Finanzielle Probleme, Beziehung leidet

    • (1) 15.01.13 - 15:25
      Studentin ohne Geld

      Hallo,

      unsere Partnerschaft befindet sich zurzeit in einer nicht so schönen Lage, da ich (im Gegensatz zu meinem Freund) mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hab, die da auf mich zukommen.

      Wir haben ein Kind(4), das im Moment einen Halbtagsplatz im Kiga hat (stehen seit langem auf der Warteliste für Ganztagsplatz, jedoch ist dies bei uns in der Stadt extrem schwierig einen solchen zu bekommen....).
      Ich studiere noch, werde im nächsten Jahr fertig, mein Freund arbeitet und verdient zwar ganz gut, muss jedoch noch Unterhalt für 2 Kinder aus seiner Ehe zahlen.
      Ich werde im März dann 27, was bedeutet, dass mein Anspruch auf Halbwaisenrente entfällt, diese bekam ich bisher und konnte davon gut leben.
      Wohngeldanspruch habe ich keinen, da eheähnliche Gemeinschaft. Nebenjob ungern, da ich mein STudium zuende bringen will und in der Diplomarbeitsphase das nicht hinkriege+Kind.

      Ich will meinem Freund aber auch nicht auf der Tasche liegen. Wir sind bewusst nicht verheiratet und ich möchte nicht von ihm abhängig sein -->deswegen auch STudium endlcih beenden.
      Ich muss ab April aber dann meine Krankenversicherung selbst zahlen, woher soll ich das Geld nehmen? Mein Freund ist privat versichert...
      Ich möchte nicht von ihm leben, habe sogar darüber nachgedacht für die Zeit auszuziehen, da ich keine andere Lösung sehe.

      Wenn ich jetzt jedesmal meinen Freund nach Geld fragen muss, wenn ich mir was kaufen will...nein, also da lieber irgendweine andere Lösung.
      Ich will mich nicht in irgendeine Abhängigkeit begeben.
      Gibte es jemanden in ähnlicher Lage?
      Bitte um Ratschläge!

      LG, Sarah:-(:-(:-(

      also ich denke aber auch das du dich da ein wenig blauäugig warst oder

      weil du wußtest ja das die waisenrente ausläuft oder

      und das dann sich eine andere Geldquelle aufgetan werden muß

      oder man einfach ein wenig schneller das studium beenden muß

      ich hab psychologie und bwl studiert und hatte Masters/diplom mit 25 j in der tasche

      und ja wenn man ein kind gemeinsam hat und zusammen ist

      dann kann man sich auch gegenseitig auch mit geld unterstützen

      oder arbeiten

      nur wenn er auszieht und du dann die allgemeinheit quasi als geldquelle nihmst

      sorry finde ich mehr als schäbig

      • (6) 15.01.13 - 17:42

        sicher war ich da blauäugig, jedoch war in meiner Planung nicht vorgesehen, dass unser Sohn mehrere mehrmonatige KH-Aufenthalte hatte. Damit hatte ich nicht gerechnet und meine Planung geriet durcheinander.

        Und gearbeitet habe ich öfter nebenbei+viele Praktik etc....jedoch ist das halt nicht sehr förderlich, wenn man jetzt schnell zum Ende kommen will, das habe ich gesehen. Und durch sehr hohen NC habe ich auch erst verzögert mit dem STudium beginnen können damals....so kommen solche Rechnungen dann leider zustande....:( LG,S.

        • (7) 15.01.13 - 21:02

          >>>sicher war ich da blauäugig, jedoch war in meiner Planung nicht vorgesehen, dass unser Sohn mehrere mehrmonatige KH-Aufenthalte hatte. Damit hatte ich nicht gerechnet und meine Planung geriet durcheinander.<<<

          Verstehe ich das richtig, dass sich dein Studium wegen der Kinderbetreuung (Krankheiten) verlängert hat?
          Hast du Unterhalt vom Kindsvater während dieser Zeit bezogen?
          Wenn nicht, sollte er die einiges an Geld nachzahlen, das kannst du ja nicht allein auf deine Kappe nehmen.
          Das hat nichts mit "auf der Tasche liegen" zu tun.
          Unglaublich, wie sich manche Männer aus der finanziellen Verantwortung ziehen... und wie klaglos Frauen das hinnehmen.

    Du willst ausziehen, um mehr Geld zu haben?
    Wie soll das denn funktionieren?

    Zahlt Dein Freund Dir und Eurem Kind denn auch Unterhalt oder nur den beiden anderen?
    Ich bin auch gern unabhängig aber Deine finanzielle Lage ist doch teilweise auch deshalb so schlecht, weil Du das Kind betreust, oder?

    Gruß,

    W

    Hallo Ausziehen:
    KG, Unterhalt vom Kindesvater und Studienkredit.(Ist dein BaföG Anspruch erschöpft?)
    Krankenversicherung gibt es recht günstig zum sog. Hausfrauentarif für knapp 60,- monatlich.
    Auf alle Fälle würde ich mich ausführlich an der Uni beraten lassen.

    In Abhängigkeiten hast du dich bereits begeben.
    Welche Lösung schebt denn dem Kindesvater vor?

    L.G.

    (10) 15.01.13 - 17:07

    Hallo!

    Sachlich und wohlwollend:

    Ihr lebt in einer eheähnlichen Gemeinschaft, habt sogar ein Kind zusammen.

    Selbstverständlich ist dein Lebensgefährte und Vater Deines Kindes EUCH BEIDEN gegenüber unterhaltspflichtig.

    Nun auszuziehen um auf Kosten der Gemeinschaft den Freund zu schonen, weil man der persönlichen Eitelkeit wegen nicht über Finanzen sprechen will, halte ich für mehr als schäbig.

    Hinsetzen, Einnahmen/Ausgabenaufstelleung zusammen machen und GEMEINSAM schauen wie das zu wuppen ist.

    Und auf jeden Fall einen 400 € Job suchen.

    Die Zeiten werden nicht einfach, die Dauer dieser ganzen Lage ist aber doch mehr als überschauber.

    Meine Meinung!

    misses_b

    • (11) 15.01.13 - 17:47

      Nein, unterhaltspflichtig war mein Freund mir nur bis zum 3.Lebensjahr. Nur unserem Sohn gegenüber ist er das noch.

      Und wir sind nicht verheiratet, profitieren also nicht von Ehegattensplitting etc. und haben auch sonst keine Vorteile. Aber andersherum haben wir plötzlich die gleichen "Rechte" wie Verheiratete. Wir sehen uns nicht als "zusammen" mit unseren Finanzen und bisher hat jeder für sich gesorgt. Und 400EUro Job hatte ich immer mal wieder, jedoch blieben dann nur noch 3 Vormittage die Woche für Uni (jeweils von 8-12) , das reicht nicht, wenn man Abschlussarbeit schreibt...

      • (12) 15.01.13 - 18:01

        Hallo!

        Euer ganzes Familienkonstrukt finde ich mehr als merkwürdig.

        Ob Dein Lebensgefährte nun per Gesetz Dir zu Unterhalt verpflichtet ist oder nicht, ihr lebt in einer Familienkonstellation.

        Und da kenne ich es so, ob verheiratet oder nicht, das der eine für den anderen da ist - auch finanziell.

        Und warum, um Gottes Willen, sollte Dein Lebensgefährte nicht zu seiner Verantwortung stehen?

        Ich bleibe bei meiner Meinung, dass das eine Sache ist die ihr UNTEREINANDER zu klären habt.

        Wenn ihr da schon die Verantwortung für den anderen nicht übernehmen wollt kann es mit der Liebe ja nicht weit her sein.

        Und 400 € Jobs kann man auch am Wochenende gut ausüben so dass das studieren an der Uni nicht eingeschränkt werden muß.

        Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

        Gruß

        misses_b

        (13) 16.01.13 - 09:12

        "Wir sehen uns nicht als "zusammen" mit unseren Finanzen"

        Das ist aber ein Luxus, den Du Dir nicht leisten kannst.

        Und von ihm aus gesehen ist es ne blanke Frechheit. Alle Annehmlichkeiten einer Ehefrau haben (Kinderbetreuung, vermutlich ein Großteil der Hausarbeit, Partnerschaft, Sex ...), aber finanziell auf Junggeselle machen ?!?

        (14) 16.01.13 - 09:20

        warum lebt ihr denn überhaupt zusammen und hat zusammen ein kind??

        um dann nicht für einander da zu sein?? dazu gehört nunmal auch das finanzielle.

        und ICH würde mich lieber eine zeitlang von meinem freund (den vater UNSERES kindes) abhängig machen als vom staat.

Setz Dich mit Deinem Freund zusammen hin und redet drüber.

Also jetzt vom Staat leben, nur weil Du zu stolz bist, ist keine Option.

Vielleicht kann er einen betrag X auf Dein Konto überweisen, und Du zahlst es zurück, wenn Du nach dem Studium voll arbeitest.

Wie habt ihr es denn geklärt mit dem bedarf von eurem Kind und Deiner Betreuungsleistung für euer Kind?

Wenn Du keinen zusätzlichen Job annehmen kannst, weil das mit den Betreuungszeiten EURES Kindes zu Kollisionen kommt, ist das EUER Problem und nicht nur Deins.

Und was gewinnst Du, wenn Du ausziehst? Höchstens noch mehr Kosten, die Du nicht tragen kannst. Wohngeld reicht für einen Teil der Miete (und als Studentin bist nicht automatisch anspruchsberechtigt), ALG2 würdest Du nicht bekommen (Studentin) und abhängig wärst Du auch.

Hast Du Dich mal über Stipendien schlau gemacht?

Grüsse
BiDi

Hallo,

"Ich will mich nicht in irgendeine Abhängigkeit begeben"
Wenn du das nicht willst, such dir schleunigst einen Ganztagsjob (den du natürlich nicht bekommst, weil ihr keine Betreuung fürs Kind habt). Anders wirst du einer Bedürftigkeit nicht entgehen.

Selbst wenn du Bafög bzw. ein Stipendium bekommst, bist du m. E. nach in einer Bedürftigkeit.
Nur wenn du dich durch dein Arbeitseinkommen selbst ernähren kannst, bist du nicht bedürftig.

"Wenn ich jetzt jedesmal meinen Freund nach Geld fragen muss, wenn ich mir was kaufen will...nein, also da lieber irgendweine andere Lösung."

Du lebst in einer eheähnlichen Gemeinschaft mit deinem Freund und betreust euer gemeinsames Kind! Selbstverständlich ist er euch gegenüber unterhaltspflichtig.
Oder willst du die Allgemeinheit anzapfen, damit dein werter Herr Freund finanziell geschont wird? Der Zeitraum bis zur Beendigung deines Studiums ist doch schon sehr absehbar. Die paar Monate heißt es dann Ar...backen zusammenkneifen und durch.
Wenn dein Freund damit ein Problem hat würde ich persönlich meine Beziehung hinterfragen. Es ist ja schließlich nicht so, dass du auf der faulen Haut liegst und von ihm finanziert werden möchtest, du wirst ein Studium abschließen und hinterher hoffentlich gleich einen Job bekommen, wo du dann ordentlich Geld verdienst.

Nici

Das ist doch Unfug mit dem "ihm nicht auf der Tasche liegen". Entweder ihr seid eine Familie (deshalb kriegst Du ja auch kein Wohngeld), dann seid ihr ein Team und es ist doch schlichtweg sinnvoll für euch alle, daß Du Dein Studium schnell beendest. Selbstverständlich sollte er Dir das finanzieren.

Oder ihr seid KEIN Team / keine Familie, dann bist Du alleinerziehend und kannst Wohngeld etc. bekommen.

Aber so kann er sich ja echt die Rosinen rauspicken - Partnerin hält ihm kindertechnisch den Rückenfrei, aber finanziell macht er auf Single ...?

Hallo,

ihr habt ein 4jähriges Kind, wegen dessen Betreuung du nicht neben der Diplomarbeit noch arbeiten kannst, und dann soll er dich nicht unterstützen? Sorry, aber was für eine Beziehung ist das denn? Und dann lieber dem Staat auf der Tasche liegen als dem Kindsvater, na ganz super!

Du bist nächstes Jahr fertig und kannst ab dann arbeiten und selber Geld verdienen, da würde ich das wirklich nicht als von ihm abhängig sehen, wenn er jetzt mal mehr zahlt.

VG,
Denise

Alternativ müßte eben ER für die Zeit Deiner Abschlußarbeit die Kinderbetreuung übernehmen.

Wenn er das nicht will bzw. kann, dann liegt es doch auf der Hand, daß er Dich finanziert? Und wenn Du 10 Euro pro Stunde für die Kinderbetreuung nimmst ...

ihr habt doch ein gemeinsames kind??

dann würde ich von meinem partner ERWARTEN das er mich in einer notlage finanziell unterstützt.

Sorry, daß ich noch mal poste, aber irgendwie regt mich das gerade auf.

Trauschein hin oder her, wie kann es sein, daß man VIER JAHRE nach der Geburt eines gemeinsamen Kindes immer noch nicht klargekriegt hat, ob man nun seinen Weg al Paar gemeinsam geht mit allen (auch finanziellen) Konsequenzen, oder ob man sich eben trennt?

Da wünsch ich mir doch glatt die 50ger Jahre zurück, da war zumindest klar, daß ein Familienvater dafür, daß die Frau die Kinder versorgt, auch das Geld einzubringen hat ... und die Option "wir sind im Alltag zusammen aber finanziell eigentlich doch nicht" existierte schlichtweg nicht.

(Nein, keine Sorge, ich will die 50ger natürlich nicht zurück, aber mit der Emanzipation ist echt was schiefgelaufen, wenn jetzt alle Verantwortung an den Frauen hängen bleibt ...)

  • (23) 16.01.13 - 10:07

    Das ist die häufig falsche Interpretation von Emanzipation, dass Frauen die gleichen Pflichten und Rechte haben sollen wie Männer. Das zur Emanzipation aber auch der Umkehrschluss gehört, und die Männer dann eben auch die Pflichten in Familie, Kindererziehung und Haushalt erbringen müssen, sehen viele seltsamerweise nicht.

hallo,

ich glaube ihr werdet um eine gemeinsame lösung nicht umhin kommen. ihr geltet und seid ja auch, eine eheähnliche gemeinschaft, deshalb kommen, wenn er genug verdient, keine staatlichen zuschüsse für euch in frage. wäre dem nichtsoi, könntest du überlegen offiziell ins urlaubssemester zu gehen, sofern du noch welche hast um dann alg2 zu beantragen. das ist aber eine ermessenssache des arbeitsamtes und klappt nicht immer.
studienkredit ist auch nicht so einfach habe ich mir sagen lassne, da wird auch üpberprüft, ob du überhaupt in frage kommst.

eine frage: diese situation ist ja nicht von heute auf morgen entstanden, es kommt ja schon eine weile auf dich zu. da ich selber halbwaisenrente bezogen habe weiß ich sehr gut, in welcher lage du dich nun befindest. mein mann und ich haben dann geheiratet. wir hatten es zwar eh vor, aber der zeitpunkt war natürlich auch günstig. so waren kind und ich automatisch bei ihm familienversichert und wir konnte fpür das jahr, was es betraf noch gelder beantrasgen. war zwar nicht viel, sber immerhin.

was hast du dir denn die letzten jahre gedacht, wie das laufen soll?

lg

  • (25) 16.01.13 - 15:59

    ich nochmal, erst jetzt habe ich realisiert, dass es euer gemeinsames kind ist. ich dachte bisher, dass es ein kind aus einer diener früheren beziehungen ist. dann steht nat. völlig außer frage, was hier passieren muss: dein mann muss finanziell für euch aufkommen. wäre ja noch schöner, wenn du, um deine eigenartige beziehungskonstruktion zu stützen, öffentliche gelder beantragen würdest.

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