ich weiß nicht was ich tun soll. job, burnout...

    • (1) 23.11.12 - 10:22
      ziemlich verzweifelt...

      hallo zusammen,

      erstmal möchte ich mich für das was jetzt kommt schonmal entschuldigen. es wird ein Jammerpost werden.

      Ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Irgendwie habe ich mir mein Leben ja auch selbst versaut.

      Ich bin inwischen ende 30, habe die mittlere Reife und eine Ausbildung gemacht, in der ich als Mutter so gut wie keine Chancen habe einen Job zu finden. Ich habe noch meinen alten Arbeitsplatz zu dem ich nun nach Elternzeit zurückkehre. Vor ein paar Monaten sah es so aus, als würde die Firma vor dem bankrott stehen, nun wurschteln sie sich weiter durch, keiner hat so recht Ahnung wie es weitergeht... Mir wurde gesagt, ich solle gekündigt werden, nun sieht es wieder anders aus. Mir macht es ziemlcihe Bauchschmerzen, zu wissen, dass man mich dort eigentlich gar nicht mehr haben will. Natürlich bin ich da auch nciht die einzige.

      Nun gehen meine Überlegungen soweit, zu kündigen. Ich habe Depressionen, die auf solche Ergeignisse sofort zu Tage kommen. Ich könnte den ganzen Tag heulen und habe furchtbare Angst. Es geht soweit, dass ich keine Energie mehr für gar nichts habe. Der Haushalt bleibt liegen, die Kinder müssen sich selbst beschäftigen. Ich fühle mich nichtsnutzig und schlecht.
      Ich habe einige Bewerbungen geschrieben, aber bislang keine Reaktion bekommen oder Absagen. Ich resigniere auch hier. Ich könnte mir eine 2. Ausbildung vorstellen, habe aber Angst, dass auch das nicht klappt. Ich habe ein schlechtes Gewissen wo ich das hier schreibe und weiß, dass ich einfach zu empfindlich bin. Warum kann ich nicht so cool sein, dort hingehen und einfach meinen Job machen?
      Ich hatte dieses Gefühl immer mal wieder und würde dann am liebsten verschwinden. Es bricht mir das Herz wenn ich den Gedanken weiterspinne. Ich liebe meine Kinder.

      Ich bin so erzogen worden, dass man keine Lücke im Lebenslauf haben darf. Ist es wirklich so schlimm einen JOb zu kündigen ohne einen neuen zu haben? Es ist ja nicht so, dass ich ncihts zu tun hätte.

      Ich weiß einfach nicht weiter und ich habe Angst durch meine "Laune" alles zu verlieren. Ich kann nicht einfach abschalten, meine ganze Familie bekommt das mit. Und irgendwann haben Sie auch keine Lust mehr auf mich. Ich fühle mich wie der geborene Verlierer... Therapie habe ich schon hinter mir. Es kommt einfach immer wieder. Ich fühle mich so llein mit meinen Problemen und auch unverstanden.

      LG

      • >Ist es wirklich so schlimm einen JOb zu kündigen ohne einen neuen zu haben? Es ist ja nicht so, dass ich ncihts zu tun hätte.<

        Das kannst du natürlich machen. Allerdings wirst du erstmal eine Sperre vom Arbeitsamt bekommen -> keine Kohle.

        Ich stelle mir die Frage wie du eine zweite Ausbildung durchhalten willst. Scheinbar bist du jetzt schon am Ende der Belastbarkeit.

        Willst du wirklich nochmal lernen, Prüfungsstress, Kinder, Haushalt usw.? Dagegen scheint mir deine aktuelle Situation das kleinere Übel.

        • (3) 23.11.12 - 10:39
          ziemlich verzweifelt

          Ich habe schonmal nachgefragt und bin mir sicher, ich würde keine Sperre bekommen. Abgesehen davon muß ich nicht aus finanziellen Gründen arbeiten gehen.

          Ich möchte aber gerne etwas tun, etwas das mir positive Energie bringt. Ich kenne es sehr gut, wie es ist, wenn man etwas gerne tut und ja ich traue mir auch eine weitere Ausbildung zu, denn wenn es etwas ist, dass ich wirklich will schaffe ich das auch.

          • Mädel,

            irgendwie verstehe ich dich gerade nicht.

            Du schreibst: ich muss nicht aus finanziellen Gründen arbeiten gehen.

            So, und wo ist jetzt genau den Problem? Warum hast du solche Angst davor, das deine Firma dicht macht?

            Was heißt hier überhaupt: "Mich dort nicht haben will"? Bist du unkündbar? Kein Unternehmen behält jemanden, den sie gar nicht haben wollen und brauchen können, schon gar nicht, wenn es dem Unternehmen schlecht geht. Wenn du da nicht "gewollt" wärst, dann wärst du bereits gekündigt. SO ein Weichei kann dein Chef gar nicht sein, das er dir Monat für Monat dein Gehalt zahlt, obwohl du keinen Gegenwert darstellst.

            Ich verstehe auch nicht, wo du dein Leben versaut hast? Du hast eine Ausbildung, du hast einen Job, du hast eine - offenbar intakte - Familie. Offenbar hast du eine funktionierende Kinderbetreuung, sonst könntest du in deinem alten Job auch nicht arbeiten. Finanziell bist du abgesichert. Du könntest es dir also leisten deine Wunschausbildung zu machen. Zutrauen tust du es dir auch. Also, was soll das gejammere?

            WAS zum Teufel braucht man eigentlich noch an Idealvorraussetzungen?

            Such dir halt einen Ausbildungsplatz für nächsten Sommer und bis dahin wirst du es ja wohl noch aushalten in deiner alten Firma. Und wenn nicht, kündigst du halt dort und bleibst bis zum Ausbildungsbeginn noch ein wenig daheim und saugst Staub. Oder machst ein paar Praktika, damit dir nicht fad wird.

            • Mit allem was du schreibst hast du Recht. Aber sie ist depressiv. Sie kann krankheitsbedingt diese Dinge so nicht sehen. Eine Depression macht es unmöglich sich die (durchaus positiven) Fakten zu verdeutlichen.

              Barrik

              • Ja, eine klinische Depression wäre tatsächlich die Erklärung für eine so irrationale Einschätzung der eigenen Lage.

                Offenbar war sie ja bereits in Behandlung. Und da gehört sie auch wieder hin. Sehe das auch so.

                Meine Mutter wurde depressiv als ich ein Teenager war - das war schon schrecklich genug. Für kleine Kinder muss das die Hölle sein.

                • Ja das glaube ich auch. Ich finde es ist etwas einfach zu sagen: ich hatte ja schon mal eine Therapie, hat nicht geholfen.

                  Ich habe selbst Therapien hinter mir und wenn ich an einem Punkt war wo ich dachte, dass es nicht weitergeht bzw. mir nicht mehr hilft, dann musste eben etwas anderes her. Man muss sich eben durchbeissen und darf nicht aufgeben, egal wie mies es einem geht. Denn eines ist klar: wenn man nix macht, dann wird es immer schlimmer.

                  Barrik

                  • " Man muss sich eben durchbeissen und darf nicht aufgeben, egal wie mies es einem geht."

                    ...Und genau das geht NICHT wenn man richtig tief in der Depression steckt.

                    Also am besten fachärztliche Begleitung.

                    • Doch das geht. Ich spreche da aus Erfahrung.

                      Barrik

                      • Dann sollten wir uns darauf einigen dass es dir gelungen ist und du damit wirklich Glück hattest, dass es aber zu einfach ist anzunehmen, es gelänge daher auch jedem anderen...auch ich spreche da aus Erfahrung.

                        Die Momente in denen gar nichts mehr geht und noch der Tod als Erlösung lacht sind weit weg von "zusammenreißen und sich selbst da raus helfen".

                        • Ich selbst habe einen glücklicherweise gescheiterten Suizidversuch hinter mir, doch es war knapp. Dennoch kann man es schaffen sich mit Hilfe von fähigen Ärzten und Therapeuten wieder ins Leben zu finden. Ich sage nicht dass es leicht ist denn das ist es wirklich nicht. Aber man kann es schaffen.

                          Barrik

                          • Ja, man kann es schaffen da gebe ich dir recht aber ich bin der erste der jeden versteht der es eben auch nicht schafft.

                            Und das hat mit "wollen" nichts zu tun.

                            Deine Erfahrungen sind mir beileibe nicht fremd aber "geschafft" habe ich es sicher noch lange nicht.

                (13) 24.11.12 - 16:42
                ziemlich verzweifelt

                hallo,

                könntest du mir vielleicht beschreiben, wie es für dich war mit deiner mutter umzugehen oder eben auch nicht? ich bin leider die, die nicht funktioniert und ich denke auch es muß für meine kinder die hölle sein. ich wäre froh, von dir näheres zu erfahren.

                lg

    Deine "Laune" nennt man Depression - so lange du dich nicht (nochmal) behandeln lässt wirst du nie weiterkommen und immer darunter leiden.

    Gruß Barrik

    Nicht kündigen, sondern ab zu einer guten Psychiaterin. Depressionen kann man sehr gut behandeln. Die jobprobleme sind vermutlich der Auslöser oder ein Verstärker, aber nicht die Ursache.

    Wenn ein depressiver keinen Job hat, dann kann er jeglichen halt verlieren und außerdem u. U. Sehr lange arbeitslos bleiben.

    Gruß

    Manavgat

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