Fernbeziehung- wirklich eine Chance?

    • (1) 20.02.13 - 08:07

      Hallo,

      ich habe vor 4 Monaten einen Mann kennengelernt. Wir sind beide Anfang 30 und wir sind jetzt frisch zusammen gekommen. Es ist wie ich finde, etwas ganz besonderes. Noch NIE hat mich ein Mann so verstanden und noch NIE konnte ich mit einem Mann so tiefgründig, ernst und gleichzeitig Spaß haben!!!
      Ich entwickel immer mehr Gefühle für ihn und war von Anfang an skeptisch gegenüber einer Fernbeziehung.Nun sind wir frisch zusammen und ich merke, das er mir dermaßen fehlt :-(

      Ich komme mittlerweile schon auf Gedanken wie, lieber schnell beenden bevor mich komplett die Gefühle in Griff haben, weil ich Angst habe, es könnte nicht funktionieren.
      Er überlegt, ob er eine 2. Ausbildung die 1,5 Jahre geht in seiner Stadt annimmt und somit wäre klar: es würde diese 1,5 Jahre mindestens eine Fernbeziehung bleiben.
      Ich kann nicht aus meine Stadt, da ich eine kleine Tochter habe und der Vater der Tochter, würde es nicht dulden und ich möchte auch, dass meine Tochter ihren Vater regelmäßig sehen kann.

      Was kann man tun?
      Zu mal es ja auch zu teuer ist ständig 600 km zu pendeln :-(

      • Hallo
        Ich hatte 4 Jahre eine Fernbeziehung ( ca. 550Km) . Es war eine schöne aber auch schwere Zeit. Es musste immer geplant werden und nichts kann man spontan am Abend machen.
        Nach vier Jahren haben wir geheiratet und er ist zu mir gezogen #huepf

        Alles Gute dir/euch

        kika

        (3) 20.02.13 - 08:38

        Man man man woher habt ihr euch den kennen gelernt ?? Puuuhh 600 km #schock

        Fernbeziehung ist leider nix für mich ...

        Musst wohl mit ihm reden ,ob er gerne dich hat und auch ob er sich vorstellen kann bei dir einzuziehen??

        • (4) 20.02.13 - 08:44

          das wichtige Detail fehlt :-( er hat in seiner Stadt auch eine Tochter und will deshalb dort bleiben :-( was ich ja verstehen kann als Mutter :-(
          Ich arbeite ab und an in seiner Stadt.
          Aber auf Dauer frag ich mich wie das werden soll :-(

          • PS: sollte man immer in so einer Situtaion reden, also in einer fernbeziehung, also alles ausdiskutieren oder lieber laufen lassen? kann ein "über alles reden" eine fernbeziehung kaputt machen?

            • Ich finde in einer Beziehung sollte man immer über alles reden und über alles reden können. Völlig unabhängig von Fern- oder Nah-.

              > Noch NIE hat mich ein Mann so verstanden und noch NIE konnte ich mit einem Mann so tiefgründig, ernst und gleichzeitig Spaß haben!!!<

              Sowas kann man doch nur feststellen, in dem man miteinander redet #kratz Oder versteh ich hier was falsch?

              Lichtchen

          (7) 20.02.13 - 08:51

          Och man ,du tust mir leid ..Wo die Liebe immer hin fällt ...#gruebel
          Ich weiß leider nicht ,was ich dir raten soll #schmoll .
          Du willst nicht weg und er wahrscheinlich auch nicht und nu?? wenn ihr euch gern habt dann müsst ihr doch ne Lösung finden entweder er oder du .

          • (8) 20.02.13 - 09:03

            ist es denn jetzt noch zu früh, ihn zu fragen, ob er sich jemals vorstellen könnte, mal in meine stadt zu kommen oder ob es definitiv ausgeschlossen ist? ich hab angst, dass durch die ferne alles kaputt geht :-(
            hab sowas noch nie durch. man möchte nähe und kann sie nicht haben :-(

            • (9) 20.02.13 - 09:56

              Ja ,das kann ich wohl verstehen .Aber irgendwann musst du ihn doch fragen ,sonst leidest du nur noch dadrunter .

              Ich antworte dir einfach auch nochmal hier darauf.....hab vorher schon beschrieben wie es mir geht.

              Dazu kann ich nur sagen....

              Für mich war es absolut ausgeschlossen, dass ich jemals zu ihm ziehe. Ich habe hier eine wirklich Krisensichere Arbeit und auch wegen meiner Kinder wollte ich nicht.

              Jetzt ist alles ganz anders als gedacht. Ich werde meine Arbeit kündigen, mich ganz neu orientieren und zu ihm ziehen. Meine Kinder freuen sich total auf den Neuanfang in der neuen Stadt. Also das absolute Gegenteil...und ich fühle mich blendend mit meiner Entscheidung.

              Ich glaube du solltest den Dingen erst einmal seinen Lauf lassen....wer weiß wie ihr das in einem Jahr seht.

              :-)

    (11) 20.02.13 - 10:27

    Hallo, ohja ich kann Mitfühlen wobei ich meine Beziehung nicht beenden würde sondern eher noch Stärken . Warum macht er die Ausbildung nicht bei dir..?
    In welchem Bundesland wohnt ihr den jeweils?
    Warum machst du dir ein Kopf wegen dem Kindesvaters...Gehts dir gut, gehts auch deinem Kind gut.

Ja, der Kostenfaktor ist nicht von der Hand zu weisen.

Alles andere ist bei entsprechender Zuneigung und entsprechendem Willen beiderseits durchaus machbar.

Sicher, 600 km sind eine ordentliche Ansage. Mir reichen schon 300 km, ich verstehe dein Problem durchaus.

Und ehrlich, ich würde mir auch Gedanken machen, ob es sich "lohnt", Gefühle zu intensivieren.

Andererseits sagst du, noch nie hast du dich so austauschen können wie mit ihm. Noch nie, das sind grosse Worte. Ist das wirklich so? Ja?
Dann würde ICH (und das ist na klar eine ganz emotionale Sichtweise, die ich da habe) sagen: "Okay, 600 km sind mist, aber der Mann ist es mir wert, das Wagnis in Angriff zu nehmen.
Probiere ich es doch einfach aus, eine Fernbeziehung mit diesem tollen Menschen einzugehen."

Dann kannst du später nicht sagen: "Oh man, was wäre wohl gewesen, wenn ich mich darauf eingelassen hätte?" Sondern du kannst später eine weitere Erfahrung nutzen, um weiter zu leben, wie du es für richtig hältst.

Wenn du dich jetzt zurückziehst, kann es sein, dass du dich dann ärgerst. Wenn du später enttäuscht wirst, hast du es wenigstens ausprobiert und vielleicht hast du bis dahin auch noch eine sehr schöne Zeit mit ihm gehabt.

Also.

L G

White

(15) 20.02.13 - 11:33

Für mich wäre das nichts! Ich würde vor kaputt gehen, vor Sehnsucht!

Hallo Charlotte,

ich lebe aktuell auch in einer Fernbeziehung (über 500 km) ...kann also sehr gut deine Ängste und Bedenken nachvollziehen. Ging mir am Anfang ähnlich.

Wir haben uns vor knapp 3 Jahren kennengelernt sind aber entgültig erst vor einem Jahr zusammen gekommen, weil es zunächst für mich auch nicht vorstellbar war über so eine Distanz eine Beziehung zu führen. (Ich habe auch zwei Kinder und der Vater der Kinder wohnt ca 70 km von hier)

Also....es ist manchmal extrem schwer. Er fehlt mir sehr oft. :-(

Wir hatten schon Situationen wo wir beide aufgrund eines Notfalls ins Krankenhaus kamen und keiner von uns konnte sofort bei dem Anderen sein.
Das pendeln ist manchmal schon anstrengend, ich fahre immer mit den Zug...ist zwar bequem aber sehr zeitaufwändig.
Manchmal entsteht eine gewisse Erwartungshaltung vor dem gemeinsamen Wochenende und durch die alltäglichen Belastungen verläuft es dann doch anders.
Und es muss immer alles gut geplant sein. (umso früher du planst, umso günstiger sind die Zugtickets) Nunja...manchmal ist es auch anstrengend den ganzen Haushaltskram vom Wochenende schon in der Woche nach der Arbeit zu erledigen, weil man ja am Freitag wegfährt. Bei mir bedeutet das immer den Samstagsgroßputz auf Donnerstag Abend bis in die Nacht zu verschieben. :-(

Ich glaube das sind die hauptsächlichen Probleme einer Fernbeziehung. Und über allem steht die Sehnsucht.

Aber im Gegenzug steht auch die Freude aufeinander und das intensiver Miteinander. Ich genieße jede Minute mit ihm und er mit mir.

Ihr müsst einen Weg für euch finden, wie ihr trotz der Entfernung eine feste Verbindung aufbauen könnt. Wir telefonieren viel, nutzen Whats app und skype. Ab und zu schicke ich ihm mal eine Karte zur Überraschung.......und und und.

Ich habe das große Glück, dass mir mein Ex Mann keine Steine in den Weg legt. Ich kann mit seinem Einverständnis im Sommer zu meinem Schatz ziehen. (freu)

Wenn dir dein Herz sagt, dass es der Richtige ist, dann versuche es. 1,5 Jahre sind zu überstehen.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du glücklich wirst. :-)

LG

(17) 20.02.13 - 13:06

Hi

Ich gehöre auch zur Fraktion der "Fernbezogenen", wobei die Situation bei mir nicht dieselbe ist wie bei dir. Mich trennen gute 230 km von meiner Freundin, die in Deutschland lebt. Ich wohne in der CH. Ich meine aber, die Distanz ist hier zweitrangig. Denn die Frage ist die, was ihr Beide von der Beziehung bzw eurem Partner erwartet. Wenn Beide für sich in Anspruch nehmen, nicht weggehen zu können und es auch nicht zu wollen, dann ist zumindest klar, welche Möglichkeiten es noch gibt.

- Beenden
- Fernbeziehung

Natürlich gibt es noch die dritte Möglichkeit des Aushandelns, aber laut deinen Formulierungen scheint das derzeit keine Diskussion zu sein. Eine Fernbeziehung kann toll sein, wenn sich Beide darin zurecht finden. Wie du aus den anderen Kommentaren liest, können sowas nicht alle. Es stellt sich also wirklich die Frage, ob eine Fernbeziehung dauerhaft möglich ist und / oder einer von Euch über den Schatten springt.

Ich bin jetzt etwas mehr als zwei Jahre in einer Fernbeziehung und ich würde es nicht mehr machen. Aber das darfst du jetzt nicht auf dich projezieren. Geh in dich rein oder schaut es gemeinsam an, aber offen und ehrlich von A-Z. Das ist am Anfang schwierig und man ist nicht gerade objektiv.

Viel Glück

  • (18) 20.02.13 - 17:23

    Danke für Eure Antworten, manche bestärken mich, manche lassen noch mehr Zweifeln :-(
    Das schlimme ist, das ich angefangen habe, Gefühle für ihn zu entwickeln und mir die ferne NICHT gut tut. Überhaupt nicht! Man stellt sich Fragen, die man sich vorher nie gestellt hat und da strengt an!

    Er hat auch Gefühle entwickelt, ich sagte ihm das ein oder andere Mal sogar, dass ich eigentlich kein Fernbeziehungs Mensch bin und mich frage, ob es überhaupt klappt.
    Ist es gut, das ich dennoch mit meinen Ängsten ständig belaste? ich bin so ehrlich und sagte ihm, das ich oft schon fast einen Rückzieher gemacht hätte.
    Er jedoch blieb bisher immer dran und spricht mir gut zu für unsere Fernbeziehung.
    Die Sache ist, sein Arbeitsvertrag ist vor 2 Wochen ausgelaufen und er sucht in seiner Stadt einen neuen Job und sagte mir gestern, dass er beim Amt auch extra angegeben hat, dass er NUR in seiner Stadt sucht! Er hat halt seine Tochter da, die er alle 2 Wochenenden sieht und jede Woche einmal. Er liebt sie über alles und braucht sie!

    Da kommen wir zum nächsten Problem: ich schlug ihm vor, nächstes WE zu kommen und er sagte, da hat er seine Tochter. Wenn ich für 3 Nächte kommen würde, so sagt er, könnte man sich 1 Nacht wenigstens sehen. TOLL; SUPER!!!! Lohnt sich nicht, daher fahre ich nicht hin.
    Ich solle lieber in der Woche kommen!

    Das sind alles Dinge, die nicht einfach sind. 600 km weit weg, er kann nicht jedes WE, wegen seiner Tochter, er hat 3 mal die Woche noch einen Nebenjob, wo man sich in der Woche auch nicht in diesen 2-3 Stunden sehen kann, das Geld zum Pendeln und was extrem ist, die frauen fliegen auf diesen Typen!!!! Ohhh jaaa, ich hab mir jemanden auch noch ausgesucht, der auch noch einer ist, der so ist, wie er ist!!!! und und und.....

    Ganz blöde kindische Frage: Facebook: sollte man da gerade bei einer fernbeziehung öffentlich angeben, das man in beziehung ist???? Oh gott! alles so kleine VIELE Dinge....

    • (19) 21.02.13 - 12:37

      Entscheidend ist und bleibt, was du willst oder bereit bist zu geben. Eine Fernbeziehung kann funktionieren, sogar ganz gut, wenn Beide damit klar kommen. Das hört sich bei dir weniger so an, bei ihm eher.

      Verfange dich nicht in Details wie facebook etc, solange die grossen Fragen nicht auf dem Tisch behandelt wurden. Ihr seid ganz am Anfang und vielleicht sind gewisse Fragen noch nicht ganz reif für die Beantwortung.

      Wenn Liebe da ist, muss es auch eine gewisse Bereitschaft geben für Kompromisse und zwar auf beiden Seiten. Aber Liebe alleine genügt nie für eine Beziehung. Diese Erkenntnis musste ich erfahren. Sei ehrlich zu dir und ehrlich zu ihm. Oft gibt man mehr nach, als einem lieb ist in Angst, sonst etwas zerstören zu können. Das ist immer der falsche Ansatz, denn alles holt einen ein.

      Nutze die Zeit um dir bewusst zu werden, was möglich ist. Und entscheidet dann.
      Grüsse, R

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