Ehe gerettet?

    • (1) 21.11.12 - 13:22
      eine neugierige

      Hallöchen,

      wer von euch hatte auch schon kurz vor der Scheidung gestanden und die Ehe retten können?

      eine neugierige

      Wenn ich kurz vor der Scheidung stehe, und das tue ich zufälligerweise, dann rette ich doch die Ehe nicht mehr? Die ist dann nämlich zerrüttet, wie man so schön und passend sagt. Wenn die Scheidung eingereicht wird, ist Schicht im Schacht.

      Sag bloss, du hoffst immer noch, obwohl die Sache dem Amtsgericht bereits eingereicht ist?

      L G

      White, die einen Teufel tun wird und sich um etwas bemüht, was längst, vor Jahren schon, kaputt gegangen ist.

      (8) 21.11.12 - 14:57

      Ich hätte auch gern Erfahrungsberichte gelesen.

      Aber schön, wenn hier Leute meinen Post auch lustig finden!

      Nun mal im ernst:

      Es wird doch bestimmt auch Ehen geben, bei denen die Eheleute die "Kurve" bekommen haben, oder?
      Gibt es so etwas garnicht mehr?
      Kämpft man heute nicht mehr?

      • Sicher kämpft man. Ich habe 2 Jahre lang gekämpft, nun sind wir fast zwei Jahre lang getrennt, und die Scheidung ist eingereicht. Gott sei Dank.
        Aber sag mir, du sagst, "kurz vor der Scheidung stehend".
        Noch einmal: Wenn man die Scheidung eingereicht hat, ist doch klar, dass nicht mehr gekämpft wird?

        Man sollte kämpfen, BEVOR man kurz vor der Scheidung steht. Oder setzt du "Scheidung" etwa mit Trennung gleich?

        Doch hier, eingereicht war zwar noch nichts, aber es hat ne lange durststrecke mit viel Tiefen gegeben und wir haben die Kurve bekommen.

    definiere kurz vor der scheidung

    wir waren vor 8 jahren für ein jahr getrennt und es ist uns gelungen unsere damaligen differenzen aufzuarbeiten.

    ein problem ist geblieben ,das kommunikationsproblem

    es kommt sicher draufan was zu dem bruch führte

    lg

    • (12) 21.11.12 - 15:39
      eine neugierige

      Es ist etwas kompliziert bei uns.
      Ich habe mich verändert, bin in Depressionen gerutscht. Nach der Trennung wurde es so schlimm, dass ich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen habe und dann auch Anti-Depressiva nahm.
      Heute bin ich von den Tabletten weg und es geht mir wieder gut.

      Sein Auzug ist fast ein Jahr her. Ein halbes Jahr haben wir quasi immernoch Tisch und Bett miteinander geteilt, obwohl er schon bei seinen Eltern um die Ecke wohnte.
      Leider haben sie einen starken Einfluß auf meinen Mann.

      Sie durften nie davon erfahren.
      Es kam, wie es kommen sollte und sie bekamen es mit. Seit dem, sagt er, würde er nie wieder für mich da sein.
      Letztens tropfte mein Wasserhahn in der Küche. Ich rief ihn an und er kam. War 1,5 h hier, wegen dem Wasserhahn!

      Vor zwei Wochen wollte er nur kurz vorbei schauen. Er war dann 2 h hier.
      Und als er mir letzens sagte, er habe die Scheidung eingereicht, hat er mich anschließend in den Arm genommen.

      Ich bin soo durcheinander. Einerseits ist er recht kühl, andereseits ist er da, wenn ich ihn brauche.

      Er hat sich nie mit der Krankheit Depression auseinander gesetzt. Aber genau die Veränderung durch diese Krankheit hat ihn so fertig gemacht.
      Als er mich verlassen hat sagt er, er liebt mich noch aber hält es einfach nicht mehr aus.
      Zwei Wochen später hieß es dann, er würde mich nicht mehr lieben.

      Wir sind auch kirchlich getraut.
      Ich verstehe nicht, warum er es nichtmal versucht.

      Für seine Familie bin ich die Böse, ich bin an allem Schuld.
      Das er mit der Krankheit nicht umgehen kann, okay. Aber sich damit nicht auseinander setzen wollen find ich unfair, den Kids, mir und unserer Ehe gegenüber.

      Wo ist dieser Wert, der für uns ausschlaggebend war:
      In guten wie in schlechten Zeiten.

      Zeit mit unseren Kids verbringt er auch meist hier, dass ist dann immer sehr schön und ist wie ein Nachmittag halt so sein sollte als Familie gemeinsam.

      Wir streiten nicht mehr, unterhalten uns, wir alle genießen diese Zeit.

      Die Kids vermissen ihn, ich vermisse ihn.
      Ich liebe ihn, und ab und an fühlt es sich so an, als würde seinerseits auch noch etwas da sein.

      eine neugierige

Naja, wenn man nach einem Jahr Trennung die Scheidung einreicht, will man doch nicht mehr kämpfen#kratz

Das würde man doch wohl bevor man kosten für einen Anwalt ausgibt versuchen!!

Aber ich habe auch schon gehört, das Leute nach der Scheidung wieder zusammen gekommen sind.

Aber ich denke, wenn man bis zum schluss kämpft und dann einfach merkt, das es nichts bringt und dann nach einem Jahr die Scheidung einreicht, ist da nichts mehr zu retten....Eine Vase die Kaputt ist, kann man kleben, aber die Risse bleiben nunmal und so ist das auch mit der Ehe.

Ich habe 3 Jahre gekämpft, ihm ist es dann nach der Trennung in den Sinn gekommen, das er kämpfen will...Ich war einfach überglücklich als ich endlich nach einem Jahr alles einreichen konnte und das Kapittel abschließen durfte!!

Ich habe da keine eigenen Erfahrungen, habe aber schon mitbekommen wie sich ein Paar getrennt hat. Auch da spielte die Krankheit der Frau eine Rolle. Ob sie die Scheidung eingereicht haben weiß ich nicht. Aber nach 3-4 Jahren, das Haus war längst verkauft, jeder hatte seine eigene Wohnung waren sie wieder zusammen und haben wieder etwas gemeinsames gesucht. Wann sie wieder zueinander gefunden haben weiß ich nicht.
Es besteht also Hoffnung.

Du liebst ihn. Sag es ihm. Das erfordert Mut. Ist in deiner Situation mit der Depression vielleicht schwierig und könnte eine Rückschlag für dich sein wenn du zurückgewiesen wirst? Da kenne ich mich zu wenig aus.
Frag ihn was er empfindet, sag ihm wie du seine Besuch erlebst.
Du scheinst das Ruder herumreisen zu wollen. Dann pack zu.

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