Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach?! Erbschaft

    • (1) 30.12.12 - 21:21
      spatz in der Hand?!

      Hallo,

      ich habe eine Frage:

      Die Eltern haben ein Berliner Testament, in dem nur vereinbart wurde das der überlebende Elternteil alleiniger Erbe sein soll. Es sind 2 Kinder, eins davon ich. Mutter verstarb im Frühling.

      Nun lebt Vater auf großem Fuß, ich trage mich mit dem Gedanken mein Pflichtteil zu fordern.
      Dann würde ich 12,5% bekommen.Wenn er irgendwann gestorben ist würde ich dann auch nur PT bekommen.

      Warte ich, ohne meinen PT zu fordern bis er Verstorben ist würde ich 50% Erben, allerdings weiß man nicht, was dann überhaupt noch da ist.

      Und ich könnte dieses Erbe zur Zeit gut brauchen.

      Nun ist die Frage, Spatz in der Hand oder Taube auf dem Dach? Dem Verhältnis würde ich keinen großen Abbruch tun, da er nicht wirklich der Familienmensch ist, finanziell leisten könnte er es sich das PT auszuzahlen.

      Aus dem Bauch heraus was würdet ihr tun?!

      LG

      spatz in der Hand?!

      • (2) 30.12.12 - 21:43

        abwarten was übrig bleibt!

        es ist das geld deiner eltern bzw. deines vaters, er kann ausgeben wie er es möchte.

        ich käme garnicht auf die idee mein pflichtteil zu fordern nur weil ich es gerade gut gebrauchen könnte.

        Nabend,

        selbst wenn ich in deiner Situation wäre und das Geld gebrauchen könnte würde ich meinen Pflichtteil niemals einfordern. Da wäre es mir auch egal ob ich ein gutes oder schlechtes Verhältnis zum jeweiligen Elternteil hätte.

        Ich sehe das so: Es ist das Geld deiner Eltern, für welches sie über viele Jahre hinweg gespart haben. Und selbst wenn nichts mehr übrig bleibt, oder nur noch so viel das es für die Beerdigung reicht, dann ist es eben so.

        Dein Vater hat vor kurzem seine Frau verloren, dann soll er sich nun zumindest das Leben so schön wie möglich machen! :-)

        LG Didyou

        Hallo,

        was ich tun würde ? Mich in Grund und Boden schämen ! Ja Dir mag der Pflichtteil zu stehen aber haben Dir Deine Eltern den keinen Anstand beigebracht ?

        Es ist das Geld Deiner Eltern das sie sich erarbeitet und gespart haben und Du willst kommen und die Hand auf halten?

        Tut mir Leid das ist in meinen Augen einfach nur schäbig.

        So und nu kannst Du mich beschimpfen und die andren können Steine auf mich werfen!

        Dore

      • Hallo,

        Ich würde mich schämen, überhaupt solche Gedanken zu haben. Dein Vater kann leben wie er möchte, es ist sein Geld.

        Niemals würde ich auf so eine Idee kommen oder hast Du das Erbe erarbeitet.

        Cinderella

        Bist schon ein bißchen geldgeil oder?

        Du hast zu diesem Vermögen gar nichts beigetragen, mach dir das mal klar. Selbst wenn er die Kohle zum Fenster rausschmeißt oder im Klo versenkt, kann dir das eigentlich egal sein.

        Manche Leute... nee echt... #augen

      • Solltest du finanzielle Probleme haben, sprich deinen Vater doch darauf an.

        (8) 30.12.12 - 23:12

        Hallo,

        es kommt wirklich auf das Verhältnis drauf an zu Deinem Vater. Wenn Ihr Euch menschlich nicht nahe steht dann würde ich den Pflichtteil einfordern. Das klingt für andere hart aber wenn ich zu einem Menschen gar keine Bindung habe dann denke ich nur an mich.

        Ich denke die Überlegung die Du gerade führst haben so einige schon mal gedacht nur das offen zu schreiben ist was anderes.

        Höre auf Deinen Bauch.

        Alles Gute

        Spatz und nicht Taube #blume

        • (9) 30.12.12 - 23:19

          nun denn, aber sowas wie stolz kennst du schon, oder?!

          wenn du zu dem menschen keine bindung hast, brauchst du ja auch sein geld nicht.
          ich nehme mal an, du gehörst auch zu den menschen, die wenn sie eine brieftasche mit viel geld finden, dieses behalten, weil man zu dem besitzer keine bindung hat.

          im übrigen klingt es nicht hart, sondern kalt und leute mit solch einen charakterzug finde ich generell sehr fraglich.

          aber wie sagt man doch so schön?!man bekommt alles im leben zurück :-)

          in diesem sinne, einen guten rutsch :-)

          • (10) 30.12.12 - 23:43
            nicht die Taube

            Es geht hier um ein Pflichtteil und um nicht mehr! Diesen Pflichtteil steht jedem zu. Da ich ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe käme das nie für mich in Frage aber bei meinem Großvater wäre ich mir da nicht mehr sicher. Mein Großvater hat bei seiner Mutter (meiner Uroma) das Pflichtteil eingefordert und meiner Uroma ging es danach wirtschaftlich beschissen. Ich habe es also schon einmal in der Familie erlebt jeder sollte selber wissen was er tut.
            Ich bin generell ein Mensch mit viel Herz und über die Brieftasche würde ich mich freuen und dann versuchen sie an den Besitzer zurückzugeben.

            Was ich mit dem Geld machen würde? Ab zur Bank damit und brav anlegen für den Fall das der jenige vom dem ich das Pflichtteil eingefordert habe irgendwann mal sowenig Geld hat das die Kosten für das Pflegeheim nicht mehr gezahlt werden können. So geht es gerade meinen Eltern. Sie dürfen für einen inzwischen pflegebedürftigen Großvater aufkommen da von meiner Oma die Rente nicht reicht.

            • "Da ich ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern habe käme das nie für mich in Frage aber bei meinem Großvater wäre ich mir da nicht mehr sicher."

              Beim Tod deines Großvaters würdest du aber doch grundsätzlich gar nicht zu den pflichtteilsberechtigten Personen zählen!? Einzige Ausnahme ist m.W., dass dein Elternteil, der das Kind deines Großvaters ist, vor deinem Großvater verstirbt. Nur in diesem Fall ginge der Pflichtteilsanspruch auf dich über...

              • (12) 01.01.13 - 12:12
                Spatz und nicht Taube

                Das ist logisch. Es geht nur um das zwischenmenschliche Verhältnis zu dem alten Herren. Selbst im Falle des Todes einer meiner beiden Elternteile würde ich mit nicht den Pflichtteilsanspruch einfordern.

          (13) 30.12.12 - 23:56

          >>>wenn du zu dem menschen keine bindung hast, brauchst du ja auch sein geld nicht.<<<

          Genau genommen, ist es nicht SEIN Geld, sondern das Erbteil von der Mutter, das den Kindern gesetzlich zusteht.

    Warum macht ihr sie so fertig?! Wofür gibt es denn die "Pflichtteil-sofort" -Option, wenn das sooo böse ist ?!

    Falls Du die Gefahr siehst , dass Dein Vater das Geld komplett verschleudert ... Ich würde es allerdings nur machen, wenn das nicht dazu führt, dass er Haus oder Familienunternehmen verkaufen muss.

Unverschämt. Ich bin auch der Meinung wenn du Geld brauchst dann frag doch einfach mal. Meistens geben Eltern doch gerne wenn sie können.

Geld einzufordern welches er ja letztlich verdient hat ist einfach unmöglich. Scheiß auf den Pflichtteil, moralisch gesehen steht dir nichts zu.

Er hat seine Frau verlohren, soll er es sich von seinem Geld doch gut gehen lassen.

(17) 30.12.12 - 23:58

Wir haben vor einigen Jahren ähnliches erlebt. Mein Schwiegervater starb. Dieser war in zweiter Ehe verheiratet. Er hat meinem Mann eine nicht gerade schöne Kindheit beschert, da er über viele Jahre seine Ehefrau, meine Schwiegermutter, betrogen hat. Diese Affäre hat er dann geheiratet. Die ganze Familie ist dadurch zerbrochen. Als nun mein Schwiegervater starb, sollte alles die zweite Ehefrau erben, die jedoch fast nichts zum Vermögen meines Schwiegervaters hinzugetan hatte.

In diesem Testament stand dann auch, dass der Längerlebende erbt und erst beim Tod des Längerlebenden die Kinder erben würden. Nun hatte die zweite Ehefrau auch Kinder aus erster Ehe und ich bin mir nicht sicher, was mein Mann nach dem Tod der zweiten Ehefrau überhaupt geerbt hätte. Wahrscheinlich gar nichts, denn dann hätten ihre Kinder alles geerbt.

Also bestand mein Mann auf seinen Pflichtteil. Und das war ein richtiger Kampf. Denn die zweite Ehefrau gab überhaupt nicht preis, was der Schwiegervater besaß und hat uns auch viel weniger ausgezahlt, als meinem Mann eigentlich zustand. Dennoch haben wir uns dann auf einen Betrag geeinigt.

Nun haben wir keinen Kontakt mehr zu meiner "Stief-Schwiegermutter", was mich aber auch nicht weiter stört. Mein Mann hat weit weniger geerbt als das, was ihm zustand, denn der größte Teil des Vermögens seines Vaters gehörte vorher seinem Großvater und da hat die zweite Ehefrau mehr als genug bekommen.

urbani

(18) 31.12.12 - 00:00

Hallo!

Ich kenne jemanden, der seinen Pflichtteil eingefordert hat. Allerdings war das Verhältnis zu den Eltern sehr schlecht und derjenige sollte laut Testament komplett enterbt werden. Druck erzeugt eben oft Gegendruck.

LG

ich frage mich gerade warum hier die meinungen dahin gehen....der vater hat seine frau verloren.....keiner denkt daran....das kind hat ihre mutter verloren.....oder zaehlt es nur was wenn das kind unter 18 ist....keiner von bier weiss warum die kinder nicht bedacht wurden....vielleicht ist der vater so dominant das er bestimmte wie das testament gemacht wurde....das die mutter gedanklich es nicht so wollte....nur sich nicht gegen ihren mann durchsetzen konnte....wenn dein vater anstand haette wuerde er dir es einfach so geben....das hat nichts mit geldgeil zu tun....

  • (20) 31.12.12 - 08:51

    "keiner von bier weiss warum die kinder nicht bedacht wurden....vielleicht ist der vater so dominant das er bestimmte wie das testament gemacht wurde....das die mutter gedanklich es nicht so wollte....nur sich nicht gegen ihren mann durchsetzen konnte...."

    Das sind doch letztendlich nur Mutmaßungen. Es gab ein Testament, und in dem Fall ist davon auszugehen, dass es auch der letzte Wille der Mutter war, dass der überlebende Ehegatte (das hätte ja auch sie selber sein können) zunächst Alleinerbe wird und die Kinder erst nach dem Tod BEIDER Elternteile erben. Das wird unter Ehegatten übrigens meistens so gehandhabt...meine Eltern z.B. haben sich auch gegenseitig als Alleinerben eingesetzt. Und hätte ich nach dem Tod meines Vaters meinen Pflichtteil eingefordert, würde ich nach dem Tod meiner Mutter eben auch nur den Pflichtteil erhalten - und nicht das gesamte Erbe.

    "wenn dein vater anstand haette wuerde er dir es einfach so geben...."

    Warum sollte er ihr den Pflichtteil freiwillig auszahlen? Dann würde das Berliner Testament ja überhaupt keinen Sinn ergeben...

    • (21) 31.12.12 - 09:03

      natürlich sind das nur mutmaßungen von mir weil ich die familienverhältnisse genauso wenig bis gar nicht kenne wie alle hier auch

      ich weiß aber das es solche fälle gibt das der mann bestimmt was gemacht wird und die frau sich nicht durchsetzen kann

      es gibt auch genug themen hier bei urbia dazu wo es immer wieder heißt....mein mann macht was er will und fragt mich nicht.....

      genauso sind es mutmaßungen und böswillige unterstellungen mit der brieftasche die hier einige in den raum werfen

      warum gibt es denn ein pflichtteil damit nicht ein kind leer ausgeht....warum auch immer

      und warum soll sie verzichten...wenn sie sich was schönes kaufen will zb eine neue küche o.ä.ich weiß nicht um wieviel es geht.....dann hat sie eben auch eine schöne erinnerung an ihre mutter.......

      • (22) 31.12.12 - 09:29

        "und warum soll sie verzichten..."

        Wir werden nicht auf einen Nennen kommen, weil ich dazu einfach ne andere Einstellung habe. Die TE hat um Meinungen gebeten, und ich habe meine Meinung geäußert...letztendlich muss & wird sie das tun, was sie für richtig hält. Wichtig ist doch schlussendlich nur, dass man noch mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen kann...und das könnte ICH halt nicht, wenn ich den letzten Willen meiner Eltern missachtet hätte.

        • (23) 31.12.12 - 10:01

          so wirds halt sein.....und da gehen die meinungen auseinander

          ich könnte nicht in den spiegel schauen wenn ich alles behalten würde.....vielleicht weil ich es nicht anders kenne aus der familie

          währe ja auch schlecht wenn alle der gleichen meinung wären....

          in diesem sinne #fest guten rutsch

Auch wenn der Pflichtteil dir von Gesetzes wegen zusteht: Der Wille deiner Eltern war es, dass ihr Kinder erst nach ihrem Tod erbt...und das wäre für mich als Tochter ausschlaggebend. Ich würde meinen Pflichtteil also NICHT verlangen...selbst wenn ich das Geld gut gebrauchen könnte (wer kann das nicht?), und die Gefahr bestünde, dass vom Erbe später nichts mehr übrig bleibt, weil der überlebende Elternteil alles "verjuxt" hat. Für mich ist das also eher eine moralische Frage als eine rechtliche...ich sehe keinen Anspruch auf das Geld meiner Eltern, so lange einer von beiden noch lebt.

  • (25) 01.01.13 - 01:34

    Wenn das Geld von den Eltern stammt/erwirtschftet sehe ich das genauso.

    Wenn es sich um ererbtes Familienvermögen handelt, dass einer in der Kette jetzt für sich allein komplett "verjuxen" will, statt beispielsweise von den Zinsen gut zu leben wie die Vorgänger, sehe ich das moralisch anders.

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