Ist treu sein langweilig für Männer?

    • (1) 17.11.12 - 20:47
      Öde

      Hi

      Sagt mal was sagen Eure Erfahrungen, ist man als Frau für den Partner langweilig wenn man ihm

      " sicher" ist? Er also sich wenn sie weggeht er sich keine Sorgen machen muss, das sie sich abgraben lässt oder sie ihm signalisiert das sie nur ihn will?

      Muss Mann nicht immer ein wenig "zittern" um die Frau seconda Herzens?

      • Nein, das würde ich nicht sagen.

        Ich denke aber, dass eine Frau mit Partner ein EIGENES LEBEN braucht.

        Sie braucht eigene Freunde, eigene Freizeitaktivitäten, ein eigenes Einkommen (!), Bereiche, zu denen er keinen Zugang hat.

        Er sollte die auch haben.

        Meine Erfahrung: es sollte immer auch ein bißchen Spannung zwischen den Partnern sein, positive Spannung, die aus etwas Unbekanntem - wie klein es auch sei - erwächst.

        Aber nicht so, dass Sorge und Eifersucht das Thema werden.

        Also ich finde meinen Mann noch interessant, habe aber (derzeit, das kann sich ja immer ändern!) keine Angst, dass er sich anderweitig verliebt.

        lg die hinterwäldlerin

        • <<<Also ich finde meinen Mann noch interessant, habe aber (derzeit, das kann sich ja immer ändern!) keine Angst, dass er sich anderweitig verliebt.<<<

          Ja man sollte keine Angst davor haben, das er sich anderweitig verliebt----------aber auch nicht vergessen, das dies geschehen kann.Jeder kann sich verlieben-----das dies die Beziehung massiv gefährdet muss nicht zwangsläufig so sein.
          Ich erlebe dies gerade in meinem Umfeld bei einem Pärchen nach mehr als 20 Jahren.Sie kämpfen um ihre Ehe, die überwiegend sehr glücklich war.Gefühle kann man beherrschen, sofort abstellen lassen sie sich nicht.
          Jetzt wird sich zeigen ob die Basis stimmt.
          Hier wird oft so getan, als könnte dies nicht passieren wenn es in der Ehe stimmt.

          L.G.

      (4) 17.11.12 - 21:08

      >>>Muss Mann nicht immer ein wenig "zittern" um die Frau seconda Herzens?<<<

      Ne, find ich albern.

      Ich glaube auch nicht, dass Eifersucht ein Zeichen/Beweis von/für Liebe ist.

    • (5) 17.11.12 - 21:34

      Warum sollte man solche Spielchen spielen? In einer stabilen partnerschaft oder ehe ist Sicherheit ein Grundpfeiler der Beziehung. Sicherheit gibt Stabilität, sie vermittelt einem, dass man weiß, dass der andere immer da ist, was etwas sehr wichtiges ist, wenn man mit dem Partner zum Beispiel eine Familie gründen will.

    (7) 17.11.12 - 22:35

    Mit anderen Worten, der Mann sollte froh sein, dass er die Frau hat? Sie erweist ihm sozusagen die Gnade, ihn als Partner zu akzeptieren?

    Ja, ich glaube, dass es viele Frauen gibt, die an dieser Art der Selbstüberschätzung leiden. Es gibt auch viele Männer, die sich auf diese Art zum Affen machen lassen. Das geht aber nur zu einem gewissen Grade gut. Irgendwann besinnt sich auch der Dümmste.

    • "Ja, ich glaube, dass es viele Frauen gibt, die an dieser Art der Selbstüberschätzung leiden."

      Ach, echt? Ich habe diesen Eindruck gar nicht. Ich sehe viele, die sich klein machen, sich abhängig machen, sich ganz viel gefallen lassen...also Frauen, die ihre Positition in der Partnerschaft überschätzen...nee, glaube ich nicht wirklich, dass es davon VIELE gibt. Und hier schon gar nicht.

      Das Männer das glauben, glaube ich allerdings sofort! :-)

      • Ja, ist wirklich interessant, wie unterschiedlich die Wahrnehmung zu sein scheint.

        Ich höre bei vielen Männern heraus, dass sie im Grunde gar nicht mehr wissen, warum sie die Partnerschaft einmal eingegangen sind. Sie sind kaum noch bereit, selber mehr als das nötigste zu tun, weil sie das Gefühl haben, aus der Beziehung weniger zu empfangen als sie investieren.

        In meinem Bekanntenkreis scheinen die Männer, die mit sich selbst im Reinen sind, entweter Single oder schwul zu sein.

        Als heterosexueller Mann, der an die Beziehung von Mann und Frau glauben möchte, kann man von der Realität oft sehr entäuscht sein.

        "Sie sind kaum noch bereit, selber mehr als das nötigste zu tun, weil sie das Gefühl haben, aus der Beziehung weniger zu empfangen als sie investieren."

        Wenn man bei dieser buchhalterischen Sicht auf eine Beziehung angekommen ist, ist meist schon recht viel im Argen.

        Denn die Frage ist doch: Zu welchem Stichtag wird "abgerechnet"?

        Ich habe die Erfahrung gemacht - und hoffe darauf ;-) - das sich zum Ende des Lebens irgendwie alles ausgleicht.

        Ich kann mit dieser Buchhaltung nicht wirklich etwas anfangen.

        Wenn mein Partner schwer krank würde, würde ich ihn unterstützen, ihn auch solange pflegen, wie ich es vermag (wir hatten vor ein paar Tagen mal darüber gesprochen, was wir tun würden, wenn der andere pflegebedürftig werden würde).

        Das würde ich tun, auch wenn ich dabei mehr investiere als ich empfange.

        Ich sehe die Grenze aber da, wo der Einzelne keinen Respekt mehr erfährt, auch keinen Respekt mehr vor sich selbst haben kann, keine eigene Würde.

        Wenn die Beziehung so läuft, dass der, der mehr investiert - was immer das auch bedeutet - seine Würde und den Respekt vor sich selbst verlieren MUSS, da hört es für mich auf.

        Aber das muss keine Frage der korrekten "Partnerschafts-Buchhaltung" sein.

        Die Liebe ist halt mehr...als sie Summe ihrer Teile.

        lg die hinterwäldlerin

(13) 18.11.12 - 09:35

M. E. sollte man seine Partnerin so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, dann braucht man sich über Langeweile keine Sorgen machen.

Nein, "treu sein" ist nicht langweilig für alle Männer.

Für manche vielleicht schon. Für andere eben nicht.

Wichtiger wäre aber, das gegenseitige Interesse am Wesen des anderen nicht zu verlieren.

Wenn ER sich keine Sorgen darüber macht, dass SIE Abends ohne ihn andere Jungs "angräbt" und du daraus schliesst, dass ER sich mit IHR langweilt, dann ist das möglicherweise falsch.

Denn es kann auch einfach sein, dass ER IHR vertraut. #aha Und sie dennoch liebt und es spannend findet mit ihr.

Ich finde es ziemlich gefährlich, eine Beziehung zu führen, in der sich verstellt wird, um den anderen irgendwie "zu halten". Um sich interessant und unergründlich zu machen.

Wer nicht zu halten ist, gehört nicht zu einem, so ist das.

Und wenn ich mich wie eine unbeständige Zicke benehmen muss, um einen Mann an meiner Seite zu halten, dann ist das falsch.

L G

White, ab aufs Rad jetzt. :-)

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