Mann nimmt Drogen!

    • (1) 30.01.13 - 10:50
      Weiß nicht weiter

      Ich Fang einfach mal direkt an:

      Wir bekommen jetzt unser drittes Kind und mein Mann stürzt sich in Drogen!

      Ich wusste, dass er alle Jahre ein mal auf Party mal Speed nimmt. Ich fand/finde es zwar nicht gut (ich bin ein Mensch der generell keine Drohen nimmt) , aber da es wenn's hoch kommt ein mal im Jahr war, habe ich es bei einer kleinen Diskussion belassen.
      Nun ist mein Mann seid ein paar Wochen der Meinung es jedes Wochenende (ohne auszugehen/Party) zu machen und seid ca 2 Wochen täglich von morgens bis abends. Spreche ich ihn darauf an, dass das nicht geht, dass er ein Drogenproblem hat, er hat Kinder und das dritte ist unterwegs, wird er richtig sauer. Knallt mir an den Kopf, dass das seine einzige Möglichkeit ist der Realität zu entfliehen und ich ihm doch wenigstens das lasse wenn ich ihm schon alle seine Träume und Ziele kaputt mache (unterstütze ihn wo ich kann, Bremse ihn nur Geld mäßig etwas (hat schulden und will sich das nächste kaufen) weil er nicht mit Geld umgehen kann. )

      Habt ihr Ideen für mich, wies weiter gehen kann? Will mich nicht gleich trennen nur weil ein Problem da ist. (Haben erfolgreich einen alkoholentzug seinerseits überstanden)
      Einem Entzug stimmt er nicht zu, da er der Meinung ist, er kann auch ohne Speed leben. Er habe kein Problem.

      • Sorry, aber allein wegen der sicherheit der kinder ist eine trennung das einzige was richtig ist. Es ist kindeswohlgefährdung die kinder mit einem. Junkie zusammen wohnen.zu lassen!

        • (3) 30.01.13 - 11:04
          Weiß nicht weiter

          Es ist schade das du deinen Partner gleich verlassen würdest sobald ein ernstes Problem auftaucht.

          Warum ist das Kindeswohlgefährdung? Bin ich nicht da? Doch das bin ich. Mein Mann ist mit den Kindern NICHT alleine.

          • Dein mann ist unberechenbar in dem.moment wo.er auf droge ist. Er ist eine gefahr für sich und andere und die sicherheit und unversehrtheit meines kindes hat absolute oriorität! Sie ist mir wichtiger als mein.mann!

            • (5) 30.01.13 - 11:12
              Weiß nicht weiter

              Deshalb ist er mit ihnen auch nicht alleine!
              Aber Probleme muss man doch lösen können ohne davor weg zu laufen.

                • (7) 30.01.13 - 11:25
                  Weiß nicht weiter

                  Ja, da hast du recht.

                  Suche nur nach wegen ihn davon zu überzeugen. Ich weiß, seine Kinder müssten Grund genug sein. Aber das sind sie ja anscheinend leider nicht. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu Letzt.

          Du magst für die Kinder da sein, aber wie lange. Auch du bist mal mit der Kraft am Ende. Was hält dich bei ihm.

          (9) 30.01.13 - 11:12

          ...Mein Mann ist mit den Kindern NICHT alleine. ..

          Das ist schade, dass man solche Sicherheitsvorkehrungen treffen muss.

          In denke Du solltest mal ganz intensiv über die Begründung nachdenken, die Dein Mann Dir an den Kopf geworfen hat.

          • (10) 30.01.13 - 11:14
            Weiß nicht weiter

            Was meinst du mit die Begründung?

            • (11) 30.01.13 - 11:15

              Das Du ihm all seine Träume und Ziele kaputt machst.

              • (12) 30.01.13 - 11:26
                Weiß nicht weiter

                Du meinst die Begründung dafür, dass er in seinen Augen berechtig ist Drogen zu nehmen.

                • (13) 30.01.13 - 11:31

                  Er gibt Dir die Schuld dafür. Du machst ihm alles kaputt und willst ihm nichtmal die Drogen lassen.
                  Meinst Du wirklich er lässt es?
                  Er hat sich sein Leben anders vorgestellt und kommt nur klar indem er vor der ....für ihn .....beschissenen Realität flieht.

                  • (14) 30.01.13 - 11:37
                    Weiß nicht weiter

                    Ja, da ist wohl was dran. Auch wenn's Hard ist.

                    • (15) 30.01.13 - 11:48

                      Ein Mann der mir sagt, dass ich ihm alles kaputt mache und er das Leben mit mir nur ertragen kann, wenn er Drogen nimmt den würde ich frei geben.

                      Soll er seine Ziele und Träume erfüllen und sich ein schönes Leben machen, ob er dann noch Drogen nimmt ist nicht mehr mein Problem.

                      Du willst ihn nicht aufgeben, aber das was er sagt zeigt nicht, dass ER überhaupt Interesse an einem Leben mit Dir hat.
                      Du hast Verantwortung für Dich und Deine KInder, für ihn nicht.

                      Es ist völlig normal, daß Suchtkranke andere Menschen für ihr Dilemma verantwortlich machen. Ist einfach einfacher ;-). Würden sie es kompliziert mögen, dann würden sie nicht in Drogen flüchten. Eine gute Psychotherapie könnte da aber ansetzen. Oftmals hilft Selbsterkenntnis weiter. Du solltest allerdings darauf achten nicht in eine Co-Abhängigkeit zu geraten. Das merkt man als Angehöriger oftmals verdammt spät, da das Mutter-Theres-Syndrom stark ausgeprägt ist.

                      Versuche in einigermaßen klaren Momenten ihm Deinen Standpunkt klarzumachen und zeige ihm Lösungsmöglichkeiten auf. Wenn das ohne Vorwürfe ginge hättest Du schon mal die halbe Katze im Sack. Vorwürfe und Gezeter schaffen unnötig Opposition und ihr befändet Euch ruck-zuck im Kriegszustand.

                      Solltest Du wiederholt scheitern, solltest Du dann vielleicht doch eine räumlich Trennung in Erwägung ziehen, bevor Du auf dem Zahnfleisch gehst. Mit einem zusätzlichen Kind werden Deine Nerven voraussichtlich auch nicht besser, dies solltest Du bedenken.

        Wir hatten selbst mehrere Fälle von Sucht in unserer Familie und einen im Kollegenkreis und ich kann dem Vorschreiber nur zustimmen: es geht nicht darum, dass Du deinen PArtner verlässt, sobald es ein ernstes Problem gibt.

        Er wird es nur zugeben und an sich ranlassen, wenn Du ihn verlässt - ansonsten kannst Du mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass du in 5 Jahren da stehst und es hat sich nichts geändert!
        Er braucht einen SChuss vor den Bug - und das geht nur, wenn Du gehst (Ultimatum: wenn Du einen weiteren Entzug machst, dann können wir über eine Rückkehr reden, aber solange Du abstreitest, süchtig zu sein, werden wir da bleiben, wo wir sind!).

        "Mein Mann ist mit den Kindern NICHT alleine."

        Ist es nicht verdammt traurig, dass du einen Mann hast, den du nicht mit deinen Kindern alleine lassen kannst?

        BTW: Dein Mann möchte sich nicht helfen lassen, weil er kein Problem sieht. Ergo kannst du dich nur damit abfinden, dass er Drogen nimmt...denn eine Trennung kommt für dich ja nicht in Frage.

        Das hat damit nichts zu tun, DU kannst nicht garantieren dass er nicht ausflippt wenn er zugedröhnt ist und du kämst gegen ihn dann sicher auch nicht an.
        Ja ich würde in so einem Fall meinen Partner auch verlassen, dass du mit jemanden ( auch wenn er nur ab und an früher und regelmäßig jetzt ) zusammen bist der Drogen nimmt und mit diesem Menschen auhc noch drei Kinder bekommst zeigt dass du genauso kein Verantwortungsbewusstsein hast wie er

>>>Einem Entzug stimmt er nicht zu, da er der Meinung ist, er kann auch ohne Speed leben. Er habe kein Problem.<<<

Er verschließt die Augen vor der Realität und wenn alles reden nichts gebracht haben, dann solltest du dringend (!) die Konsequenzen ziehen.

Er hat jetzt schon Schulden und je mehr er in den Drogensumpf gerät desto größer werden irgendwann die Schulden werden, weil irgendwann braucht er Geld und muss sich das Zeug ja kaufen.

Mein Tipp für dich: Nochmal ansprechen, beharren auf einen Entzug und Konsequenzen androhen. Wenn er weiterhin stur bleibt auch die Konsequenzen voll durchziehen!

Du schaffst es auch mit 3 Kindern alleine.

Viel Glück für dich!

  • (21) 30.01.13 - 11:10
    Weiß nicht weiter

    Ich habe keine Angst es mit drei Kindern allein zu schaffen.

    Im Notfall habe ich noch eine ganz Tolle Mama.

    Das er die Realität nicht sieht/sehen will ist ja das Problem.

    Den Entzug will er nicht machen, da er erstens meint kein Problem zu haben und zweitens weil er noch in Probezeit ist und drittens weil die Anträge ja so lange dauern.
    Ich weiß, alles faule Ausreden (damals ging der Antrag sehr schnell und auf seine Arbeit hat er eh keine Lust). Ich weiß er muss den Entzug selber wollen sonst bringt es nichts. Aber es muss doch zusammen einen Weg aus der sche.... Geben.

    • Klar gibt es einen gemeinsamen Weg. Du kümmerst dich und dich und die Kinder und er muss sich sich selbst kümmern. Du sagst ja selber, er muss es wollen. Vielleicht muss man erst ganz unten ankommen, um aufzuwachen. Glaube das ist dein Problem, warum du Angst vor einer Trennung hast. Aber du brauchst deine Kraft für dich und die Kinder.

      Alles Gute.

      Ich kenne das Gefühl der Hilflosigkeit.

      Es wird dir vielleicht nicht viel helfen, aber ich möchte dir mal kurz was aus meinem Leben und Drogen erzählen.

      Mein ältester Bruder war schwer Drogenabhängig. Das fing mit harmlosen Sachen an bis er später an der Nadel hing und zahlreiche Entzüge und Knastaufenthalte hatte.

      Irgendwann ist er soweit gegangen, dass er das Mobiliar meiner Eltern, als wir im Urlaub waren, verkauft hatte. Und wir kamen in eine leere Wohnung. Das einzig Richtige was meine Mutter machen konnte, und glaub mir ihr hat es in der Seele sehr sehr weh getan, war den Kontakt abzubrechen. Mit dem Vermerk er kann jederzeit wiederkommen, aber erst wenn er wieder clean ist.

      10 Jahre haben wir ihn nicht gesehen bis wir die Nachricht erhielten er ist tot. Er hat in den 10 Jahren zahlreiche Entzüge gemacht und am Ende hat sein Körper - mit nur 39 Jahren - aufgegeben.

      Was wäre geschehen, wenn meine Mutter nicht den Kontakt abgebrochen hätte? Er hätte uns alle in den Ruin gestürtzt. Wir hätten tatenlos zusehen müssen wie er Schritt für Schritt auf den Tod zurennt. Es hätte uns psyschich total fertig gemacht.

      Mein Bruder war ein feiner Kerl. Im Grundwesen, aber diese Scheißdrogen haben ihn mehr als kaputt gemacht.

      Ich bin damit aufgewachsen. Habe es von Kindesbeinen bis ins Teenageralter miterleben müssen. Ich habe sehr an ihm gehangen, aber ich verstehe meine Mutter und sie hat das einzig Richtige getan.

      Ich weiß, viel hilft dir das jetzt nicht, aber ich kenne beide Seiten.

      Liebe Grüße

(25) 30.01.13 - 11:00

Ich frage mich gerade wie lange es beim "nur sauer werden" bleibt. Er hat ein massives problem wenn er Drogen braucht um irgendwie mit sich selbst und seinem Leben klar zu kommen. Und nach einem Alkoholentzug sollte man doch eigentlich wissen wie bescheiden solche Genussmittel wie Drogen und alkohol einen auch als menschen verändern.

Mag sein das du jetzt nicht mögen wirst was ich sage aber...Wie viel willst DU schlucken nur das er sich seinem Problem nicht stellen muss?? Du hast schon 2 Kinder und das dritte ist unterwegs. Er ist alt genug verantwortung für sein leben zu übernehmen deine KInder nicht. Für mich käme wirklich nur die Trennung in Frage bzw zumindest die Räumliche bis er sein leben wieder im Griff hat. Denk an deine kinder ich glaub nicht das die sehen müssen wie Papa so drauf ist ...

Lg

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