Geliebte am Krankenbett

    • (1) 21.02.13 - 11:05
      Schlaflos in Berlin

      Nach einer schlaflosen Nach muss ich mit irgendwo Luft machen. Ich bin so sprachlos und durcheinander.
      Mein Schwager liegt nach einem Unfall seit einer Woche auf der Intensivstation im Krankenhaus. Zahlreich Brüche und innere Verletzungen machten ein künstliches Koma notwendig.
      Er wird es überstehen prognostizieren die Ärzte, aber ein Riesen Schreck ist es dennoch. Meine Schwester ist mit den Nerven am Ende. Drei kleine Kinder zu versorgen, täglich ans Krankenbett, gemeinsame Firma mit ihrem Mann. Ich helfe ihr so gut ich kann.
      Gestern musst meine Schwester im Betrieb etwas regeln und bat mich um einen Besuch bei meinem Schwager. Er ist manchmal ansprechbar, dämmert aber wegen der Medikamente schnell wieder weg. Die Ärtze waren aber zufrieden, ruhige Nacht, alles soweit gut.
      Als ich ankomme und an der Stationstür klingele, meinen Namen und mein Anliegen nenne, kommt die Schwester an die Tür. Sie bittet mich zu warten, da er gerade Besuch habe. Seine Schwester wäre da und es sei besser nicht alle gleichzeitig ins Zimmer zu gehen. Ich war irritiert und dachte an eine Verwechslung. Nach fünf Minuten kommt eine junge Frau heraus. Ich sprach sie an und sie war verdattert und total verlegen.Sie wäre die Kollegin. Ich so DIE Kollegin? Was heißt das? Nur Familie hat Zutritt zum Patienten, ob sie die Pfleger angelogen habe..Nach einigem hin und her teilte sie mir mit das sie die Geliebte ist.Sie ist eine Kollegin und hat über die Firma von dem Unfall erfahren. Seit einem Jahr sind sie zusammen. Seiner Frau solle ich auf keinen Fall davon erzählen. Bloß keine zusätzliche Aufregung.

      Mir war kotzübel und ich musste mich setzen. Mir verschlägt es nur selten die Sprache aber hier fiel mir nichts mehr ein. Die ganze Nacht wälzte ich mich rum. Spiele meiner Schwester die Zuversichtliche vor und lächle. Wo ich genau weiß der Supergau kommt erst hinterher. Mann ist das zum Kotzen.
      Meinem Mann hab ich noch nichts erzählt und musste es einfach hier mal loswerden, weil ich sonst dran ersticke. Dank fürs "zuhören"

      • Krass!!! Hört sich genauso an, wie die Story, die am Sonntag im TV lief...

        Tja, was machst Du also? Wenn ich mich in die Situaton rein versetzten würde, ich würde es meiner Schwester sagen.

        (3) 21.02.13 - 11:26
        Treffpunkt Krankenhaus

        Ich frage mich, wie die Geliebte sich Zutritt verschaffen konnte. Als Kollegin hätte sie keinen Zutritt gehabt, aber als Geliebte?

        Aber die Geschichte hat interessante Ansätze. Ich finde sie ausbaufähig.

        • Steht doch da: die Geliebte hat dem Personal gesagt, sie wäre die Schwester. Als sie dann aus dem Zimmer kam, hat sie erst gesagt, sie wäre eine Kollegin und dann schließlich zugegeben, daß sie die Geliebte ist.

          Fand ich eigentlich nicht besonders unglaubwürdig...

          • (5) 21.02.13 - 11:41
            Treffpunkt Krankenhaus

            So ein Blödsinn.

            Besuch auf der ITS für Komapatienten ist nur für Angehörige möglich. Die Besucher müssen! sich ausweisen!!!

            • (6) 21.02.13 - 11:48

              Ist das so? Ich war erst zweimal dort und brauchte mich nicht auszuweisen. Ich war aber nie da als er noch im Koma lag. Über die Sprechanlage sagt man den Namen, wer man genau ist und zu welchem Patienten man möchte. Über einen Außenflur kommt man an die einzelnen Türen der Patienten. Von der anderen Seite kommen die Pfleger dazu. Die großen Türen stehen immer offen.

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