Adoption für "Homo-Ehen"

    • (1) 27.02.13 - 11:57

      Hi,

      wollte mal hier rumfragen, wie ihr so dazu steht.

      Generell finde ich eine "Homo-Ehe" an sich gut, hab damit kein Problem und bin auch in einem Bereich tätig bei/in dem ich viel mit Homosexuellen zu tun habe.
      Das ist so normal für mich geworden, dass ich es eher seltsam finde von jemanden die sexuelle Orientierung zu nennen oder zu erfragen.

      ABER dass Homosexuelle Kinder adoptieren können finde ich überhaupt nicht gut.
      Sorry, rein biologisch gesehen ist das in so einer Beziehung tatsächlich nicht möglich und ich finde, es fehlt halt immer der andere Part.

      Das "Problem" oder sagen wir lieber Schwierigkeiten kennt man auch von Alleinerziehenden (egal ob Mann oder Frau).

      Und dass mir das klar sein muss wenn ich erkenne, dass ich homosexuell bin und eine gleichgeschlechtliche Beziehung habe.

      Auf der anderen Seite wird Paaren mit Kinderwunsch und genetisch bedingten Krankheiten viel zu viel Steine in den Weg gelegt.
      Die müssen dann ins Ausland fahren und sich teuer den KiWu finanzieren.
      Das geht nicht so recht in meinen Kopf.

      Hm, bin ich da wohl sehr altmodisch? #gruebel

      Hallo.

      >>> Das "Problem" oder sagen wir lieber Schwierigkeiten kennt man auch von Alleinerziehenden (egal ob Mann oder Frau). <<<

      Was genau meinst Du damit, sprich welche Probleme/Schwierigkeiten siehst Du sowohl bei Alleinerziehenden als auch bei homosexuellen Eltern?

      LG

      • Ich denke, sie meint, dass das zweite Geschlecht fehlt. Also bei alleinerziehenden Müttern ohne engeren Kontakt zum Vater oder bei zwei Müttern als Elternteil fehlt der männliche Einfluss, das männliche Vorbild. (Und umgekehrt.)

        Ein sehr schwaches Argument, wie in meinem Beitrag schon erläutert.

        • Hallo.

          Um in diese Diskussion einzusteigen (die ich grundsätzlich sehr interessant finde), hätte ich gerne die Argumentation der TE, um zu sehen, auf welchem Niveau sich diese bewegt, um so entscheiden zu können, ob sich der Einstieg in die Diskussion überhaupt lohnt.

          Äußert sich die TE ähnlich schwach, wie von Dir angenommen, wäre jedes weitere Wort nämlich Zeitverschwendung, da sich möglicherweise eher ein Stammtisch-Niveau andeutet.

          Aber nichtsdestotrotz vielen Dank für Deinen Erklärungsversuch.

          LG

    Ob das sehr altmodisch ist weiß ich nicht.

    ich finde diese "rein biologisch gesehen" Argumente echt #zitter

    Soll ich rein biologisch gesehen noch einen Regentanz aufführen?

    Ich finde es sollte selbstverständlich sein, dass auch homosexuelle Paare Kinder adoptieren dürfen. und versteh ehrlich gesagt diese ganze Diskussion darum nicht. Kinder brauchen Mutter und Vater. Ja nee is klar. Klappt in den meisten gleichgeschlechtlichen Ehen ja auch so wunderbar....

    Traurig finde ich, dass Du in einem Bereich tätig bist, wo Du viel mit Homosexuellen zu tun hast wie Du schreibst.. und dennoch diese Einstellung hast.

    Lichtchen

sorry ich finde es gut das es nun erlaubt werden soll

denn viele kinder geht es in ihren ursprungsfamilien mit mutter und vater oder nur mutter oder nur vater nicht gut

und bei den gleichgeschlechtlichen paaren wird denke ich noch genauer geschaut ob das klappt oder nicht mit kind usw

und bei der adoption gibt dann dann die selben chancen wie bei " nomalen" paaren

und es geht ja um adoption und du wirfst gleich die paare mit rein die auf medi weg ein eigenes kind versuchen zu bekommen

die haben da einfach mal nichts verloren denn diese paare gehen ja erst mal den weg für eigene kinder

(13) 27.02.13 - 12:18

Hallo,

wenn es nach mir ginge, dann wäre die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe in sämtlichen Belangen gleichgestellt. Hier spreche ich unter anderem vom Erbrecht, Unterhaltsansprüchen, Steuerrecht und eben auch Adoptionsrecht. Es gibt so viele Kinder die keine oder nicht sonderlich gute Eltern haben und sich glücklich schätzen könnten zwei Menschen in ihrem Leben zu haben, die die Elternrolle einnehmen. Ob Mann+Mann, Frau+Frau? Egal! Deutschland will ein fortschrittliches Land sein und ist nicht in der Lage Homosexuelle als vollwertiges Mitglied zu akzeptieren? Das ist nicht lache!

Gruß Barrik, die in einer hetero-Ehe lebt aber dieses Modell nicht als alleiniges akzeptiert

(15) 27.02.13 - 12:21

Hallöle,

die Frage, sie sich mir jetzt stellt ist:

Was ist denn deine Befürchtung, was mit dem Kind passiert, wenn es von einem gleichgeschlechtlichen Paar erzogen wird?

Klar, das klassiches Rollenmodell bekommen diese Kinder nicht vorgelebt. Aber das ist bei allein erziehenden auch nicht so und auch diese Kinder werden keine gestörten Menschen. Daher kann ich das Problem nicht sehen.

Zwei Bekannte von mir (beide weiblich) haben sich vor einigen Jahren von ihren Partnern getrennt und leben jetzt samt ihren Kindern in einer WG zusammen. Die zwei sind nicht homosexuell, sondern beste Freundinnen und haben diese Lebensform vor allem aus organisatorischen und finanziellen Gründen gewählt.
Niemand, wirklich niemand hat jemals etwas negatives zu dieser Art des Zusammenlebens gesagt oder bemängelt, dass es den Kindern schaden könnte. Ergibt ja auch keinen Sinn.
Sicher ist aber, dass, wenn die beiden ein Paar wären, mit Sicherheit das Geschrei in ihrer Umgebung groß wäre. Die große Frage ist: Warum?

LG =)
synetra

(16) 27.02.13 - 12:25

Ich finde dich nicht nur altmodisch, sondern rückständig.

Du kannst nicht pauschal sagen, ob dem Kind ein Geschlecht als Rollenvorbild fehlt. Gerade, da gleichgeschlechtliche Paare (nicht nur Homosexuelle, auch Bisexuelle fallen darunter) oft eine Randgruppe sind oder von Familien und der Gesellschaft teilweise ausgeschlossen, sorgen sie für ein gesundes, akzeptierendes Netzwerk um sich und haben damit wie jede andere Familie mit gesunden ausserehelichen Beziehungen in der Familie oder mit Freunden auch andersgeschlechtliche Menschen. Diese können dann in Form einer Patenschaft oder Anfrage enger mit eingebunden werden.

Einen anderen Teil des Rollenvorbildes werden auch durch betreuende oder lehrende Menschen erfüllt und da sind Frauen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften im Nachtteil. Da würde ich eher daran arbeiten, dass es mehr Männer in Kindergarten gibt, als einer Gesellschaftsgruppe das Kinderkriegen zu verbieten.

Den Vergleich mit gesundheitlichen Problemen finde ich völlig unpassend. Wie du selbst sagst, ist der dieser Kinderwunsch auch sehr teuer. Anders gefragt: sollen wir einer sozialen Randgruppe die Beine abhacken, weil es Rollstuhlfahrer gibt? Inwiefern sollte man andere Menschen in einer sehr privaten Entscheidung bewusst benachteiligen und behindern, nur weil andere leider weniger Glück mit der Durchführung haben?

Es ist sowieso unpassend, dass Unbeteiligte sich rausnehmen, da mitreden zu wollen - meistens noch ohne passende, wissenschaftliche Studien oder Artikel konsumiert zu haben. Dann müsste man nämlich realisieren, dass gleichgeschlechtliche Paare genauso gute Eltern sind, ihr Nachwuchs weder verhaltensgestört, noch sonst auffällig ist und gerade die Kinder solcher Eltern sich diese Frage gar nicht stellen!

Noch haben gleichgeschlechtliche Paare mit genug Ungerechtigkeiten zu kämpfen und ich finde es ehrlich unverständlich und anmassend, dass Menschen, die damit nicht nur nichts zu tun haben, sondern auch nicht beeinflusst werden und noch weniger sich damit ernsthaft beschäftigt haben, meinen, sie haben da mitzureden.

Mich befällt das gleiche Unbehagen (wenn Du das gleiche meinst und ich das richtig herausgelesen habe).

Ich bin der Auffassung, im Idealfall haben Kinder sowohl ein männliches als auch ein weibliches Vorbild. Gut, das muss nicht zwingend ein Elternteil sein.

Eine alleinerziehende Mutter kann beim besten Willen nicht das leisten, was Zwei leisten können. Das lasse ich mich auch nicht von noch so engagierten Alleinerziehenden von abbringen.Und gerade für Jungs finde ich es problematisch, wenn denen ab einem bestimmten Alter zu wenige oder gar keine männlichen Vorbilder zu Verfügung stehen.

Bei Homo-Paaren ist noch der Vorteil, dass zwei Elternteile da sind.

Man kann jetzt behaupten, es ist egal, ob ein Kind von einem Mann und einer Frau, zwei Frauen oder zwei Männern großgezogen wird, Hauptsache, es wächst behütet und geliebt auf.

Da es sicher nicht Norm werden wird, stelle ich mir, neben dem Mangel an einem Geschlecht als Vorbild, noch vor, wie wohl das Umfeld des Kindes reagiert....?

"Wie heisst Deine Mutter?"

"Barbara!"

"Und wie heisst Dein Vater?"

"Monika!"

"Was ist denn das für ein blöder Name für einen Mann!?"

  • Und was schlussfolgerst du aus deinen Gedankengängen?

    Sorry, auch wenn dir das möglicherweise nicht passt, aber aus Erfahrungsberichten von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geht klar hervor, dass die wenigsten Kinder Probleme mit ihren Mitschülern haben.

    Die Fragen und Bemerkungen kommen meistens von den anderen Eltern und Erwachsenen und später von Jugendlichen, nachdem diese natürlich auch von ihren Eltern dahingehend beeinflusst wurden.

    Es ist die Erwachsenen der Gesellschaft, die sich dahingehend ändern müssen, Kinder, die zu einem offen denkenden Individuum herangezogen werden, kommen nicht von alleine auf unpassende Fragen oder Bemerkungen - das tun Kinder, die von ihren Eltern instrumentalisiert werden die eigenen Überzeugungen zu übernehmen bzw. ihnen nicht die Möglichkeit geben, sich ein eigenes Bild zu machen.

    Zu der Abwesenheit des zweiten Geschlechts habe ich schon geschrieben und zusätzlich: ein Kind hat immer noch ein biologisches Elternteil zweiten Geschlechts und es ist nicht ungewöhnlich, dass das gleichgeschlechtliche Paar Kontakt mit diesem Elternteil hält und somit auch das Kind.

    • "Sorry, auch wenn dir das möglicherweise nicht passt, aber aus Erfahrungsberichten von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Partnerschaften geht klar hervor, dass die wenigsten Kinder Probleme mit ihren Mitschülern haben."

      Magst Du da eine Quelle zu Hand haben?

      "Es ist die Erwachsenen der Gesellschaft, die sich dahingehend ändern müssen, Kinder, die zu einem offen denkenden Individuum herangezogen werden"

      Von wem die Diskreditierung kommt, spielt doch letzlich keine Rolle.

      Und Dein "die Gesellschaft muss sich ändern" ist ja schön und gut, das betrifft ja viele Bereiche, aber was ist, wenn die Gesellschaft Deinem hehren Ansinnen einfach nicht folgen will?

      • "Die Sorge, dass Kinder, die mit zwei Müttern oder zwei Vätern aufwachsen, in Deutschland grundsätzlich unter Diskriminierung leiden würden, konnte eine 2011 erschienene Studie, an der unter anderem die Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt war, nicht bestätigen. Eine Befragung von Kindern aus Regenbogenfamilien hat ergeben, dass diese die Homosexualität ihrer Eltern selbst als unwichtig ansehen. Lediglich gezieltes Fragen nach den homosexuellen Eltern durch Freunde oder Mitschüler werde immer wieder als unangenehm empfunden. Wirkliches Mobbing in Schulen hätten die Befragten allerdings trotzdem nur selten erlebt."

        http://ratgeber.t-online.de/homosexuelle-eltern-nach-wie-vor-benachteiligt/id_60290394/index

        Muss gleich wieder weg, deshalb nicht ganz so viel Zeit und mal eine Quelle. Generell fände ich es schön, wenn man Beiträge als ganzes betrachtet.

        Natürlich spielt eine Rolle, wer die Diskriminierung beginnt - würden Kinder von alleine darauf kommen, ohne elterliche Einflüsse, dann könnte man vielleicht beginnen, dass eine Abneigung biologisch bei uns programmiert ist, aber sie ist ein rein gesellschaftliches Konstrukt und deshalb auch Wert, hinterfragt zu werden.

        Der Punkt ist, dass bei der Homosexualität, noch bei Kindern von gleichgeschlechtlichen Eltern NIEMAND Schaden nimmt. Nur Unbeteiligte, die in einem rückständigen Weltbild feststecken, fühlen sich, obwohl in keiner Weise beeinträchtigt, von dieser Art von Liebe und der Familiengründung bedroht. Die Diskriminierung also schadet jedoch - nicht nur einem Teil der Gesellschaft, sondern vor allem auch Kindern.

        Es hatte auch jemand das "hehre Ansinnen", dass Menschen anderer Hautfarben, Menschen anderen Geschlechts dem mächtigen, weissen Mann gleichgestellt sind. Und obwohl die Gesellschaft auch hier noch ein bisschen rückständig ist, fand eine Änderung statt. Es gibt kein logisches Argument, dass man sein eigenes Weltbild nicht der Realität idealerweise anpassen kann. Ausser der eigenen Faulheit oder Dummheit - man möge sich eines aussuchen.

    (22) 27.02.13 - 15:14

    mal angenommen, eine gruppe der gesellschaft beschließt, massenmorde gesellschaftsfähig zu machen, sie denken ja auch nur anders und das muss man ihnen schliesslich auch zugestehen, oder nicht ? *nachdenk*

    • Schwarz, auf reine Provokation aus und ein engstirniges, fürchterlich dummes Weltbild, wie du schon in mehreren Beiträgen bewiesen hast.

      Ich habe exakt den Punkt in einem weiteren Beitrag erläutert - lies doch einfach zuerst die Diskussion - vorausgesetzt, du bist des Lesens mächtig.

      Und das *nachdenk* kannst du auch lassen, es ist peinlich offensichtlich, dass du daran grandios scheiterst.

      Und Homosexuelle mit Menschen, die Massenmorde gesellschaftsfähig machen wollen zu vergleichen ist schlichtweg unter aller Sau.

      Solltest du bei deinem nächsten Beitrag nicht wenigstens ein bisschen (emotionale) Intelligenz einfliessen lassen und nicht so stumpf provozieren, würde ich vorschlagen, du setzt dich einfach in eine Ecke und kaust ein bisschen Gras, das tut nicht weh... versprochen!

      • (24) 27.02.13 - 15:56

        << Schwarz, auf reine Provokation aus und ein engstirniges, fürchterlich dummes Weltbild, wie du schon in mehreren Beiträgen bewiesen hast. >>

        Weil ich anderer Meinung bin ?

        << Ich habe exakt den Punkt in einem weiteren Beitrag erläutert - lies doch einfach zuerst die Diskussion - vorausgesetzt, du bist des Lesens mächtig. >>

        Ja und ? Du hast mich damit aber weder überzeugt noch erreicht. Du gibst lediglich Deine Meinung wieder, die ich nicht teile.

        << Und das *nachdenk* kannst du auch lassen, es ist peinlich offensichtlich, dass du daran grandios scheiterst. >>

        Gehen die Argumente aus ? Oder weswegen wirst Du jetzt persönlich beleidigend ?

        << Und Homosexuelle mit Menschen, die Massenmorde gesellschaftsfähig machen wollen zu vergleichen ist schlichtweg unter aller Sau.>>

        Das mag sein. Ja, hier gebe ich Dir Recht, das war etwas krass. Nunja, wie stehts denn mit den Rauchern, die man diskriminiert und gängelt ? Besser ?

        << Solltest du bei deinem nächsten Beitrag nicht wenigstens ein bisschen (emotionale) Intelligenz einfliessen lassen und nicht so stumpf provozieren, würde ich vorschlagen, du setzt dich einfach in eine Ecke und kaust ein bisschen Gras, das tut nicht weh... versprochen! >>

        Ich denke, Du spricht hier aus Erfahrung, aber hier bin ich wirklich intolerant. Also lass das Gras weg, dann gehts besser ;-)

>Eine alleinerziehende Mutter kann beim besten Willen nicht das leisten, was Zwei leisten können. Das lasse ich mich auch nicht von noch so engagierten Alleinerziehenden von abbringen.Und gerade für Jungs finde ich es problematisch, wenn denen ab einem bestimmten Alter zu wenige oder gar keine männlichen Vorbilder zu Verfügung stehen.<

Deine Meinung ist sehr engstirnig und diskriminierend. Es gibt jede Menge Jungs die ihrem Vater rein gar nichts abgewinnen können. Alleinerziehend zu sein, hat normalerweise den Hintergrund, dass die vorhergegangene Beziehung zum anderen Elternteil keinerlei Vorteil oder Nutzen für alle Beteiligten, und im Extremfall sogar noch Schaden für die Kinder gebracht hat. Wäre "die Leistung" der Elternteile in den Familien viel hochwertiger als die von Alleinerziehenden, würde es gar keine Alleinerziehenden geben, richtig? Dann wäre alles in Butter.

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