Lustlos, kraftlos, gereizt --- wie komme ich wieder raus?

    • (1) 29.01.13 - 17:56
      MutierezuFrauFlodder

      Hallo.

      Momentan habe ich eine Phase, in der mir einfach alles zu viel ist / wird. Kinder, Haushalt, Mann. Ich habe keine Lust mehr morgens aufzustehen, würde mir am liebsten die Decke über den Kopf stülpen.

      Meine Große lasse ich immer öfter vom Kindergarten daheim (in 2 Wochen nun 5x) weil es mir einfach zu viel ist aufzustehen, sie fertig zu machen usw. und lasse sie dann vormittags fernsehen, so dass ich mit der Kleinen schlafen kann. Ich habe eine Lust mehr auf den Haushalt, mache nur das Allernötigste und bin nach jedem kleinen Handgriff schon fix und fertig und wieder couchreif. So wie jetzt. Habe gerade die Spülmaschine eingeräumt und hänge schon wieder auf der Couch, fertig mit den Nerven, fertig mit der Welt und mir.

      Ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann.
      Ich bin relativ emotionslos, mir tun meine Kinder kaum noch Leid wenn sie weinen, ich bin einfach genervt davon. Ich kann mich kaum noch über sie freuen, empfinde sie gerade nur als Last. :-(

      Angefangen hat das alles vor ca. 2-3 Wochen als erst die Kleine und dann die Große anstrengender wurden. Ich habe gefühlt keine 5min für mich weil beide nachts grade besch.. schlafen und ich dementsprechend auch. Ich gehe abends mit mind. einem Kind ins Bett und stehe morgens mit den Kindern auf (wobei ich da ja grade echt zum Bettmuffel mutiere... :-( ). Ich verschlafe den halben Tag wenn es das Baby zulässt, meine Große ist oft auf sich alleine gestellt. Wenn ich dann wach bin bin ich ungeduldig und reagiere gereizt. Und ich bin einfach nur erledigt.

      Mittlerweile habe ich nicht einmal noch Lust mich selbst zu pflegen!!! #schock So wie heute: Ich sitze noch immer im Schlafanzug hier... Das ist jetzt nicht jeden Tag so, aber wenn ich morgens aufstehe und denke "nun anziehen und das ganze Programm" würde ich am liebsten wieder rückwärts ins Bett gehen. :-(
      Ich fühle mich so nicht wohl und die Kinder tun mir Leid. Wo ist meine fröhliche, engagierete Persönlichkeit hin? Ich stehe eigentlich mitten im Leben, habe alles gut im Griff, liebe meine Kinder und tue - meist- geduldig alles für sie!

      Mein Partner steht dem ganzen auch recht hilflos gegenüber. Er hat das ganze Ausmaß aber auch noch nicht erfasst. Ich jammere ihm zwar die Ohren voll wenn er heimkommt, aber er denkt sicher, dass ich übertreibe und nur die Pobacken zusammenkneifen müsste... :-( Vielleicht ist es auch so? Aber ich kann nicht!!!

      Wie komme ich aus diesem Loch wieder heraus???

      • Dir ist mindestens eine depressive Verstimmung zu unterstellen und Du brauchst Hilfe, bevor das schlimmer wird. Sprich bitte Deinen Haus- oder noch besser Frauenarzt an und gib ihm das Stichwort "postnatale Depression". Er wird alles Weitere veranlassen. Falls Du noch eine Hebamme hast oder eine anrufen kannst, dann ist auch das natürlich eine Möglichkeit, sich erst einmal auszusprechen. :-)

        (3) 29.01.13 - 18:41

        auch wenn dein mann arbeitet, kann er dich unterstützen!

        er könnte z.b. morgens das kindergartenkind fertig machen und zum Kiga bringen, dann kannst du dich besser nur um dich u das baby kümmern. auch abends und am wochenende kann er sich entweder mit den kinder beschäftigen oder etwas im haushalt tun. gibt es verwandte/freunde in der nähe, die dich entlasten können? zumindest am wochenende sollte dein mann mind. eine nacht für die kinder aufstehen, damit du wenigstens dann durchschlafen kannst.

        unter den umständen wäre jeder irgendwann am ende. schlafentzug (ist nicht umsonst eine foltermethode gewesen) bewirkt das durchaus. das hat nichts mit depressionen zu tun.

        du bist verheiratet, aber musst alles allein tun........... sind doch auch seine kinder!!!

        • "unter den umständen wäre jeder irgendwann am ende. schlafentzug (ist nicht umsonst eine foltermethode gewesen) bewirkt das durchaus. das hat nichts mit depressionen zu tun."

          Das schreibst Du hoffentlich nur, weil Du Dich so gut mit der Wechselbeziehung zwischen Schlaf und Depressionen auskennst, ja? :-)

      (5) 29.01.13 - 19:09

      So hat es bei mir auch angefangen,erst waren es Depressionen und dann als noch mehr Probleme dazu kamen ein totaler Burn Out!

      Versuch dir eine Auszeit zunehmen, dir soviel Ruhe wie möglich zu gönnen, soviel Dinge wie möglich zu tun die dir Freude bereiten (was schwer wird zu finden) und versuche dir klar zu machen warum es so gekommen ist! Ich lag vier Wochen total flach konnte kaum mehr Treppen laufen so schwach war ich und das mit arbeitenden Mann, Baby und 18Monate altem Kleindkind.

      In den Wochen, der zeit in der ich ruhen musste wurde mir vieles klar und ich habe mein Leben komplett auf den Kopf gestellt. Meistens trifft es Menschen die zu viel von sich erwarten und meistens noch alles perfekt!! Trifft das auf dich zu?

      Tippe auf Burn out, kenne ich auch.

      LG

Top Diskussionen anzeigen