Wem hat eine Therapie wirklich geholfen?

Hallo,

mich würde interessieren wem eine Therapie, egal welche, wirklich geholfen hat.
Wie oft ihr evtl. den Therapeuten gewechselt habt oder wie man sich überwunden hat den Hausarzt darauf anzusprechen, weil man Bedenken hat nicht ernst genommen zu werden oder weil es einem zu unangenehm ist usw.

Kann man wirklich das Gefühl aufbringen dem Therapeuten zu vertrauen, ernst genommen zu werden?

Danke

Hallo,

Ich habe eine Verhaltenstherapie gemacht und mir hat es wirklich geholfen!

Habe meinen damaligen Frauenarzt drauf angesprochen und der hat mich sofort ernst genommen.

Wenn man den richtigen Therapeuten hat dann hat man auch irgendwann eine Vertrauens Basis. Ich hatte Glück und bin gleich an die richtige gekommen.

Lg

Hallo,
eine Therapie ist keine Schande!

Ich hatte damals keinen Hausarzt, habe mir einfach einen Psychiater aus dem Telefonbuch rausgesucht, einen Termin ausgemacht.
Das erste Gespräch war kurz, in dem schilderte, warum ich gekommen bin.
Dann folgten körperliche Untersuchungen, Gehirnströme messen, Bluttest.
Dann wieder ein Gespräch, in dem Medikamente empfohlen wurden und eine Psychotherapie.

Da bekommt man eine Liste von Therapeuten. Die telefoniert man durch und wird bei vielen direkt abgewimmelt wegen Überbelegung- wenn man Glück hat findet man innerhalb von acht Wochen einen Therapeuten für ein Erstgespräch.
Normal gibt es erst nach dem Gespräch bei beidseitiger Sympathie das Angebot auf fünf weitere Termine (oft auch noch mit Wartezeit bis zu einem halben Jahr). Darin werden Therapieziele festgelegt.
Erst danach wird die eigentliche Psychotherapie vom Therapeuten bei der Krankenkasse beantragt und kann bis zu vier Jahren dauern.
Oft gibt es unterstützend für den Alltag Medikamente dazu.

Wenn das nicht ausreicht, z.B. in einer akuten Krise, kann man wieder zum Psychiater gehen und sich zu einer psychosomatischen Klinik überweisen lassen, dort vorsprechen und eventuell für einige Wochen oder sogar Monate dort bleiben.

Falls eine Eigne- oder Fremdgefährdung festgestellt wird geht es weiter in die Psychiatrie- auch das ist keine Horrorvorstellung wie im Film sondern eine Hilfe.

Wenn Du an Dir arbeiten willst, sind diese Wege wirklich hilfreich!

Falls es um die Partnerschaft geht und der Partner auch bereit ist, etwas zu ändern, hilft eine Ehe-/Familienberatungsstelle, auch dort erst ein Erstgespräch und dann eventuell eine ganze Therapie mit mindestens sechs Sitzungen. Allerdings ist die Chance, sich nach dieser Therapie zu trennen groß- es geht hier um das deutlich machen von Problemen und es werden auch schmerzhafte Dinge ausgesprochen.

Ich habe schon alles beschriebene hinter mir, habe gute Erfahrungen gemacht, bin heute glücklich und habe selbst den Beruf der Familientherapeutin ergriffen.
Die Beziehung von damals hat nicht gehalten- eine Therapie verändert einen und oft hält die Umwelt nicht mit.
LG und viel Glück, marti (frag ruhig nach, wenn Du bestimmte Infos suchst)

vollständige Information #pro

Dann oute ich mich auch mal. Mir hat es sehr geholfen. Ich hatte Depressionen, irgendwann so schlimm, dass ich dachte, entweder hole ich mir Hilfe oder ich bringe mich um und meine Tochter muss ohne mich aufwachsen. Diese Aussicht hat gereicht um zum Arzt zu gehen und zu sagen: "Ich habe Depressionen."

Ich bekam als Sofortmaßnahme Antidepressiva und musste ein knappes Jahr auf einen Therapieplatz warten.

Jetzt, nach 45 Stunden Therapie, die auch schon wieder fast zwei Jahre her sind, habe ich mein Leben wieder im Griff. Besser, als jemals zuvor.

Trau dich :-) .

Lg

Ich war in meinem Leben bei zwei Psychologen, einmal vor 15 Jahren und vor 2 Jahren. Mir haben sie nicht geholfen und ich werde auch nie wieder einen kontaktieren. Ich hab gelabert und gelabert. Von denen kam nichts, außer die Mitteilung, daß die Zeit um ist und "wir"!!! das nächste Mal weiter machen. Da kann ich genauso gut mit ner Wand quatschen.

Danke für deine ausführliche Antwort :-)

Meinst du wirklich ein Therapeut kann sich in alles hinein denken?

Ich finde es sehr schwierig jemanden zu finden und wenn dem nicht so ist, das auch weiter durchzuführen einen zu suchen.
Hinzu kommt bei mir das ich es nicht anders kenne, als zu stark und zu positiv sein und auch auf Andere zu wirken.Man nimmt mir nicht wirklich ab, dass ich mit irgendwas nicht klar komme und so ganz falsch ist es auch nicht.

"Leider" komme ich irgendwo mit meinem Problem klar, obwohl ich weiß das es überhaupt nicht in Ordnung ist.

In Kurzform: Sehr streng erzogen, Sex ist eine Sünde, Sex ist dreckig, hat man Sex = Schlampe.
Zw. 12 u. 15J. mehrmals sexuellen Missbrauch von 3 Männern, unabhängig voneinander (keinen Geschlechtsverkehr).ich habe es meiner Freundin erzählt und auch meinen Eltern.Mir wurde nicht geglaubt und als dann doch, war ich die Schuldige, durfte mir vieles anhören und das Thema war durch.

Viele Jahre war es für mich so, dass Sex wirklich etwas unanständiges war und sich nicht gehört.Genau wie Lust empfinden usw.Hinzu kam, das mein Bild von Männern in etwa so aussah, dass sie sich das recht rausnehmen dürfen sich Sex einfach zu nehmen, dass sie bestimmen, immer können, dass sie die Nr. 1 sind und vieles mehr.Ich habe mich nicht einmal getraut zu flirten und ein Kompliment fand ich grausam und peinlich.Trotzem hatte ich irgendwann eine Beziehung, dieser betrog mich und trennte sich irgendwann auch von mir.

Auch heiratete ich und wie man so nett sagt, ich war wieder brav und vorbildlich.Mein Mann hat mich ebenfalls betrogen ohne Ende, ich weiß nicht wie oft, aber es war oft.

Dann vor 10 Jahren fing bei mir der Prozess an und ich beschäftigte mich sehr viel mit mir selber und mit meiner Vergangenheit.Ich veränderte mich innerlich sehr und wurde ein richtiges Biest.
Ich bin eine Frau die schon immer auf Männer gewirkt hat.All die Jahre war mir das sehr unangenehm und auf einmal fing ich damit an zu spielen.
Seit Jahren ist es so, dass ich mir bewusst verheiratete Männer suche.Solange Schauspiel bis das sie sich in mich verlieben, wir haben eine superschöne zeit, irgendwann sind sie bereit sich zu trennen und dann lasse ich sie fallen.
Ja, es ist wohl eine Art Genugtuung und ich weiß, dass es nicht in ordnung ist, aber es ist mir egal und ich denke diese Kälte dieses verletzen wollen, ich muss das ändern.

Ja, genau diese Bedenken habe ich.
Ich sehe das bei Anderen.Gut, ich kenne nicht viele, aber bei denen die ich kenne, war das in etwa so wie bei dir.

Danke :-)

Es ist ganz normal, dass man die ersten Stunden redet und redet und redet.
Kann sogar ein halbes Jahr so gehen, je nachdem wie reflektiert man ist.

Wie und "womit" soll der Therapeut denn auch sonst arbeiten?
Er muss erstmal die ganze Lebensgeschichte kennen.

Wie viele Stunden warst Du denn da?

Eine Therapie ist ganz ganz harte Arbeit, die man überwiegend SELBST leistet.
Mit Höhen und schrecklichen Tiefen (Selbsterkenntnis).

Aber manche wollen diese Hilfe auch nicht wirklich. Sie hätten lieber einen Schalter, den man einfach umlegen kann.

Danke :-)

Was mich interessiert ist, wie kommt man von diesen Antidepressiva wieder los?Ich habe mal gehört das soll so schwer sein.

Eben. Ich habe geredet, geredet... Bin nach Hause und war sowas von im Keller. Geholfen haben sie mir nicht, nein, es ging mir noch dreckiger. Man macht sich seelisch nackig, wühlt in alten Wunden, reißt sie auf, mehr nicht. Bei dem einen war ich ca. ein dreiviertel Jahr, bei der anderen hatte ich ca. 7 Sitzungen. Als ich merkte, das Ding geht wieder nach hinten los habe ich abgebrochen. Sicherlich gibt es irgendwo fähige Psychologen, aber ich bin es leid die Nadel im Heuhaufen zu suchen und Leuten zu Geld zu verhelfen, die nicht fähig sind.
Mir hilft die Esoterik mehr mich selbst zu finden und dadurch bin ich auch schon ein gutes Stück weiter gekommen. Aber ein Psychologe; never ever.

Hi,

ich hab die Antidepressiva natürlich erstmal so lange genommen, bis ich austherapiert war. Danach bin ich dann wieder zu meinem Arzt und er hat mir erklärt, wie ich die Einnahme ausschleichen kann.

Ich habe es ungefähr so gemacht.

Normale Einnahme war eine Tablette jeden Abend. Zuerst habe ich es auf eine halbe Tablette reduziert, ich glaube, für ungefähr drei Wochen. Und dann habe ich das weiter reduziert, das heißt, ich habe nur noch jeden zweiten Abend eine halbe Tablette genommen, bis ich mir dann sicher war, dass ich sie nicht mehr brauche.

Ich hatte bei der Entwöhnung keine Probleme, na ja, außer vielleicht ein bisschen Bammel es nicht zu schaffen, aber sonst war alles okay.

Was deine Therapieängste angeht, möchte ich dir noch was sagen. Es ist völlig normal, dass vor allem du bei der Therapie redest. Dass muss aber auch so sein, denn es bringt dir nichts, wenn dir der Therapeut endlose Vorträge hält. Vielmehr geht es ja darum, dass der Therapeut dein Verhalten und deine Erzählungen so reflektieren muss, dass du dir darüber Gedanken machst, und zwar Gedanken, die dir vorher noch nicht in den Sinn gekommen sind. Wie die das machen? Ganz ehrlich, keine Ahnung. Aber wenn sie es richtig machen, merkst du irgendwann selber, wie bescheuert und falsch deine eigenen Ansichten eigentlich sind.

Du hast eine schwere Geschichte hinter dir. Gewisse Sachen die du beschreibst, sind mir auch passiert. Ich kenne das. Vor allem die Schamgefühle und so weiter. Das schaffst du nicht alleine.

Wenn du reden willst, kannst du dich gerne bei mir melden.

LG

Danke für deine liebe Erklärung und auch Danke für dein Angebot, dass ich mich bei dir melden könnte.

ja, eine wohl schwere Geschichte, allerdings auch noch lange nicht alles, aber mit dem wenigen mache ich mich ja hier schon Angreifbar.mein Grundproblem ist wohl das mir mein Urvertrauen fehlt.Denn wenn schon die eigenen Eltern nicht glauben (wollen), wer denn dann?!Ich habe hin und wieder versucht mich Ansatzweise mitzuteilen, aber ich stehe mir dann selber im Wege, weil ich denke, dass man mir nicht glaubt oder nicht versteht oder sonstwas.

<<<<<Ganz ehrlich, keine Ahnung. Aber wenn sie es richtig machen, merkst du irgendwann selber, wie bescheuert und falsch deine eigenen Ansichten eigentlich sind.<<<< ...dieser Satz war klasse und wohl auch sehr wahr - meine Hoffnung :-)

Ich habe durch Zufall vor 3 Monaten ein tollen Hausarzt gefunden, dessen Art in etwa so ist wie ich brauche um wenigstens Ansatzweise zu vertrauen und wo ich das Gefühl habe, dass er mal nicht das lockere, süße, Strahlebäckchen in mir sieht und mich, wenn ich dann mal nachfragen werde, mich immer noch so ernst nimmt wie ich jetzt den Eindruck habe.

Ich danke dir und wünsche dir alles Liebe :-)

Keine Therapie, aber eine TrennungsBeratung.

Sie hat mir sehr geholfen,

Dinge sortiert zu bekommen,

Dinge in einem geschützten Raum sagen zu können,

den Spiegel vorgehalten zu bekommen,

zum Nachdenken und Reflektieren angeregt zu werden.

Aber ich weiss, das ist etwas anderes als eine Therapie. Was soll denn bei dir geschehen, woran denkst du gezielt? Du brauchst den geeigneten Menschen für dein Anliegen, mit der richtigen Fachrichtung, der passenden Methode.

Das ist eine Mordsarbeit, da den richtigen zu finden.

Lass dich nicht abschrecken von "ich habe geredet und der Kerl hat nur zugehört", sondern mach dich vorher schlau, was bei deinem Anliegen sinnvoll wäre. Dann suchst du nicht so lange und kannst gezielt bestimmte Fachkräfte ansprechen.

Wir waren bei systemisch arbeitenden Beratungsstellen und sind nur von einem zum nächsten gewechselt, weil mein NochMann die jeweiligen Berater nie "mochte". Ich hingegen war begeistert von der Wirkung der Fragestellungen, die uns da entgegengebracht wurden. Noch nie habe ich so intensiv an mir selbst gearbeitet wie in den Monaten, in denen wir dort waren.

Also, konkretisier das für dich und schau, dass du einen Anfang machst.

Alles Gute

White

Uns nicht. Es wurden damals Dinge ans Tageslicht gezerrt, die ich / wir längst verdrängt hatten bzw. wir hatten einen Umgang damit gefunden der uns gut leben ließ.

Da wir einiges in unserer Beziehung vermissten, wurde uns eine Therapie empfohlen.

Ende vom Lied: Beziehung am Arsch, weil wir Dinge über uns erfahren haben, bei denen uns der Therapeut auch nicht mehr helfen konnte.

Das ist doch auch eine Art von Hilfe, zu erkennen, dass die Beziehung am Ende ist.

>>>Es wurden damals Dinge ans Tageslicht gezerrt, die ich / wir längst verdrängt hatten bzw. wir hatten einen Umgang damit gefunden der uns gut leben ließ.<<<

Verdrängen ist nie gut und gut gelebt habt ihr damit wohl nicht, wenn ihr therapeutische Hilfe gebraucht habt.

>>>bei denen uns der Therapeut auch nicht mehr helfen konnte. <<<

Oder seid ihr einfach nicht mehr hingegangen?

Eine kaputte Ehe kann der beste Therapeut nicht kitten.

Viele Paare suchen sich zu spät Hilfe von außen, nämlich dann, wenn alles schon vor die Wand gefahren ist.

<<<Das ist doch auch eine Art von Hilfe, zu erkennen, dass die Beziehung am Ende ist.
<<<<

Für mich war das damals eine unschätzbar große Hilfe.Es kann jahrelanges Grübeln, Zaudern und schlechtes Gewissen ersparen.

Der Therapeut meinte auch , sehr oft kommen die Paare zu spät.

Volle Zustimmung.

Hallo,

ich habe vor einigen Jahren nach einer Trennung eine Psychoanalyse gemacht.

Ich hätte nie gedacht, daß mich das so weiterbringt und mir hilft.

Ich hatte davor mal eine Gesprächstherapie gemacht, und da hatte ich nicht das Gefühl, daß die mir was gebracht hat.

Die Analyse, das waren allerdings einige Jahre auf der Couch, davon die erste Zeit 2x die Woche! Und es hat oft sehr weh getan, ich habe da wirklich bittere Tränen geweint.

Und es hat auch einige Zeit gedauert, bis ich zu der Analytikerin Vertrauen hatte. Heute würde ich sagen, daß diese Form für mich die richtige war. Ich fühle mich stabiler und sicherer in mir.

Aber es war Arbeit und Schmerz.

"Beziehung am Arsch, weil wir Dinge über uns erfahren haben, bei denen uns der Therapeut auch nicht mehr helfen konnte."

Was habt ihr denn vermisst in der Beziehung? Was habt ihr verdrängt, und warum meinst du, habt ihr damit "gut leben können", wenn ihr doch etwas vermisst habt in der Beziehung?

#gruebel

Therapie meint nicht, in seichtem Wasser durchs Leben zu schwimmen. Es meint, sich mit sich selbst wirklich auseinander zu setzen.

Schön ist das nicht immer, aber sinnvoll.

L G

White

Psychoanalyse?

Ich merke gerade wie wenig Ahnung ich wohl habe.Ich bin davon ausgegangen, dass das irgendwie gekoppelt sei mit einer Gesprächstherapie bzw. bei Bedarf automatisch folgt.

Wer "bestimmt" eine Psychoanalyse?Man selber?Man kann doch nicht einfach anrufen und das ist alles, oder?

Danke für deine interessante Antwort.

Ich habe damals erst gedacht, ich mache eine Gesprächstherapie wie früher, sitze da der Therapeutin gegenüber und wir reden.

Sie hat mir dann nach 1-2 Sitzungen vorgeschlagen, mich mal hinzulegen, auf die berühmte Couch, und sie saß so hinter mir.

Es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Dann hat sie mir vorgeschlagen, damit weiterzumachen. Ich habe zugestimmt. Ich habe etwas für die KK geschrieben, sie hat alles weitere gemacht, das Verwaltungs- und Antragszeug. Dann habe ich eine Psychoanalyse von der KK bewilligt bekommen.

Für mich war es richtig. Aber stelle es dir nicht so leicht vor. Ich glaube, das 1. Jahr hatte ich 2 Termine die Woche. Das war Arbeit. Manchmal wollte ich nicht mehr, weil es weh tat.

Ich bin tiefer in die Dinge hineingekommen als bei der Gesprächstherapie, das kam mir im Vergleich sehr oberflächlich vor. Man kann dem Unangehmen leichter ausweichen.

Psychoanalyse ist nicht für jeden das Richtige. Es kommt darauf an, wo dein Leidensdruck besteht. Brauchst du Gesprächs- oder Verhaltenstherapie? Oder Analyse? Ich kenne auch Gruppentherapie, finde ich auch ziemlich effektiv und voller Aha-Erlebnisse. Aber dafür sollte man therapieerfahren sein und eine gute Gruppenleitung haben.

Die Beziehung war längst nicht am Ende.

Und das ganze Leben ist Verdrängung. Man nennt es nur "Fokussierung auf Wesentliche" oder ähnlich, weil sich das besser anhört.

Und wir sind noch lange hingegangen. Viel zu lange.

Hallo,
erst mal ist es wichtig, Deine Erlebnisse nicht herunterzuspielen für Dich selbst.
Du hast Deine Erlebnisse nicht aufgearbeitet und sie verfolgen Dich und haben Dich geprägt.
Ich kenne das Gefühl, zu denken, ich bin doch stark und bekomme mein Leben auf die Reihe- da gibt es ganz andere... aber es ist Dein Leben.
Du solltest Dir überlegen, ob Du an Deinem Verhalten heute etwas ändern möchtest, ob Dir erst mal ein Blick in die Vergangenheit hilft oder Du damit abschließen möchtest.
Es gibt viele verschiedene Therapieformen.
Bei solch krassen Erlebnissen empfehle ich zur Klärung der aktuellen Situation eine stationäre Therapie. Dort wird Dir dann geholfen, eine langfristige Lösung zu finden.
Es ist ganz leicht wenn man sich traut zum Arzt zu gehen und zu sagen: Ich kann so nicht mehr weitermachen. Mein Leben ist mir entglitten und ich kenne mich nicht wieder.

Anti-Depressiva machen heute nicht mehr abhängig, es gibt viele sanfte Formen.
Allerdings kenne ich wenige Menschen, die welche nehmen und bei denen der positive Aspekt überwiegt- in meinen Augen höchstens als Zusatz um "leistungsfähig " zu bleiben, ansonsten überwiegen die Nebenwirkungen.

Du bist es wert, Dich auch mal gehen zu lassen und andere Dir helfen lassen.
Therapeuten sind auch nur Menschen- es passt nicht mit jedem.
Aber das merkst Du schon, wer Dich weiterbringt- vertraue auf Dein Bauchgefühl.
LG, marti

Mir hilft mein Therapeut seit Jahren.

Inzwischen habe ich den neunten Therapeuten, die Klinik-Fritzen nicht mitgezählt. Gewechselt habe ich entweder wenn ich umgezogen bin oder das Gefühl hatte, neuen Input zu brauchen.
Meinen Hausarzt habe ich darauf nicht ansprechen müssen, da es sich vor vielen Jahren in einer Akut-Situation ergeben hat dass ich direkten Kontakt mit der Psychiatrie hatte aber meine Erfahrung aber besagt, dass die meisten Hausärzte mit Themen der psychiatrischen Fachrichtung nicht wirklich vertraut sind und sich der direkte Gang zum Facharzt empfiehlt.

Ob du dich von einem Thera ernst genommen fühlst liegt stark an ihm und seiner (oder ihrer) Ausstrahlung, genau deswegen gibt es ja die Möglichkeit eine bestimmte Menge an Probestunden zu nutzen ob man harmoniert.