unterschiedlicher Lebensstandard

    • (1) 20.12.12 - 22:58

      Hallo,
      mich würde aktuell dringend interessieren, ob hier jemand schon mal eine Beziehung geführt hat, in der der Partner / die Partnerin einen wesentlich höheren oder niedrigeren Lebensstandard hatte bzw. erhebliche Gehaltsunterschiede vorgelegen haben. Welche Erfahrung habt ihr gemacht. Hat das die Beziehung irgendwann beeinträchtigt?

      Gerade in punkto Urlaubsreisen stelle ich mir das schwierig vor - Ostsee versus Karibik... Was macht man da, getrennt verreisen?
      Gruß anval

      • (2) 20.12.12 - 23:34

        Hi,
        mein erster Freund, 9 Jahre zusammen, hat als Elektro-Ingeneur, mehr als das Doppelte verdient als ich, Industriekauffrau.

        Er kam aber aus den selben Verhältnissen wie ich. Ich hatte ihn schon als er zum Bund musste und während des Studiums, wo ich ihn mit Klamotten etc. eingedeckt habe, da es vom Geld her schon sehr wenig war.

        Bei der Wohnungssuche, habe ich mich gewehrt Halbe Halbe zumachen. So hatte jeder 1 Drittel vom Netto gegeben, der Rest war Privat.

        Urlaub, war nie ein Problem. Österreich, mit Dusche/Klo aufm Flur war nicht so teuer. Und für Amerika mussten wir beide sparen.

        Wenns unbedingt teure Urlaube sein müssen, muß halt so lange gewartet werden, bis der der weniger verdient es zusammengespart hat, oder der andere lädt ihn ein. Geht ja nicht anders.

        Wenn der eine nicht schon mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, nimmt er auch darauf Rücksicht.

        Gruß

        (3) 20.12.12 - 23:38

        Hallo

        wenn man sich nicht einigen kann, wird man wohl getrennt verreisen müssen.
        Ja ich hatte schon Beziehungen mit Partnern die einen deutlich höheren Lebensstandard hatten.Probleme/ Beeinträchtigungen sind daraus nicht entstanden.

        L.G.

        • Ich denke aber, dass es als Frau einfacher ist, mit jemandem zusammen zu sein, der etwas mehr verdient als mit einem, der bei Weitem weniger verdient.

          Das meine ich jetzt nicht auf "Schickimicki" oder Luxus bezogen, sondern eher auf Punkte, wenn z.B. die Frau wegen Schwangerschaft, Elternzeit weniger / nichts verdient oder wenn sie wegen der Kids beruflich kürzer tritt.
          Da kann es schon mal blöde Situationen geben, vor allem wenn die Kids älter werden und dann doch hier und da Wünsche und Asprüche haben.

          Mein Partner verdient mehr als ich, aber das war nicht das Auswahlkriterium.
          Jedoch sind unsere Ansichten, Interessen und auch die Bildung in vielen Punkten gleich.

          Das was ich nun schreibe, MUSS nicht auf jeden zutreffen denn es gibt auch Ausnahmen, aber wenn ich früher Männer kennenlernte, die rein beruflich (nicht wegen Studium oder Bund, Zivi, etc) weniger verdient haben als ich, ist mir aufgefallen, dass oft das Niveau bzw. der Intellekt nicht wirklich zu mir gepasst hat.
          Der eine meinte, er müsste mit 27 Jahren beim Telefonieren mal zwischendurch in den Hörer rülpsen weil ich das lustig finden soll, der andere kannte irgendwie nichts ausser Party, Bundesligaspiele und am Computer zocken.
          Da wars dann mit der ersten Schwärmerei schneller wieder vorbei als es angefangen hat.

          LG

          • Ich bin jetzt davon ausgegangen, das es ansonsten passt.Hobbys, Einstellungen, Ziele, Intellekt etc.
            Interessant wäre es sicherlich geworden, wenn ich einen arbeitslosen oder deutlich weniger verdienenden Partner gehabt hätte.Rein theoretisch wäre das vorstellbar, praktisch auf Dauer wohl eine andere Hausnummer und dem Notfall vorbehalten.

            Ich kann da problemlos umschalten ( war schon Alleinerziehende mit drei Kindern ) und hatte zum Glück immer großzügig denkende Partner.

            • Das meine ich ja auch - deutlich weniger verdienend.

              Ich bin da gewissermaßen auch ein Kopfmensch, es geht mir nicht darum, dass er mir ein schickes Handtäschchen kauft oder so, sondern darum dass einer dem anderen im Notfall auch mal unter die Arme greifen kann.

              Dass man sich gemeinsam eine schöne Wohnung mieten kann oder ein Haus finanzieren kann, etc.

              LG

          Hallo,

          ich denke, bei deinem Beispiel geht es doch weniger um unterschiedliche Gehälter als vielmehr um unterschiedliche Niveaus, oder?

          Ich kenne Leute, die mögen nicht viel verdienen, aber sie würden trotzdem nicht auf die Idee kommen, ins Telefon zu rülpsen...

          LG,

          leviana

          • Zum Teil ja, aber ich habe eben (betrifft nur mich) die Erfahrung gemacht, dass die Männer die definitv weniger als ich verdient haben, eben häufig so ein Verhalten an den Tag gelegt haben.

            Es gibt garantiert Leute, die das genaue Gegenteil sind, Gehalt hin oder her.
            Und natürlich gibt es auch bei den Spitzenverdienern Proleten.

            Meine Meinung, was das Gehalt an sich angeht, ist halt dass es in bestimmten Situationen auch zum Frust führen kann, wenn einer weniger verdient als der andere.

            Besonders Männer haben da oft ein Problem mit, wenn die Frau mehr Gehalt kriegt - das ist vielen unangenehm. Einer der Typen, die ich kannte, meinte immer durch die Blume, dass ich mit 30 - 35 für meinen Job sicherlich zu alt sein werde, und die Konkurrenz ist sehr sehr groß, jaja, und irgendwann werde ich mal auch nicht mehr so viel verdienen und werde dann vielleicht mal als Verkäuferin oder so arbeiten, oh ja...und natürlcih werde ich am Burnout Syndrom erkranken.

            Man hat wirklich gespürt, wie er sich das selber schönreden wollte, und mir meinen Beruf und den Verdienst mies geredet hat.

            Aber das sind meine Ansichten und Erfahrungen - wenne s zwischen zwei Leuten passt und beide damit klarkommen, nur zu.

            LG

    Hallo,

    Gehaltsunterschiede kann es geben, wenn man damit klar kommt und es miteinander abspricht und das Ganze nicht auf Ausnutzerei rausläuft, dann ist es ok und man kann was draus machen.

    Mir wäre aber eine gewisse Bildung, Benehmen und Niveau wichtig.
    Und dass er sich weiterentwickelt.

    Wir verdienen beide gut, jedoch sage ich offen, dass ich mich sogar bei einer Bergwanderung (und in einer schnuckligen Hütte übernachten) u.U. wohler fühle als irgendwo in der Karibik.

    Schwieriger stelle ich mir solche enormen unterschiede eher vor wenn es um z.B. ein eigenes Haus geht oder mal ein neues Auto her muss - das kann für manche dann schon zur Belastungsprobe werden.

    LG

    (10) 21.12.12 - 08:33

    In meiner ersten langjährigen Beziehung hat er 5 Jahre studiert und ich gearbeitet. Da habe ich ihn finanziell unterstützt. Seitdem sind es immer die Männer, die mehr verdienen als ich und da bezahlen sie auch (mehr) für mich. Seit einigen Jahren bin ich gar nicht mehr berufstätig und mein Mann kommt finanziell für alles auf. Nö, damit habe ich also keine Probleme und wäre es umgekehrt, also wäre ich die, mit dem höheren Einkommen, hätte ich damit ebenfalls keine Probleme. Denn wer mit seinem Partner in den Urlaub fahren möchte und der Partner aber dafür kein Geld zur Verfügung hat, dann muss dieser eben unterstützt werden, sonst kann man mit ihm keinen Urlaub machen.

    LG
    Suse

    Hallo,

    bei uns waren und sind immer Gehaltsunterschiede vorhanden.
    Es gab eine Zeit wo mein Mann (da noch Freund) arbeitslos war und ich das Geld verdient habe.

    Dann war ich arbeitslos und er hat gearbeitet.

    Ein halbes Jahr lang haben wir aufstockend Hartz4 bekommen.

    Mal haben wir beide gearbeitet, aber mein Mann hat besser verdient.

    Inzwischen ist mein Mann selbständig und ich bin als 400€ Kraft bei ihm angestellt.

    Für uns hat es nie Probleme gegeben.

    (12) 21.12.12 - 11:05

    Mein Mann stammt aus einer relativ wohlhabenden Familie, ich aus einer ganz "normalen" Familie mit mal mehr, mal weniger Geld zur Verfügung... ein Beispiel: Ich hatte für mein 1. Auto ein Budget von 3500 Euro von meinem Konfirmationsgeld + einem Bausparer. Das Auto hat 4 Jahre gehalten, bevor´s keinen TÜV mehr gab usw. Und da war ich schon stolz wie Oskar!
    Mein Mann hat mal eben so von den Omas und Eltern nen fast neuen BMW bekommen... seine Schwester nen Mini für 15.000, den sie 2 Monate später geschrottet hat...

    Vom Gehalt her stehe ich aber inzwischen viel besser da als er, d. h. ich bringe jeden Monat mehr Geld in unseren Alltag ein. Aber das dicke Bankkonto hat trotzdem er. Ausgeglichen ist´s also noch lange nicht. #cool

    Finanziell gab es aber trotz alledem bei uns nie ein Problem, auch vom Status her oder so nicht... da hat mein Mann mir nie blöde Gefühle bereitet. #verliebt Gut, von seiner Familie aus höre ich schon öfter mal ne Spitze z. B. wegen meinem Auto ("ein Corsa ist ja fast wie ein Autoscooter."). Aber das ist mir egal, die seh ich pflichtmäßig alle paar Wochen mal Sonntag beim Essen, aber sonst hab ich meine Ruhe.

    • #schock Ich hatte ein Budget von 1000€

      Für 4000€ hat sich mein Bruder nen Mazda 6 gekauft, von Mann dessen Vater gestorben ist, Schnäppchen eben.

      Ich habe nen Polo 6N für 600 gekauft, 2 jahre tüv, keinerlei mängel sieht nicht aus wie 14 jahre sondern wie 4 jahre :-)

      Mir reicht das

      Hätte ich so ein reisenbudget von 3500€ gehabt ich hätte da mit leichtigkeit was gefunden was nichtmals die 1500 übersteigt.

Wir machen gleich gemeinsame kasse, gemeinsames Geld - und kommen so gut über die Runden, ohne aufzurechen, wer nun wie viel genau verdient.

(15) 21.12.12 - 11:06

Urlaubsreisen sind in diesem Falle das geringste Problem. Da würde jeder, der gerne in die Karibik statt an die Ostsee (wobei u. U. je nach Standard dies nicht unbedingt einen großen Unterschied machen muß) möchte, seinem Partner doch einen Teil der Kosten mitfinanzieren. Ich täte dies jedenfalls, falls ich dort unbedingt mit meinem Partner hinwollen würde.

Ansonsten sind unterschiedliche "Standards" möglicherweise ein Problem. Ist eben manchmal bedenklich, wenn die Frau sich eine LV-Handtasche gönnt, während er Flanellhemden für 5,- bei KiK ewirbt. Sie einen Porsche und er Fahrrad? Sie golft, er hat ein Jahresabo für ne Muckibude.... - etc.

Meistens liegt das Problem weniger bei demjenigen der sich im Hochpreissegment befindet, sondern bei demjenigen, der das Schubladendenken von "unten" abdeckt.

Es sind allerdings immernoch in den meisten Fällen die Männer, die mit dem "Prinzgemahldasein" auf lange Sicht nicht umgehen können. Bei Frauen wird davon ausgegangen, daß diese dies mit ihrem Ego gefälligst zu vereinbaren haben.

Durchaus diskussionswürdig, da wir Frauen selbst mitunter diejenigen sind, die diese Denkweise unterstützen. Welche "Frau" hätte schon Resekt vor jemandem, der sich "aushalten" ließe?

Alleine hier zu sein, lohnt sich schon. In jedem zweiten Beitrag darf man lesen, wie erfolgreich und gutverdienend die jeweiligen Männer sind, daß "Frau" es nicht nötig hat zu arbeiten... #rofl. Das 18.Jahrhundert läßt grüßen.

Wäre es nämlich anders herum und ein Mann würde hier schreiben, daß seine Frau die Kohle nach Hause schafft und er es nicht nötig hätte ..... - - - - -- #rofl......

Über dieses Thema könnte ich mich noch stundenlang... - habe aber leider nur begrenzt Zeit.

GzG
irmi

(18) 21.12.12 - 11:07
nichsoschlimm

hallo,

mein Freund und ich verdienen auch unterschiedlich, kommen aber aus dem gleichen "gesellschaftlichen Millieu", sprich: die Grundwerte und Einstellungen sind die selben!

Das ist finde ich wirklich wichtig, denn was bringt es, wenn der eine nur sparen und irgendwann ein Haus bauen will und der andere haut das Geld zum Fenster raus und ist ein Lebemensch.

Beim Urlaub greift mir mein Partner finanziell mit unter die Arme, wir entscheiden uns für Ziele, die wir beide wollen und wenn mir was zu viel wird dann sag ich das auch so.
Das war am Anfang etwas anders, hat sich dann aber gottseidank gut eingependelt.

Wenn nun die Lebensstandarts sehr sehr krass unterschiedlich sind bzw. der eine Part sich nicht daran gewöhnen (Manieren, Verhalten, Gesprächsthemen) dann sehe ich das als schwierig an.

(19) 21.12.12 - 13:20

meine Beziehung steht kurz vor dem aus und ein Problem ist wohl dieser Unterschied. Ich verdiene wesentlich mehr als er. Ich bin Akademikerin, in Führungsposition und habe schon einige Weiterbildungen absolviert. Er kommt aus einem anderen Land, hat dort den mit uns vergleichbaren Hauptschulabschluss und eine Lehre gemacht, die hier so nicht anerkannt wird. Er hat also immer Anlerntätigkeiten. Lust auf Weiterbildung u.Ä. hat er auch keine.

Seine Familie stammt aus bescheidenen Verhältnissen, Bildung war nie wichtig. Ich komme aus aus guten (nicht reichen) Verhältnissen, wo immer auf eine Bildung wertgelegt wurde.

Ich dachte am Anfang, unserer Beziehung kann das nichts anhaben. Doch dann kam unsere Tochter, er ging in Elternzeit, war von mir anbhängig und kam damit nicht klar. Er hatte monatlich 450 EUR nur für sich (sein Benzin zahlte auch ich) und kam damit nicht aus. Das machte mich wieder sauer, da ich rein für Klamotten, Ausgehen, Friseur keine 450 EUR monatlich benötige. Dann machte er sich selbständig und ging pleite. Ich zahlte weiterhin für alles. Ab Januar hat er endlich wieder eine Vollzeittätigkeit und sollte sich dann auch wieder in einem angemessenen Umfang beteiligen. Ob es dann noch ein WIR gibt, steht in den Sternen. Ihn hat die Abhängigkeit von mir wohl so gefrustet, dass er zur Stärkung seines Egos eine Geliebte in seinem Heimatland angeschafft hat.

Urlaube waren nie ein Thema, da ich auf Camping stehe.

Ich glaube, bei aller Emanzipation und Gleichberechtigung - das alte Rollendenken "Mann verdient das Geld und Frau besorgt das Nest" steckt zu tief drin, als das man es so einfach übergehen könnte.

(20) 21.12.12 - 13:23

Hallo.

Ich denke mal, dass es in einer Beziehung nicht sehr wichtig ist, wer mehr verdient und wer nicht. Viel wichtiger ist in meinen Augen, dass man auf einer Wellenlinie liegt.

Wir handhaben es so, dass wir unser Geld "zusammenschmeißen" und auch "gemeinsam" wieder ausgeben. Also wenn alle Fixkosten erledigt sind, dann geben wir den Rest auch gemeinsam aus. Und wenn mal einer im Monat für sich mehr ausgiebt, auch nicht schlimm. Ein anderes mal macht es dann der andere. Aber im Grunde gibt es bei uns da keine Unterschiede. Kein "MEIN" oder "DEIN" sondern "UNSER".

LG

(21) 21.12.12 - 17:05

Hallo,

also ich arbeite nur halbtags und hab ein Kind für das der Vater keinen Unterhalt zahlt, somit hab ich wenig Geld, mein Freund verdient sehr gut.

Er ist ein sehr großzügiger Mensch und grad was Urlaub angeht zahlt er immer, irgendwie ist es mir auch immer unangenehm, aber er sagt das er ja gern viel reist und mich halt dabei haben will. Er plant jetzt schon Hawaii und San Fransico für nächstes Jahr #augen naja, wenn er das will-.....

Ich denke aber "LIEBE" sollte man nicht am Gehalt festmachen, ist ja auch nicht das erste was ich frag wenn ich jemanden kennen lern, was er so verdient.

LG

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