Ehe vor dem Aus? Kind im Anmarsch :-(

    • (1) 25.01.13 - 06:39
      Blue Eyes85

      Hallo :-(

      Mein Mann und ich sind seit kurzem verheiratet, insgesamt seit 3 jahren zusammen und werden bald Eltern. Er eröffnete mir vor ein paar tagen das er in einem jahr zurück zu seiner Familie ins Ausland geht. Ob mit oder ohne mich/uns. Er fühle sich hier nicht mehr wohl, er vermisst seine Familie und überhaupt wäre hier alles viel zu teuer #augen. Ich möchte allerdings unter keinen umständen in die von ihm gewünschte Grossstadt der USA ziehen. Ich selbst bin in einem gemütlichen Ort aufgewachsen und wir waren uns eigentlich immer einig WENN wir hier wegziehen würden wäre es eine ruhige lage in den USA. Laut seiner aussage hätte dieses "wenn" gespräch nie stattgefunden #kratz Und er lässt nun auch überhaupt nicht mit sich reden und besteht darauf...direkt zur Familie + in die Grossstadt.

      Auf gut deutsch setzt er mir die Pistole auf die Brust und meine Optionen sind
      a) Mitziehen obwohl ich weiss ich werde mich dort nicht wohlfühlen und ich möchte auch nicht das unser kind dort aufwächst...
      b) Hierbleiben und somit wäre die Ehe dann wohl gescheitert :-(

      Würde es nur um mich gehen würde ich sicherlich zumindest einen versuch starten und versuchen ob sich meine Meinung ändert bezüglich dem leben in der Großstadt. Aber ein Kind verändert so manche Ansicht (da stimmt ihr mir bestimmt zu). Und ich möchte hier nicht mit einem total schlechtem gefühl (im vorhinein schon) alles abbrechen (Festeinstellung, Wohnung) um dann dort meine Ängste bestätigt zu sehen. Immerhin hab ich jetzt als Mutter Verantwortung und nehme diese auch ernst. Ich kann doch hier nicht die zelte abbrechen wenn ich mir jetzt schon sicher bin das es mir dort nicht gefallen wird oder?? Denn hier würde man mit 0 wieder anfangen und das mit Kind...

      Ich möchte meinen Mann nicht verlieren, hab ihn ja nicht ohne grund geheiratet. Bis auf dieses Thema jetzt sind wir ein sehr gutes Team. Möchte auch nicht das unser Kind ein Scheidungskind wird. Aber ich würde es auf der anderen Seite als Verantwortungslos sehen wenn ich meine Ängste und Bedenken vollkommen ausklammern würde. Sollten solche entscheidungen denn nicht im Sinne der Familie GEMEINSAM entschieden werden? #heul Bin seit tagen total unglücklich und frage mich wo das enden wird. Der ET liegt nicht mehr fern und ich bräuchte eigentlich alle Kraft für die Geburt :-( Kanns aber doch nicht einfach hinnehmen das er für sich selbst entscheidet und mich dabei komplett aussen vor lässt was meine gedanken und gefühle dazu angeht!?!

      Was würdet ihr mir raten?

      Danke für's lesen...und vielleicht hat hier jemand nen Tipp für mich :-(

      • Ich hatte mal was Ähnliches, da hat sich mein Mann nach Berlin beworben, ohne Rücksprache, und ohne Rücksicht auf die Familiensituation (ich in Umschulung, Sohn gerade in der ersten Klasse eingeschult, AuPair im Haushalt).

        Er ist gegangen und hat es nach kürzester Zeit wieder aufgegeben.

        Ich denke, das war der Anfang vom Ende unserer Ehe.

        (3) 25.01.13 - 07:32

        Ich würde mich entspannen.

        Als Erstes ist jetzt die Geburt wichtig, das du die erste Zeit mit eurem Kind genießen kannst; auch für deinen Mann wird das aufregend.
        Es dauert eine Weile, bis sich zu dritt der Alltag neu eingespielt hat und wer weiß, vielleicht hat dein Mann - wenn das Baby erstmal da ist und seine Vatergefühle stark sind - gar keine Lust mehr, wegzuziehen.

        Wenn er sich doch nicht abhalten lässt, könnte doch eine Option sein, daß ihr euch in den USA gemeinsam umschaut nach einer Wohnung, er geht erstmal allein, ordnet dort das Leben für euch...Arbeit, Einrichtung, Wohnung, was eben so ansteht.

        Und wenn die Dinge dort geregelt sind, du dann in Ruhe noch einmal entscheidest, ob du dir ein Leben in dieser Umgebung vielleicht doch vorstellen könntest.

        Vielleicht ist deine Sorge nur so groß, weil du nichts hast, an das du deine Gedanken klammern kannst. Ich kenne keine Stadt, die überall so schrecklich wäre, das man überhaupt nicht hinziehen kann....man muß eben nur die Gegend finden, die schön ist.
        Und die Wohnung, in der man sich wohlfühlen könnte.

        Wenn so gar kein Pioniergeist in dir steckt und dich die Vorstellung auszuwandern komplett schreckt, wird dir nichts anderes überbleiben, als ihn ziehenzulassen.

        Aber ich würde jetzt erstmal die Kirche im Dorf lassen und abwarten, wie sich alles entwickelt.

        Alles Gute für die Geburt.

        Gruß Hezna #klee

        • (4) 25.01.13 - 08:41

          Ich verstehe eben nicht warum er jetzt so gegen unsere eigentlichen Pläne entscheidet. Ist ja nun nicht so das wir im Vorraus nicht drüber geredet hätten wie ich schon erwähnt hatte. Ist vielleicht bei ihm noch nicht ganz angekommen das er jetzt Ehemann und bald Papa ist?

          Und es erschreckt mich halt zu sehen das er jetzt die "egoschiene" fahren möchte alla Friss oder stirb. :-( Ich möchte die richtige entscheidung vorallem für unser Kind treffen. Es widerstrebt mir einerseits toooootal das der kleine ohne Papa aufwachsen müsste. Auf der anderen seite würde ich hier alle sicherheit die ich dem kleinen bieten kann im falle der Trennung aufgeben...und würde zurückkommen mit Nix. Das kann man machen wenn man alleine ist aber doch nicht mit Kind :-(

          Ich versuche mich selbst runterzufahren aber wie gesagt..ich bin durch die anstehende Geburt schon angespannt und nervös und dann kommt er noch mit sowas um die Ecke :-(

          Danke dir jedenfalls für deine Meinung und für deine Wünsche!! #blume

      Hallo,

      also erstmal heißt ja nicht Großstadt gleich Mitten in der Stadt wohnen. Ihr könnt doch auch in einem Vorort wohnen, aber trotzdem in der Nähe der Großstadt und seiner Familie sein. Meine beste Freundin ist vor 10 Jahren in die USA ausgewandert, da ihr Mann der hier Soldat war, wieder zurück wollte/musste. Sie hat dort 2 Kinder bekommen und hier alles zurückgelassen. Familie, Job, Freunde, alles...sie wollte einfach da sein wo der Mann ist. Sie hat diesen Schritt nie bereut. Natürlich muss es nicht auf jeden zutreffen. Du musst einfach wissen ob du deinen Mann genug liebst um diesen Schritt zu versuchen. Klar würdest du viel aufgeben, aber es muss ja nichts schlechtes sein. Und zum Thema umentscheiden bei deinem Mann, es kann doch sein, dass er im laufe der Zeit festgestellt hat, dass es ihm hier nicht gefällt und er wieder zurück möchte, diese Gefühl kann er denke ich auch nicht abstellen. Ich würde wirklich einen Kompromiss machen, er geht erstmal alleine, sucht eine schöne Gegend aus wo es nicht mitten im Stadttrubel ist und du dich auch wohlfühlen könntest. Dann kannst du dich immernoch entscheiden.

      Alles Gute für die Geburt und viel Glück für die richtige Entscheidung.
      LG
      MIlka

      (6) 25.01.13 - 09:52

      Hallo,

      also, ich bin schon oft umgezogen, habe viel im Ausland gewohnt und bin auch jemand, der sich ueberall wohlfuehlen kann. Haette Dein Mann Dir gesagt, dass er gerne zurueck moechte und Dich gebeten darueber nachzudenken, waere ich die erste, die Dir raten wuerde, es zu probieren.

      Aaaaber: Ich finde es ein absolutes Unding, Dich vor vollendete Tatsachen zu stellen und zu sagen "friss oder stirb". Das ist egoistisch und nicht parnerschaftlich. Ich wuerde niemals einfach so einen guten Job und meine Heimat aufgeben fuer jemanden, dem mein Wohlergehen so offensichtlich vollkommen egal ist, der zu keinerlei Kompromiss (USA ja, aber kleiner Stadt) bereit ist und dem seine Heimatstadt wichtiger ist als sein Kind. In dem Fall wuerde ich ihn allein ziehen lassen, vielleicht oefter mal fuer laengere Zeit besuchen, sehen, wie sich alles so entwickelt, und mir alle Optionen offen halten.

      Einer Freundin von mir ist uebrigens genau das passiert, nur war sie nicht verheiraet und die Schwangerschaft nicht geplant. Sie ist nicht mitgegangen. Die Beziehung hat nicht gehalten, aber si hat inzwischen einen neuen Partner und ist sicher, es richtig gemacht zu haben. Zum Vater ihrer Tochter hat sie ein recht gutes Verhaeltnis, und er kommt die Kleine auch manchmal besuchen.

      Auf jedenfall, lass es erstmal ruhig angehen und warte ab, wie sich Eure Beziehung nach der Geburt entwickelt. Da werden die Karten ja auch nochmal ganz neu gemischt. Vielleicht hat Dein Mann ja auch nur Torschlusspanik "Oh Gott, ich werde Vater, und dann haenge ich wohlmoeglich ewig hier in diesem ungeliebten Land fest!" Vielleicht sieht in ein paar Monaten alles ganz anders aus.

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      Hallo!

      Wenn Dir von vornherein unwohl bei der Sache ist dann lass es.

      Und es mit Kind "mal zu versuchen" ist nicht ungefährlich!

      Es ist das Kind eines US-Bürgers und es könnte nachher Probleme geben wenn Du mit dem Kind das Land wieder verlassen willst.

      Dann kannst Du gehen aber das Kind muß bleiben!

      DAS würde mich ganz klar davon abhalten mit in die USA zu gehen.

      Und vielleicht schlummert dieser Gedanke bei Deinem Mann schon länger und jetzt, wo er Dich "am Haken" hat geht er davon aus das Dir keine andere Wahl bleibt als mitzugehen... darüber schon mal nachgedacht?

      Alles Gute vor allem für die baldige Geburt!

      misses_b

      • Ich habe ebenfalls die Amerikanische Staatsbürgerschaft (American Citizin by Birth) und somit wäre das Problem schon mal nicht gegeben. Mir gehts schlicht und ergreifend darum das ich den kleinen in jeglicher hinsicht abgesichert wissen möchte.

        • (10) 25.01.13 - 11:41

          Hallo!

          O.K. das wußte ich ja nicht.

          Aber bei Deiner (verständlichen) Grundeinstellung bliebe da für mich nur eine Option.

          Hierbleiben.

          Und ich würde dann (wenn das Kind ein paar Monate alt ist) meinen Noch-Ehemann, so er seine Einstellung nicht geändert hat, höflich aber bestimmt der Wohnung verweisen und ihn nicht noch so lange betüddeln und ihm sogar noch die Koffer packen wenn er zurückziehen will.

          Das hört sich furchtbat hart an, aber je eher Du dich dann an die neue Situation gewöhnst je besser ist es.

          Gruß

          misses_b

    (11) 25.01.13 - 13:17

    Also erstmal vorweg...

    Er kann nicht einfach entscheiden, dass er zurück geht zu seiner Familie.
    Er hat jetzt schliesslich selber eine.
    Das finde ich schonmal bedenklich, da scheint irgendetwas in eurer Kommunikation nicht zu stimmen.

    Jetzt zum Problem:
    Er hat versucht hier mit Dir zu leben, es scheint für ihn nicht zu funktionieren, wenn ihr das durchgesprochen habt und es tatsächlich so ist, dass es nicht geht, dann ist es nur verständlich, dass er jetzt von Dir erwartet, dass ihr mal seinen Weg ausprobiert.

    Meine Ex hat mit ihrem neuen Partner genau das Problem gehabt. Sie stammt ursprünglich aus Chile, hat aber seit ihrem dritten Lebensjahr hier gelebt und ist mittlerweile Deutsche und wollte immer hier leben. Ihr Partner ist Chilene. Er kam nach Berlin sie probierten es hier. Er hatte Heimweh, sie probierten es dort... Mittlerweile leben sie wieder in Berlin. Für wie lange? Für so lange, bis sich die Situation wieder ändert. Das geht auch mit Kind, denn mein Sohn lebt ja bei seiner Mutter.

    Auch spricht mit Kind nix per se gegen eine Grossstadt, ganz im Gegenteil ist das Angebot für Kinder meist flächendeckender und vielfältiger, wenn es zB um die Kinderbetreuung geht.
    Als ich seinerzeit mit meiner (polnischen) Frau wegen der Arbeitslosigkeit von England zurück nach Deutschland gezogen bin, war auch klar, dass es Berlin würde, weil eben meine Familie hier lebt. Alles andere wäre einfach Unsinn.

    Wenn Dein Mann also zurück in die USA möchte, weil er seine Familie vermisst, dann aber in eine andere Stadt geht als die in der seine Familie lebt ist das total widersinnig...

    Und nochwas Prinzipielles:
    Du WEISTT nicht, dass es Dir dort nicht gefällt, Du kannst nur VERMUTEN, oder hast Du es schon ausprobiert.
    Dein Mann hat diesen Schritt bereits getan und er weiss, dass es ihm hier nicht gefällt...

    Also...
    Arbeitet an eurer Kommunikation, besprecht diesen wichtigen Schritt. Sag ihm, dass Du gerne bereit bist, seinetwegen es zu versuchen, dass Du aber genauso erwartest, dass er ein offenes Ohr für Dich hat, wenn es Dir in einigen Jahren zuviel wird und ihr dann vllt doch irgendwo ins Umland ziehen würdet.

    Meine Frau fand es hier anfangs furchtbar. nach nunmehr zwei Jahren fängt sie an, die Vorteile hier zu schätzen, hat ihr eigenes soziales Umfeld gebildet. All das, während sie unsere Tochter, die kurz nach unserer Ankunft hier geboren wurde, aufzog.
    Trotzdem sind wir beide offen genug auch wieder woanders hinzugehen, wenn es einem von uns partout nicht mehr gefallen sollte... Polen wäre auch eine Option.

    In diesem Sinne.
    Flexibel sein und sicherstellen, dass ihr als Familie gut funktioniert. Dann (und nur dann!) ist es völlig egal, WO das stattfindet.

    (12) 25.01.13 - 14:37

    Hi,

    ich bin auch in einer bi-nationalen Ehe. Mein Mann hatte auch eine Weile schrecklich Heimweh. Nun ist es so, dass er eine Weile 1x im Jahr alleine hinflog und alle Verwandten besuchte und wir den Sommer jedes Jahr in seinem Heimatland verbringen. Seither geht es ihm besser.

    Wäre so ein Vorschlag was?

    (13) 25.01.13 - 15:07

    Ja meine liebe, wenn ich das so lese, so komme ich zu folgenden Schluss.

    Was ist das für eine Memme von Mann, dass er zu seiner Mama will und Dich und Kind im Stich lassen würde?
    Würde er dich aus diesem Vrund verlassen war es ohnedies der falsche Mann/Papa für dich/euch.
    Sein Lebensmittelpunkt bist du und das Kind - wenn er Mama, Papa usw. vorzieht hat er dich nie wirklich geliebt!

    Lass den Sonnenschein auf die Welt kommen - dann, und erst dann werden die Karten endgültig gemischt.

    hallo,

    wo will r in den usa in eine großstadt, wo das leben und die lebenshaltungskosten günstiger sind als in d .... ??

    das passt nicht, denn günstiger lebt ihr allemal in d......

    gruß

    #winke

    Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass für eine junge Mutter nichts so wichtig ist, wie ein gutes soziales Netz. Mein Sohn war ein Schreikind...8 Monate lang! Ohne meine Mutter, Schwester und meinen Mann und mehrere Freundinnen wäre ich verrückt geworden.

    Ich habe zwar eine wunderbare Schwiegermutter...aber es ist nicht das Gleiche wie die eigene Mutter (vorausgesetzt man hat ein gutes Verhältnis).

    Wenn ich mir jetzt vorstelle, ich hätte damals zu der Zeit (mit kleinem Baby) alle Bande hier abgebrochen...wäre in ein fremdes Land gegangen...ohne Freunde und eigene! Familie dort zu haben (außer meinem Mann)...ich wäre zugrunde gegangen!

    Für mich wäre es keine Option! Vor allem nicht, wenn ich schon vorher ein schlechtes Gefühl bei der Sache hätte.

    Ich würde nochmals mit deinem Mann reden...deine Ängste beschreiben...und eben auch Probleme die ein Baby bereiten kann, wenn man kaum Hilfe hat, ansprechen.

    LG
    Eichkatzerl

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