Angst davor den Partner zu teilen

    • (1) 25.02.13 - 13:54

      Hallo,

      Mein Freund und ich freuen uns natürlich sehr auf unser Baby im Juni,dennoch mach ich mir hin und wieder Gedanken,wie es wohl sein wird,dann nicht mehr alleine mit ihm zu sein.
      Wir sind beide sehr fixiert aufeinander,verbringen jede freie Minute miteinander,stehen uns generell sehr sehr nah.
      Mir ist bewusst,dass es viele vielleicht nicht verstehen können,aber wenn man jahrelang zu zweit war und dann kommt so ein kleines Würmchen,was alles auf den Kopf stellt,deine volle Liebe und Aufmerksamkeit braucht,dann hat man doch auch Angst,sich als Paar auseinander zu leben bzw dass es ein komisches Gefühl sein wird,den Partner plötzlich teilen zu müssen.

      Ich hoffe das ich es verständlich rüberbringen konnte.

      Wie sind eure Erfahrungen?
      Hat sich eure Beziehung stark verändert oder seid ihr glücklicher den je?

      Liebe Grüße

      • (2) 25.02.13 - 14:11

        Es macht dir Angst, den Partner nun bald mit dem Kind teilen zu müssen?

        Ach du grüne Neune...

        • Ja ganz schlimm von mir,was werde ich für eine Mutter sein?:D
          Bevor ich sowas unsinniges schreibe,dann schreib ich lieber gar nichts.
          Aber hauptsache alles kommentieren,auch wenn es anderen so gar nicht weiter hilft#contra

          • (4) 25.02.13 - 14:48

            Nicht, was du für eine Mutter sein wirst, sondern was du für eine besitzeinnehmende Partnerin bist. Eine, die keine andere Person (nicht einmal das gemeinsame Kind) an der Seite des Partners akzeptieren will/kann?

      Ich finde Deine Ängste/Bedenken nicht grün und nicht neune, sondern kann sie verstehen. Ja es wird sich einiges ändern.... aber weißt Du was? Wenn ihr jetzt ein gutes stabiles Paar seid und aneinander hängt.. dann wird euch das auch mit Baby gelingen.

      Meine Erfahrung ist lange her, aber es ist uns gelungen, uns als sehr junges Paar damals nicht zu verlieren. Kindertechnisch haben wir immer an einem Strang gezogen und waren eben beide zuständig, denn es war unser Kind.

      Babys schlafen noch viel.... unser Kind hatte klare Regeln und Strukturen und da gab es auch immer eine Bettgehzeit. und dann gab es noch den Abend der dann folgte.. und der war dann für uns - als Paar. Ihr müsst euch Schlupflöcher schaffen und diese auch nutzen, kuscheln und die Nähe behalten, das geht auch mit Baby wunderbar. Ruhig auch mal die Dienste von evtl. vorhandenen Omas und Opas annehmen.

      Das Würmchen braucht nicht nur DEINE Liebe und Aufmerksamkeit, sondern auch die des Papas.. Aber ihr gestaltet euer Leben, auch mit Baby. Habt keine Angst, das bekommt man hin.

      Lichtchen

      • Vielen Dank für deine lange und positive Antwort.
        Ich denke auch das sich das einspielen muss...aber man neigt ja oftmals sehr dazu,Angst vor dem Neuen und der Veränderung zu haben#blume

        • Ja klar. Es wird sich einiges verändern aber ihr werdet ja auch viel gewinnen. Und nicht vergessen, ihr gestaltet euren Alltag mit Baby, nicht das Baby euch. So sollte es jedenfalls in meinen Augen sein.

          gerade wenn die klein sind kann man noch echt viel machen....

          Lichtchen

    Veränderungen können beängstigend sein. Gerade wenn es einem sehr gut geht und man fürchtet, dieses Glück durch die Veränderung zu verlieren.

    Ein Kind ist im Grunde etwas sehr Schönes, eine Bereicherung. Ein Teil von Euch, eine gemeinsame Aufgabe, gemeinsames Glück. Wenn Ihr beide Euer Kind als solches annehmen könnt – und ich denke, als Paar, das sich so liebt und so viel Nähe zueinander hat wird Euer Kind einen Teil hiervon werden und Euch (alle 3) noch enger zusammen schweißen.

    Zu meinen Jungs habe ich ein sehr liebevolle und sehr enges Verhältnis - sie sind ein Teil meines Lebens das ich nicht vermisst haben möchte.

    Ich wünsche Euch alles Glück der Welt.

    #klee

    war und dann kommt so ein kleines Würmchen,was alles auf den Kopf stellt,deine volle Liebe und Aufmerksamkeit braucht,dann hat man doch auch Angst,sich als Paar auseinander zu leben bzw dass es ein komisches Gefühl sein wird,den Partner plötzlich teilen zu müssen.

    Du sprichst m. E. zwei unterschiedliche Aspekte an. Hast du nun mehr Angst, dass ihr euch als Paar verliert und weniger Zeit füreinander habt oder empfindest du das Baby als Konkurrenz (die Liebe und Aufmerksamkeit gilt es mit dem Kind zu teilen)?

    • Nein ich sehe das Baby nicht als Konkurrenz,sondern hab eher Angst,nicht alles unter einen Hut zu bekommen.Sprich: Das wir ein Paar bleiben und uns zb nicht nur als Mama u Papa sehen bzw uns nicht aus den Augen verlieren
      Ich Rede nicht davon,dass ich eifersüchtig sein werde,wenn er sich um das Baby kümmert.:)

      • Ich Rede nicht davon,dass ich eifersüchtig sein werde,wenn er sich um das Baby kümmert.:)

        Ok, dann ist doch alles gut. Ihr könnt selbst beeinflussen, wie viel Paarzeit ihr euch gönnt. Regelmäßig den Babysitter bemühen, Oma und Opa in Anspruch nehmen und das Leben nicht ausschließlich auf das Kind ausrichten. Dafür ist es auch nicht wichtig, wie lange ihr Zeit als Paar verbringt, sondern wie intensiv ihr diese Zeit gemeinsam nutzt. Denn es gibt immer harte Zeiten, in denen das Kind krank ist und Babysitter hier den Dienst verweigern oder durchwachte Nächte und man hat überhaupt kein Interesse an Paaraktivitäten sondern fällt nur noch bewusstlos ins Bett. Solange ihr es beide mittragt und nicht einer von euch andere Ansprüche an den Partner hat, die dieser vorübergehend nicht erfüllen kann, ist alles gut.

Hi!

Nun also eine ganz ehrliche Antwort, auch wenn mich manche jetzt mit Steinen bewerfen werden: Ja, unsere Beziehung hat sich verändert und nein, "glücklicher denn je" sind wir mit Sicherheit nicht. Wir lieben unseren Kleinen wirklich beide sehr und kümmern uns gemeinsam (sind beide je 2 Tage zu Hause, so ist es wirklich gut aufgeteilt). Aber die Partnerschaft ist einfach nicht mehr so locker, "unbekümmert" wie vorher. Ja, ich gebs zu, ich sehne mich schon danach, einfach mal mit meinem Mann zwei, drei Tage "Ruhe" zu haben - gleichzeitig bringen wirs aber nicht fertig, den Kleinen so lang bei Oma zu lassen (die ihn gern nehmen würd und bei der er auch sehr gern bleibt). Es gibt Situationen, da macht einen das Kind so unendlich glücklich, so voller Liebe, aber es gibt auch die Situationen, wo es uns an den Rand der Belastbarkeit bringt. Unser KLeiner schläft relativ schlecht und spät ein. Wenn er Phasen hat, in denen er JEDE scheiß Nacht von ANFANG bis ENDE ZWISCHEN uns liegt, dann werd ich sauer, denn ja, ich würd lieber mit meinem Mann kuscheln. Wenn er aber bis morgens durchschläft, dann bringt ihn mein Mann, wenn er in die Arbeit geht bzw. umgekehrt, weil ich es so liebe, nach dem Aufwachen noch mit dem Spatz zu kuscheln und zu scherzen. Also, es ist ein total zweischneidiges Schwert. Unser Kind hat unsere Beziehung nicht glücklicher gemacht, sondern intensiver, mit viel mehr und viel "höheren" Aufs und Abs. Missen möcht ich den Kleinen NIE.

Mein Tipp: Sucht euch möglichst früh Freiräume, gebt den Kleinen zur Oma und genießt einfach einen Abend zu zweit. Das ist völlig legitim und normal!

Alles was du schreibst ist richtig und doch so falsch.

Ja, ein Kind stellt alles auf den Kopf und stellt alles in Frage.
Alle Rhytmen, Rituale, Verfügbarkeiten und Liebgewonnenes.

Im Bruchteil einer Sekunde der Befruchtung ist die Zukunft auf Veränderung programmiert.

Und das tolle daran ist, das Baby weiß das. Es weiß von der ersten Minute an wie es Papa und Mama beschäftigen kann, wie es euch mit grossen Augen ansieht und euch fragt, "Ihr beide für mich, ein Leben lang? Und die Frage müsst ihr ihm beantworten.

Ein Kind ist eine Aufgabe fürs Leben und kein suesser Spielplatz. Und es erwartet das ihr das wisst und euch darauf einstellt. Ja ihre werdet neue Weg finden müssen, eine andere Art der Zeitaufteilung wird von Nöten sein. Freunde werden warten müssen und ihr werdet auf einander warten müssen. Das Baby wird eine Menge eurer Zeit einfach so weg nehmen.

Aber muss das heißen das ihr euch nich mehr nahe stehen dürft? Ist das Kind potentielle Gefahr eurer Partnerschaft? Oder ist es die Bereicherung des Lebens, die Hoffnung der Zukunft und die Erfüllung der Liebe.

Ja, es kackt, schreit und wenn ihr was vor habt wird es krank, oder mag den Baysitter eben nicht.... Aber es ist das schönste Geschenk des Lebens.

BlueH6

Noch ein gefühltes hinterher, der Satz "Wir sind beide sehr fixiert aufeinander,verbringen jede freie Minute miteinander,stehen uns generell sehr sehr nah," erscheint mir ein wenig ab davon mit den Beinen auf dem Boden zu stehen. Ich meine jeder nach seinem Gusto, aber zu viel Nähe erstickt auf Dauer. Pragmatisches Denken hilft manchmal ganz schön weiter.

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