wie wichtig ist es gleich intelligent zu sein?

endlich habe ich (45) einen netten mann (40) kennen gelernt.
war lange single. am wichtigsten war mir einen mann zu finden der ein gutes herz hat.
hat er!

doch nun, wir treffen uns seit ca 3 monaten, stelle ich fest das er mir in vielen dingen nicht folgen kann. zahlen, sprache, bücher usw.
wir können dadurch über gewisse themen nicht so reden. ich habe das gefühl ich überfordere ihn dann. wechsle das thema und denk - man muss ja nicht alles können und wissen. aber der unterschied wird schon stärker. (ich bin selbsständig, er koch)

ich frage mich - wie wichtig ist es. welche erfahrungen habt ihr?
könnte es später mal richtig zu problemen kommen?

er ist schon ganz schön verliebt, ich noch nicht (brauche da immer etwas länger - wenn es überhaupt passiert)

danke für eure ratschläge

Hallo,

also ich denke, es gibt immer Dinge über man nicht auf gleichem Niveau sprechen kann. Mein mann ist z.B ein Computerspezialist, der hat dieses Fach studiert, ist ein Mathegenie und alle naturwissenschaftlichen Dinge sind für ihn ein Klacks und fallen ihm leicht. Ich hingegen bin was Computer und alle Naturwissenschaften betreffend ein echter Loser, muss ich zugeben. Wegen Mathe hätte ich fast mein Abitur nicht geschafft :-[ Da liegen eben Welten dazwischen und wir können uns in diesem Bereich nicht auf Augenhöhe unterhalten. Dafür bin ich eher diejenige, die alle organisatorischen Dingen managed, er vergisst alle Arzttermine, alle Geburtstage, er vergisst die Hälfte der Sachen beim Einkaufen, er schickt die Kinder auch mal mit Hausschuhen in den Kindergarten weil er vergisst die Stiefel anzuziehen, er verlegt Rechnungen...man könnte sagen er ist etwas verpeilt. Deswegen übernehme ich eben diese Sachen und er braucht sich um nichts zu kümmern. Trotzdem sind wir auf gleichem Niveau in etwa würde ich sagen. Es gibt viele Sachen über die wir uns unterahlten können. Das ist wichtig finde ich, dass es einen nicht selbst stört. Wenn mich etwas so sehr stören würde was die Allgemeinbildung betrifft, dann könnte ich wohl nicht mit demjenigen zusammen sein. Aber solange es nur bestimmte Sachen betrifft, sehe ich das nicht so eng.

LG
Milka

#pro

Mmmh, ich finde, eure Konstellation gibt jetzt nicht unbedingt das wieder, was die TE hier schildert. Ihr habt beide Abitur. (und beide ein Diplom?) Von daher ist der intellektuelle Hintergrund da schon in etwa gleich. Ok, du kannst bei Mathe nicht mithalten. (das geht mir bei meinem Partner auch so) aber wir haben trotzdem ein grundlegendes gleiches Verständnis von ca. 80% der Dinge, die das Leben so mit sich bringt. Jeder hat ja irgendwo so seine Stärken und Schwächen. Das ist auch vollkommen normal.

Wenn allerdings wirklich Welten dazwischen liegen, dann denke ich nicht, dass es auf Dauer klappt. Und bei euch finde ich nicht, dass Welten dazwischen liegen.

LG

P.S: das hab ich schon ganz oft gehört, dass die Comuterspezialisten im richtigen Leben etwas "verpeilt" sind und unorganisiert sind (das hat aber nix mit Intelligenz zu tun. Ihr ergänzt euch da ganz einfach wunderbar ;-) )

#winke

Ich kann nur von mir sprechen (das nur vorab!)
Ich bin der Meinung, dass sich der intellektuelle Horizont beider Partner schon in etwa auf gleicher Höhe befinden sollte und zwar genau aus dem Grund, den du beschreibst. Man möchte sich doch auch mal über bestimmte Themen austauschen, sei es über ein gutes Buch, über berufliche Dinge (zu denen man ja häufig seinen Partner auch mal um seine Meinung fragt), oder oder oder. (da gibt es tausend Beispiele)

Für mich ist Intelligenz beim Mann außerdem auch attraktiv. Ich kann mit einem schönen Mann nix anfangen, wenn er den Mund aufmacht und es kommt nur Nonsens raus. Nun bin ich auch ein ziemlich ungeduldiger Mensch (#augen) und werde schnell etwas ungehalten, wenn ich etwas (für mich vollkommen verständliches) 3 Mal erzählen muss, damit es mein Gegenüber versteht.

Alles in allem: Schönheit vergeht - Intelligenz bleibt. Und je weiter eine Beziehung fortschreitet, um so wichtier werden dann eben auch andere Dinge, wie z.B. die Fähigkeit, mit seinem Partner gute Gespräche zu führen (und zwar nicht nur über das Fernsehprogramm).

Ich will dir in deine Entscheidung nicht reinreden, habe aber jetzt schon das Gefühl, dass es dich stört, dass er bei dir intellektuell nicht mithalten kann.

Alles Gute!

Ich muss noch folgendes ergänzen:

Du solltest trotzdem dein Herz entscheiden lassen. Denn hier im Forum wirst du genau 2 Meinungen hören. Die einen sagen dir: ja, das kann klappen und die anderen (so wie ich) sagen, dass es auf Dauer eher nicht klappt.

Wenn du Gefühle für diesen Mann hast, dann gib dem ganzen doch einfach eine Chance und schau, wie sich das entwickelt. Du warst lange Single. Ich denke, du solltest es genießen, dass dieser Mann offenbar total verliebt in dich ist. Niemand sagt, dass es der Mann für den Rest des Lebens ist, aber wer weiß - vielleicht ist er es ja doch!

#winke

Ich war mal mit einem Koch zusammen und nach 2 Jahren war mir langweilig.
Er hatte einen tollen Körper, er ist mit mir gereist, er hat sich um mich gekümmert, mich umsorgt ... Aber jedesmal, wenn ich ein Gespräch anfangen wollte, über etwas was mich wirklich bewegt hat oder über Politik oder Philosophie war er überfordert und hat gesagt ich mache mir nur das Leben schwer, ich soll nicht so viel grübeln. Letztendlich konnte er mir langfristig nicht das geben, was ich brauchte.

Nun, ich bin der Meinung, dass man ungefähr ähnlichen Bildungsstandard haben sollte. Es können gern unterschiedliche Aufgabenfelder sein, die man ausübt. Ich finde es auch interessant wenn man von dem anderen das lernen kann, was man selbst nicht gelernt hat. Ich (studiert) war auch schon mal mit einem Mann,der einen HS-Abschluss und eine Lehre gemacht hat, zusammen. Und leider lagen wir so gar nicht auf der selben Wellenlänge. Aber jeder sollte seine Erfahrungen machen um rauszufinden, wer am Ende zu ihm passt (auf Dauer)

Ich finde nicht das Bildungsstand mit IQ zu tun hat.

Ich selbst habe Abitur, bin aber in Erdkunde und Mathe ne totale Niete, nen Nagel in die Wand bekomme ich gerade so.
Dafür bin ich äusserst kreativ und kann eine Müllhalde äusserst hübsch gestalten wenns sein müsste und ausserdem ein symetriejunkie.

Aber mir selbst helfen wenn was kaputt ist, nein.

Mein Mann dagegen hat einen Hauptschulabschluss und ist äusserst clever, er hat hobbys da schlackern andere nur mit den ohren und er ist darin besser als so manch ausgelernter Mensch vom fach.

Er kann ALLES reparieren was stecker hat, weiss genau wo welcher widerstand heisst, kann den austauschen, elkos tauschen, die widerspenstigsten fehler finden und die geräte wieder in einen einwandfreien zustand bringen, es gibt wirklich nichts was nicht wieder geht, sei es toaster, handy,computer, sterioanlagen, fernseher....

Er kann auch programieren, was ja auch eine wissenschaft für sich ist.

und dann sein anderes hobby, schraubereien an autos und rollern, motorrädern und vieles mehr, das kann er alles ohne eine komplett eingerichtete werkstatt zu haben, ist zwar mehr arbeit aber so manch kfz meister bekäme mit dem werkzeug, das mein mann hier nur hat nichtmals die motorhaube auf, wogegen mein mann mit dem selben werkzeug den motor komplett zerlegt und wieder zusammenbaut ;-)

also kann man das bildungsniveau keinesfalls mit IQ gleichsetzen, denn mein mann ist mit hauptschulabschluss intelligenter wie ich mit Abitur.

aber es kommt darauf an das man sich gegenseitig ergänzt.
gut, in unserem fall, ich machs kaputt, er ganz #hicks

Ne, aber auch so was er kann kann ich nicht und umgedreht, wir ergänzen uns eben nahtlos ineinander.

nur bei der frage ob der das buch xy kennt muss ich oft schmunzeln, weil seine antwort dann immer ist "gibts den auf dvd, wenn nein kenn ichs nicht" #rofl#rofl

"denn mein mann ist mit hauptschulabschluss intelligenter wie ich mit Abitur."
"aber es kommt darauf an das man sich gegenseitig ergänzt"
Naja, also anscheinend hast Du Dich ja sprachtechnisch schon nach unten angepaßt...

Sorry, aber nur, weil jemand technische Geräte reparieren kann und sich mit PCs auskennt, ist er nicht gleich besonders intelligent.... Das können tausend andere Handwerker auch...

In den üblichen Intelligenztests werden sprachliche und mathematische Fähigkeiten geprüft, logisches und räumliches Denken. Darüber hinaus erwarte ich eine sehr gute Allgemeinbildung von einem intelligenten Menschen. Aber nicht, dass er einen Toaster reparieren kann...

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Hallo,

ich kann das natürlich jetzt nicht beurteilen, da ich den Herren nicht persönlich erlebt habe.
Würde grundsätzlich aber sagen, dass ihr einfach unterschiedlich seid!

Du magst Literatur, Sprachen usw ... und er ist wahrscheinlich ein grandioser Koch, kennt die Bedeutung hinter allen E Nummern auf sämtlichen Lebensmitteln, welche uns "Otto-normal-Verbraucher" in den Wahnsinn treiben .. etc...

Pauschal würde ich nu nicht sagen er ist "dümmer" ... ihr seid einfach verschieden!
Seid ihr ZU verschieden?

DAS musst DU entscheiden!

Alles Gute#klee

... bei uns ist es so:
Mein Mann hat den HS-Abschluss, danach eine Lehre und den Meister in einem Handwerksberuf gemacht. Ich habe Abitur und danach studiert.
Nun, mit Kindern bin auch ich es, die hauptsächlich die Brötchen heimbringt und er sich um die Kinder kümmert, dass sie pünktlich in den Kindergarten und in die Schule kommen.
Mein mann arbeitet in einer seinem Beruf verwandten Tätigkeit stundenweise von zu Hause aus und hat vor zwei Jahren ein Kleingewerbe angemeldet, mit dem er seiner eigentlichen Ausbildung und seinen Fähigkeiten nachgehen kann. Sicher gibt es viele Themen, auf denen wir uns nicht auf Augenhöhen unterhalten kann, dazu habe ich jedoch Freunde. Über ganz vieles können wir aber zusammen lachen, uns drüber lustig machen oder aufregen. Und in letzter Zeit merke ich immer häufiger, dass er mir mit seinem gesunden Menschenverstand ein guter Ratgeber ist. Zudem ist er ein Genie in seinem Metier und beherrscht es, wie nur wenige. Ich kann was dies betrifft wirklich zu ihm aufsehen. Und ich denke, darauf kommt es an.
Am Anfang unserer Beziehung kamen wir häufiger in Situationen, in denen mich das Gespräch mit ihm langweilte, aber das hat sich in den fast 15 Jahren, die wir nun zusammen sind, schon lange erledigt (s. o.)
Du siehts, es KANN funktionieren.
LG und alles Gute euch,
#winke

Ich finde es sehr wichtig, dass man geistig auf der selben Höhe ist und ich kann mir keine Beziehung vorstellen, die auf Dauer funktioniert, wenn beide diesbezüglich sehr untzerschiedlich gestrickt sind. Der jeweils erreichte Bildungsabschluß kann ein Indiz sein, muß es aber nicht unbedingt. Denn sicherlich gibt es auch Akademiker, die nichts von Politik und Wiurtschaft verstehen, genauso wie es einfache Arbeiter geben mag, die über ein großes Allgemeinwissen verfügen und an hochphilosophischen Gesprächen teilnehmen.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass sich bei beiden Partnern die Interessen, Vorstellungen und Prioritäten decken, egal, welcher Schulabschluss da nun im einzelnen erreicht wurde. Wenn sich der eine Partner für Politik und Wirtschaft interessiert, gerne Bücher liest und ins Theater geht, wird er wohl kaum mit jemandem glücklich werden, der seine einzige Bildung aus der Bildzeitung hat, noch nie im Theater war und sich an politischen Gesprächen mangels Kenntnis nicht beteiligen kann.

Worüber sollen sich diese beiden denn in ihrer Beziehung unterhalten? Nur übers Wetter?
Auch die divergierenden Freizeitinteressen und Lebensvorstellungen werden schließlich zum Bruch führen.

So wie Du die Kenntnisse und Interessen Deines Freundes beschreibst, könnte ich mir evtl. eine Freundschaft vorstellen (in der man dann eben über bestimmte Punkte einfach nicht spricht), aber auf gar keinen Fall eine Partnerschaft.
Ich erwarte von meinem Mann auf jeden Fall, dass wir uns gegenseitig austauschen, miteinander diskutieren können sowie die selben Lebensziele und zumindest Verständnis für die jeweiligen Freizeitaktivitäten haben.

Also, bei uns gibt es dieses Problem in anderer Art:

Mein Freund ist 44, hat Realschulabschluß + Ausbildung. Ich bin 40, habe den Realschulabschluß nicht geschafft und eine Ausbildung gemacht.

Von der Intelligenz her sind wir auf einem Level.

Aber: Da er die letzten 25 Jahre verheiratet war und ein behütetes Familienleben mit keinen nennenswerten Tiefen gelebt hat und auch im Job seit 14 Jahren im selben Betrieb ist und ich ein etwas unsteteres Leben hatte, klaffen wir bei der Lebenserfahrung seeeehhhhhhr weit auseinander.

In meinem Leben (oder in meinem Umfeld) kamen z. B. vor: Krebs (Ex-Partner), Alkohol (Ex-Partner), ich habe 2 Kinder von 2 Vätern, war 2x verheiratet, habe mehrfach den Job und die Firma gewechselt, habe mir ein eigenes Haus gekauft, war viel auf mich allein gestellt, alleinerziehend, Tierhaltung mehrerer Tierarten, viel Urlaub in Deutschland oder Dänemark, psychische Krankheiten, Selbstmord, ich habe ein wohlhabendes Elternhaus, mein Partner ein eher zerrüttetes.

Das sind alles Dinge, die mich an Lebenserfahrung reich gemacht haben. Ich kenne mich in nahezu jeder Lebenslage aus, weil ich so ziemlich alles durchgemacht habe, was man durchmachen kann. Umsonst sagen nicht viele zu mir "du kannst ein Buch schreiben".

Ich kann anhand von Reaktionen viel voraussagen und wenn etwas passiert, kann ich daraus ableiten, was als nächstes passiert. Das kommt vom Menschenverstand her und von der Lebenserfahrung.

Mein Partner hingegen ist während seiner Ehe irgendwann einmal "stehen geblieben", er hat nichts erlebt, kann bei vielem nicht mitreden und wenn ich ihm irgendwas prophezeihe, weil ich anhand meiner Lebenserfahrung schon weiß, wie irgendetwas ausgeht, ist er leider sauer, anstatt auf mich zu hören.

Beispiel: Jobsuche und Bewerbungen. Das hat er zum letzten Mal vor 14 Jahren gebrauht, ich in den letzten Jahren ständig. Daher bin ich bei diesem Thema auf dem neuesten Stand, hatte mehrfach Bewerbungstraining und Praxis. Mein Partner meint, es ist immer noch wie vor 14 Jahren und akzeptiert nicht, dass "heute" alles anders geworden ist.

Oder Nachrichten: Wenn in irgendeinem "Kaff" mal etwas passiert, dann weiß ich fast immer, wo dieses Kaff liegt, weil ich mich in Deutschland ganz gut auskenne. Dann zieht er das ins Lächerliche, dass ich irgendwelche "Kuhdörfer" kenne und prahlt damit, dass er dafür 2 Mal in Spanien war.

Er nimmt mir meine Lebenserfahrung krumm, so könnte man es ausdrücken. Dass ich auf das ein oder andere gar nicht so stolz bin, das sieht er nicht.

Bei uns hängt aus solchen Gründen manchmal der Haussegen schief, weniger wegen der Intelligenz oder Bildung.

Frauen sind wesentlich anspruchsvoller bzw. haben höhere Ansprüche was den Partner angeht als umgekehrt.

Wenn Männer die gleichen Ansprüche an Frauen stellen würden wie umgekehrt, dann wären weit mehr Frauen partnerlos.

Insofern könnten da also schon Probleme entstehen. Jedenfalls eher als umgekehrt.

Letztlich wissen kannst aber nur Du das.

Hallo,

leider habe ich keinen Ratschlag für dich, sondern wollte dir nur einen kurzen Einblick in unser Leben geben:
Mein Partner studiert Informatik und macht gerade seinen Master in Game Engineering. Nebenbei arbeitet er bei einer Security Software Firma. Ich studiere Pharmazie.
Wenn er allerdings beginnt von seinem Studium zu erzählen, oder von Projekten in der Firma, verstehe ich auch nur Bahnhof :-p Umgekehrt geht es ihm aber genauso.
Ich lese viel und gehe gerne ins Theater, er liest nur Fachbücher und ins Theater kommt er nur auf Ansage hin mit.

Apropos Job des Partners: bevor ich zu studieren begonnen habe, habe ich im Reisebüro gearbeitet..

Summa summarum: Wir lieben uns, haben viel Spaß zusammen, meistern das Leben und ergänzen uns einfach, auch wenn ich z.B. keine Ahnung habe, wie sich C++ von C unterscheidet (Schande über mich, wahrscheinlich wurde es mir ohnehin bereits erklärt).

lg

Solange ihr Themen AUSSERHALB eurer Jobs habt, über die ihr reden, so lange ist es in Ordnung. Ich meine z.B. ähnlicher Geschmack bei Filmen, Unternehmungen, Ansichten über Gott und die Welt, ihr lacht über die gleichen Witze, habt ähnlichen Humor - DAS ist für den Alltag sehr wichtig.
Mein Mann und ich sind auch sehr unterschiedlich. Er ging in der Kriegszeit/Nachkriegszeit zur Schule (oder auch nicht, fiel sehr oft aus) und brachte sich als Autodidakt drei komplette Berufe selber bei, sehr spezialisiert - und er war darin einfach nur gut - und zwar über sein ganzes Leben. (Gipser/Maler, Elektriker und Tontechniker !) So gut, dass selbst "Gelernte" ihn oft um Rat fragten.
Allerdings blieb dabei die sogenannte Allgemeinbildung etwas auf der Strecke - auch Interesse für Politik und Weltgeschichte, andere Länder - alles Dinge, die mich interessieren.
Er würde auch nie ein Buch zur Hand nehmen (außer es steht was drin über Dampflokomotiven - sein Hobby :-p)
Das ist jetzt , seit er in Rente ist, schon ein Problem, er kann nicht mehr über seine Arbeit reden, es bleibt nicht sehr viel übrig. Probleme gibts beim Ansehen von Filmen, kein Interesse an Ausstellungen usw.

Ich geb halt nach oder schau mir einen Film alleine an im Gästezimmer - aber die Unterhaltung über quasi kaum vorhandene gemeinsame Themen ist manchmal sehr schwierig - oder fällt komplett aus.
Ihr solltet mal miteinander reden, wie man sich annähern könnte. Mit etwas gutem Willen beiderseits müsste man da schon einen Konsens finden können, ihr seid doch noch jung.
LG Moni

Hallo
Schulabschluß, Studienfächer, Ausbildungen, Fachwissen etc. sagen nur wenig über die Intelligenz aus.Allenfalls etwas über Lernfähigkeit und Zielstrebigkeit, was sich dann schon im Alltag bemerkbar machen kann.
Viel wichtiger ist Kommunikationfähigkeit ( allgemein auch soziale und emotionale Intelligenz) Empathie, Humor und solche Sachen.
Ein ähnlicher Background, Interessen etc. schaden auch nicht.
Wenn du das Gefühl hast, du würdest ihn irgendwie überfordern, ist das eher keine gute Ausgangslage.

L.G.

So richtig!!! #pro

Ich spreche auch nur für mich.

Ich brauche einen ähnlichen Horizont. Klar hat jeder seine Spezialthemen, wo er richtig auf die Kacke hauen kann, aber das grundsätzliche Niveau muss für mich ähnlich sein.
Wenn ich merke, das passt nicht, wird nichts draus.

Hallo,

aus Erfahrung muss ich inzwischen sagen, dass ich keinen gravierenden Unterschied bzgl. Intelligenz, Bildung etc. in meiner Partnerschaft mehr wollen würde.

Während meines Studiums war ich knapp zwei Jahre lang mit einem Handwerker zusammen. Zu Beginn war die Beziehung toll, aber als die erste Verliebtheit verflog, wurde mir immer klarer, dass wir einfach unglaublich unterschiedlich waren. Ich konnte nicht mit ihm über die Themen reden, die mich interessierten, er war einfach auf einem ganz anderen Level, hatte ganz andere Interessen und, ja, auch in manchen Dingen einfach nicht genug Hintergrundwissen. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mir immer öfter Themen verkniffen habe, weil ich auf die ganze Erklärerei keine Lust hatte.
(Gott, das klingt versnobt, ist aber nicht so gemeint. Das soll auch keinesfalls bedeuten, dass alle Handwerker ungebildet sind. Ich schildere nur, welche Erfahrung ich gemacht habe.)

Gruß K.

P.S.: Kleine Anekdote:
Ich war im 6. Semester, als er eines Tages fragte: "Sag mal, Schatz... dieses Studieren ist ja schön und gut, aber willst du nicht irgendwann mal endlich eine Ausbildung anfangen? Ich meine, du willst doch auch irgendwann mal einen Job haben, oder nicht?" :-)

"Sag mal, Schatz... dieses Studieren ist ja schön und gut, aber willst du nicht irgendwann mal endlich eine Ausbildung anfangen? Ich meine, du willst doch auch irgendwann mal einen Job haben, oder nicht?"

Bei manchen Studiengängen trifft das doch durchaus zu! :-)

Wieso Job? Man kann doch dann einfach noch ein Studium machen....#schein

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Wenn Du auf einem sehr hohen geistige Niveau bist, brauchst Du einen intelligenten Partner, der nach Möglichkeit ähnliche Interessen hat.

Sorry, ich schreib hier auch schon wie der letzte Analphabet.

Ich denke ein ähnlicher Bildungsstand ist unerlässlich.

Diesen mache ich nicht unbedingt an fachlichen Qualifikationen fest aber der Horizont sollte ebenbürtig sein.

Ich habe studierte, sehr intelligente Partner gehabt die letztlich totale Fachidioten waren und ausserhalb ihre Gebietes nichts zu sagen hatten und Selfmade-Männer ohne Studium die dank Lebenserfahrung viel zu sagen hatten.

Letztlich zählt nur dass Du jetzt schon Zweifel hast - denn - wie soll es weitergehen?!

Besser wird es üblicherweise nicht.

LG, katzz

Auch wenn der Thread von gestern ist, muß ich noch meinen Senf dazugeben.

In meiner letzten Beziehung hatte ich nämlich genau dieses Problem. Mein Partner war ein herzensguter, lieber Mann, mir aber intellektuell nicht gewachsen. Das klingt wahnsinnig überheblich, ich weiß, aber je länger wir zusammen waren, desto mehr wurde das zum Problem.

Das Bildungsniveau hat zwar mit Intelligenz nicht unbedingt etwas zu tun, war aber in unserem Fall schon sehr unterschiedlich. Er ist nach der 9. Klasse abgegangen, ich habe einen Hochschulabschluß.

Natürlich hatten wir auch Themen, bei denen wir auf einer Wellenlänge lagen - aber leider ertappte ich mich immer wieder dabei, wie ich mein eigenes Wissen herunterspielte, damit er sich nicht schlecht fühlt. Ganz schlimm war es, Quiz-Shows zu schauen. Da habe ich mir die Antworten richtig verkneifen müssen. Wir hatten auch mal einen furchtbaren Trivial Persuit Abend bei Freunden.

Manchmal konnte ich richtig sehen, wie er einfach abschaltete, wenn ich über etwas sprach, das mich interessierte. Dann habe ich das Thema eben nicht mehr angeschnitten. (Ich interessiere mich besonders für Sprachen und deren Entwicklung, ein Gebiet, das ihn offenbar besonders langweilte.)

Meine Mutter meinte irgendwann, ich bräuchte doch jemanden, der mich intellektuell fordert, aber ich habe das immer abgetan und gemeint, das wäre nicht so wichtig. Er war doch so ein lieber und verläßlicher Mann.

Letztendlich war es nur einer von vielen Gründen warum die Beziehung nicht funktioniert hat. Als ich dann aber meinen neuen Partner kennenlernte, bin ich richtig aufgeblüht. Er hat auch keinen Hochschulabschluß, ist aber einer der cleversten und belesensten Männer, die mir je untergekommen sind. Gespräche mit ihm sind einfach toll und ich merke erst jetzt richtig, was mir die ganzen Jahre entgangen ist.

Das ist natürlich nur meine (zugegebenermaßen etwas lange) Geschichte und Meinung. Das kann in Deiner Beziehung völlig anders aussehen. Vielleicht ist es auch nicht das, was Du hören wolltest, aber hättest Du nicht ein paar leise Zweifel, hättest Du wahrscheinlich nicht hier gefragt.

Ich wünsch' Dir jedenfalls alles Gute, egal, was daraus wird!

Ich denke, das hängt davon ab, welche Prioritäten du in einer Beziehung setzt.

Für mich ist die Unterhaltung, die Wellenlänge, das "sich verstehen" und austauschen können an oberster Stelle. Mein Partner ist für mich nicht nur derjenige, mit dem ich den Alltag und guten Sex teile, der praktisch, hilfsbereit, liebevoll, aufmerksam etc. ist, sondern auch mein Vertrauter, mein Freund, Gesprächspartner und vor allem der, der meine ausgesprochenen Gedanken und Gefühle spiegelt.

Für mich wäre es der Todesstoß, wenn der Mann weniger gebildet, intelligent, eloquent etc. wäre. Ich käme mir irgendwie alleine vor...

#klee

Ein gutes Herz wäre auch bei mir eine der Grundvoraussetzungen um mich überhaupt in jemanden verlieben zu können, allerdings würde das alleine nicht ausreichen.

In meinen Augen geht es auf Dauer NICHT gut, wenn bei Humor, und grundlegendem Intellekt gravierende "Höhenunterschiede" bestehen. Damit meine ich nun nicht unweigerlich (nur) die Schulbldung, sondern die jeweilige Auffassungsgabe, und auch den "Blick für die Welt drumherum".

Differierende Interessengebiete können allerdings im Gegenteil sogar eine Bereicherung für beide sein, sofern der ehrliche Wille da ist, sich damit auseinander zu setzen und dazu zu lernen, und das Interesse nicht nur "geheuchelt" ist.....bzw. nur dem anderen zuliebe gezeigt wird.