ich hasse mein leben

    • (1) 05.12.12 - 16:20
      zumindest gerade

      hallo,

      seit kurzem arbeite ihc wieder nach meiner elternzeit.ich bin dafür 6 std. am tag unterwegs für 4 std. arbeit. das gehalt ist mäßig und die firma hat mir nahe gelegt mich doch anderweitig umzusehen.

      ich würde so gerne studieren, aber auch hier werden mir steine in den weg gelegt. müsste viele jahre warten o. etwas studieren was mich hinterher nicht weiterbringt.

      mein mann macht den haushalt und bestreitet unseren lebensunterhalt und kümmert sich um die kinder. an geld fehlt es nciht aber ich habe mir mein leben immer anders vorgestellt. ich dachte, wenn ich kinder hätte würde ich das klassische rollenmodell leben. mann vollzeit, ich teilzeit. wäre für mich denkbar. ich wollte für meine kinder in der kleinkindzeit dasein. da ich zu total beknackten zeiten arbeite, sehe ich meine kinder abnds 2 stunden.

      gerade sitze ich hier alleine in meinem schlafzimmer, kinder und mann beschäftigen sich im wohnraum. ich fühle mich total überflüssig, hier wie bei der arbeit. und nichts klappt. meine bewerbungen sind bislang auch nicht erfolgreich...

      ich möchte jetzt für die kinder da sein, aber durch die arbeit fehlt mir zeit und kraft. wenn sie groß sind, könnte ich mr vorstellen mehr zu arbeiten, aber ich kann ja nicht jetzt aufhören und dann in 6 jahren wieder mehr einsteigen, dann nimmt mich ja keiner mehr.

      mir wächst das ganze über den kopf, das rollenmodell passt mir nicht. ich würde am liebsten weglaufen und nicht mehr zurückkommen. aber was dann? meine lebensvorstellung war eben immer erst arbeiten, dann familie und das auch richtig machen. aber nichts läuft.

      gehts jemand ähnlcih oder hat sowas schon erlebt? wie kommt man da nur raus? ich fühle mich wie in der zwickmühle, aus der ich nicht rauskomme.

      lg

      • (2) 05.12.12 - 17:15

        Wieso sind andere schuld, wenn du lange auf einen Studienplatz warten musst?

        Kapiere ich jetzt nicht, wovon lebt Ihr denn wenn Du 4h arbeitest und Dein Mann zuhause ist?

        Für mich hört sich das so an, als seist Du eifersüchtig auf Deinen Mann, auf seine Beziehung zu Euren Kindern. Da stimmt also eher irgendwas zwischenmenschliches nicht, als dass es am Job oder am Studium läge. Könnte das sein?

        Und mal ehrlich: Wenn Du 6h ausser Haus bist, hast Du immernoch mehr Zeit mit Deinen Kindern täglich als die meisten anderen hier, die durchaus locker 9-10 regulär täglich arbeiten/fahren und nebenbei noch Haushalt und Kinder wuppen. Man kann nicht alles haben...

        Was sagt denn Dein Mann zu Eurem Lebensmodell? Irgendwer wird sich das ja so ausgedacht haben, oder?

        lg c

              • >mein mann macht den haushalt und bestreitet unseren lebensunterhalt und kümmert sich um die kinder. an geld fehlt es nciht aber ich habe mir mein leben immer anders vorgestellt. ich dachte, wenn ich kinder hätte würde ich das klassische rollenmodell leben. mann vollzeit, ich teilzeit. wäre für mich denkbar.<

                Ich versteh trotzdem nicht, was sie eigentlich will...

      Hallo Du,
      oha, hast Du Frust.....Du brauchst dringend ein bisschen Anerkennung und Zuspruch, oder? #liebdrueck
      Klingt so, als ob Du das Gefühl hast, keiner würde Dich brauchen - läuft ja alles ohne Dich. Genug Geld ist da, auch ohne dass Du arbeitest, in der Firma fühlst Du Dich unerwünscht, und wenn Du zu Hause bist, könntest Du ebenso gut weg sein?

      Wenn die Leute in der Firma Dir zu verstehen geben, dass Du Dich nach was anderem umsehen solltest, würde ich das tun. Der Job scheint nur Nerven und Zeit zu fressen. Wenn Ihr auf das Gehalt nicht angewiesen seid, lass es bleiben.

      Es gibt glaube ich manchmal so Phasen im Leben, in denen Wunsch und Wirklichkeit nicht zusammenpassen. Wie sähe Dein ideales Leben aus heutiger Sicht aus?

      Wenn Du nicht studieren kannst, kannst du vielleicht wenigsten Gasthörerin sein und Dich weiterbilden? Willst Du Dich beruflich neu orientieren? Was würdest Du gerne tun?

      Vielleicht muss es kein komplettes Studium sein, sondern eine Ausbildung im Traumberuf (ich kenne eine, die hat mit 40 eine Ausbildung zur Floristin begonnen und ist jetzt total happy)!

      Kopf hoch! Liebe Grüsse, tatzel #winke

      Mach ne Mütter-Kur, also OHNE Kinder. Da kannst du dich erholen und hast danach wieder einen klaren Kopf.

      lg

      (11) 05.12.12 - 19:40

      Wusstest du das nicht alles vorher?

      Man kann doch nicht ins Blaue hinein Kinder in die Welt setzen und darauf hoffen, dass man die ersten Jahre garantiert zu Hause sein kann bzw. dann das ganze Familiendasein in Frage stellen, wenn es dann eben nicht so ist wie gehofft.

      Ich denke eher, du hast neben dem Verlangen bei deinen Kindern zu sein auch gar keine Lust zu arbeiten.

      "und die firma hat mir nahe gelegt mich doch anderweitig umzusehen."

      Oha. Wenn ich das hören würde in meiner Firma, dann wäre ich wohl auch wenig motiviert. Aber kann es sein, dass du das vorher vielleicht auch nicht warst?

      Ich finde es vollkommen normal, dass man für einen Job bis zu 2 Std. täglich unterwegs ist. Ich komme bei 6 Std. täglich auch auf 7-8 Std. am Tag wo ich nicht zu Hause bin.

      Das mit dem Studium hat ja nun garnichts mit dem "Rollenmodell" zu tun #kratz

      Oh, das hört sich frustriert an. :-(

      Du hast geschrieben du wärst gern Hausfrau und Mutter, also das "klassische" Rollenmodell. Hat dir das während der Elternzeit gut getan?

      Wenn sich der Job nicht wirklich lohnt, und du nicht glücklich bist, brech doch ab. Wenn die dir eh schon nahegelegt haben, was anderes zu suchen, versuch nen Aufhebungsvertrag rauszuhandeln, dass du keine Sperre vom Arbeitsamt bekommst.

      Dann bist du daheim, kannst den Haushalt machen, den dein Mann momentan macht, ihr habt mehr gemeinsame Zeit und Zeit für die Kinder. Nimmt bestimmt ganz schön Druck von dir und macht dich zufriedener.

      Wie alt sind deine Kinder?

      Wenn du Arbeiten musst, versuch die Zeit in der du nichts findest mit nem 400€ Job oder so zu überbrücken, der bei euch in der Nähe ist.

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      "ich möchte jetzt für die kinder da sein, aber durch die arbeit fehlt mir zeit und kraft. wenn sie groß sind, könnte ich mr vorstellen mehr zu arbeiten, aber ich kann ja nicht jetzt aufhören und dann in 6 jahren wieder mehr einsteigen, dann nimmt mich ja keiner mehr."
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      Warum sollte das nicht funktionieren?

      Du bist unzufrieden mit deinen Lebensumständen aber du hast es in der Hand was daran zu ändern. Also, pack es an! :-)

      Und noch eine Frage, warum sitzt du allein im Schlafzimmer und surfst im Internet wenn du doch eigentlich mit Mann und Kindern zusammen sein könntest, was du ja willst, wie du schreibst...?

      Alles Gute!

      pony

      • Hallo,

        wenn sie mit ihrer Firma einen Aufhebungsvertrag macht, bekommt sie sehr wohl eine Sperre vom Arbeitsamt. Weil: das Arbeitsverhältnis ist in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden und somit hätte sie ihre Arbeitslosigkeit selbst verschuldet.

        Dein Rat an die Userin sollte keine falschen Aussagen enthalten, gerade in solchen Dingen. Die Arbeitsagentur versteht da keinen Spaß...

        Nici

    Nachdem das Studium dein großer Traum ist, wie du schreibst, würde ich mich in die Richtung nochmal gründlich informieren. Es gibt ja nicht nur eine Studium an einer Uni. Da du bereits Kinder hast und berufstätig warst muss dein Abitur (ich gehe mal davon aus, dass du das hast, das ist nunmal Voraussetzung) schon ein paar Jahre her sein. Frage also mal nach der Anrechnung von Wartesemestern auf den NC. Bei uns im Studienjahrgang war eine mitte-30-jährige Sekretärin, die mit 19 mal ein seeehr mäßiges Abi gemacht hatte, durch die Anrechnung der Arbeitszeit als Wartesemester nun einen Studienplatz für Internationale BWL (NC: 1,1) bekommen hatte (0,1 besserer Notendurchschnitt pro gewartetes Semester, also 0,2 pro Jahr, macht in zehn Jahren immerhin 2 ganze Notenschritte). Ob sowas sinnvoll ist sei dahingestellt, aber so ist es manchmal. Außerdem gibt es Fernunis (z.B. Hagen), da könntest du viel von zu Hause aus machen oder du informierst dich in Richtung Fachhochschule, da sind die Zulassungsbedingungen oft auch nicht so streng. Vor Allem werde aktiv, das ist der einzige Weg aus der Zwickmühle.

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