dauerhaft nicht. wenn er das lästig findet, ist er das problem, nicht du.

                              (31) 07.11.12 - 12:56

                              Ich habe ihm zu dem Thema auch schon mal einen sehr langen Brief geschrieben, ich dachte das würde helfen

    Hallo.

    Er ist noch nicht mal ein Jahr getrennt, ihr zieht nach etwa einem halben Jahr zusammen. Alles ein bisschen schnell. Das er da emotional noch nicht durch ist, ist völlig klar. Elf Jahre kann man nicht wegdenken und dann das Kind noch.

    <<Ist das zuviel gefordert ?>>

    Ich würde sagen ja. Du gehst unvorbelastet in diese Beziehung, dein Partner hat noch Altlasten zu bewältigen. Ihr solltet alles ein bisschen langsamer angehen.

    Viel Glück.

    LG

    Eine Ehe wird in der REgel nicht leichtfertig eingegangen, d. h. es gab/gibt viel was deinen Freund mit seiner Ex-Frau verbindet. Elf Jahre kann man nicht einfach auf Knopfdruck vergessen. Ich möchte das Verhalten deines Freundes nicht werten, niemand weiss was zur Trennung geführt hat etc. Aber er hat eine Ex-Frau und die wird er sein Leben lang haben und noch dazu haben sie ein gemeinsames Kind und zumindest das wird sie ihre Leben lang verbinden.

    Gruß
    Barrik

    Und warum muss man dann nach einen halben Jahr schon zusammenziehen? Warum kannst Du diesen Mann nicht erstmal sein altes Leben regeln lassen?

    Du rennst sehenden Auges in Dein Unglück, warum tut Frau sich sowas an?

    Lichtchen

    • (36) 07.11.12 - 11:26

      Es war nicht meine Idee das mit dem zusammenziehen. Es hat sich aus beruflicher und natürlich privater Sicht einfach angeboten. Für viele sicher recht früh, aber wie man sieht können auch elf Jahre " zu früh" sein. Heutzutage sind gemeinsame Jahre ja keine Garantie mehr für irgendetwas

      • Nein, gemeinsame Jahre nicht.. aber z.B. Vertrauen wäre eine gute Grundbasis. Ebenso wie "alte Dinge geregelt haben". und eine elfjährige Beziehung mit einem 1 jährigen Baby ist nach einer gut 10 monatigen Trennung eben noch nicht geregelt.

        Die befinden sich noch im Trennungsjahr. Dass es füh ihn vielleicht privat und beruflich bequemer ist, gleich wieder "unterzuschlüpfen" ist sicher nachzuvollziehen.

        Schafft ihr erstmal 11 Jahre ;-)

        Lichtchen

        • (38) 07.11.12 - 11:33

          Nun die meisten der elf Jahre liefen als Fernbedienung. Denke das ist noch ein wesentlicher Unterschied zu wirklich elf Jahre gemeinsam leben. Außerdem wenn man sich nach elf Jahren immer nicht entschließen kann in derselben Stadt zu leben und das trotz Kind, dann stimmt etwas nicht

"Ich wünsch mir das er ein stück weit neutraler auf seine ex reagiert, sich mehr über das uns freut anstatt an der bevorstehenden Scheidung zu verzweifeln, also aus finanzieller Sicht.
Ist das zuviel gefordert ? Ich hab das Gefühl er ist emotional noch nicht ganz durch damit, natürlich verneint er das und sagt er liebt mich. Er tut eine Menge für uns, dennoch bleibt in mir dieses Misstrauen."

Wie soll er denn nach 11 Jahren Beziehung und einem gemeinsamen Kind neutral auf seine Ex reagieren? Natürlich ist er da emotional noch nicht durch, das wird wohl auch noch was dauern. Wieso zieht ihr schon nach einem halben Jahr zusammen? Ehrlich, mir sind Menschen, die sich von einer Beziehung in die nächste stürzen, ohne dazwischen Zeit zum Verarbeiten der alten Beziehung zu haben, immer sehr suspekt. Und ein Mann, der seine Frau mit einem Einjährigen sitzen läßt, auch.

  • (40) 07.11.12 - 11:30

    Wieso sitzenlassen ? Er kuemmertsich nach wie vor um Kind und exfrau.Natuerlich wünscht man sich sowas nicht. Aber inzwischen ist ein Kind auch keine garantie mehr für eine glückliche Beziehung.

    • Natürlich ist ein Kind keine Garantie für eine glückliche Beziehung, war es auch nie. Aber du und anscheinend auch er selber, erwarten, dass alles während des Trennungsjahres schon wieder abläuft, als hätte es die Ehe nie gegeben und ihr euch vollkommen unbelastet kennengelernt.

      Und mit dem Sitzenlassen, frag mal Frau und Kind, wie sie das sehen. Wenn das Kind jetzt ein Jahr wird, und die 10 Monate getrennt sind, war das Kind bei der Trennung 2 Monate also noch ein Neugeborenes. Das sieht für mich dann nach Flucht aus der neuen, evtl. schwierigen Situation aus, sorry.

      • (42) 07.11.12 - 11:45

        Konnte man annehmen, wäre mir als Hobby psychologische Erklärung aber zu einfach.

        • Hat nichts mit Hobbypsychologischer Erklärung zu tun, ich kenne nur genug, wo es so war. Du musst ja einen Grund haben, ihm nicht zu vertrauen. Meine Gründe, die ich hätte, einem solchen Mann nicht zu vertrauen, habe ich dir aufgezählt. Es tut mir leid, dass ich dir nicht sage, quatsch, vertraut ihm, du liebst ihn doch. Auch wenn du dir solche Antworten wahrscheinlich erhofft hattest. Aber so sehe ich das halt nicht. Und wenn du es so sehen würdest, hättest du hier nicht gepostet.

          • (44) 07.11.12 - 11:57

            Ich wollte mein eigenes verhalten etwas hinterfragen. Im Gründe kann ich mir denken das man elf Jahre, unglücklich oder nicht, nicht einfach so wegpacken kann. Dennoch hat er sich ja entschieden in Zukunft mit mir den gemeinsamen weg zu gehen, ich habe ihn in keiner weise zu irgendetwas gedrängt, dennoch verletzt mich sein verhalten manchmal, trotz Verständnis. Ist es so falsch auch für mich Verständnis einzufordern ? Ich weiss es nicht. Natürlich hat er sich seiner ex gegenüber nicht wie der edle Ritter verhalten, aber das ist zwischen den beiden passiert und ich möchte nicht darüber urteilen. Zudem liebe ich diesen mann und würde ihn so oder so in Schutz nehmen.

            • " Dennoch hat er sich ja entschieden in Zukunft mit mir den gemeinsamen weg zu gehen "

              Genau das meine ich, du bist da in einer Beziehung mit jemandem, der emotional noch nicht wirklich getrennt sein kann. Natürlich ist das zwischen seiner Ex und ihm nicht zwischen euch passiert. Aber es wird immer ein Teil von ihm sein und diesen Teil kannst du nur entweder akzeptieren und ihm vertrauen oder es ganz sein lassen. Ich kann auch verstehen, dass du verletzt bist, und auch gerne verstanden werden willst, aber bei einem Partner, der emotional noch nicht mit der alten Beziehung durch ist, ist das halt schwierig. Und da kannst nur du alleine entscheiden, ob du damit in deiner Beziehung glücklich sein kannst.

              • (46) 07.11.12 - 12:05

                Kann man denn jemanden lieben wenn man noch an alten dingen zu wurschteln hat ?

                • Das kann ich die leider nicht beantworten. Ich bin ein Mensch der klaren Trennungen. Und auch wenn es Menschen geben mag, für es kein Problem ist, jemand zu lieben, obwohl noch Altes aufzuarbeiten ist, kann dir hier leider keiner sagen, ob er so ein Mensch ist. Ich empfinde es halt so, dass Vertrauen sehr wichtig für eine funktionierende Beziehung ist. Deswegen denke ich, dass du in dich gehen musst, und für dich entscheiden, ob du in der Lage bist, ihm dieses Vertrauen zu geben, sonst wird immer einer unzufrieden sein, in der Beziehung. Entwerder er, weil du ihn spüren läßt, dass die Vertrauen in ihn fehlt, oder du, weil du den Mund hälst und das Misstrauen in dir nagt.

Ich finde, du forderst viel zu viel. Und ich finde, dass du/ihr höchst unvernünftig an die Sache herangehst.

M. E. ist es sinnvoll, sich sein neues Leben zuerst alleine einzurichten, Dinge sacken zu lassen, dass es eben zu diesen emotionalen Verwicklungen weniger kommt.

Was ihr da plant ist ein fliegender Wechsel und der ist m. E. für alle sehr belastend.

Beispiel: Nehmen wir mal an, dass der Zeitpunkt der Trennung für ihn wirklich der Januar war, für seine Ex aber der März. Was zeigt dir das? M. E. unterschiedliche Sichtweisen. Sie tut sich mit der Trennung schwerer als er. Also reagiert sie empfindlich auf dich. Das muss nicht mal was mit dir zu tun haben.

Meine Ex-Frau reagiert nach 10 Jahren noch empfindlich auf meine neue Partnerin. Versteht keiner, wir haben uns erst nach ihrem Auszug kennengelernt.

Neutral auf die Ex zu reagieren, die emotional um die Ecke kommt, ist extrem schwierig, insbesondere, wenn erst eine so kurze Zeit vergangen ist.

  • (49) 07.11.12 - 11:41

    Ich gebe dir recht das man viele Dinge vermeiden koennte wenn man einfach langsamer an alles heran geht. Ergab aber auch Punkte die eben die aktuelle Situation, das wir zusammen ziehen, einfach notwendig gemacht haben. Das alles genau aufzuschlüsseln würde hier aber echt den Rahmen sprengen.
    Ich bin einfach hin und her zwischen Verständnis für ihn haben und meine eigenen Gefühle dabei zu ignorieren oder eben meinem ärger darüber Luft zu machen. Ich will ihn ja damit nicht zusätzlich belasten, dennoch kann ich in vielen Momenten schwer damit umgehen

Hallo!

Ich kann Dich verstehen!

Ich bin mit meinem Partner seit August 2010 zusammen. Die Trennung von seiner Frau (sie hat ihn verlassen, wegen eines anderen) war 2 Monate zuvor.

Hier bei Urbia durfte ich mir so vieles anhören; ich sei nur die Übergangsfrau, seine Frau wisse sicher nichts von mir etc.

Fakt ist: Seine Frau lebt jetzt gegenüber #zitter
Verbunden sind sie durch zwei Kinder - dort wird es IMMER Kontakt geben und das ist auch gut so!

Und: Die Verletzungen auf beiden Seiten sind bis heute nicht weg. Die waren 15 Jahre zusammen, 12 verheiratet, das ist 1/4 der Lebenszeit! Das wird auch noch ein wenig dauern bei euch. Entweder ein dickes Fell anschaffen, oder die Sachen packen und gehen.

Warum zieht ihr schon jetzt zusammen? Wir haben zwei Jahre gewartet - und auch das ist (aus Kindersicht) zu früh gewesen...

Gruß
Simone

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