Ich hasse sie, aus tiefstem Herzen hasse ich sie!

    • (1) 02.12.12 - 21:02
      jette15.10.12

      Hallo liebe Urbianer,

      ich muss mir einiges von der Seele schreiben und tue dies hier in schwarz. Einfach weil ich einmal die Sichtweise anderer Menschen erfahren möchte ohne das irgendwelche Vorurteile dazwischen stehen.

      Ich bin ende 20 und mein Mann mitte 30, wir haben einen knapp 4 jährigen Sohn.
      Das Geschwisterchen war unterwegs, ein Mädchen. Wie schön dachten wir, ein Pärchen. Doch das bittere Ende konnte keiner erahnen. Am 14.10 hatte ich ET mit unserer kleinen Jette. Doch es tat sich nichts, also sollte ich am 15.10 ins KH zum CTG. Als wir ankamen begann alles wie immer. Kurzes Gespräch und das CTG sollte angelegt werden. Die Hebamme suchte und suchte, doch sie fand Jette´s Herztöne nicht. Es kamen 2 Ärzte dazu die einen US machten. Und dann war es traurige Gewissheit, unsere Jette lebt nicht mehr.

      Wir gesprachen den weiteren Ablauf und es wurde eingeleitet. Nach 14 Std. Wehen wurde unsere wunderschöne Tochter Jette geboren, sie sah aus als ob sie schlief. 52cm groß und 3470 Gramm schwer, unser kleines Sternenmädchen.

      Bitte entschuldigt das der Text vielleicht etwas nüchtern klingt aber dies dient "nur" einen kleinen Erklärung zu unserer Situation.

      Mein Mann rief meine Eltern an und auch seine Mutter um bescheid zu geben das sie nun da ist. Mit der bitte, es keinem zu erzählen, das wollten wir doch gern selbst tun.

      Und was macht meine Schwiegermutter? Sie rief alle Bekannten, Freunde, Kollegen an und posaunte es heraus. Alle erdenktlichen Nummern die sie fand telefonierte sie ab um zu berichten. Ich war enttäuscht und zu tiefst verletzt. Als sie am nächsten Tag ins KH kam weinte ich bitterlich. Und ihr Kommentar:

      O-Ton:" Nun heul doch nicht so viel, ich hab das auch weggesteckt ich hab mit ANfang 20 auch 2 mal abgetrieben ich weiß wie sich das anfühlt"

      Hallo? Ich habe gerade mein totes Kind zur Welt gebracht. Ich darf weinen, so viel ich will, so lange ich will und wo ich will. Sie wollte sie kleine sehen. Schaute in das Bettchen hinein (wir hatten sie noch bei uns) und schaute sie 1. sek. an. Danach würdigte sie ihr keines Blickes mehr, schob unsanft das Bett zur Seite, weil sie das Fenster öffnen wollte. Als ob dort eine abgestellte Puppe drin lag mit der im Moment keiner spielen wollte.

      Unser Verhältniss war nie besonders gut, aber sowas hätte ich ihr nicht zugetraut. Ich bat sie dann zu gehen. Sie verließ das Zimmer mit einem schnippischem: "ich hoffe wenn ich das nächste mal ins KH komme wegen dir gibt es wenigstens ein lebendiges Enkelkind"

      Ich heulte und heulte, wurde wütend, schrie! Ich rief sofort meinen Mann an, doch der konnte sich nicht vorstellen das seine ach so tolle Mutter sich so verhielt. Er sagte das es bestimmt meine Hormone seien, ich zu traurig bin, vielleicht garnicht klar denken kann und sie das bestimmt nicht so gesagt bzw. gemeint hat. Aber ich schwöre auf mein Augenlicht das sie genau das gesagt hat.

      Als ich ein paar Tage später zuhause war kam sie uns besuchen. Ich wollte das schon garnicht mehr, aber meinem Mann zuliebe ließ ich es zu. Unser Sohn war auch da und auf einmal fing Pepe an zu fragen wo denn nun seine Schwester seie. Ich antwortete ihm wie so oft, das sie nun im Himmel bei den Sternen ist. Ich erklärte ihm immer wieder das manche Babys sich dazu entschließen lieber zu den Sternen zu gehen und von da auf ihre Geschwister aufpassen, weil sie dort einfach mehr sehen können.

      Und was sagt dieses Monster von Schwiegermutter? "Pepe so ein quatsch, deine Schwester ist tot. Sie ist eben gestorben vor der Geburt. Es gibt keinen "Sternenkinder" und schon garkeine Geschwister die von oben auf einen aufpassen." Pepe fing bitterlich an zu weinen und ließ sich nicht mehr beruhigen. Sie sagte mir ich solle ihm nicht so einen quatsch erzählen und ihn in Watte packen. Das Leben ist nunmal hart und da müsse er durch genauso wie ich.

      Ich brüllte sie an das sie sofort unser Haus verlassen soll, ich sie nie wieder sehen will. Seitdem besteht auch kein Kontakt mehr zwischen uns. Ich will sie nie wieder sehen. Mein Mann ist immernoch der Meinung das sie das alles nicht so meint und jeder mit der trauer anders fertig wird und umgeht. Aber nicht so! So kann kein normaler Mensch denken und handeln. Er möchte das ich mich mit ihr versöhne.

      Doch das kann und möchte ich nicht. Wie würdet ihr reagieren? Bzw. habe ich überreagiert?

      Jette mein liebes, ich vermisse dich so sehr!

      Ich liebe dich!

      • Hi,

        oh mein Gott!!! Ich habe leichte Tränen in den Augen!! Du tust mir echt leid!!!

        wie kann man so herzlos sein!!! Die richtet deinem Sohn damit Schaden an!!

        ich verstehe auch nicht den Kommentar von deinem Mann!! Hallo gehts noch??

        Wo bleibt denn hier die HErzlichkeit oder Menschlichkeit? Ich würd dich jetzt am liebsten umarmen und mit dir weinen. Weg mit dem
        Kontakt zu so einer Frau!!

        geschockte Grüße

        Nein,

        Du reagierst überhaupt nicht über! Sei froh das diese Frau nicht mehr an Eurem Leben teilnimmt.

        LG dore

        (4) 02.12.12 - 21:14

        huhu,

        es tut mir so unendlich leid was dir geschehen ist.. finde gar keine worte für so was trauriges#schmoll#kerze

        zu deiner "tollen" schwiegermutter.

        lass den #drache nie wieder in dein haus.. und wenn dein mann der meinung ist das das eine art von trauerbewältigung sein soll dann kann er auch gleich gehen. wie kann eine oma so taktlos ihrem enkel gegenüber sein. es war für ihn die richtige erklärungsart.. das jeder unterschiedlich mit trauer umgeht ist ja ok, aber das#schock

        wie kann sie nur so was schlimmes einer mutter sagen die gerade ihr kind tot entbinden musste..

        wie kann dein mann nur erwarten das du dich wieder mit ihr veröhnst..

        echt krass#schock es tut mir wirklich so leid..

        #liebdrueck#herzlich

      • Hallo
        ich glaube, dass deine Schwiegermutter solche Sätze losgelassen hat und verstehe, dass du dich nicht mit ihr versöhnen willst. Unter solchen Umständen geht das gar nicht.
        Als sich bei meiner Schwiegermutter die blöden Kommentare häuften, habe sich meinen Mann in aller Deutlichkeit gebeten, ein paar klare Worte mit ihr zu sprechen. Es brauchte auch ein paar Anläufe, bis ich ihn überzeugen konnte, dass er da nicht herum kommt. Es ist ihm nicht leicht gefallen, letztendlich hat er es doch getan. Ich war nicht dabei, aber ich habe mir berichten lassen, dass er nicht gerade zimperlich mit ihr umgegangen ist. Offensichtlich hat das geholfen. Unser Verhältnis war uns ist nicht herzlich seither, aber sie unterlässt ihr dummen Kommentare. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit.
        Es tut mit sehr leid, was dir passiert ist.
        Und was deine Schwiegermutter da vom Stapel lässt ist nicht nur unterste Schublade, das ist unterirdisch! Ohne Worte...
        LG schwanog

        Das es sowas gibt!?!

        :-[

        Ich bin ein friedfertiger Mensch, aber ich glaub, die hätte ich mit der Mistgräpe vom Hof gejagt.

      • Oh mein Gott :-[

        Erst einmal, mein herzliches Beilied #liebdrueck so etwas sollte keine Mama erleben und ich zünde eine Kerze an für deine kleine Jette #schmoll#kerze

        Zu deiner, keine Ahnung, dazu fällt mir kein Wort ein #drache DIE Person wäre sowas von gestorben für mich! Und wie jemand anders hier schon schrieb, deinem Mann würde ich auch klare Ansagen machen, wem er hier mehr vertraut!! Mutter hin der her, aber soetwa s geht gar nicht #contra

        Hallo, du hast nicht freiwillig dein kleines Mädchen gehen lassen, so wie sie die Abtreibungen hat vornehmen lassen!!! Ist ja wohl mehr als ein Unterschied........

        Boah ich könnte die Frau unbekannter weise...

        Fühl dich gedrückt und streiche diese Person aus deinem Gedächnis!!

        Alles gute Euch!!!#liebdrueck

        Hallo

        das tut mir sehr leid für dich.Mir fehlen die Worte.

        Deine Schwiegermutter hat ein Gemüt wie ein Fleischerhund.Unerträglich.
        Ich hoffe dein Mann kommt zur Besinnung und steht dir bei.

        L.G.

        Oh Gott, ist das ein Drachen! Und was für eine ekelhafte, verbitterte Person!

        Du hast völlig recht, dass Du sie nicht mehr sehen willst. Und falls sie auf Kontakt zum Enkelkind bestehen sollte, dann besteh drauf, dass Dein Mann da dabei ist. Das ist ja schon echt gefährdung des Kindes, sowas um die Ohren zu knallen!

        Sowas unmögliches!

        Hallo!

        Tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Das deine kleine Tochter nicht leben durfte.

        Nein du reagierst nicht über. Mit so einer herzlosen Person würde ich mein ganzes Leben nie wieder reden. Für mich sind solche Sätze nicht wiedergut zu machen, niemals. Und da wäre es mir egal, wenn es die Schwiegermutter ist.

        Traurig ist es nur, dass dein Mann, dieses Verhalten von seiner Mutter so runter spielt.

        Du verhältst dich genau richtig. Wünsche dir alles Gute und trauere so lange um deine Tochter wie du möchtest. Nimm dir die Zeit die du brauchst.

        Gruß Nati

        PS: Letztes Jahr starb mein Bruder, niemand konnte damit rechnen. Mein Vater sagte zu mir: Weine nicht so viel, trauere nicht so viel, so machst du dir dein Leben kaputt. Das waren die letzten Worte die ich von meinem Vater gehört habe. Und das wird auch für immer so sein, egal was passiert.

        • sorry ich will dir nicht zu nahe treten , aber vielleicht hat dein Vater es so gemeint dass an der Situation nichts mehr zu ändern ist auch wenns extrem hart klingt?

          <<PS: Letztes Jahr starb mein Bruder, niemand konnte damit rechnen. Mein Vater sagte zu mir: Weine nicht so viel, trauere nicht so viel, so machst du dir dein Leben kaputt. Das waren die letzten Worte die ich von meinem Vater gehört habe. Und das wird auch für immer so sein, egal was passiert. >>

          Ich denke mal auch, dass er es nicht so meinte, wie du es aufgenommen hast. Er hat seinen Sohn verloren, er weiß, was du durch machst. Er trauert anders, aber auch er wird trauern. Und nun hat er nicht nur seinen Sohn verloren, damit auch seine Tochter, dass meinte er bestimmt nicht damit. Denk mal drüber nach.

          Meine Mutter wollte damals auch, dass ich mein erstes Kind abtreibe. Aber mittlerweile weiß ich, dass war eigentlich nur ein Selbstschutz ihrer. Sie konnte nicht damit umgehen, Oma zu werden. Sie liebt meine große abgöttisch und ich sehe, dass sie damit alles wieder rückgängig machen würde. Ich habe verziehen und ich habe es ja in der Hand gehabt. Der Gedanke daran ist immer da, aber ich sehe, wie sehr sie sich bemüht.

          Also spring über deinen Schatten und gehe auf ihn zu.

          LG

          Ich mag die wenigsten deiner Kommentare und dein PS ist absolut daneben. Dein Vater hat seinen Sohn verloren und doch liegt in seinen Worten sehr viel Wahrheit. In deinen Worten liegt viel Dummheit und Ignoranz.

          Ich hab vor exakt 13 Monaten auf den Tag einen Freund durch einen Autounfall verloren. Meine Frau hat mich am nächsten Morgen gefragt, wie es mir geht. Meine Worte waren, es geht mir nicht gut aber so komisch ich fühle, genau das, was ihm passiert ist, kann uns allen jeden Tag passieren. Und deshalb erlebe ich heute viel bewußter, dass ich lebe.

      Hallo,

      du hast mein vollstes Mitgefühl!

      Bezüglich deines Schwiegermonsters:

      Bitte um einen respektvollen Umgang mit der Situation. Und wenn sie es nicht möchte, bleibe bei dem Kontaktabbruch.

      Es ist sehr schade, dass dein Mann nicht hinter dir steht.
      Genau dieser Punkt könnte zu einer Lawine werden, welche da gerade los rollt.

      So war es bei uns auch.
      Ich bin depressiv geworden und meine Schwiegereltern, die mich nie leiden konnten, haben dies genutzt und so gegen mich gewettert, dass sich mein Mann letzten Endes von mir getrennt hat.

      Pass auf deine Ehe auf!
      Und schützt euer Kind. Auch für ihn ist es schwer, dass Jette nicht da ist.
      Versteht das dein Mann?
      Dann kommt der Rest vielleicht bald und er steht hinter dir.

      Alles Gute...

      • "Es ist sehr schade, dass dein Mann nicht hinter dir steht."

        Wo steht denn, dass der Mann nicht hinter ihr steht?

        Bei allem Verständnis für die sehr schwierige Situation der TE sollte man doch bitte die Gefühlslagen der anderen Beteiligten nicht unkontrolliert aus dem Auge verlieren.

        Der Mann soll jetzt, emotional angestachelt durch seine Frau, mit seiner Mutter brechen?

        Er hat doch versucht zu vermitteln und das heißt für mich nicht, dass er nicht zu seiner Partnerin steht.

        Zudem kommt: in der Verfassung der TE und wie sie schreibt, wird wahrscheinlich jeder, der es etwas differenzierter betrachten möchte und nicht gleich auf Hau drauf und Schluss macht, als verständnisloser Klotz angesehen.

        Die TE sollte erst einmal ihre gröbste Trauer überwinden und bis dahin den Kontakt einfrieren. Sie sollte allerdings jetzt auch nicht blindwütig alles und jeden niedermachen, der das Maß ihrer Trauer nach außen hin nicht uneingeschränkt mitmacht.

        Gerade in emotional sehr schwierigen Lebenslagen bin ich dankbar für Menschen, die einen kühlen Kopf behalten und deren Rat, wenn auch weniger solidarisch emotional verfasst, am Ende mehr Hilfe ist.

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